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Das Lehrbuch der gesamten Physiologie des Menschen er- scheint in 2 Bänden, dem oben angekündigten nervenphysio- logischen Band — Sinne, Nerven, Muskeln, Fortpflanzung-» - und dem Band, der den Stofftcechsel enthält und später erscheint. Ein neues Lehrbuch des grossen Physiologen ist eine epochemachende Neuerscheinung in der medizinischen Litte- ratur und wird namentlich der jetzt erschienene I. Band, die Nervenphysiologie, von den massgebenden Kreisen mit Ungeduld erwartet Demnächst erscheint in meinem Verlage: ' ' 7 f i 6 ii 3 »4 „ „ ii 6 ,, ,, 10 „4 ,, 5 ,, ,, Rp. Creosotal je nach dem Alter ... g Emulsion oder Brustsyrup 60 g zu nehmen innerhalb 24 Stunden auf 4 mal. „Diese Dosen können ohne jede Gefahr erhöht werden. Da man bei Beginn der Krankheit nicht weiss, ob die Infection eine mehr oder weniger virulente ist, so wendet man von vornherein eine ziemlich hohe Dosis an. Erst wenn die Temperatur normal geworden ist, darf man die ur- sprüngliche Dosis um die Hälfte reduciren, aber unter aufmerksamer Beoachtung der Fiebercurve, um sofort zu den höheren Dosen zurückzukehren, sobald die Curve wieder steigt. Mit der Darreichung des Creosotals darf nur all- mählich aufgehört werden, indem man die Dosen seltener darreicht und verkleinert, bis jedes Zeichen der Auscul- tation verschwunden ist, denn solange die Läsionen nicht geheilt sind, muss man eine Reinfection oder eine Erhöhung der Virulenz abgeschwächter Bacterien befürchten.“ 15. Emollientia pectoralia. Radix liquiritiae (im Infus 5,0—15,0: 200,0). Succus „ (in Lösung 5,0—15,0:200,0 als Zusatz oder als Bonbon etc.). Radix Althaeae (8,0: 150,0 im Decort). Lichen island. und Tubera salep s. unten und 25. Diese Medicamente üben local (beim Hinuntersehlucken) eine reizmildernde „einhüllende“ Wirkung auf Pharynx und Kehlkopfeingang aus. Besonders der Badix Althaeae kommt diese Wirkung zu, und zwar wegen ihres emminen- ten Schleimgehaltes; dadurch mildert sie den Hustenreiz. Die übrigen Mueilaginosa — Lichen islandicus, bei Kindern manchmal Salep — verwendet man ihn in ähnlichem Sinn, wenn auch seltener. Liquiritia andererseits soll eine leicht expectorirende „Auswurf lockernde“ Eigenschaft besitzen. — Meist verwendet man diese Mittel als Adjuvantia bei Ver- abreichung von Expectorantien, bes. Ammoniaksalzen, event. in Verbindung mit Opiaten. 16. Anhang: Narcotica und Antispasmodica als Pectoralia. Die Narcotica bewirken Herabsetzung der Reflexerreg- barkeit des Athemcentrums. Dadurch wird einerseits der Lufthunger geringer, andererseits die Reaction auf Husten- reiz herabgesetzt. Von ersterer Eigenschaft der Opiate — und ähnlich des Oxycamphers s. Cap. 3 — macht man bei Dyspnoe — Asthma — Gebrauch; von letzterer (bes. Husten- reiz) bei quälendem Hustenreiz mit wenig Beeret und bes., wenn eine catarrhalische Affection auf die grösseren Luft- wege — Trachea — beschränkt ist. Auschliesslich Narco- tica verwende man bei absolut infauster Prognose (schwere Phthise etc.) Wo man nicht nebenbei eine allgemein narco- tische Wirkung gerade bezweckt, verwendet man (abgesehen von der Preisfrage: Morphin billiger!) Codein (oder neue- stens Heroin s. 1), da diese Mittel speciell auf das Athem- centrum wirken, sonst wenig toxisch sind und nicht ver- stopfen. Neben der symptomat. Erleichterung vermögen die Opiate auch direct die Erkältungskrankheiten der Athmungs- organe zu bekämpfen. Die Vermittelung einer Erkältungs- trachitis oder -bronchitis geschieht bekanntlich durch reflec- torische Erregung der vasomotorischen Nerven der Luft- wegeschleimhaut: theils durch eingeathmete kalte Luft, theils durch complicirte reflector. Vorgänge von entfernten Hautpartieen aus. Die dadurch hervorgerufenen Schwan- kungen in der Blutfülle der Schleimhaut bedingen eine Reizung und fördern dadurch eventuell die Entwickelung der katarrhalischen Infection. Solche reflectorische Schwan- kungen verzögern aber auch die Abheilung eines Erkältungs- katarrhs, meist ohne dass sich ihre Veranlassungen ver- meiden Hessen. Durch Darreichung von Narcoticis wird nun die Erreg- barkeit des Nervensystems herabgesetzt, und werden dadurch auch jene reflectorischen Erregungen der Vasomotoren in der erkrankten Schleimhaut stark reducirt, die Schleimhaut selbst vor Schwankungen ihrer Blutfülle bewahrt und der Heilungsverlauf vor Verzögerungen geschützt. Auf dieselbe Weise kam man auch bei zu Erkältungs- katarrhen disponirenden Individuen, wenn dieselben in die Lage kommen, sich einer Durchkältung aussetzen zu müssen, durch Darreichung einer Morphingabe vorher (ich glaube auch unmittelbar nachher) dem Zustandekommen des Ka- tarrhs prophylactisch begegnen, wie ich das öfters zu er- proben Gelegenheit hatte. (Man denke an alte Leute mit Emphysem oder Nepliritiker, denen kleine Erkältungen so ge- fährlich sind!) E. Alterantia der Drüsenfunctionen; Harn und Schweiss. 17. Diuretica. Herztonica und Coffein siehe 9. Diuretin (5,0—6,0 pro die) = Theobromin. natrio-sali- cylic. Kali aceticum (5,0—8,0 pro die). Symphorol N (1,0 4—6 mal täglich) = coffeinsulfosaures Natron. Species diureticae (1 Esslöffel zu 1 Tasse Thee; tägl. 1—2 Tassen). Calomel (0,2 3 mal täglich während 3—4 Tagen). Urotropin s. 19. Folia betulae (25—30 g als Species auf 150—200 g Wasser — kochend infundirt, 2—3 mal aufgekocht, 1—2 Stunden stehen lassen — 3 mal täglich. Salinische Wässer (Wildunger, Fachinger etc.). Herztouica wirken diuretisch durch Hebung des Blut- druckes (cardialer Hydrops). Coffein wirkt als Herztonicum und als epitheliales Diureticum; beim Symphorol ist die diuretische Eigenschaft bes. ausgebildet. Die eigentlichen — epithelialen — Diuretica wirken durch directen Reiz auf die Nierenepithelien: Die salin. Wässer sind das mildeste, Diuretin das sicherste und beste, Kali acet. das billigste Diureticum. — Die Spec. diuret. enthalten die scharf-arom Bacc. Junip., daher bei Nephritis nicht verwendbar. — Calomel wegen Retentionsgefahr (Mercurvergiftung) bei Nierenaffectionen contraindicirt; nur bei cardialem Hydrops! (entbehrlich). Fol. betulae (nach Winternitz) unschädliches, aber kräfti- ges Diureticum, reitzen das Nierenparenchym nicht; bei Nephritis verwendbar, angeblich verschwinden dabei all- mählich Alumen und Cylinder. Diurese beginnt 24 Stunden nach Gebrauch. — (Sammeln der Blätter etc. siehe Peters, „die neuesten Arzneimittel etc.“ 1900. Leipzig, Deuticke p. 25). Indicationen: als Unterstützung der Herztonica bei cardialem Hydrops; bei Beizung der Blase oder Urethra durch concentrirten Urin; bei Steinbildung (vgl. harnsaure Diathese). Bei Icterus zur leichteren Ellimination der Gallen- bestandtheile; bei Blasenkatarrh zur Vermeidung der Beizung durch concentrirten Urin; mit Vorsicht (wegen Nierenreizung) bei renalem Hydrops (Kali acet., Diuretin), hier meist durch Diaphorese oder Scarification zu ersetzen! Contraindicirt bei Harnröhrenaffectionen, wo das häufige Uriniren Schmerz bereitet. 18. Alterantia der Harnreaction. Acid. muriat. (cf. 23). Acid. salicylic. resp. Natron salicyl. s. oder Salol s. 11 (12 und 30). Urotroprin s. 19. Natrium bicarbon. (vgl. 22 und 23). Alkalische Mineralwässer. Durch Mineralsäuren, durch gewisse organ. Säuren (die im Körper nicht gespalten werden) und durch Urotro- pin wird der Urin gesäuert. Dies (und wohl noch mehr die gleichzeitige Desinfection) wirkt günstig auf cystitische Processe ein (kein Salicyl bei Nephritis!) s. 20. — Bei Phosphaturie (nach Klemperer) keine Acida mehr indicirt, Acid. muriat., da gleichzeitig Hyperaciditas ventriculi be- steht, eontraindicirt! Die alkalischen Salze und Mineralwässer neutralisiren oder invertiren die Acidität des Harnes; Indication bes. harn saure Diathese s. 19. Adstringentia und Antiseptica der Harn- apparate. Natrium tannieum (1,0 2—3 mal täglich). Folia betulae s. Diuretica. Salicylpräparate s. 18 und 11; Salol s. 18, 11 und 30. Strontium lacticum (0'3—0-6, pro die 10—8*0!) Methylenblau medicinale s. unten, 12 und 5. Folia uvae ursi (als Thee 1 Esslöffel zu 1 Tasse oder als Infus, 10,0:150,0 2 stündlich 1 Esslöffel). Baisamum copaivae (8,0—4,0 pro die). Pulvis cubebarum (1,0-—3,0 mehrmals täglich). Oleum santali (zu 10—30 Tropfen in Kapseln). Urotropin (0,5 2—3 mal tägl., event. 1,0—2,0 einmal tägl., in viel Wasser gelöst; bei Kindern von 7—10 Jahren 0,2—0,4 3—5 mal täglich). Natr. tan nie. wird in den Nieren als Tannin ausge- schieden, ohne im Verdauungstract als solches zur Gleitung zu kommen. Verwendet hei (parenchymatöser und) hämor- rhagischer Nephritis. Strontium lacticum (Bronowski und Pick), wasser- lösl. Pulver, hei frischer parenchymatöser Nephritis; es soll der Albumingehalt zurückgehen und manchmal die Diurese steigen; keine unangenehmen Wirkungen (?) Methylenblau von Lemoine gegen Albuminurie em- pfohlen, vergl. 5, 12. Salicylpräparate wirken durch ihr Uebergehen in den Harn antiseptisch auf die Harnwege; contraindicirt bei Nephritis, indicirt bei Cystitis, Urethritis etc. Folia uvae ursijwirkt im Ilarnapparat adstringirend und (durch Hydrochinonabspaltung) desinficirend; wirkt auch als leichtes Diureticum. Man verwendet sie bei Nephritis, bes. bei Nierenblutung; fast als Specificum wirken sie bei Cystitis, bes. bei hämorrhagischer. Copaiva und Cubeben (Cubeben als Pulver, Copaivabal- sam in Kapseln) üben, durch den Urin ausgeschieden, in den Harnwegen eine antiseptische Wirkung bes. auf den Gono- coccus. Indication: Gonorrhoe, bes. im acuten Stadium. — Irritirende Nebenwirkung auf die Verdauungsschleim- häute; oft Erregung von Hautausschlägen. — Aehnlich, aber weniger sicher, wirkt 01. santali. Urotropin beeinflusst (Heubner) günstig hartnäckige Cystididen und Pyelitiden, bes. verwendbar in der Kinderpraxis (bei Kindern 8 Wochen lang täglich 0,6—2,0). Es wirkt nur bei alkalischem oder neutralem Harn; wirkungslos bei Gonorrhoe oder Tubereulose der Harnwege. Man giebt es ferner bei harnsaurer Diathese (cf. 42). um dem Gichtanfall vorzubeugen, monatelang in grösserer Dosis (1—2 g in */» L. Wasser früh morgens; (Nicolaier, Walter); ferner bei Phosphaturie (Casper). 20. Diaphoretica. Pilocarpin 0,02! 0,05! (0,01 innerlich oder 0,005—0,01 subcutan). Flores sambuici „ tiliae (1—2 Kaffeelöffel als Thee). Heisser Alkohol (Glühwein etc.) Pilocarpin vermehrt die Secretionen aller Drüsen: pro- fuser Schweissausbruch, Salivation, reichliches flüssiges Bronchialsecret. Flores sainbuci und tiliae wirken wohl hauptsächlich durch das viele warme Wasser; ähnlich Glühwein (Infus ver- schiedener Gewürze mit Wein, warm genossen), letzterer natürlich auch excitierend und euphorisch. Der Hauptzweck derDiaphoretica besteht in einer „Durch- spülung“ des Organismus, durch welche man eine Elimi- nation im Blut angehäufter (infectiöser oder anderer) Toxine bezweckt. Indicationen: beginnende Infections- krankheiten, bes. Erkältungen: Coryza, Bronchitis, Mus- kelrheumatismen; Uraemie und renaler Hydrops; invete- rirte Dyskrasien (ZiTTMANN’sche Kur bei alter Lues). Meist verwendet man die mechanische Diaphorese durch feuchte oder trockene Wärme, event. unterstützt durch Inf. fol. tiliae oder Sambuci, Glühwein, heissen chinesischen Thee etc. Pilocarpin könnte man verwenden, wenn man gleich- zeitig Expectoration mit Verflüssigung zäher Secrete bezweckt, z. B. fibrinöse Bronchitis. Vorsicht wegen Lungenödem oder Herzcollaps! Event. 1/2 mg Atropin subcutan als Antidot. — Hauptverwendung zur Beförderung der Resorption von Exsudaten in der Augen- und Ohrenpraxis. 21. Secretionsbeschränkende Mittel; Anthidrotica. Atropinum sulfuricum 0,001! 0,003! (Pillul. atropini 4 0,0005 Abends 1—2). Acid. camphor. (Abends 1,0—3,0 als Pulver). Folia salviae (als Thee 1 Kaffeelöffel zu 1 Tasse etc.). Atropin ist den Narcoticis nahe verwandt, doch kom- men die narcotischen Eigenschaften hei den gewöhnlichen Dosen kaum zur Anwendung. Dagegen benützen wir häufig seine Fähigkeit, auf die Secrete der meisten Drüsen unter- drückend einzuwirken: es vermindert die Schweiss-, Speichel- und Schleimsecretion. Linderung des Juckreizes und mydria- Eigenschaften cf. Narcotica 1 und 3. Verwendung bes. bei den Nachtschweissen der Phthisiker, bei denen es gleichzeitig die Bronchialsecretion und etwa auch die Schlaflosigkeit herabsetzt; ferner bei gewissen Eczemen (sowohl wegen der Schweisssecretion als wegen des Juckreizes); bei Quecksilbersalivation; manchmal bei Bronchoblenorrhoen; bei Säuglingsdiarrhoeen (Escherich) cf. Narcotica Cap. 1. Contraindication bei trockener Bronchitis. — Bei Phtise giebt man Abends erst eine, später 2 Pillen; von Zeit zu Zeit zu unterbrechen! — Beginnende Intoxication zeigt sich durch Unruhe, Muskelschwäche und bes. durch Trockenheit im Schlund. Acid. camphor. wirkt gleichfalls anthidrotiscli, neben- bei auch als leichtes Excitans, Expectorans und Darmanti- septicum. Indication: Phthise mit Nachtschweissen, bes. als Ersatz für Atropin oder wenn man nebenher auf eine Darm- tuberculose oder expectorirend wirken will. Fol. Salviae verdankt seine leicht anthidrotisclie Wir- kung seinem Tanningehalt, daher kann es wohl auch dys- peptisch wirken. — Zieml. entbehrlich. F. Stomachica und Intestinalia. 22. Stomachica antacida und adstringentia. Natr. bicarbon.: ä 2,0—4,0. Bismut. subnitric.: ä 8,0—10,0 pro die. Bismutum phosphoricum solubile (0,2 — 0,5 mehrmals täglich). Ortlioform „neu“ sec. Klaussner (1,0 pro dosi per os). Extract. condurango fluid. (20 — 50 Tropfen 3 — 4 mal täglich). Yin. condurango (2—3 Esslöffel täglich). Natr. bicarbon. in grösseren (oder öfters nach einander wiederholten) Dosen setzt die Salzsäuresecretion des Magens herab. Indication: Hyperacidität — Sodbrennen, Ulcus rotundum. 15isinnt, subnitric., in grossen Dosen auf einmal, am besten in Schüttelmixtur gewonnen, bindet Magensäure und wirkt ausgesprochen adstringirend, schmerzlindernd und heilungsbefördernd auf Ulc. rotund. Bismutum phosphoricum solubile (leicht wasserlöslich) bei Magenkrampf, besonders bei Ulcus; auch bei Brech- durchfall und Diarrhoe. Ortlioform, heilungsbefördemd und schmerzstillend bei ulcerativen Processen des Magens. Condurango wirkt günstig im Sinne der übrigen Amara, cf. diese; ausserdem hat es einen ausgesprochen heilungs- befördernden Einfluss auf torpide Ulcerationen des Magens (adstringirend?) und auf chron. Magenkatarrh. Wahl der Mittel s. auch Uebersicht (25). 23. Stomachica eupeptica: chemische Präparate. Natr. bicarbon. ä 0,5—1,0. Sal. carolin. und Magnesia usta s. 28. Acid. muriat. dilut. (10—15 Tropfen in Flüssigkeit 3 bis 4 mal). Orexin. basic. (0,3 einmal täglich mit viel Flüssigkeit). „ tannic. (in Chocoladetabletten ä, 0,25; bei Kin- dern 1—2 Tabletten). Chloralbacid (0,5 vor den Mahlzeiten). Creosot 0,2! 1,0! Die Alkalisalze, speciellNatr.biearbon., wirken schleim- lösend und in kleinen Dosen erfahrungsgemäss günstig auf dyspeptische Zustände (wahrscheinlich auch durch reactive Anregung der Secretion und Motilität). Natr. bicarbon. wird oft mit gutem Erfolg bei Dyspepsie, acutem und chron. Magenkatarrh gegeben, und zwar auch bei acuten Reizzu- ständen, ohne einen zu starken Reiz auszuüben. Acid. muriat. di lut. hat — erfahrungsgemäss — einen gewissen Appetit und Verdauung befördernden Einfluss bei chron. Dyspepsieen, chron. Magenkatarrh, Atonie, Hyper- acidität, Carcinom. (Wirkung als Antisepticum und Ersatz der physiolog. Magensalzsäure in den zulässigen Dosen problematisch!) In viel gesüsstem Wasser etc. durch ein Gllasrohr oder Strohhalm zu trinken (cave Berührung mit den Zähnen). Orexin (nach Penzoldt) [bewirkt eine eclatante Steige- rung der Salzsäuresecretion tund des Appetits. Es reizt leicht die Schleimhaut, daher nur mit viel Flüssigkeit zu geben (am besten Fleischbrühe) und nicht bei acuten Reiz- zuständen, sowie bei Nephritis oder wo Erbrechen gefährlich wäre. (Bei Hyperemesis gravidarum soll das Erbrechen auf Orexin nachlassen.) (Man beginnt in dubiis mit 0,1, dann 0,2, dann meist bleibend 0,3, wenn kein Erfolg 0,4.) Orexin tannic., durch seine besondere Harmlosigkeit ausgezeichnet, in der Kinderpraxis zu empfehlen. Chloralbacid (Fleinek), Chloreiweissverbindung, bei atonischem Magenkatarrh, Krebs etc. als Antifermentativ (Chlorabspaltung) und zur Appetitanregung; contraindicirt bei Hyperacidität. Creosot wirkt zweifellos einigermaassen autiseptisch auf den Magen- und Dünndarminhalt, ferner anregend auf Secretion und Motilität, etwas coagulirend auf Schleim und sehr häufig appetitanregend, aber auch sehr leicht stark reizend und Entzündung befördernd auf die Schleimhaut. Es wirkt daher fast immer als gutes Stomachicum bei chro- nischen katarrhalischen oder atonischen, auch acuteren Dyspepsieen ohne stärkere entzündliche Schleimhautreizung, und zwar ist es besonders indicirt in Fällen mit abnormer Grährung und Zersetzung. Bei acuten entzündlichen Magen- darmaffectionen, z. B. Brechdurchfall, wird es zwar auch oft als Antisepticum angerathen, doch würde ich hier Vor- sicht empfehlen. Bes. bei acuter Gastritis mit stärkeren Beizzuständen (ausser ev. bei Intoxication durch Fermente), halte ich es für unzweckmässig. — Application von Creosot als Stomachicum am besten in alkohol. Verdünnung, z. B. Spiritus creosoti: Creosot 2,0, Spirit, vin. gallic. ad 100,0, theelöffelweise (1 Theelöffel = 0,1 Creosot), oder Tinctura creosoti: Creosot 6,0, Tinet. gentian. 24,0, 3 mal tägl. 5—8 Tropfen, immer mit viel Flüssigkeit, z. B. Milch od. Wein. Acid. muriat. Orexin, Creosot (und wohl Chloralbaeid) sind streng contraindieirt bei Hyperacidität, sowie im Allgemeinen (Ausnahmen s. oben) bei heftigeren entzünd- lichen Reizzuständen des Magens. Wahl der Mittel s. auch Uebersicht (25). 24. Stomachica eupepticas amara und aromatica; carminativa. Condurango s. unten u. 22. Tct. strychni 1,0! 2,0! (3—5—10 Tropfen). Tct. absynthi (10—20 Tropfen mehrmals). Tct. gentianae (20—30 Tropfen mehrmals). Tct. amara (10—20 Tropfen mehrmals). Tct. chinae composit. (20 Tropfen bis x/2 Theelöffel und mehr). Tct. aromatica (Tct. zingiberi, calami etc.) (10 — 30 Tropfen). Flores chamomillae (als Species). Fructus anisi (0,5—1,5 in Pulvern oder 5,0—15,0 : 150,0 als Infus). Fructus foeniculi (wie F. anisi). Fol. menthae piperitae Spec. aromaticae als Species. Die Amara wirken appetitanregend und (empirisch) günstig auf dyspeptische Zustände ein. Tot. strychni (und auch Tct. absynthi) scheinen die Magen- und Darmperi- staltik anzuregen — indicirt bei Atonie. Tct. cliinae ver- bindet mit den Eigenschaften eines Amarums die eines ganz leichten Roborans. Man verwendet die Amara bei allen möglichen reizlosen Dyspepsieen, auch bei beginnender leichter acuter Dyspepsie oder als Zusatz zu schwer ver- daulichen Medicamenten, bes. Tct. und Extract. gentianae. Die Aromatica verbessern wohl nur etwas den Appetit. Die Carminativa wirken (empirisch) günstig auf meteo- ristische und leichte krainpfigeMagen- u. Darmbeschwerden. Man verwendet Flor, chamom. bei schmerzhaften Aufbläh- ungen oder sog. Krämpfen des Magens, bei den gewöhn- lichen acuten Dyspepsieen („Magenüberladung“), bes. in der Kinderpraxis; die übrigen, bes. Fructus anisi, bei allerlei leichteren und vorübergehenden meteoristischen Beschwer- den. — Bei irgend stärkeren Affectionen wird man zu den Abführmitteln, bes. Ol. ricini oder Bittersalzen greifen. Wahl der Mittel s. auch Uebersicht (25). 25. Stomachica emollientia. Uebersicbt über die Stomachica. Radix colombo (Decoct. rad. colombo ex 10,0:150,0 2 stündlich 1 Esslöffel). Mucilago salep (Thee — bis esslöffelweise). Lichen islandic. (15,0—3,0 — als Decoct — oder 2 Ess- löffel tägl. als Thee). Die Mucilagiuosa wirken günstig (reizlindernd) bei katarrhal. Reizzuständen des Magendarmkanals, bes. bei Diarrhoeen. Colombo enthält neben dem Schleim ein Amarum und wirkt als Stomacliicum. reizmildernd beim Erbrechen der Schwängern und antidiarrhoisch (bes. bei chron. Diarrhoeen, Dysenterie und bei Phthisikern verwendet). Salep hat leicht nutritive Eigenschaften; man giebt es bei Magendarmkatarrh mit Diarrhoeen meist in der Kinder- praxis, bes. bei atrophischen Kindern. Lichen islandicus mit mucilaginösen, leicht eupep- tischen und leicht allgemein tonischen und nutritiven Eigen- schaften wird manchmal bei Phthisikern gegeben. Uebersicht: Die Wirkung der Stomachica ist meist nur empirisch erklärt, daher keine genauen Indicationen — man muss meist für’s Individuum ausprobiren. Im Allge- meinen wird man sich dabei an folgende Indicationen halten: bei Reizzuständen nichts oder Mucilaginosa oder, wenn man die Verdauung anregen will, Alkalien in kleinen Dosen; bei reizlosen Dyspepsieen verschiedene Amara, event. Creo- sot; bei Hyperacidität Salzsäure, bei einfacher Anorexie Orexin, bei Atonie Tct. strychni, bei abnormer Zersetzung Creosot, bei chron. Ulcerationen Condurango; bei Hyper- acidät oder Ulcus die Antacida und Adstringentia. 26. Magenanästhetica. Cocain, muriat. 0,05! 0,15! Aeth. sulpliur. (5—10 Tropfen, mit ca. ebensoviel al- koholischem Vehikel ). Tinct. jodi (2—3 Tropfen in 1 Glas Wasser). Orthoform s. 22. Cocain innerlich coupirt rasch Uebelkeit, Erbrechen und Cardialgieen durch Lähmung der sensibl. Magennerven- endigungen. Aether coupirt gleichfalls Uebelkeit, Erbrechen und schmerzhafte Magenkrämpfe durch seine Eigenschaft als Anaesthicum und auch antispasmodisch (erschlaffende Wir- kung auf die Muskelwand). Nausea und Brechreiz kann man auch häufig durch 2—3 Tropfen Tct. jodi beseitigen. Tinctura jodi 5,0, Spiritus 20,0, 4 mal tägl. 5 Tropfen in 1/2 Glas Wasser empfiehlt Müller gegen Durst bei Dia- betes. Anhang: Hoprichter empfiehlt gegen hartnäckiges Er- brechen auch Natr. sulfur. 5,0, Tct. aromat. 3,0, Sirup, simpl. 15,0, Aqua font. ad 200,0. M. s. alle Stunden 1 Löffel. 27. Emetica (Brechmittel). Tartarus stibiatus 0,2! 0,5! (0,05—0,10). Radix ipecacuanhae (0,5—1,0). Apomorphinum hydroehloricum 0,02! 0,10!: subeutan 0,005! 0,015! Tartarus stibiatus wirkt durch Reizung der Vagus- endigungen des Magens, unter starker Nausea, sowie oft allerlei üblen Nebenwirkungen; wird nur mehr sehr selten angewendet. Gleichfalls durch Reizung der Vagusendigungen (we- nigstens hauptsächlich) wirkt Ipecacuanha, doch ist sowohl die Nausea, als auch die üblen Nebenwirkungen viel ge- ringer; auch in der Kinderpraxis gern verwendet. — Sonstige Eigenschaften s. 14, 32. Apomorphin wirkt rein central durch Erregung des Brechcentrums; wenig unangenehme Sensationen, aber leicht narcotische Nebenwirkung und depressive Einwirkung auf die Musculatur, bes. des Herzens. — Das rascheste, sicherste und angenehmste Brechmittel, aber nur bei kräftigeren In- dividuen (vor allem ohne Herzaffectionen) und nicht bei Vergiftung mit Narcoticis anzuwenden. Cave zu kleine, nicht brechenerregende Dosen (Retention!). Am besten (auch prompter wirkend) subcutan. 28. Purgantia (zur Entleerung des ganzen Darmes). Calomel s. 30. Ol. ricini (15,0—30,0 auf einmal). Natr. sulfur. (15,0—30,0 einmal oder kleinere Dosen — ca. 1 Kaffeelöffel — öfters). Sal. carol. factitium (15,0 einmal oder ca. 1 Kaffeelöffel öfter). Bitterwässer. Magnesia usta (2,0—10,0; für Kinder 0,5—2,0). Entleerungsklystire s. 34. Gallensteine s. 33. Die Wirkung sämmtlicher Abführmittel besteht in An- regung der Peristaltik, zum Theil in Eeizung der Schleim- haut (unangenehme Nebenwirkung der Drastica!) Je nach der Löslichkeit wirken sie auf den ganzen Darm (01. ricini) oder bes. auf den Dünndarm (Bittersalze) oder erst im Dick- darm (s. Laxantia, 29). 01. ricini wirkt ausserordentlich prompt; Entleerung meist in wenig Stunden, ohne Leibschmerzen; dabei reizt es von allen Abführmitteln die Schleimhaut am wenigsten. Es wirkt auf den ganzen Darm, daher zu fortgesetztem Gebrauch (zu rasche Entführung des noch nicht ausgenütz- ten Chymus!) ungeeignet, wohl aber primo loco zur Ent- leerung des gesammten Darmes, auch bei Reizzustän- den anwendbar: Tndication bes. bei fauliger Zersetzung alter Scybala, stinkenden Diarrhoeen, im Beginn jeder acu- ten Enteritis etc. — Manchmal erregt es Erbrechen, wohl meist durch Ekel; bei Gastritis und Dyspepsie meist nicht vertragen. — Als Mittel zur Geschmackstilgung empfiehlt sich am besten Nachtrinken von Chocolade. Die Bittersalze (Natr. sulfur. etc.) wirken gleichfalls auf den ganzen Darm, und zwar bes. auf den Dünndarm; ausserdem schleimlösend und als Stromachica ähnlich den Alkalisalzen. Indicationen ähnlich wie bei Ol. ricini; dieses wird man bei Reizzuständen des Darmes bevorzugen, Natr. sulfur. dagegen bei katarrhal. Magenaffectionen und bes. beim Icterus catarrhal. wegen seiner schleimlösen- den Eigenschaften, desgl. bei Gallensteinen; ferner wo Ol. ricini nicht vertragen wird. In kleinen Dosen aber fortgesetzt — bes. als natürliches Bitterwasser — sind Bittersalze bei Atonie des Magen- darmtractus oder clironischenKatarrhen sehr angezeigt zur Anregung der Peristaltik und gleichzeitig als Sto- machica; dsgl. bei Adipositas wegen Entführung von nicht ausgenutztem Chymus, dagegen contraindicirt bei Inanitions- zuständen. — Sal. carolinum meist morgens nüchtern in warmem Wasser zu nehmen. — Karlsbader Kur! Magnesia usta als mildes Abführmittel sowie als Sto- macliicum bei Hyperacidität, Pyrosis, Säurevergiftung etc. 29. Laxantia {besonders zur Entleerung des Dickdarmes). Cortex rhamni frangulae (1 Esslöffel als Decoct Abends oder Morgens und Abends. Extract.frangulae fluid. (20 Tropfen Morgensund Abends). Pulv. liquiritiae compos. = Brustpulver Kurellas (thee- löffelweise, Kindern messerspitzenweise). Pulv. magnesia c. rheo. (kleinen Kindern messerspitzen- weise). Pulpa tamarindorum (5,0—20,0). Folia sennae (am besten 1 Esslöffel über Nacht kalt mit Wasser infundirt und dieses abgeseiht und ge- trunken). Aloe (0,05—0,2 als mildes Abführmittel od. 0,3—1,0! als Drasticum, in Pillen). Tixbera jalapae (0,3—0,5 als mildes Abführmittel oder 0,5—2,0 als Drasticum; in Pulvern). Entleerungsklystiere s. 34. Alle diese Mittel entfalten die Wirkung ganz oder hauptsächlich erst im Dickdarm, daher zur Behandlung chron. Verstopfungen geeignet. Bei habitueller Obstipation gieht man Frangula oder Pulv. Liquir. conipos.; beide Mittel auch bei Hämor- rhoiden. Beliebig lang anzuwenden. Fructus tamariud. als mildes und angenehm schmecken- des Abführmittel gern bei Frauen und Kindern, sowie zum längeren Gebrauch bei leichteren Obstipationen. Die Drastica — Senna, Aloe, Jalapa — wirken kräftig, gleichfalls hauptsächlich erst im Dickdarm. Man wendet sie am besten nur bei temporären Obstipationen, oder bei vernachlässigten habituellen nur zu einmaliger Aus- leerung an (besser mit milden Laxantien Vorbeugen!) Am besten Tubera jalapae, weniger Aloe (wegen Congestioni- rung der Beckenorgane; bei Frauen-, Nieren- oder Hä- morrhoidalleiden contraindicirt) oder Senna (wegen Erzeugung von Kolik). Calomel 0,2—0,5 (bei ganz kleinen Kindern 0,01—0,02 3—4 mal). Salol und Salacetol (2,0). Creosot s. 23. Gruajaeolpräparate s. 32. 30. Darmantiseptica. Calomel ist das stärkste resp. das einzig verlässt. Antisepticum der Darmcontenta, zugleich kräftiges Laxans; in ganz kleinen Dosen (wohl durch antifermenta- tive Wirkung) kann es Diarrhoeen stillen, doch ist es sicherer, immer grössere Dosen zu gehen, da Calomel, falls die laxi- rende Wirkung nicht eintritt, toxisch wirken kann, und zwar local (Colitis) und als Mercurpräparat (Stomatitis etc.) — Um Retentionen sicher vorzubeugen, gehe ich Cal. meist in Verbindung mit Natr. sulfur., z. B. Calomel 0,5, Natr. sulfur. ad 10,0. M. s. in 2 Tagen zu verbrauchen (Ei'- wachsener). Indication: souveränes Mittel zur Entleerung und De sinfection des ganzen Darmes, bes. im Beginn fast aller diarrhoischen Zustände, bei Enteritis der Kinder, Som- merdiarrhoeen, Gastroenteritis nach verdorbenem Fleisch, Dysenterie (besonders im Beginn), bei Typhus (Andriewsky : 0,3 dreimal täglich, möglichst früh beginnen, Fortsetzung bis die Abendtemperatur nicht 38° erreicht; in toto 8—20 g). Nicht anzuwenden bei Obstipation (Retentionsgefahr!) bei desquamativer Enteritis (Cholera) und Darmtuberculose. Cave acid. muriat. und Calomel zu combiniren (Sublimat- bildung !). Salol zerfällt im Darm in Salicyl- und Carbolsäure, und wirkt dadurch etwas antiseptisch. Cave Nephritis (Phenol!). — Ungefährlich u. ebenso wirksam ist Salaeetol (Wirkung durch Abspaltung von Salicylsäure allein.). — Salol und Salaeetol wirken nicht laxirend, daher meist in Ver- bindung mit Ricinusöl. Z. B. Salaeetol 2,0 4- Ol. ricin. ad 20,0, auf einmal zu nehmen, bei beginnender Enteritis, ferner bei Obstipation mit Autointoxicationserscheinungen, bes. bei Kindern (bei Obstipation besser als Calomel). 31. Rückblick: Darmentleerung und Darm- antisepsis. Zur einmaligen Entleerung des gesummten Darmes, bes. bei pathogen. Infection oder Reizung durch ab- norme Zersetzung stagnirender Contenta, resp. beim Beginn fast jeder Diarrhoe Ol. ricini, event. mit Salol, oder Bittersalz in grossen Dosen, wo Ol. ricin. nicht ver- tragen wird, oder Calomel, wo Desinfection erforderlich. Gegen habituelle Obstipation, resp. zum fortge- setzten Gebrauch, auch bei Hämorrhoiden, Cort. fran- gulae und dessen Fluidextract, oder Pulv. liquir. comp., event. (in milden Fällen und bei Verwöhnten) Pulp, tamarind. Zur einmaligen Entleerung gewöhnlicher Kothan- hüufung, z. B. bei vernachlässigter chron. Obstipa- tion, ist die Wahl des Mittels zieml. irrelevant — Be- obachtung der Contraindicationen vorausgesetzt: Ol. ricini oder (bei Widerwillen) ein Drasticum (Tubera jalapae, event. Infus. Fol. Sennae frigide präparat.), oder (bes. bei Dyspepsie) event. ein Bittersalz — letzteres bei Kothmassen im Dickdarm wohl mehr faute des mieux, d. h. nach Aus- schluss anderer Mittel. Gegen «tonische Darm- oder Magen darin zustünde Bittersalze in kleinen, fortgesetzten Dosen, resp. als natürl. Bitterwasser, am besten als Brunnenkur ipso loco1, bes. in Karlsbad. 32. Antidiarrhoica; Darmadstringentia. Opium s. unten unter 1. Tannalbin (0,2—0,5 3 mal). Tannigen (0,2—4,0 pro die). Acid. tannicum Argent. nitric. Dermatol (grammweise; 3,0—6,0 pro die). Guajacol. carbon. (dsgl. salicyl. u. benzoic.) (2,0—3,0 pro die). als Einlauf s. 84. Radix ipecacuanhae (5,0—10,0 pro die als Infus; inner- lich oder als Klysma). Opium stillt Diarrboeen durch Hemmung der Peristaltik; sicherstes Antidiarrhoicum, aber nur anwendbar, wo infec- tiöse oder zersetzte Substanzen nicht mehr vorhanden. Tannalbin und Tannigen spalten erst im Darm Tannin ab; dieses wirkt dort antidiarrhoiscli und adstringirend. Tannin selbst soll nur per Klysma gegeben werden, da es im Magen Dyspepsie erzeugt. Indication: Diarrhoe (bes. nach Entleerung und Desinfection z. B. mit Calomel). Dermatol wirkt antidiarrhoiscli, adstringirend und hei- lungsbefördernd bei Katarrh und Ulcerationen, auch leicht antiseptisch. Indicirt bes. bei Typhus, Enteritis follicularis und Darmtuberculose, aber auch wie Tannalbin. Die krystallisirten (xuajacole spalten sich erst im Darm und wirken hier etwas antiseptisch, bes. bei tuber- culösen Darmgeschwüren. lpecacuanha (in grösseren Dosen) gilt als Specificum gegen Dysenterie. Man giebt es am besten per Klysma (cf. 34), um den Magen zu schonen; sonst mit Opium oder Cocain, um das Erbrechen zu verhindern. 33. Cholagoga. Natrium choleinicum (0,3—1,5 pro die). Oelsaures Natron (0,25 pro dosi; 1,0—2,0 pro die). Fel tauri depuratum siccum (Fel taur., Radix rhei äü 10,0 fiant Pillul. No. 100, mehrmals täglich 5 Pillen. Salicylsaures Natron (0,2—4,0 pro dosi). Oleum olivarum (Abends 150 g Olivenöl und Morgens Dosis Ricinusöl 30 g, bes. bei Kolikanfällen einige Mal zu wiederholen). Sal. Carolinum factitium. Natrium sulfuricum. Natürliche Bitterwässer (u. a. Salina). Morphin s. unten und 1. Natrium clioleinic., Fel tauri, Oelsaures Natron, Salicylate kommen als Cholagoga in Betracht; Oleum oli- varum und ölsaures Natron werden gegen Gallenstein empfohlen. Die wichtigste Rolle spielen die „excretorischen Chola- goga“ d. li. Abführmittel, durch Anregung der Hinausbe- förderung der Galle; die gesteigerte Peristaltik des Dünn- darms bewirkt wohl mechanich eine Erleichterung der Gallenabfuhr aus den Gallen - Gängen resp. - reservoirs. Wegen ihrer besonderen Wirkung auf den Dünndarm, so- wie wegen ihrer schleimlösenden (Schleimpfropf beim Icter. katarrh.) — und katarrhheilenden Wirkungen eignen sich hierzu in erster Linie die Bittersalze, bes. das Sal. Caro- linum; bei chronischen Fällen, Pfortaderstauungen etc. am besten Karlsbader Kuren ipso loco. — Salinisehe Mine- ralquellen erleichtern auch die Ausfuhr der resorbirten Gallproducte durch den Urin durch Hebung der Diurese (Durchspülung des Organismus resp. der Nieren) s. 27. Indicat.: Icterus catarrhalis, Cholelithiasis, Pfortader- stauung etc. Morphin ist bei Gallensteinkolik (subcutan) direkt in- dicirt sowohl wegen der Schmerzen, als auch zur Behebung des den Gallenstein festhaltenden Krampfes der Ductus- Musculatur (vgl. Leichtenstern bei Pentzoldt-Stintzing). 34. Nledicamentöse Magen- und Darm- spülung; Suppositorien. Therapeutische Magenspülungen, die meist nur die mechan. Reinigung des Magens bezwecken, er- folgen mit gewöhnlichem lauwarmen Wasser. Magenspülungen mit einem Zusatz von Natrium bi- earbon. bezwecken eine Lösung des die Magenwände überziehenden Schleimes: Magenkatarrh. Magenspülungen mit Argentum nitricum (l°/0ige Lö- sung) werden manchmal (Vorsicht! instrumentale Per- foration!) bei ulcerativen Processen etc. des Magens verwendet und zwar folgendermaassen: Ausspülung mit lauwarmem Wasser, Einfliessen lassen von 100 g der 1% igen wässerigen Argentum-nitricum-Lösung, 2—3 Minuten drinnen lassen, wieder aushebern, Nach- spülen mit 1 °/0 iger Kochsalzlösung — das Ganze nur in Pausen von 2 Tagen wiederholen, womöglich höchstens 2—3 mal. Glycerin-Klysmen bezwecken Entleerung des Dick- darms durch Schlüpfrigmachen und durch den Reiz; Ein- führen von ca. 100 g Glycerin. pur. oder Glycerin und Wasser ää, mit einer kleinen Spritze mit langem Darmrohr. Oelklystiere — Einführen von 100—200 g Oleum oli- varum (wie Glycerin) erleichtern die Entleerung durch Schlüpfrigmachen der unteren Darmwände. Bitterwasser-Klystiere nach Fürst: Hunyadi-Janos- Bitterwasser, 6 Esslöffel, bei Kindern 1 Esslöffel pro Lebens- jahr, auf 1 Liter laues Wasser. (Eventuell könnte wohl auch Sal carolin. factitium oder Glaubersalz 1—3 Messer- spitzen auf 1 Liter verwendet werden.) Indication: Koprostasen, auch echte Typhlitis stercoralis, bes. bei Kindern. Tannin - Klystiere bei chron. Diarrhoe, bes. bei Kindern gern verwendet, ferner bei Ulcerationen des Ree- tums oder unteren Dickdarms etc., wirken adstringirend auf die Dickdarmschleimhaut, ohne die oberen Verdauungs- wege zu belästigen. Technik: ca. 1 Theelöffel Acid. tannic. auf ca. 100 g lauen Wassers mit Darmrohr und Irrigator möglichst hoch in den Darm bringen, solang als möglich drinnen lassen, Procedur event. mehrmals nacheinander wiederholen. Ipecacuanha-Klystiere bei Dysenterie, um den Magen zu verschonen, Brechen zu vermeiden und das Medi- cament seine angebl. specifische Wirkung auf die dysenter. Ulcerationen entfalten zu lassen. — Infus, rad. ipecac. ex 2,0—4,0:150,0 pro Klysma, durch 2—3 Tage lang fortzu- setzen. — Daneben Abführmittel (um den Stuhl der Ulcera- tionen halber weich zu halten); event. Calomel behufs Des- infection). Chloralhydrat-, Digitalisinfus- und ähnliche Klystiere, wo von Seiten des Magens Contraindicationen bestehen, oder bei renitenten Psychotikern. Hierher gehören auch die Minimalklystiere nach Kiestein s. 14. Tct. opii Simplex, 2—5 Tropfen, soll den medicamen- tösen Klystieren beigesetzt werden, um dieselben länger im Darme zurückzuh<' ten. Seifensuppo urien (konisch geschnittene Stückchen gewöhnlicher Seife) und Glycerinsuppositorien sollen durch localen Reiz und Schlüpfrigmachen des Rectums Entleerungen beför- dern. Opiumsuppositorien (Opii pur. 0,03—0,05 Butyr. Cacao g. s. u. f. supp.) und Morphinsuppositorien (meist ä 0,01—0,03) werden bei schmerzhaften Dickdarmaffectionen mit gesteigerter Peristaltik und meist behufs Umgehung der Belästigung des Magens verwendet. Morphinsupp. 4 0,01—0,02 bei schmerzhaften Harnröhren-Prostata- s. Blasen- affectionen. Cocainsuppositorien (4 0,03) bezwecken locale An- ästhesirung des Rectums und Anus zur Erleichterung schmerzhafter Defäcationen: Hämorrhoiden, harte Scy- bala, Fissura ani. Cf. Localanästhesie. 35. Localtherapie der Mund* und Rachenhöhle. Kalium chloricum (3°/0ige wässerige Lösung als Mund- und Gurgelwasser). Kaliumliypermanganicum (0,3°/00ige wässerige Lösung als Mund- und Gurgelwasser). Tct. myrrhae, Tct. ratanhiae meist zusammen aa, s. u. und cf. Adstringentia 44. Argentum nitric. (2 °/0 ige Lösung) s. unten u. 44. Kalium cliloricum, ein mildes Desinficiens, von küh- lendem Charakter, bei jeder Art Stomatitis oder Angina als Mund- und Gurgelwasser. Kalium hypermangauic. als antiseptisches Mundwasser zum täglichen Gebrauch (Prophylaxe von Zahnaffectionen?), zur Prophylaxe der Stomatitis mercurialis während Queck- silberkuren s. 41, ferner manchmal bei infectiösen Processen der Mund- und ßachenhöhle ähnlich wie Kalium chloricum. Tet. myrrhae und ratanhiae, von stark adstringiren- dem Charakter, concentrirt zum Bestreichen der Gingiva bei mercurieller Stomatitis und zu deren Prophylaxe; ver- dünnt (20 Tropfen auf 1/3 Glas Wasser) zum täglichen Ge- brauch. Argentum nitric. in Lösung (2%) zum Betupfen aph- töser Beläge cf. 44. G. Appositiva und Detractiva; Gewebs- bildung und Resorption. 36. Histoplastica (Arsen, Phosphor etc.). Acidum arsenicosum 0,005! 0,02! (0,001 aufsteigend bis 0,005 pro dosi und mehr s. unten). Solutio kali arsenicosi Fowleri 0,5! 2,0! Phophor 0,001! 0,005! (in öliger Lösung, bes. Leber- thran, selten in Pillen). Calc. phosphoric. „ carbonic. (0,5—2,0, meist aa, Kinder 0,2—1,0). Eisen- und Blutpräparate s. d. Leberthran s. 39. Arsen, lange Zeit hindurch in kleinen (aber ansteigen- den) Dosen gegeben, fördert den Ernährungszustand, vor allem die Blutbildung, den Fettansatz, sowie die Entwickelung und den Tonus der Musculatur. Gewöh- nung an fortgesetzten Arsengebrauch sichert Hebung des Allgemeinzustandes und vermehrte Leistungsfähigkeit, bes. Ausdauer bei körperlicher Anstrengung und Strapazen, ferner nach Angabe ziemliche Sicherheit vor tuberculöser Infection, ohne weiteren Nachtheil als durch Abstinenz- erscheinungen beim Aussetzen, sowie meist durch Steigerung des Geschlechtstriebes. — Causal wirkt Arsen in hohen Dosen auf Erkrankungen der blutbildenden Apparate, bei destructiven Processen allerdings nur durch Verzögerung des progredienten Charakters, ferner bei manchen Derma- tosen, und zwar specifisch auf Lichen ruber. — Indicationen: Chlorose (entschieden wirksamer als Eisen, meist mit diesem zugleich), jede Art von Anämie, Neurasthenie auf Grund von Unterernährung, Leucämie, Pseudoleucämie, Lymphosarcomen, gewissen Dermatosen (vgl. die dermatolog. Lehrbücher).*) — Application in langsam ansteigender und *) Der tonisirende, ermüdungsverhindernde Einfluss des Arsens auf die Musculatur und die alte Volkserfahrung in (wenn man keine dauernde Gewöhnung- wünscht) wieder langsam absteigender Dosirung; bei vorsichtiger Gewöhnung kann die Dosis sehr hoch gesteigert werden (Arsenessen, Lichen ruber). Man giebt Acid. arsenicos. in Pillen („asiati- sche Pillen“) oder Sol. Fowleri verdünnt oder Levicowasser, welches Arsen und Eisen enthält. Beispiele: Pillul. acid. arsenicos. ä 0,001 täglich 2 Pillen meiner Heimath, dass Arsenesser von der Dyspnoe beim Berg- steigen und der „Wassersucht“, d. h. den Compensationsstö- rungen bei dem in Bergländern so ungemein verbreiteten Em- physem auffallend wenig heimgesucht werden, würde vielleicht zu Versuchen aufmuntem, durch fortgesetzten Arsen- genuss roborirend auf das Myocard bei Neigung zu Schwächezuständen desselben einzuwirken, also bei Emphysem, schlecht compensirten Klappenfehlern etc. — Die Wirkung des Arsens entwickelt sich ungemein langsam, und daher käme das Mittel natürlich nicht im Sinne der Digi- talis in Betracht, sondern unabhängig davon, um allmählich eine dauernde Kräftigung des erschlaffenden oder mit Erschlaf- fung: drohenden Myocards zu erzielen, und wohl nur in leich- teren Fällen. Das Medicament müsste energisch und dauernd, d. h. für das ganze Leben fort gegeben werden, und zwar wegen der Gewöhnung sehr langsam, aber continuirlich auf- steigend, dann aber — um bei der langsamen Ausscheidung Cummulation und chron. Vergiftung auszuschliessen — mit Pausen. Man müsste die Art des in meiner Heimath volks- thümlichen Arsenessens nachahmen, dessen Anhänger ganz ohne Schaden leben und meist sehr alt werden. Am besten würde der Volksgebrauch etwa folgende Dosirung imitiren: Zweimal in der Woche eine Dosis Acid. arsenicos. in Pillen ä 0,001, und zwar Anfangs je 1 Pille, in der nächsten Woche zweimal je 2 Pillen, und so zuerst jede Woche die jedesmalige Gabe um je eine Pille vermehren, später (ca. von 0,005 an) jeden Monat, noch später alle 3 Monate, zuletzt alle halben Jahre oder alle Jahre. (Der stemsche Arsenophag bringt es auf Arsenkörner von der Grösse eines Maiskornes.) Oefter als zweimal wöchentlich wird kein Arsen genommen. — Will man sich nicht so weit einlassen, so könnte man ver- suchen, den Patienten mit Pausen von 2—4 Wochen eine fort- gesetzte Reihe der gewöhnlichen Arsenkuren durchmachen zu lassen: Ansteigen bis 0,02! pro die. Verweilen bei dieser Gabe durch eine Reihe von Tagen (vielleicht Anfangs 2—4, später immer länger), dann wieder heruntergeben, Pause, Beginn einer neuen Kur. und jeden 2. Tag um 1 Pille steigen, bis 2 mal täglich 5 Pillen, (in bes. Fällen auch bis 2 x 10—2 x 20 Pillen); Solutio Fowleri, Aqua Cinnamon. ää, 3 mal täglich 4 Tropfen, täglich um 1 Tropfen pro dosi steigen bis 3 mal 20 Tropfen; Levicowasser, 2 mal täglich 1 Kaffeelöffel, später täglich 2—3 Esslöffel während den Mahlzeiten. Arsen wird langsam aufgenommen und langsam aus- geschieden ; nach Heffter wird ein grosser Theil im Körper als Arseneiweissverbindung zurückbehalten; man muss bei länger fortgesetzten Arsenkuren Pausen eintreten lassen, um Cumulation zu vermeiden. S. Anmerkung. Phosphor, ein unentbehrlicher Bestandtheil des Knochen- systems und Gehirnes, muss bei mangelhafter Knochenbil- dung therapeutisch zugeführt werden und ist daher indi- cirt bei Rhachitis. Beispiele: Phosphor. 0,001, Ol. jecor. Aselli ad 100,0, 2 mal täglich 1 Theelöffel (Rhachitis und Scrofulose) oder: Phosphor. 0,01, Ol. olivar. 40,0, 01. citri 0,25. M. d. in vitro nigro, 2 mal täglich 10 Tropfen und aufsteigend bis zu 2 mal täglich 25 Tropfen (bei kleinen Kindern). Bes. günstig ist der Einfluss des Phosphors auf die bei Rhachitis bestehenden spastischen undeclamptischen Zustände — man hat ihn überhaupt für Spasmen des früheren Kindesalters empfohlen. Kalk, innerlich bei Rhachitis gegeben, soll gleichfalls Material für Knoehenbildung liefern; man giebt meist phos- phorsauren Kalk oder diesen und Calc. carbon. ää. 37« Hämoplastica: anorganische Eisen- präparate. Ferrum oxydat. saccharat. solubile (2—3 mal täglich 1 Messerspitze, in Wasser gelöst, bei den Mahlzeiten). Ferrum lacticum (0,2 in Pulvern oder Pillen, 4—5 mal). Ferrum oxalieum (0,5 3 mal täglich als Pulver). Tct. ferri pomata (20—30 Tropfen 2—3 mal). Pillul. Blaudii (2—3 Pillen 3 mal täglich). Chinin, ferrocitric. (0,2—0,5 mehrmals tägl. in Pulvern oder Pillen). Fellow’s Syrup of Hypophosphites (kaffeelöffelweise; vgl. die beigegebenen Gebrauchsanweisungen). Hiese Eisenpräparate fördern erfalirungsgemäss die Bildung von Hämoglobin, wo diese herabgesetzt ist, und wirken dadurch günstig bei Chlorose; sie sind aber ohne Wirkung bei schweren Gewebsveränderungen des Blutes (pernic. Anämie, Leukämie) u. z. Th. bei secundären Anämieen. Man erklärt ihre Wirkung durch eine Bindung der schwefelhaltigen Darmfäulnissproducte, wodurch das assimilirbare Eisen der Nahrung vor Zersetzung geschützt wird. Neuerdings wird nach Quincke u. Hoffmann wieder eine Resorption auch der anorganischen Eisenpräparate ange- nommen. Die hier erwähnten Eisenpräparate sind bei febrilen Zuständen und bei Magen- und Darmaffectionen zu ver- meiden, resp. durch Eisenalbumosen zu ersetzen. Cave gleichzeitigen Genuss von Pflanzensäuren (Obst, Essig etc.). Bei Eisenlösungen Vorsicht auf die Zähne; Glasrohr! Die Wahl des Präparates ist ziemlich indifferent. Sehr ausgedehnt sind die Anzeigen für Fellow’s Syrup, u. zw. für fast alle Fälle von primärer Unterernährung mit Chlo- rose, bes. wenn dieselbe mit Neurasthenie einhergeht.— Chinin, ferrocitric., wegen der Chininwirkung auch ein Sparmittel für den Eiweisszerfall, ist daher u. a. eines der besten Tonica für verzögerte Reconvalescenz mit secundärer Unterernährung; ist auch (allein! s. o) bei phthisischen und anderen sog. Zehrfiebern versuchs- weise verwendbar. 38. Hämoplastica: organische Eisen- präparate; Blutpräparate; Hämalbumosen. Dynamogen (3 mal täglich 1 Esslöffel, rein oder mit Wein, Tct. aromat. etc.). Eisensomatose sec. Werner, (3 mal täglich 1 Kaffee- löffel). Ferrhämin sec. Hertl (1—2 Esslöffel vor dem Essen täglich, für Kinder 1—2 Kinderlöffel. Ohne Zusatz. Für Säuglinge täglich 1—2 Theelöffel mit Milch in der Saugflasche). Hämatin-albumin sec. Niels Finsen (3 mal tägl. 1 Thee- löffel, Kinder die Hälfte, Säuglinge J/4 Theelöffel, in der Milch aufzurühren). Hämatol (1—2 Liqueurgläschen 1 Stunde vor den Haupt- mahlzeiten, Kindern von 1—5 Jahren 1—2 Theelöffel). Hämatol-cacao (1 Theelöffel pro Tasse). Hämoform (2—15 g pro die). Hämoglobinsyrup (sec. Pfeufer) theelöffelweise, bei Kin- dern 2 mal 1/8 Theelöffel in Milch. Liquor ferri albuminati sec. Dress (theelöffelweise 3—5 mal). Die hier erwähnten Präparate enthalten Eisen als Hä- moglobin oder in ähnlicher, organischer Verbindung und leicht resorbirbarer Form, zum Theil auch Albumosen, so dass sie einerseits das Material zur Hämoglobinbildung stellen, andererseits auch als Nährmittel fungiren. Indi- cation: Chlorose, Anämie und Schwächezustände, auch secundärer Natur, z. B. bei Phthise oder nach Inf'ec- tionskrankheiten. — Die Präparate werden vom Magen meist besser vertragen als unresorbirbares Eisen; erregt eines Widerwillen oder Erbrechen, so versuche man es mit einem der übrigen. — Die Auswahl, an sich ohne viel Be- lang, kann man treffen nach den physikal. und ehern. Eigenschaften der einzelnen Mittel: Dynamogen, in flüssiger Form die Blutsalze des Kinder- blutes enthaltend; angenehmer Geschmack, leicht verdaulich, haltbar. — Indicat. Anämie und Schwäehezustände. Eisensomatose, braunes, in warmem Wasser etc. leicht lösl. Pulver, enthält Albumosen des Fleisches und Eisen in organ. Bindung; keine dyspeptischen oder obstipirenden Nebenwirkungen. (Sterilisirbar, angebl. auch subcutau verwendbar). Ferrhämin sec. Hertl enthält organisch gebundenes Eisen, Eiweiss und spanischen Wein. Flüssigkeit von an- genehmem Geschmack; gut verkorkt kühl aufzubewahren! Hämatin - albumin = Hämoglobin + Serumalbumin ; bräunliches geschmackloses Pulver, unlöslich, wird in kalten oder lauen Flüssigkeiten aufgerührt ; am besten vorher mit einigen Tropfen verreiben! Für Kinder und Dyspeptische empfehlenswerth. Hämatol = Hämoglobin aus Ochsenblut. Hämoform, Eiseneiweissverbindung, wasserlösliches, ge- schmackloses Pulver; auch für Kinder. Hämoformkapseln ä 0,5 vorräthig. Liquor ferri alhumiuati leicht verdaulich, gut sclunek- kend; directe Resorptionsfähigkeit problematisch; es ent- spricht hierin den anorganischen Eiweisspräparaten). 39. Nutritiva. Plasmon = Siebold’s Milcheiweiss (tägl. mehrere Esslöffel). Tropon (mehrere Esslöffel täglich). Sanatogen (thee- bis esslöffelweise mehrmals täglich). Fleischsaft „Puro“ (3—4 mal täglich 1 Tlieelöffel in Cacao, Suppe, Bier, Wein oder auf geröstetem Weiss- brod). Liebig’s Fleischextract. Somatose (bis 30,0 pro die). Oleum jecoris aselli = Leberthran (esslöffelweise, Kin- dern kaffeelöffelweise). Von den Nutritivis stellen Plasmon und Tropon reines Eiweiss dar, ähnlich Sanatogen. Sie finden Indication bei jeder Art von Unterernährung, ferner bei behinderter Ver- dauung — chron. Gastritis u. a. — sowie bei flüssiger Diät wegen Ulcus ventriculi etc., hier bes. das leicht lös- liche Plasmon. Plasmon empfiehlt sich wegen seiner Lös- lichkeit, Geschmacklosigkeit und bequemen Verwendungsart, Tropon wegen seines äusserst billigen Preises; Sanatogen giebt man wegen seiner „regenerirenden“ Wirkung auf das Centralnervensystem gern bei Neurasthenie auf Grund man- gelnder Ernährung wegen Chlorose etc. „Fleischsaft Puro“ enthält neben Nährbestandtheilen des Fleisches auch Extractivstoffe von erregenden und appetitanregenden Eigenschaften. Leider dürfte wohl oft Widerwillen oder Intoleranz dagegen vorliegen. Liebig’s Fleischextract, bloss die Extractivstoffe ent- haltend, ist fast ohne Nährwerth, dagegen sehr appetitan- regend und ein gutes Stomachicum. Somatose und einige ähnliche Präparate enthalten die Eiweisskörper in „aufgeschlossener“, „vorverdauter“ Form; bei längerem Gebrauch soll Somatose oft Dyspepsieen und und Diarrlioeen erregen. Oleum jecoris aselli, ein Nährmittel aus der Fettgruppe, bei scroplmlösen und anämischen Kindern sowie als Lösungs- mittel für Phosphor, Creosot etc. beliebt, ist (nach Wir- schillo) nachtheilig für die Verdauung und hat keinen besserem Einfluss als z. B. Olivenöl. Ekelhafter Geschmack, Nachtrinken von Chokolade am besten zu corrigiren. Zur Auswahl und Verordnungsart der Mittel ist zu beachten: Plasmon, ein ziemlich wasserlösliches, geschmackloses Pulver, in Speisen und Getränken, bes. Suppen, verquirlt. Tropon (Finkler) aus vegetabilischem und thierischem Eiweiss, unlöslich, leicht verdaulich, nicht so wohl- schmeckend als Plasmon, aber das billigste von allen diesen Präparaten. Kann jeder Nahrung beigerührt werden. Sanatogen wird in kalten Flüssigkeiten verrührt, und zu kalten oder warmen Getränken oder Suppen zugesetzt. Wegen des Beisatzes von Phosphorverbindungen gilt es als Stärkungsmittel bei nervösen Schwächezuständen. Puro, in Flaschen zu beziehen; aus Oschsenfleiscli ge- presst und eingedampft. Somatose, lösliches Pulver, leicht verdaulich, erzeugt bei längerem Gebrauch leicht Diarrhoeen. 40. Resorbentia; Detractiva. Tct. jodi (10°/0) äusserlicli. Unguent. hydrargyri äusserlich. Natr. (s. Kal.) jodat. (0,5—1,0 1—3 mal tägl.). Jodipin und Jodvasogen s. unten u. 14. Thyreoidiuum sicc. (0,1—0,2) oder einfacher: Thyreoidintabletten sec. Merck ä 0,1 (täglich einmal, bei langsamer Gewöhnung später täglich zweimal. Jodotliyrin (Minimaldose 0,3 1—3 mal; Maximaldose 4,0 pro die; für Kinder 0,1—0,3 1 — 2 mal). Schwefelalkalien s. 28. Dem Jod kommt in jeder Form ein mehr oder minder starker „resorbirender“ Einfluss zu; man pinselt deshalb mit Jodtinctur entzündlich veränderte Gewebe oder hyper- trophische Drüsen, wo man Abschwellung wünscht: Peri- ostitis, bes. Per. alveolaris, Pleuritis sicca etc., ferner bes. parenchymatöse Strumen. — Bei entzündlichen Geweben wirkt Jod auch schmerzlindernd, als Anästheticum bei Brechreiz cf. 26. Unguent. hydrargyri als Resorbens bei Lymphangitis und geschwollenen (nicht vereiterten!) Lymphdrüsen; ähn- lich bei Variola (beim Beginn der Krankheit aufzutragen). Innerlich wirkt Jod in jeder Form resorbirend auf das Gewebe von Lymphdrüsen (Scrophulose), epithe- liale Drüsen (Struma, Mamma), auf das Fettgewebe, auf syphilitische Neubildungen und auf arteriosclero- tiscb infiltrirte Gefässwände(Arteriösclerose und deren Folgeerscheinungen, wie: secundäre Angina pectoris, Encephalomalacie etc.). Expectorirende Wirkung s. 14. Bei Arteriosclerose (besonders gern bei alten Leuten mit nebenbei bestehendem Emphysem u. Bronchitis, s. 14), ferner bei Lues und manchmal bei Scrophulose verwendet man die Jodsalze resp. in gleichem Sinn die Jodfette. Jodis- mus und dessen Vermeidung durch Jodipingebrauch s. 14; Jodipin und Jodvasogen ebenfalls s. 14. Bei Erkrankungen der Thyroidea und den einschlä- gigen Ausfallskrankheiten (Myxödem) sowie bei Adipo- sitas verwendet man die organischen Jodverbindungen resp. Schilddriisenpräparate. Thyreoidin (Schilddriisenextract) wirkt specifisch auf Myxödem (durch Ersatz der verloren gegangenen Schild- drüsenfunction), ferner resorbirend auf Struma parenchy- matosa. Unter Thyreoidinbekandlung geht weiters die Fettleibigkeit rasch und zieml. sicher zurück, und zwar ohne die Qualen einer Entziehungskur. Dabei müssen die Kuren mit kleinen Pausen wochen- bis monatelang fortgesetzt werden, und zwar unter fort- währender ärztl. Aufsicht, wegen der Gefahr übler Neben- wirkungen — Thyreoidismus — auf das Herz, besonders bei der Behandlung gewöhnlicher Adipositas (ohne Schild- drüsenfunctionsausfall! Lonceeaux , Ther. d. Geg. 1899). Jodotliyrin ist gleichfalls ein organ. Jodpräparat; In- dicationen: Myxödem, Sclerodermie, scrophulose Drü- senschwellungen bei Kindern (angeblich auch Basedow). Beim Gebrauch nach je 4 — 6 Tagen einige Tage aus- setzen ! Nach Mabille und Ewald bleibt der Thyroidismus (s. oben) bei gleichzeitiger Verordnung von Arsen mit der Jodothyrinkur aus. Die Schwefelalkalien setzen, längere Zeit forgesetzt gebraucht, durch rasche Chymusentführung die Ernährung herunter und wirken dadurch in zieml. qualloser Weise der Adipositas entgegen. H. Alterantia des Constitutionschemismus (Stoffwechselkrankheiten). 41. Antiluetica. Jod Verbindungen s. 14 und 40. Unguent. hydrargyri (äusserlich; 2,0 pro dosi et die). Quecksilberinjectionskuren siehe die Lehrbücher. Kalium hypermanganicum Tct. myrrhae et ratanhiae s. 35. Das Quecksilber, percutan applicirt, wirkt auf unauf- geklärte Weise — antiparasitär?? — auf die Syphilis spe- cifisch und mit eminentem Erfolge ein. Toxische Nebenwirkungen: manchmal Acne und Ekzeme an den Einreibungsstellen (diese stets abwechseln!) und meist (wo nicht prophylactisch vorgebeugt wird) Stomatitis (s. u.). Unterstützt wird die Wirkung, bes. bei tertiären Pro- cessen, durch die Dai'reichung von Jodverbiudungen (z. B. Jodkali zu 1,5—3,0 pro die; die neuestens eingeführten Jod- fette (in entsprechender Dosis) sollen gleich wirksam sein und besser vertragen werden. Während einer Quecksilberkur muss prophylactisch der mercuriellen Stomatitis (toxische Nebenwirkung des Quecksilbers) vorgebeugt werden durch häufiges Mundaus- spülen mit hypermangans. Kali in schwacher Lösung oder durch Bestreichen der Gingiva mit Tct. myrrhae oder Tct. ratauhiae ää (concentrirt) s. 35; mehrmals täglich. Technik der Schmierkur: Päckchen (mit Carta cerata) ä 2,0; täglich 1 solche Portion verreiben, bis sie in die Haut eingerieben ist; täglich eine andere Körperstelle, nicht wo viel Haare sind; 6 Tage einreiben, am 7. aus- setzen; 2—3 Wochen nach einander fortsetzen. 42. Alterantia der harnsauren Diathese. Natr. salicyl. (4—5,0 pro die). Natr. bicarbon. (ca. 2—3,0 pro die). Lithium bicarbon. (s. u.). Uricedin Stroschein (1—2,0). Alkalische Brunnenwässer (Fachinger Wasser 1/5t—1 L. pro die). Tct. Colchici (80—100 Tropfen pro die). Eau de Laville (50—60 Tropfen zweimal täglich). Natr. salicyl. zur Ansäuerung des Blutes beim acuten Gichtanfall, da hier die Lösung der Ablagerungen die Schmerzen hervorruft, die Lösung der freien Harnsäure aber in sauren Medien verzögert wird. Natr. und Litli. bicarbon., die alkal. Brunnenwässer und Uricedin Stroschein entsprechen der umgekehrten In- dication: bei chronischer harnsaurer Diathese, auch prophylactisch den Anfällen vorbeugend. Sie führen die Harnsäure durch Alkalisirung der Medien in lösliche Salze über, die leicht durch den Urin abgehen, und nicht in die Gewebe abgelagert werden können. Verstärkung der Wir- kung durch gesteigerte Diurese erfolgt bei Urocedin und alkal. Wässern. (Lith. bicarbon. steht nach den neuesten Forschungen dem Natr. bicarbon. nach!) Tct. Colchici und das hauptsächlich aus Colchicin be- stehende, noch wirksamere Geheimmittel „Eau 0,01 ! 0,01 zu vermeiden 0,02 10,03 0,05 Liquor kalii arsenicosi. . . 1 gtt. 1 gtt. 2 gtt. 2 gtt. 3 gtt. Morphinum hy- drocliloric. . . 0,0005 0,001 0,002 0,003 0,005 Moschus .... 0,01 0,01 0,02 0,03 0,04 0,05 Naphtalinum . 0,05 0,1 0,2 0,2 0,2 0,25 Oleum terebin- thinae 2 gtt. 3 gtt. 5 gtt. 7 gtt. 9 gtt. 10 gtt. Opium — 0,002 0,003 0,004 0,01 0,02 Phosphorus . . — — 0,0001 0,0001 0,0003 0,0005 Unter 1 Jahre 1-2 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 8 Jahre 12 Jahre Phenacetinum . 0,05 0,05 0,1 0,15 0,3 Plumbum acet. Pilocarpinum 0,003 0,004 0,005 0,01 0,015 0,02 hydrochloric. 0,001 0,001 0,002 0,003 0,004 0,005 Pulvis Doweri — 0,003 0,005 0,01 0,02 0,05 Radix ipeca- als Emeticum im Infus 2,0:100,01 theelöffel- cuanhae . . . „ Expectorans „ „ 0,2:100,0] weise Santoninum . . Sirupus ferri 0,01 0,01 0,02 0,03 0,05 jodati 1 gtt, 3 gtt. 5 gtt. 8 gtt. 10 gtt. 15 gtt, Tannigen . . . Tartarus sti- 0,2 0,25 0,3 0,3 0,5 0,5 biatus Tinctura opii — 0,0075 0,0075 0,01 0,01 0,015 benzoica . . . Tinctura opii 2 gtt. 3 gtt. 4 gtt. 6 gtt. 8 gtt. 10 gtt. simplex .... Tinctura stro- 7* gtt. 2 gtt. 3 gtt. 4 gtt. 5 gtt. 5 gtt. phanthi .... — — 1 gtt. (3-4 1 gtt. mal tä 1 gtt. glich) Tinct. strychni 1 gtt. 2 gtt. 2 gtt. 3 gtt, 3 gtt. 5 gtt, Trional Tussol (Anti- pyrin. amyg- 0,2 0,25 0,3 0,5 0,75 0,75 dalinum) . . . Unguentum hydrargyri cinereum . . . 0,075 0,1 bis 0,25 bis 0,5 0,2 bis (täglich eine Einreib 0,6 0,5 ung) 0,75 Urethanum . . Vinum ipeca- 0,05 0,1 0,1 0,2 0,3 0,5 cuanhae . . . Vinum stibiat. | tlieelöffelweise bis zur Wir kung 51. Rabow-Bourget’s Tabelle der Antidota. Acidum oxalicum . Calciumcarbonat, Zuckerkalk, Magne- (Kleesäure, Zucker- säure.) sia, Kreide. Aetzende Alkalien Verdünnte Säuren, Eispillen, Emulsio oleosa. Argentum nitricum Kochsalzlösung, Milch, Eiweiss. Arsenik .... Magenausspülung event. Brechmittel. Antidotum arseniei (s. Ferrum-Prä- parate). Magnesia usta. Milch. Eiweiss. Atropin .... Subcutane Injection von Pilocarpin, Muscarin, Morphium. — Kaffee, Tannin, kalte Uebergiessungen. Blausäure . . . Excitantia, Aether, Ammoniak. Atro- pininjection, künstliche Respiration, Chlorkalklösung, Natrium thiosul- furicum, Kalium permanganicum. Carbolsäure . . . Magenspülung mit 3%iger Lösung von Natrium sulfuricum, Calcaria saecharata. Milch, Eiweiss, Na- trium sulfuricum, Eis. Excitantia. Chloralhydrat . . Künstliche Respiration, Strychnin- injeetion. Moschus, Campher, kalte Begiessungen. Chloroform . • ' Künstliche Respiration. Elektrische Reizung der N. phrenici. Amyl- nitrit. Strychnin. Cocain Inhalation von Amylnitrit. Kohlensäure. . . Frische Luft. Künstliche Respiration. Excitantia, Hautreize. Morphium u. Opium Emeticum, Tannin. Atropininjection. Kalfee. Campher und Moschus. Ka- lium permanganicum. Sinapismen. Phosphor .... Magenpumpe. — Cuprum sulf. Oleum terebinth. (s. d.). Kalium perman- ganicum. Cave: Fette und fette Oele. Quecksilber u. seine Eiweisslösungen, Mehlbrei, Eisenpul- Salze ver. — Opiate. Salpetersäure. . . s. Schwefelsäure. Schlangenbiss . . Aetzen mit Glüheisen, Kali caustic. oder Argent. nitr. — Injection von Kalium permangan. in die Wunde. Schierling . . . Brechmittel, Analeptica, Essigkly- stiere, Coffein. Schwefelsäure . . Magnesia carbonica oder usta. Milch, Kalkmilch, schleimige Getränke, Eis, Seife. Strychnin.... Emetica. Tannin. Tinctura jodi. Chloralhydrat, Chloroform, Curare. Constanter Strom. Paraldehyd. Cocain. 52. Daten für die Verordnungsweise (lexicalisch). A Acidum arsenicosum in Pillen. — benzoicum in Pulvern. — boricum in wässeriger Lösung (2—4 °/0 ig) extern. — camphor. kaum löslich; als Pulver. — muriat. tropfenweise in viel (gesiisstem) Wasser (mit Glasrohr trinken!). — tannic. in Aufschwemmung als Klysma. Aloe als Pillen Ammonium bromatum s. Bromsalze. — salze, wasserlöslich; in Lösung. Amylenhydrat wie Paraldehyd. Amylium nitrosum, mit Chloroform mischbar; inhaliren. Antipyrin und verwandte Menicamente: schwach löslich, als Pulver. Antirheumatin, äusserlich. Antitussin, äusserlich (in die Haut einzureiben) s. 14. Apolysin s. Antipyrin. Apomorphin, wasserlöslich, innerlich oder (meist) subcutan. Aq. Goulardi s. Plumbum acet. Argentum nitric. in wässeriger Lösung, als Salbe, oder Stift. Aspirin als Pulver. Aether; innerlich, meist mit Alkohol gemischt; pur subcutan (selten) oder als Aetherspray. Aethylchlorid, äusserlich auf die Haut gesprayt. Atropin sulphur., meist in Pillen. Baisamum copaivae, in Kapseln. Bismuthum phosphor. solubile, leicht wasserlöslich. — subnitricum, unlöslich, in Pulvern oder Schüttelmixtur. Blutpräparate s. 38. Bromipin, ölige Flüssigkeit, unverdünnt, innerlich. Bromsalze, leicht wasserlöslich; meistens in Lösung. B. c. Calcium phosphor. und carbonic. als Pulver. Calomel als Pulver. Campher, in Oel und Alkohol löslich, meist subcutan und zwar als: Oleum camphoratum; innerlich in Pulvern oder als Spiritus camphoratus. Chininum bimur. carbam., wasserlöslich meist subcutan. — sulf. mur., fast unlöslich, bitter; als Pulver in Oblaten. — tann., unlöslich, sehr wenig bitter; Pulver oder Schüttel- mixtur. Chloralbacid, lösl. Pulver. Chloralhydrat, sehr wasserlöslich, in Lösung zu geben. Cocain, in wässeriger Lösung, innerlich und subcutan. Codein, wasserlöslich; als Pulver oder Lösung. Coffeinum purum und citricum, wenig löslich, als Pulver. — natr. salicyl. und natr. benz., leicht wasserlöslich; inner- lich oder subcutan. Condurango als Extr. cond. fluid, oder Vinum condurango. Creosot, im Wasser unlöslich; in alkoholischer oder öliger Lösung, auf Zucker aufgetropft in Oblaten oder in Kapseln. Creosotal = Creosotum carbon., honigartige, in Wasser un- lösliche Masse. In öliger Lösung (ca. 10°/0ig oder in Emulsion) oder 1 Kaffeelöffel in 1 Tasse warmer Milch. Cubebae, als Pulver. D. Dermatol, in Pulvern, innerlich oder als Streupulver und in Pasten. Diuretin, wasserlöslich, nicht mit Syrup zu mischen! in Lösung. Dormiol, ölige Flüssigkeit, in Wasser und Oel lösbar. Duboisin, wasserlöslich, meist subcutan. E. Eau de Laville, tropfenweise, innerlich. Eisenalbumosen s. 38. Eisenpräparate s. 37 u. 38. Eiweissverbindungen, künstliche, als Nährmittel s. 39. Ergotin = Extr. sec. corn. Euchinin, geschmackloses Pulver, s. Chinin 12. Extract filicis s. 47. Extract. opii aquosum, wasserlöslich; in Pulvern, Lösung und subcutan. — secalis cornuti, dicker Extract; in Wasser klar löslich; in Lösung oder Pillen, meist subcutan. — secalis corn. fluidum, mit Wasser mischbar. F. Ferrumpräparate s. 37. Folia betulae als Infus. — digitalis als Infus. — salviae als Species. — sennae als Infusum frigide praeparatum — stramonii, Dämpfe inhaliren. — uvae ursi als Infus. G. Guajacol, Flüssigkeit, in Wasser wenig, in Alkohol leicht löslich; in spirituöser oder öliger Lösung, in Wein oder Kapseln. — carbon., als unlösliches Pulver. — (krystallisirte Formen), als unlösliches Pulver. Hyoscin wie Duboisin. H. Ipecacuanha (Radix i.) im'lnfus (oder als Pulver). Jodipiu, ölige Flüssigkeit, kaff eelöffel weise, event. mit einigen Tropfen 01. menthae. I (J). Jodoform, unlöslich; als Streupulver, Jodoformgaze oder Grlycerinemulsion, extern. Jodsalze, wasserlöslich; in Lösung. Jodvasogen, salbenartig flüssig, tropfenweise innerlich. K. Kalium aceticuin wegen Hygroskopie stets in Lösung. — bromatum s. Bromsalze. — chloricum, in Lösung als Mund- und Gurgelwasser. — hypermanganic., in wässeriger Lösung 0,3:1000 extern (Mundwasser). — jodat. s. Jodsalze. Lactophenin s. Antipyrin. Lichen islandic. als Decoct. Liquor ammon. anisat. mit Alkohol oder Wasser; nicht mit Morph, muriat. zusammen! (wird gefällt). — kali arsenicosi (meist mit wässerigem Vehikel ää) tropfen- weise. — plumbi und aluminii acetici s. Plumb. acetici. Lithium carbonicum, als Pulver oder in Wasser gelöst. Lysol, in wässeriger Lösung extern. L. M. Magnesia usta, fast unlöslich; als Pulver oder Schüttel- mixtur. Malarin s. Antipyrin. Methylenblau, in Kapseln oder Oblaten. Morphium muriat., wasserlöslich, bitter; in Pulvern, Lösung und subcutan. N. Nährpräparate, künstliche s. 39. Natr. bicarb., wasserlöslich; meist in Lösung. — bromatum s. Bromsalze. — glycerinophosphoricum, mit Wasser mischbare Flüssig- keit s. 7. — salicyl., sehr wasserlöslich; in Lösung. — sulpliur., in Wasser gelöst zu nehmen oder mit Wasser hinabzuspülen. Nitroglycerin, in meist l°/0iger öliger oder alkoholischer Lösung; innerlich. 0. Oleum santali, in Kapseln. — terebinthi, auf heissem Wasser zum Inlialiren (selten innerlich). Opium purum, schwer löslich, bitter; in Pulvern, vgl. Extr. op. Orexinum basicum, als Pulver mit viel Flüssigkeit. — tannicum, wie Orex. bas. oder in Chocoladetabletten. Organische Eisenpräparate s. 38. Orthoform, als Pulver (innerlich oder als Streupulver). Oxaphor = alkoholische Oxycampherlösung in Mixtur, z. B. s. 3 Anm. Paraldehyd, ölige Flüssigkeit, in 8,5 Th. Wasser löslich, mit Alkohol mischbar. Phenacetin s. Antipyrin. Pilocarpin, in wässeriger Lösung oder meist subcutan. Phosphor, in dünner öliger Lösung. Plumbum acetic., in wässeriger Lösung, extern. p. Quillajarinde, als Decoct oder Pulver. Q* R. Radix althäae, als Decoct. — colombo, als Decoct. — ipecac. als Pulver oder Infus. — liquiritiae, im Infus. — quillajae, als Decoct (oder Pulver). — Rhei, als Pulver oder Tct. Rhei vinosa. — senegae, als Infus. s. Salacetol, wie Salol. Sal. carol. factit., meist in warmem Wasser. Salep, als Mucilago salep; thee- bis esslöffelweise. Salipyrin s. Antipyrin. Salol, als Pulver oder in öliger (Ricinus) Lösung. Salophen s. Antipyrin. Santonin, fast unlöslich in Pulvern oder Tabletten. Scopolamin, wie Duboisin. Senega (Radix s.), im Infus. Species diureticae = diuretischer Thee. Stypticin, bitteres Pulver, in Wasser und Alkohol leicht löslich. Strontium lacticum, wasserlösliches Pulver. Strychnin, wasserlöslich, innerlich und subcutan. Sublimat, wasserlöslich, extern in Lösung 1:5000 bis 1:1000. Succus liquii'itiae, in Lösung. Sulphonal, in heissem Wasser löslich, schmeckt dann schlecht; als Pulver oder in heissem Thee etc. T. Tanualbin, in Pulvern. Tannigen, in Pulvern. Tannin, in Aufschwemmung als Klysma. Tartarus stibiatus, löslich in Wasser, nicht Weingeist; innerlich, in Pulver oder Lösung. Tinctura jodi (10°/0ig) äusserlieh pur., innerlich tropfenweise in Wasser. Trional = Sulphonal, s. dieses. Tubera jalapae, in Pulvern. Thyreoidinpräparate, in Pulvern oder meist in Tabletten. u. Urotropin, in Wasser gelöst zu nehmen. z. Zincuin sulphuric., meist in wässeriger Lösung, extern. Register. Abführmittel 28. 29. 31. Acidum arsenicos. 36. — benzoicum 14. — boric. 43. — camphor 21. — lacticum 40. — muriat. 18. 23. — salicyl. 18. — tannicum 32. 34. 44. Adipositas 28. 40. — Bittersalze bei 28. Adstringentia 44. — für den Darm 32. — externa 44. 45. — für den Harnapparat 19. Alkalische Mineralwässer 18. 42. Alkohol 8. 12. Aloe 29. Alterantia der Harnreaction 18. Althäa 15. Amara 24. Ammonium bromatum 2. — carbon 14. — chlorat. 14. — Verbindungen, Eigen- schaften der 14. Amylenhydrat 4. Amylium nitrosum 3. Anämie 36. 38. 39. — Kopfschmerz bei 8. Anästhesie, locale 46. Angererpastillen 43. Angina 35. A. Angina pectoris 3. — — bei Ateriosclerose 40. Angstvorstellungen, Opium bei 1. Anorexie 23. Antaphrodisiacum 2. Anthelmintica 47. Anthidrotica 21. Antidiarrhoica 32. Antidota 51. Antiluetica 41. Antineuralgica 5. Antiparasitica 47. Antiphlogistik 44. Antipyrese, Wahl der Mittel zu 12. Antipyretica 12. Antipyrin 5. 12. Antirheumatin 12. Antisepsis des Magens 23. Antiseptica externa 43. — interna, Uebersicht 11. — für den Darmtract 30. 31. — für den Ilarnapparat 19. Antispasmodica 2. 3. Antithermica 12. Antitussin 14. Aphten 35. Apolysin 12. Apomorphin 14. 27. Appetit, Anregung des 23. 24. Appetitlosigkeit 23. Aqua calcis 45. — Gloulardi 44. Argent. nitric. 44. Aromatica 24. Aromatische Pflanzen 24. — Tincturen 24. Arsen 36. Ascariden 47. Asomnie 1. 2. 4. Aspirin 12. Asthma 1. 3. 8. 9. — bronchiale 3. — bronchiale,Narcotica bei 1. — cardiacum,Narcotica bei 1. — nervosum 3. — pulver (Neumeier) 3. — tabak 3. Arteriosclerose 3. 40. Athemnoth s. Dyspnoe. Aether 8. — sulfuric., innerlich 26. Aethylchlorid 46. Athmung 3. — Anregung der 8. Athmungscentrum, Beruhi- gung des 1. 3. Atonie 23. 24. 28. 29. 31. Atropin 1. 3. 21. Auswurf 14. Autointoxicationen vomDarm aus 30. 31. Bleichsucht 37. Bleivergiftung Gefasskrämpfe bei 3. Blutantiseptica 12. Blutbildende Organe, Krank- heiten der 36. — bildung 36. 37. 38. — druck, Hebung des 8. 9. Herabsetzung des zur Blutstillung 10. Regelung des 3. — husten s. Hämoptoe. — Stillung 10. Blutungen 10. — atonische, Stillung durch Contractionsanregung 10. — congestive, Stypticin bei 10. Borken 45. Borsäure 43. Brandbinden v. Bardeleben 45. Brandwunden 45. Brechmittel 27. Brechreiz 26. Brom 2. Bromipin 2. Bromismus 2. Bromoform 3. Brompräparate 2. Bronchialmuskeln, Antispas- mose der 3. Bronclioblenorrhoe, Secre- tionsbeschränkung bei 14. 21. Bronchitis, acute 14. — chronische 14. — Diaphorese bei 20. — putride 14. Brunnenwässer, alkalische 42. B. Baisamum copaivae 19. Bandwürmer 47. BARDELEBEN’sBrandbinden 45. Belebende Mittel 8. Benommene,Secretstase bei 8. BERiNG-Serum 13. Birkenblätter 17. Bismuthum phosphor. 22. — subnitricum 22. Bittersalze 40. Bitterwasser 28. 33. 34. — klystiere 34. Blähungen 24. Blasenkatarrh s. Cystitis 17. — Spülungen 43. 44. — steine 17. Calciumpräparate 36. Calomel 30. — als Diureticum 17. c. Campheröl 8. Camphora 8. Cardialgie 26. Carminativa 24. Cephaläa 5. — Coffein bei 8. Charta nitrata 3. Chin. ferr. citric. 37. Chininpräparate 12. Chloralbacid 23. Chloralhydrat 4. Chlorose 36. 37. 38. Cholagoga 33. Cholelithiasis 33. Chymus, Entführung des 28. 31. Clysma 34. Cocain, innerlich 26. — suppositorien 34. Codein 1. Coffeinpräparate 8. Cognac 8. Colchicum 42. Collaps 8. Condurango 22. 24. Copaivabalsam 19. Cornutin. citr. 10. Cortex rhamni 29. Coryza, Diaphorese bei 20. Cotarnin = S typticin 10. Creosot 14. 23. Creosotal 14. — behandlung bei Phthise 14. Creosotpräparate, Eigen- schaften der 14. Creosotum carbonicum = Creosotal 14. Creosot-Vasogensalbe 14. Cubebae 19. Cystitis 19. 43. 44. — Ansäuerung des Urins bei 18. — Diurese bei 17. D. Darm, Entleerung des ganzen 28. 31. — adstringentia 32. — antiseptica 30. 31. — inhalt, Stagnation des 28. 30. 31. Zersetzung des 28. 30. 31. — peristaltik, Hemmung der 1. — Spülungen 34. — tuberculose 32. — ulcerationen 32. Delirium tremens 1. 4. Dermatol 32. 45. Desinfection 43. Detractiva 40. Diaphoretica 20. Diarrhoeen 25. — Antisepsis bei 30. 31. — Hemmung der Darmperi- staltik bei 1. — d. Säuglinge, Atropin bei 1. — Ol. ricin. bei 28. 31. — Stillung der 32. Diathese, barnsaure 42. 48. Diätmaximen 48. Dickdavm, Entleerung des 29. 31. Digitalis 9. — Ersatzmittel für das 9. Dionin 1. Diphtherie 13. — serum 13. Diurese durch Hebung des Blutdrucks 17. — durch Herztonica 9. Diuretica 17. Diuretin 17. Dormiol 4. Drastica 29. Drüsenseeretion, Herab- setzung der 21. Duboisin 1. Durchfälle, Stillung der 32. Dysenterie 25. 34. Dyspepsie 23. 24. — Bittersalze bei 28. 31. Dyspnoe 1. 3. — cardiale 9. Expectoration, Erzielung der bei Benommenen 8. — Erzielung der bei Secret- stasen 8. Exsudate, Diaphorese bei 20. Extractum condurango 22. — filicis 47. — frangulae 29. — hydrastis canad. fluid. 10. — opii aquosum 1. — secalis corn. = Ergotin 10. — sec. corn. fluidum 10. E. Eau de Laville 42. Eisenpräparate s. 37 u. 38. Eiweisspräparate als Nähr- mittel 39. — zerfall, Verzögerung des bei Fieber 8. Ekzeme 21. 45. Emetica 27. Emollientia pectoralia 15. — für den Verdauungstract 25. Encephalomalacie 40. Enteritis 30. 31. — Darmentleerung bei 28. 30. 31. — follicularis 32. Entzündung, Resorptionsbe- förderung bei 40. Epilepsie 2. Erbrechen 26. Ei-gotin = Extract.secal.com. 10. Ergotinol 10. Erkältung, Narcotica bei 16. Erkältungskrankheiten, Dia- phorese bei 20. Erwachsene, Maximaldosen für 49. Euchinin 12. Euthanasie 1. Excitantia zur augenblick- lichen Anregung der Le- bensfunctionen 8. — als Neurotonica 7. F. Fel tauri 33. Fer ralbuminver bind ungen 3 8. Ferruinpräparate 37. 38. Fettleibigkeit 40. Fieber, Alkohol bei 8. — Herabsetzung des 12. Filzlaus 47. Fissura ani 34. Fliederthee 20. Flores chamomillae 24. — sambucci 20. — tiliae 20. Flüssigkeitsdiät 48. — Unterstützung durch Nu- tritiva 39. Folia betulae 17. — digitalis 9. — menthae piperitae 24. — salviae 21. — sennae 29. — stramonii 3. — uvae ursi 19. FowLER’sche Lösung 36. Fructus anisi 24. Functionserhöhung, momen- tane 8. G-. Gährung im Magen 23. Gallenleiden 33. Gallensteine 33. — steinkolik 33. — treibende Mittel 33. Gallsaure Präparate 33. Gastralgie 26. Gastritis 23. Gefässcontractionen, Anre- gung von zur Blutstillung 10. — krampf 3. — musculatur, Tonisirung der bei Herzschwäche 9. Gegengifte 51. Geisteskrankheiten s. Psy- chosen. Gelenkrheumatismus (acut u. chron.) 12. Geschwüre, äussere 43.44.45. Gewebsansatz, Förderung des 36. Gicht 42. 48. — anfall 42. 48. — diät 48. Glycerinklystiere 34. — suppositorien 34. Gonorrhoe 19. 44. Goülard’scIics Wasser 44. Granulationen 44. Granulirende Wunden 44. Guajacole 14. — krystallisirte 32. Gummata 41. Gurgelwässer 35. Harnorgane, schmerzhafte Affectionen der 34. — reaction 18. Harnsäure Diathese, Diät bei 48. Harnsäure, Lösung und Bin- dung der 42. 48. Heroin 1. Herzbeschwerden wegen Arteriosclerose 3. — collaps 8. — kraft, Hebung der 9. — schwäche 9. — — Antipyrese bei 12. Periculum instans bei 8. — tonica 9. — — als Diuretica 17. Histoplastica 36. — als Neurotoniea 7. Hollertliee 20. Husten, trockener, Narcotica bei 1. — reiz, Emollientia bei 15. — — Linderung des 1. Narcotica bei 16. Hydrargyrum bichloratum corrosivum 43. Hydrastis 10. Hydrophobie 4. Hydrops 17. — cardialer, Herztonicabei 9. — renaler, Diapliorese bei 20. Hyoscin 1. Hypacidität 23. Hypophosphitsyrup 37. Hypnotica 4. Hysterie 2. H. Hämalbumosen 38. Hämatemesis 10. Hämaturie 19. Hämoplastica 37. 38. Hämoptoe 10. — Narcotica bei 1. Hämorrhagieen 10. Hämorrhoiden 29. 34. Hämostatica 10. I (J). Jalapa 29. Icterus 33. — catarrhalis 28. — Diät bei 48. — Diurese bei 17. Infectionskrankheiten, acute 12. — Diaphorese bei 20. — Schwächezustände nach 38. Infiltrationsanästhesie 46. Infus, fol. digit. 9. Intermittens 12. Intertrigo 45. Jod 40. 41. — fette 14. — ipin 14. — ismus 14. — oform 43. — othyrin 40. — präparate 3. — tinctur 46. — tinctur, innerlich 26. — vasogen 14. — Verbindungen 14. 40. 41. Ipecacuanha 14. 27. 32. Isländ. Moos 25. Juckreiz 45. — Atropin bei 1. Kopfschmerz, Coffein bei 8. Koprostase 34. Krämpfe 1. 2. — der glatten Musculatur 3. Kropf 40. Krusten 45. Kühlende Umschläge 44. L. Lactophenin 12. Läuse 47. Laxantia 29. 31. Lebenskräfte,Erhaltung der 8. Leberleiden 33. Leucämie 36. Liehen islandic. 25. Lindenblüthen 20. Lithiumsalze 42. Liquiritia 15. Liquor aluminii acetici 44. — Ammon, anisat. 14. — plumbi subacetici 44. Lobelia 3. Localanästhetica 46. Lues 41. Lufthunger s. Dyspnoe. Lungentuberculose s. Phthise. Lymphadenitis 40. Lymphangitis 40. Ly mphdr iisens chwellungen 40. Lysol 43. Lyssa 4. K. Kalium aceticum 17. — bromatum 2. — chloricum 35. — hypermanganicum 35. 43. — jodat. 14. Karlsbader Salz 28. 31. Keuchhusten 14. Kinder, calmirende Mittel bei 2. — Maximaldosen für 50. — diarrhoeen 25. Klappenfehler s. Vitien. Klystiere 34. Kola, Kolanin 7. Kolik 1. 3. Konvulsionen s. Krämpfe. Kopfläuse 47. Kopfschmerzen 5. 8. Magenaffectionen, Wahl der Mittel bei 25. — anästhetica 26. — katarrh 23. 24. 34. — -Darmkatarrh 25. — -Darmkatarrh, Bittersalze bei 28. 31. — krämpfe 24. — saft,Neutralisirungdes22. M. Magensecretion, Beförderung der 23. — Spülungen 34. Magnes. usta 28. Malaria 12. Malarin 12. Mamma 40. Maximaldosenfiir Erwachsene 49. — für Kinder 50. Melancholie, Opium bei 1. Meningitis 4. Menorrhagien 10. Menthol 45. Mercur 41. Meteorismus 24. Methylenblau 5. 12. 19. Migräne 5. — auf Grund von Gefäss- krämpfen 3. Milchdiät 48. Minimalklystier 14. Morphium 1. Morpiones 47. Motorische Erregbarkeit, Herabsetzung der 2. Mucilaginosa 15. Mucilago Salep 25. Mundhöhle, Localtherapie der 35. Mundwässer 35. Muskelrheumatismus, Dia- phorese bei 20. Myocard, Erlahmung des 9. Myxödem 40. Natrium bicarb. 18. 22. 23. — bromatum 2. — choleinicum 33. — glyc. phosph. 7. — jodat. 14. — salicylic. 12. 33. — sulpliur. 33. 40. — tannicum 19. Nausea 26. Nematoden 47. Nephritis 19. — Diät bei 48. — Diaphorese bei 20. — Diuretica bei 17. — Gefässkrämpfe bei 3. Nervenschwäche 7. — System, roborirende Be- handlung des 7. — centren, Anregung der 8. Neumeier’s Asthmapulver 3. Neuralgien 5. Neurasthenie 2. 7. — bei Chlorose 37. — Hebung des Kräftezu- standes bei 7. 37. — Sanatogen bei 39. Neuritiden, Strychninbehand- lung bei 6. Neuromotorische Stimulan- tien 6. Neurotonica 7. Neutralisirung des Harnes 18. — des Magensaftes 22. Nierenblutung 19. Nitroglycerin 3. Nutritiva 39. — als Neurotonica 7. — Verwendung der 48. Nymphomanie 2. Nachtschweisse 21. Nährmittel, künstliche, Ver- wendung der 48. Nährpräparate 39. Narcotica 1. — bei der Therapie der Ath- mungsorgane 16. n. 0. Obstipation 29. 31. — Klysmen und Supposito- rien bei 34. Oedeme, cardiale 9. Oel 33. Oleum camphoratum 8. — Olivarum 33. — Ricini 28. 31. — Santali 19. — Terebinthi 14. Oelklystiere 34. Oelsaures Natrium 33. Opiate, Ersatzmittel für 1. Opium 1. 3. 32. Orexin 23. Organis cheEisenpräp ar ate 3 8. Orthoform 22. Oxaphor 3. Oxykampfer 3. Oxyurus 47. Plumbum acet. 44. Pneumonie 14. — Herztonica bei 8. 9. Polyarthritis 12. Prostration, Excitantien bei 8. Pruritus 45. Pseudoleucämie 36. Psychische Erregbarkeit, Herabsetzung der 1. 2. 4. Psychische Excitationen, Hypnotica bei 4. Psychosen, Narcotica bei 1. Pulpa tamarindorum 29. Pulvis liquir. comp. 29. — magnesiae cum rheo 29. Purgantia 28. 31. Pyelitis 19. Pyrosis 22. Paraldeliyd 4. Paresen, Strychnin bei 6. Pasten 45. Pediculus 47. Periostitis 40. — alveolaris 40. Peristaltik, Anregung der 24. 28. 31. — des Darmes, Hemmung der 1. Pertussis 14. — Narcotica bei 1. Petroleum 47. Phenacetin 12. Phosphor 36. Phosphaturie 18. 19. Phtirius pubis 47. Phthise 14. — Anämie bei 38. — Diarrhoe bei 25. — Linderung des Husten- reizes 1. 3. — roborirende Behandlung 12. — Schweisse bei 21. Pilocarpin 20. p. Q. Quecksilberkuren 41. — Mundwässer bei 35. Quillaja, Eigenschaften der 14. R. Rachenhöhle, Loealtherapie der 35. Radix altliäa 15. — colombo 25. — ipecac. 14. 27. 32. — liquiritiae 15. — senegae 14. Räuchermittel bei Asthma 3. Reconvalescenz, Unterernäh- rung bei 37. Reflexerregbarkeit des Rückenmarkes, Erhöhung der 6. — Herabsetzung der 1. Reizbarkeit b. Neurasthenie 2. Reizmildernde Medicam. 15. Reizzustände des Magens 23. Renitente Geisteskranke, Chloralclysma bei 4. Resorbentia 40. Rhachitis 36. Ricinusöl 28. Roborantia 7. Sexuelle Erregbarkeit, Herab- setzung der 2. Sodbrennen 22. Solutio Kali arsenieosi Fow- leri 36. Sommerdiarrhoeen 30. 31. Spasmus 1. — glottidis 1. — der Kinder 36. Species aromaticae 24. — diureticae 17. Specifica 11. 12. Spülungen von Magen und Darm 34. Spulwürmer 47. Steinbildung 17. Stomachica 22. 23. 24. 25. — adstringentia 22. — antacida 22. — Indicationen der 25. Stomachicum,LiEBiGs Fleisch- extract als 39. Stomatitis 35. Stramonium 3. Streupulver 45. Strontium laeticum 19. Strophantus 9. Struma 40. Strychnin 6. 24. — intoxication, Symptome der beginnenden 6. Stypticin 10. Sublimat 43. — pastillen 43. Succus liquiritiae 15. Sulphonal 4. Suppositorien 34. Sympliorol N 17. Syphilis 41. Salacetol 30. Salbei 21. Salben 45. Sal. Carolin. 28. 31. 33. Salep 25. Salinische Wässer als Diure- ticum 17. Salipyrin 12. Salivation, Einschränkung von 21. Salol 18. 30. Salophen 12. Sandelöl 19. Santonin 47. Säuglingsdiarrhoeen s. Diar- rhoeen. Schilddrüse 40. Schlaflosigkeit 1. 2. 4. Schlafmittel 4. Schleimige Mittel 15. Schmerzempfindung, Herab- setzung der 1. Schmerzen, Narcotica bei 1. Schmierkur 41. Schwächezustände 38. Schweisse, Einschränkung der 21. Schwellung, entzündliche 40. Sclerodermie 40. Scopolamin 1. Scorbut, Diät bei 48. Scrophulose 36. 40. Secretionsbeschränkende Mittel 21. Secretstasen 8. Seifensuppositorien 34. Senega 14. Serumtherapie 13. S. T. Tamarinden 29. Tannalbin 32. Tannigen 32. Tannin 32. 34. 44. Tanninclysma 34. Tartarus stibiat. 27. Terpentiix s. 01. terebinthi. Tetanus 4. Thyreoidea 40. Thyreoidin 40. Thyi-eoidismus 40. Tinct. absynthi 24. — amara 24. — aromatica 24. — chinae 24. — colchici 42. — gentianae 24. — jodi 40. 46. — — innerlich 26. — lobeliae 3. — myrrhae 35. — opii simplex 1. — ratanhiae 35. — strophanti 9. — strychni 24. Tonica des Hei'zens 9. Toxine, Elimination durch Diaphorese 20. Trachealkatarrh 16. Ti-ional 4. Ti-ipper 19. 44. — ausspritzungen 43. Tubera jalapae 29. Tuberculose, chirurgische 43. — der Lungen s. Phthise. Typhlitis stercoralis 34. Typhus 30. — abdomin. 48. Unguent. cinereum 40. 41. 47. — hydrarg. 40. 41. Unruhe, psychische, Narco- tica bei 1. Unterexmährung 38. 39. Urämie, Diaphorese bei 20. Uratische Diathese 42. 48. Uretritis 19. Urin, Alkalistrung des 18. — Ansäuerung des 18. — concentrirter 17. — Neutralisirung des bei Gicht 42. 48. Uricedin Stroschein 42. Urotropin 18. 19. Uteimsblutungen 10. — eontractionen, Anregung von 10. Uvae ursi 19. V. Vagus, antispasmodischeWir- kung auf 3. Variola, Unguentum hydrar- gyri bei 40. Vasomotoren, Tonica der 10. Verdauungsschwache, Nähr- mittel bei 39. Verdorbene Nahrungsmittel, Gastroenteritis nach 30.31. Vergiftungen, Antidota bei 51. Vitien, compensirte, keine Herztonica bei 9. — incompensirte 9. Uebelkeit 26. Ulcerative Processe des Ma- gens 22. Ulcus der Haut 43. 44. 45. — ventriculi 22. 48. Nährmittel bei 39. Umschläge, kühlende 44. Unempfindlichkeit, Erzeu- gung von localer 46. u. w. Wein 8. Wundbehandlung 43. 44. 45. Wunden 43. 44. 45. Zersetzung d.Mageninhalts23. Zincum oxydat. 45. — sulphurie. 44. z. Neuster Verlag von F. C.W. VOGEL in Leipzig, Schillerstr. 8. 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Roborat ist vegeta- bilischen Ursprungs, und der von keinem andern Nährmittel erreichte bedeutende ealorische Wert sowie das hohe Maass der Resorbierbarkeit desselben*), wie er übereinstimmend bisher von allen Seiten festgestellt wurde, hat die dogmatische Auf- fassung von der Geringerwertigkeit des vegetabilischen Proteins gegenüber dem animalischen endgiltig beseitigt. Roborat, ein ungemein feines, appetitliches, weisses Pulver, ist lbslich und auch darin dem sandigen Tropon, dem es in dem billigen Preise gleichsteht, überlegen; es ist ferner geschmacklos und die Kranken ziehen es allen andern Präparaten auf die Dauer vor. Roborat ist das erste und einzige Eiweissnährmittel, welches aus wirklich nativem oder genuinem Eiweiss besteht, ebenso wie es das einzige ist, welches bezüglich etwaigen Bak- teriengehaltes absolutes Vertrauen verdient. Die Darmfäulnis ist bei Roboratnahrung erheblich geringer wie bei andern Eiweiss- präparaten. Roborat erzeugt weder Durchfall noch Verstopfung; dennoch wurde mehrfach die auffallende Beobachtung gemacht, dass bislang erfolglos behandelte chronische Diarrhoen nach Roboratgebrauch sistierten. Die Bildung der Harnsäure wird durch Roborat stark eingeschränkt, der Säuregrad des Harns nimmt zu. Die roten Blutkörperchen lassen bei Darreichung von Roborat eine rapide Vermehrung erkennen, der Tonus des Nervensystems sowie der Appetit erfahren eine auffallende Steigerung. Wahrscheinlich hängen diese Erscheinungen mit dem nicht unerheblichen Gehalte des Roborats an Lecithin zu- sammen, jener organischen Phosphor Verbindung, welche nach neueren Untersuchungen auf Wachstum, Blutbildung, Stoff- umsatz, Zellerneuerung einen fördernden Einfluss ausüben soll. Die besonderen Indicationen des Roborats — die allgemeinen teilt es mit den gewöhnlichen Eiweisspräparaten — ergeben sich aus dem Gesagten für den Arzt von selbst. Roborat ist durch die Apotheken etc. zu beziehen. — _ . . , . 100 gr. 250 gr. 500 gr. Ongmalpre.se M _ 60 M. L40. -jrpT Man hüte sich vor Verwechselung des Roborats mit Präparaten ähnlich klingenden Namens. Litteratur und Proben kostenlos durch Nährmittelwerke H. Niemöller, Gütersloh (Nr. 31). Tropon z. B. wird um ca. 25% schlechter ausgenutzt.