*>*. *>L" -V .•V,- „.. ' «NjP^' /* • . •'■!' JK' f. &'■ %J6 NATIONAL LIBRARY OF MEDICINE ^ y4 Bethesda, Maryland ■;-r— - ;. • \ J,<\ * \ r ^—mm^mv- h. I worin entfalten He Sattutta uitl) #$v fOWöf ate ineßtanf Reiten unt>&eifo«9$witfcf 1- See Spfetfa IL 5)e$ 5Rm&trief>e$/ Hi. See <5d)aafe, iv, S)er. ©djwetne; im& V. Set: ©änfe tm£> {fön& ■' ■....... - 2(ii$ i>en ©cjjriften ber 6ero4(jrte|Ien QSiefc&ertfe/ unt) Derer welche bie QSiefouc&t getrieben tinö fcefc&riefcen fjaben/ roit3(e$ jufammen getragen; • ttnS 3«m Sltfsemrinen 2Ru$en, befonbertf aber jum ©ebraud) be£ £anbmann$ § $u finton 6et) ^enrtd? fcHtlfer/ in ber Smtfctitfrafi'e» 177^ m M..,r tx< ''..■^•Ä. .1^- f.':V V-" •;3.: ^ ■ -.-'■-•. . /.° ,"r 1 ••' ,. .....*„ #Y*' • * " .- ". ... ' . '/! ♦ ..»{:: ■ ■ v.» -Vi;. . <%... ■'••'/ .1 in;;;:.;.; J /.1 f.-' \V t j -t ; | & )*( & & "* & & & & ^ g 3 n n M t t 6er in tiefem Strstteo*95ucf) bejtnMic&ett $fcaterieit; i. SSort Un Wabe*. ^\orrebe — — ©eife st 5JC SSerjeidjnig berUlbun — ~ 3 r^*7 (Erinnerung an ctte tRo$wtettt — 4 53on (Srlenntnifr-suttf ^Pfßrt>e/ *&."■■ — 7 5öie man ein-^Jferb befleißigen unb faufen foU io €rfennfnf0 ber ^ferbe am 21Werr jc. — ii SBie frort) eitHPferb »aefofe *. — — 12 Sßenn unb wie man t>ie SPfcrbe jufafien fott 15 ©oti gttfterung ber «JJferbe — ■ • — 16 $on Dem Vffrfof©taU. ■ — — 17 ©on 3B«rtung ber 3)ferbe — — 18 SJom SBiftyen unb- ©triegdn ber $fefbe, *c. 22 2Iufftfcen auf Die $ferbe unb Reiten, *c- 25 SBie eti» geritten^ SRof gefjalfen »erben fett 27 Ston ber f ferbe Ärantfreiren, unb berer J^eifttttg 23 Storo ß*t>f»e&, (Srfdlfung unD böfen 2togen 29 Ston ber ß*pffeucf)e ber 95ofle — — 3t SXofcigfeit ber ?Jferbe — — 3 c £auptmübung ober £aupf&ertt>irrtmg 32 SÄbtgfeirober 2£unben am £a«pf — 32 *en* gett i?> 9J**gcn, *«, — — „. 33 * €1« X>on Den Pferfcem Cinpgetttpagrffiripferbe — — 35 €irt Stogeritpaffer für e$MinDefe ^ferbe — 36 §ur flattern in 3Iugen — — 37 Nobe ©eficfye — — — 37 $lh$t0&ft ber fljferbe — — 37 trieföibe unb rinnenbe Slugen — 38 gefdfaollenen $al$ . — — 38 €ine fofUiefa aBunpfalbe für allerlc» ©«brechen bUm, unb Ärippcnbeiffcr ftnb 44 2fon ber geif^ — — — 45 ber ©auen — — 47 S*cn 6cf)ärbocfän einem IRöftU erfenncn — 49 S3on Den ©iecfjtagen Deö SKagenS — — 50 gebrüdften unD anbccn btfd)&bi&ttn $ferbcn 50 gür (bin? t>er»unb«te tyferbe — —' 55 2Barmer im 9iK 59 "in £ränt£ir bit OBürme — — 59 Senn einem <&en 9* gßenn ein «Pferb ein 25ein ent$»en gebrochen Jat 92 SBenn ein ®aul bic Steine ofcer fonfl ftcj> Perfct)Iag,cn 9? ©ort bem Slnge&uf, ®«g«n&uf unb gnfftamg ; 94 gür Äernfc&njinDen — — ' . — 95 ßern$ie&cn — — — Jg tfern (rcfffcc&en — 9* 3u Piel fernen ---- 97 SJailct) ■" " ^ <§o(jlen abjte&en -— Ä 97 SBenn ein ko$ Die Sohlen mc&t (loffen »1« 97 gür gußl6d)er*SRdube ---- 97 bofe güffe ---- ?8 Söenn ein «Ktf ffetfjff ---- r ,99 Sa? ein $ferD nid>t feif »erbe, wenn man reifer io* Senn man reifet, ba$ ein «Ko0 aBejcit mut&ig fe» 102 Qßenn ficb, ein $ferb im tfreuj »epe gctfcan bat 102 gür furjen^bem ober Äeic&en Der «feebe io| &ie man ertennen fan, »enn ein «Äofl bejaufcrf ijt 105 Sßcnn ein VferD Der ©cDlag rühret i°S SBenn man ein Wferb inS ©ra$ jagen »ißf, Da* fteif geritten i(!, »ie Da* foO unD mufj Ratten »erDen 106 ©nem «PferD eine Söldffe Porn am Äopf ju machen 107 einem SferD braune J&äare ju machen 10» §inem # ferb einen fc&warjen gu0 ju machen 10$ «in 9tp|rotb su färben #g — ^<* Von ben Pfcrfceit. gjfcrbe fo ftc& geftoffen------------------ "° fo 0c|ü)o|fen »orDen ---- «° fa im Öiücfen gebrochen ftnb —— lX0 n.J8on t>em 9ttnt>»iel)- Ofjorrebe - "3 fü 23er»a&rijng&2D »erfangen ober perffopft ifi 129 tür Dep ©cfjcfmen oDer fdj)en ijmfafl ---- 130 5o ein'S5ieD hiebt freffen lan ----- 13p föo Dem SSiep bit £d()ne »acfeln ---- 130 jftür b\t SBürmc auf Der jungen -— 131 Die Uebcrbeine ' —— ---- 131 ©0 einem S3iefc tin ©lieb fefowinbet —- 131 ©0 tin 2Sieb öer&ert oDer bergiftet »irb 131 gür Die Broten ---- ---- 132 Waß Den $üpeh nü&lid) if! oor Der 3eit e(je fle falben 132 SBenn eine $u& fdlbert ---- ---- 132 SSenn «ine #h& nfc^t fäfbern fan ----- 131 SBenn, Von btm ItinbvUfy. gBenn ffft-ctn Unrath unter Dem $d(bern jutrdgf 133 gur Den ©chiier an (gutern ---- 134 Sßenn eine 4tub Die «JDiilcl)Perlieret ---- 134 QBcnn eine $up bejaubert »irD ---- 134 SBenn eine $u& nicht t>icl «SKÜclj gibt ---- 134 Dafceine $u(j nicht Per»erfen foU ---- 135 ©•Daö35ier) Davonlaufen pat ---- 135 ©0 «m SSieb-öon einem giftigen £(jier Pcrlefcet tpirD 135 gür Die Aarnwinbe---- ---- 135 Diedpel ---- -— 136 ©0 ein Söiefc Den 3ntrucLt>erf jeref —- 136 gür bit Saufe -*- ---- 136 StQenn ein SÄinD födbigt i(l ---- 136 Sßenn ein SXinD huflet ---- —— 136 gür £ungen«gdulung ---- ---- 137 SOerrenfung in einem gufji oDcr ©lieD 137 ©0 tin SSiep pinft —.— ---- 137 SBcnn ein ÜJinD Die «JCBürmer beiffen ---- 137 3>afj Die Bremen baß 23ieh, nicht beiflfen 137 gür baß Äopfmefc De$ 3linDPieb,$ ---- 138 • bofe 2Jugen - •.---- ^— 138 Die gcCLin Slugen----- . 138 S8on €at$arrcn Der $üpc oDer Dchfen 138 «ißartung. unD gütterung be$ 0ftnDPie(j6 139 Sßartung Der xüfyt, »enn fte belaufen, ftnb 144 9&aß man bm $ühen geben foll »enn f!e falben 144 SBaS man ipnen geben foH »enn fte gcfalbet 145: U$on Wartung unb gütterung Der £>chfen 145 £ßie man jDc&fen mäften foU - ---- 147 in. SSort t>en gc&aafcn. CftorreDe ----. —- . x49 ?ü 3Son.2Bartung unD gütterung Der ©c&aafe 150 SBon gütterung Der Kammer ---- 155 ♦ Den @chaaf|Mu"en ----,• ---- 15p feie man bit ©cpaafe rodffcn fott -— 157 mit man viele unD gcfunDe ©cpaafe er&alten fan 157 5Bennein©<*aafaufffd|jtg»irD ----■ 158 «USenn ein 0ch,aaf ploglich, franf tpirD W Störo ©efötpellen Der ©c&aafe ---- *5$ Von bm ©<#aaft fdfMtt rtieDcrfaHen ---- 160 IBenn Die ©cpaafe jitrera unD blofen ---- 161 IJon Den Äropfcn oDer ÄaDertt ---- 161 SSotn Anbruch -,— ---- <4ti6i 9?o$ ©Der ©djnöbigfcit —— * 162 Sümtpiffen Der ®d)aafe ---- 162 «Ben Die ©epaafe an Der feber faulen, unD tili &uflen 162 Sßenn Die ©chaafr Die <£geln paben ----*• 163 SEBenn fich-Die ©chaaf* oDer Säumer perunreinigen 163 SSon toOen ©cpatrfen ---- ---- 163 btn ©cfyaafen/ bit man Araber nennt 164 ©chdbijfett unD ©cfrarf Der ©chaafe 164 gür $ocfen unb flattern Der ©c&aafe ---- 165 Die gdule Der ©fyiafe ---- 166 Die ©allen ---- ---- 166 bit &mgen»ürroer ---- *66 baß «jRorifcfJ .. ---- ---- 166 Da$3>rabcn ---- ---- 167 Die 2)armgie&t ---- 187 Den £uf?en ---- ---- 167 Den Unftot(> ---- 1$ Die gefte an btn 9/ugen ---- 167 Sdujl oDer £oijbocfe ---- —- 167 baß gieber---- ---- 168 Die 2Bürmc im Ztibt ---- 168 «Penn tin ©cfraaf fiep ro& gerieben \>at 16g SBerlefcung Der ©cpaafe in Der ©onnenpifce 168 9ßon fcb»erem 2/tpem ---- -loci Der ftingenfudjt---- ---- 169 5Benn cm ©cbaaf ein 55ein bricht ---- * 169 S5on b&fen glechtcn an sjDWulern ---- 169 SBeiin Die ©cpaafe ©eföwfire haben ---- 169 «JBenn Den ©chaafen Der &ib auflauft ---- 1^0 5B«nn cm ©chaaf cinm Sgel Perfcplurft f>at 170 £me 3/rjencp, Den ©d)aaf«n Dienlich für aflcrle» tftanT&eitcn -— ---- 170 IV. #0» iv. ggon ten ©feinen. ftlom ©ift entleDigen ---- ---- ^, <%J Sßrdune an Den ©ch»einen ---- i7I 3)a§ bit ©cb,»eine Den $5ranD nicht befommen 172 SDie ©cfttpeine ju bewahren, Da| fit nic&t fterben 172 gur baß SXanf&orn ---- ---- I7J DicSPfinnen ---- ---- {7\ 3)aS frechen ju Pertreiben ---- I7j 3)en on einem toücn £unD gebiffen 175 SBenn ©chwetne Drüfen unD fich reinigen 17« S3on Der £ungenfucht ---- ---- i75 gür Äranf&citen Der ©d)»*ine---- i7c bit Um --- --- i7\ SEBenn ©cf)»eine SBJolföjä&ne Mm —~ 176 ©c&weine baß ganje 3a&r gefunD ju erhalten 176 v. sson ®änfen unfc Jpünetn, Qipp Der ©dnfe ---- —— 177 *j ©dnfe fo pon «OJücfen gebiffen »erDen 177 Saufe »on Den ©dnfen »egjubringen ---- 177 «Bie man junge ©dnfe »arten unD aufbringen foß 178 SBie man ©dnfe füttern foO ---- 186 |©ie man Die ©dnfe mdfien fbd ---- 181 "}ür Den %ipp Der £üner —— 182 ininern bit Hüft ju Pertreiben ---- 18? \üt baß durchlaufen Der £üner ---- 183 Jon Den bofen 9lugcn Der JjSüner ---- 183 SÜBenn Jfmner bit (Eper ffoflTcn, oDer SEBinDeper fegen 184 SDafj bk J^üner viel üner mdfien fott — 1*4 ^^!ss^^^^s^^^^;^^©^j§5 QSonntterung fceS £et;au$gebet& til bitftß SSiep» Ölrjncp* #ucp atf« ©Triften, bit in »erfcpieDcnen ©eutfchen «JÖiunDarten abgefaßt* ftnb, jufammen getragen tftj fo mochten »ohj Warnen oon 2lr$nepmitfeln, Kräutern, k. batin borfom* men, bit nicht ein jeDcr5)eutfch,er öerftepef, fo unbefann* einem ©aepftn, Jtim Krempel, Der SJJame 2öecf p olbe* oDer &ecfpof-Der ijt, fo unDeutfcp f fingt einem ©ch»eijer bepnafje baß SBort SBachholber. 3n fof< ehern galt/ »enn jemanb bit tarnen Der Kräuter eine«! 9iecept£ niept t»opl oerftepet, fo fan er fiep ein anDerä »dplen, inDem faß allemal PerfcfyieDene Derfefbcn, ja bisweilen 4 oDer 5 ängefü&rf ftnD. 60 befuiben fich auch, äberDiä fchon oiele tarnen unD93efcb,reibungen Der kram ttt in Dem 9)f)iJaDdppifcben ©rfenber, unb man »irb fünftig Deren noep me&r Darin liefern, nicht nur Skuffcp, fonbern auch (Snglifcb,, fonberlich folcpe bU in Diefem 2?ucp Dorfommen. ©er Unterricht Pon SBeöanDfang, Sßartung un.D Pflege btß Sßitbtß ift bollfommen fo notpig unD nü&licp alß bit S&efchreibung Der 2ir$nepmitfeln, totil Durch bit rechte SBartung unD Pflege btß SQitbtß, felbigetf, unter gottfi* ehern ©egen, bor 5?ranf beiten benw&ret »irb, unD einfolg* lieh feinet Surircnö braucht. ginbet Die gegenwärtige 2ln$gabe bitfcß 33ie&*2lr jneo* S?ucpö eine gutige-Sfufna&me, fo machte Dem fiHiblico mit Der Seit noeft tttvaß pollf omrnenerä Pon Der Sfrt geliefert tperDen. ^^^^©^^g^g^^SCS®^ 9&0&1* 38 S$of)keihgertcfjtete£ 8tjnc04B-ftc&'U'ttf/ n>iDer Die Ar anf b eitert Der 3lu«ben ienft Deöfgetneinm sö?anne$, mfonDerheif fmr U ' Die mbleutu btvauß gegeben.__________a »hilaDelphia, <^r»cft unb $u tfnben bep £enrö& *9 mütvi hm^^tmm^ *77i> f. I. $ 0 t t t D t. gSrunßtger Heber lefer l ßt$ if! wegen fees ©ferb** fo fonf! ein fiat^ ^ feö Jbter ift, unb auf bteferti uotflebeti* ben TitnUS&lattkin, mit feinen 3abten ab* gebifbet flehet/ ju roifien/ baß eö gefd)e&en um 60 Slbern t>or*ufMen, tmb bei) einer {eben ausbeuten, xu was für SBänael/ ©eucben ober S?ranfbeiten fo(d)e ju fd)fa^ sennot&t&wiebenn ein erfabwerScbmibt ober 3>ferbe<3rxt wirb wijfen jtworberfl btö 3>ferb ju pureren, tmb innetfid)e Sd^neoen 51t bräueben/ baß ßernaej) bie ba* ju notbuje Siber eröffnet werbe. SöoIjkmaeric&feteS SMS I. Capitef. X)er$etcl)mßt>er2(&ern, wofcm tue Saufen votb \fen, ant> in was für Äranf beit fol4?e ja fcplagen- & ß? §t(Hid&/ für ©d&äbigfett, ober Üfaube. w *X? 2- 8S3Hbem gittradjt 3* Sluöbrucbe. 4, aüsUBU* £)aä grdfit* ot>er gronbrecfjen. f. ®e« fd&n>u{(l unter Dem ©atteL 6» Offener (^c&abe. 7. teufen. 8.©pecfWf|]9. 9. 9#anDek©efebn>ai* unD Die 2lDer |ur Sung unD £eber. 10. geifef, ©trangmona/ODeröefc^woIIener^lunDtii^ genfpatr. 12. 2iugenflecM 13.5lus|lafl. i4.3?& tfgreit ober sölurbtg. 1 f. <2rfa(tun0 De* Raupte, i$.^u$betffenDer2£urm- 17. ©elf»**. '8.3er* (lochen @tul. 19. Offene, faule oDer UJunbe^ium 20,5lber jur £ung ju (äffen, für Die 8r4uni über unD unter Dergunfle. 21. S)urrn>ar$, 22, ^rofcö im Sflauf- 23» S)ie 3*ug*2H>cr. 24. 2öenpun$ bc*Q$ufl* af. ©tftwnbung. 26. 9ö8ttiDuim De| £(aa& 27.Ueberbeitu 28. £>ie »orbere @#ranrV SlDcr. 25. 2inret*ung. 30. Sie »orDere innere Qfrerthetl. 31. 2öenn Datf Otter auebnc&t. 32. 3tvan9(?uftcj. 33» 2£anDI?uf. H'€j^f1ß % 4 * fSftmb. 3r- #omfluft* 36. ©ölen anwiesen. 37. 3väd)i0fett. 38. geig*2öar$. 35>. ©tatt(>ufig» 40. #orn*©d)Wt»Dürig. 41. ©erpenin, 42. ie (Strupfen, f3. gifrelmangel, j-4- 9WuDig*gtftel. ff. 3GBäjfer*©all. f6. 2lufc .»enDige Änogfwarjen. $7. glenbugig. r8. Ö^er* iuefung ber ©pan*2lDer. f 9, gdule Detf @c|)watfc je& 60. ©cbdlugfett btß ©ebwanjed. £)a$ II. (Sapitef. getreue >£rtnnetunc$ an alle Rofttoävttv oöer Äned^,, flfm »ertfdnbiger ober befebeibener $md)t, weldjer V feinem £errn treufieb *u Dienen begehret, mug ben^ferben, wegen »telfdltiger Sttübe fo er mit fbnen \)atf nicf>f fejnb werben, fonbern fte alfo ge> roobnen, bafj auf fein freunblid) gufpreeben, ©e* fcf>ren, ober ©pifcrutben unb $eitfcben<5Uang, ^ Sterbe mel>r geben unb geborgen, alß wenn er fte graufarh fcbldgt, poltert, ober mit ©ewalt treiben Jnug., @r fpü fte aueb mit feiner grSffern unD febwe* lern Arbeit uberlaDen, alt fit erleiDen, erlaufen, $>Der crateben lonnen, unD ftdj hierin fonDerfid) ei* m jtben $ferbe? ©tdrfe bepjetren befannt ma* eben, uni> jufebauen, wenn eö »oüige Arbeit tl)ur, ba$ eß auef) üollig (>art gutter befermmt, wiDrigen* faltö, wo bep ftarfer oDer tdglicber Arbeit, ein Q3ferD mcbtwoüfommlicbetf gutter befommf, »ermattet tß, pp fc&rumpfen tym t>H ©Mrm aufammen, bah t?o wo e$ fjernacb einmal überfüttert wirb, tß babtn ftirbt. 2lucb foll er Die ^ferDe 2ßinter$ alle ®lw .gen, im beiffen ©ommer aber q^'Sagea jweomal frrtegeln, unD faubcr balten unD trdnfen. @r foll ftd) aud) nacb Dem gutter, wenn fte fcbon etlicbec maffen erfebnoben unD autfgerubet baben, rtcbtent gur ©ommet^cit foü er innert Die gütterung rein baltw, fclbige oft,tß mit frifebem Q3runm waffer wafeben, wenn fte aber einen gu§ »ertreten • f)aben, fein eigen warm ^runswaffer nebmen, unD Darum fcblagen. ©o oft Die ^ferDe ermüDet • unD erfyifcet worDen, foll et Deä $?acbt$ Äübmiff in Den #uf etnfcblagen, unD ibnen baß tylaul mit Söeinelng unb ©alj auswaren, welches fojtöp jicb bienet wenn fte ftcb überfreffen baben. (Srfoü Den ^ferben weber Jpeu, ©trob noeb Corner »or* febütten, er habt iß Denn fleißig Durcbfcbüttelf, in* Dem öfters Ungejicfer Darunter ft'nD, Dar»on fte f ranf werDen; er foü fein 3vo§ laffen obne £ufl» • eifen geben, fonDem tß alfobalD anzeigen, Daß e$ wieDtr befcblagen werDe; er foü aucb tw&aml* $afdj)e baben, unD Darinnen Jammer, 4?ufeifen, gangen unD ^dgel, Damit er auf Dem 28ege, in Ermangelung einetf ©c&mtefc*, Dem $ferD felbft ein @ifen aufbeften fonne, tok er Denn aucb a«c «ftotb einen ©attel, wo er baß $ferD brücf et, ober @urt unb £a!fw> foll wiffen ju beffew, ynb wie* ,/ Der mit paaren auffüllen; neben bem mu§ ep !. auch ^iffenfebaft baben, wenn ein NferD frnfef, ober an güffen febabbaft wirb, was iT>m mangelt, aucb mufrer Skotung baben, wenn Den hoffen De? £uf wd&fet, Daß er bereiten auegewtvfet wirb, imgleicben wenn bk $ferbe fcifcig geritten, ober j fonft falt fteben, mit einer 2)ecfen fte warm sin becfen, wdre ibm eingoß »om ©cbnee ober ?j\t* gen erfaltet, fbü er ibm 56num (Hracum, ober yimß unter bem gutter ju effen geben. SDie Q3ferDe, welcbe alt fepu, foü er »erwedfjfefa/ unb ein anbertf, welches er »ermeint bem anbern anmutbig m fe»n, an feinen JMa& ftellen. 2)en ptaU foü er im ©ommer atte $age reinigen, unb be$9iac&tf frifebe ©treu machen, naffe ©treu foü er burebauö niebt leiben. SEßenn bk ERoffe niebf junebmen wollen, fonbern mager werben, fo foll er S3onen foeben, unter^ab^r mifcben, unb fte Da/ mit füttern, oDer 4?irfen mit 25onen<$ief)l unD ©ift »ermifeben, unD fte Damit mdften. ®n rec^tfebaffener tfneebt foü fein 35ctt im ^>tall fyabm, Damit wenn ftdfj Die QJferbe loß reiffen unb bti^tn, er ftraftf wehren fan, bamit fte cinanDer niebt ©cbaben t^un. 2>aS 8c&t foü er fleißig im (Btall »erwabren, unb an feinen gefdbrficben Ort fe^en. 5lüe ©dttel, gdume unb anber Dlofcgeua fojnan gebrauebef, foü er abgepufef .im ©tau auf* benfen, bamit, wenn er gdbüngä fatteln unb auf' saunten folte, er balb aM bekamen babe. @r foü ftcb aucb weber »oü faufen, noeb mit £uren »er* mengen, benn, auffer anberm Unglücf, fo l)ierau$ emfh'bef, ein foleber ®efeü bk ^)ferbe (aucMftertf wol u\ einer 9#eife) fcljwcüctunb brücfet. ©tuten unb $?auftbiere foü er niebtiu anbern ^ferben ftei(en,aucb, wo m6g(icb,abfonber(icb axbdtm unb feiten laffen. ^mglcicben, bk preftbtfte, franfe pbtx »errenfte^ferbe/ ober biebagebruert ftnb/ foü er/ tx, wo moglicb, »on anbern $ferben abfonbern. £)atf befte gutter für bk $ferbe ift £aber, unb je »oüfommener folcber, je mebr fan man#erferling mit untermengen, fo man aber au*s *ftotb üvocf en füttern muß, foü er nur ben britten $b*il fo tnef, alß er fonft #aber pflegt $u füttern, nebmen, tß bk ^acbt »orber mit £Baffer wol)l queüen, wo er baß nicbt tfjut, quiüet tß ben Werben ju ftarf in £ei* betn, machet ibnen groffe Sauere, unb jerberften, ober werben faul in Seibern Da»on. SOöenn tixi sjjferb geritten ift, fo nebme man ü)m ©attet unb aUtß ab, unD lafft cß eine ©tunDe auf einer 2Sie* fen, ober im ©anb ftcb f)eruro weisen, ftreiebe t$ Denn mit ber #anb unb feinem eigenen Urin wobt über unb über, biefeö SSeljen befommt ibm fo gut als ein gutter. ■£>a$ III. (Sapitel. Von f£t?enntni$ guter Pferöe, wie aücr) von Sftrbett uitö Anöem itlerfjetdjen. /Jö ftnb aber brei? 5?enmeid>en, Dabep man ein gut V 3to§ erfennen tan. (£rftficbr fkbtt man Die auf* !erlicbe ©eftalt, wenn ein ^3ferD einen feinen ftar* !en Didjten &ib bat, eine feine gleicbmaf)ige #0^7 • Die mit Der Seibe&^roportion fein überein f&mmr, fciemlicb lange ©eiten, feine groffe feulidje hinter* bacfen, »orncn eine ftarfe &riw, ein fün bart gleifcb^ oDer eine« aDcrid&ten ftarfen Setb, unD Dicbte auägebolte Jbufen mit febwarjem #oro, Denn tiaß weiffe £orn ift nicbt Dauerbafttg. Stern/ wenn ein $ferD ein fein f(ein#aupt bat, baß tyxfi gleicbfam bk $aut gar an Dem Qauytfnöfyn fanget, ba$ cä wie £aut unb ®em ift (?at fenrr *§& 8 dS» !urje fpifctge Obren, groffe Slugcn, weite unb breit* Sfafenlocber, eil^n tttfw £a(S, tragt Den £opf fem empor, unD fyat tiefe #aare, einen biefert Q5audv fonDerlicb roenn tß noeb lutig tft, Dürre magere £5eine, unD einen feinen Dicfen ©<#wan$/ Der unten fuglidj) ift. gum anbern, fo ftebet man aucb fein* dufferlicfce ©eberben an, als wenn ein3fa(? fein mutbig unb !übn ift, febttaubet, baf i()m gar ein Dtaucf) au* Der ^afen geljet, ift waefer unD fertig mit ben ©djenfeln, unD »or greuDigfett gar mit Den Qyliv Dem gittern, ftebet nicbt gern fliU, fonDern ftam* pfet immerbar mit Den güffen, unD wenn man e$ aufmuntert, fein febneü unD plofelicb anfallet $u laufen. . , gum ©ritten, ft ftebet man aucb gern nacb ber garbe, Denn barin fan man aucfyt eines *PferbeS ©üte erfennen; ©cfrwarje Dtappen ftnb gerne feef, frecb, mutbig unb fübn, unb tbun eine groffe fc&were Arbeit. 5lIfo aucb ganj rotr>e unb ganj mi^e, bk mögen aucb wol)l arbeiten; griefelt und »iel 2ÖeiffeS barunter gemenget, ftnb freubig unö .faft gut. SOßeiffe ©ebeefen ftnb im gelbe gern un* treu, aber arbeitfam. ©djWarj giriefelt, unb »iel SBeiffeS barunter gemenget, ftnb aucb untreu, (plagen gern um ftclj,' unb geljen bart, aber laufen wobl. ©reiff einem Dtoft in biti ©cr)lunb unb in bie ©urgel, Da ftnb jwei; $mit über einanber, ift bit Unterbaut faft bünne, fo wirb baß, 9voß nicbt gern feift, ftnb fte aber gleich fo werben fte gern ftif, unb ftnb arbeitfam. »£wt #af ent $$rb vkt #aar am 5?opf, unb (jart/ Das wirb gern feift. 3ft ein 9iö| unter bem ©d)wanj eng, bas ifl an Der Arbeit cjut,unD wirb aucb gern feiff, 3(1 ein Üfoft gegen bem25dcfen mit, ba* Ift ge> «Älicb hart, unb frältftcb nicbt wobl imgaum; 3(t es fur$ unter ben Slugetf, fdff murret, unb »iel $u bart, Das lagt ftd) nidjt gern galten, Spat es ein fpüjigetf Söcin wiftfytn btn Ofjrert unter ber #aur> bas lauft gew6ljnfic$ bafb/ aber tk find) unb breit feon, ft'rtb frag, (£in Üto§ mit fptfcrgen Of)ten iftfreubiger/ bennf Die mit ben fang*bangenben Obren. &at es einen langen Dünnen $a\$} urtb ift itt btn ©eitert gefdjwoüen, ba* lauft balSL ©cbet ein <))ferb $übif# oöerSXebifcb mit bett Wintern deinen, baß ift treu/ geneigt ju fpringen/ unb lauft gefcbvwnD unb balb. ©oeinifKoft je^ret, unb geljefif)tn basgfeifcp im #inter« faflaus, baS wlrö titdgft gern felft, abtt bit befc^lieffen fauber. - 3 ft:e& bas eiri^fetj) in ber @tf eu mit ben gnffetf wrftdjef, alswoüe es riie&erft^en, baß lauft balb* #ar: ein spfkb&ief $aar atf ben deinen/ unl>; gwffe'gotten an Den geffeln, Das mag woljf arbet> ten, unD ift nicbt gdng $u laufen. ^at ein ^)ferD lange #üflen, unb ift in Der Cetebe weit, unb hinten j>6b« Denn »ornen, bat fauft baibin Die #arr, untn'fl getfet'ät aufiufprm* gen, unb bat guten Ottern. #at es tiefe klugen, unD lang^ngenbe Ofjreft/ Das $ ganj ttätf» ^ ~ ©o ein kt Der bebet, ift gut jur Slrbeit, aber nicbt fcbnell. #at tintyftxb groffe fangen unD furjen #alS, Das liegt bart im gaum,.unb Drücfet bart. Magere Q3fert>e reite, nicbt tiefer ins SBaffer als biß an Den löaucb, Denn fo ibm Der£5aucb erfal* tet, mag es nicbt junebmen, unD jittert gar, unD xok wobl es ibm tbut in Den baffen $agen, fo nehmen fte Docb nicbt ju. 5lber feifte Dvoffe fcbwem* me tief, fo oft Du in Das 2Baffer reiteft, »on Der ©lieber-wegen, fo werben fte Da»on nicbt feift, be* galten ganj guten £eib* SteS IV. Kapitel. XVk manetit; Pferb beflcfytigen unb kaufen foll. (Jin #duS»ater foü in feiner *ftabrung immer V nacb jung QJieb, unb fo aucb nacb einem juri* gen; ^ferbe, trgcbten, unb alfo neben bem alten immer junges SÖieb aufjie&en. - $Benn man ein Diofi faufen Witt, fo befefje man erft feine dufferlicbe Q^tfialt, wie.im »orl>ergeben* t>enCa^!te( iftgemelbetworben, ^Darauf laj? man e£ etliche mal bin unb ber reiten, ba$ man ftebet, ob'eS aü$ in ©cbenfelnricbtigunb mcbt labm fe», man lafie es feftfecbt gel?en#unb la$ es ein* ober &me»mal traben, unb feine $unft beweifen mß es gelernet bat, man laffe es etliche mal gefcbwinb taufen, unb febe ob es bauerbaftig, fcbmacljtig, fei* tbentyjoberfonften fcbaDbaft ift, unD befebe Die4bu* fm, ob fte aucij gut feon, Die gunge, ob fte aucb ■ -; (ocberig ; löcherig ober rein fe». Wflan meffebie^eänbent »orber tytil, obs aucb mit btn anberhfeineh Dvof* fen öleicbe^)6be bat. ■>.-..•* 28enn man aucb iix\ $oß bereiten lagt, fo ftebet man im ©ang ob es überfcbldgj ober-mcb.f, Das ift, ob es mit bem binternguß in ben gujftap'fen btß »orbern guffeS tritt, ober ob es benfelben nicbt gdnjlicb erreicbet, ober ob esibn überleitet, unb barüber txitt, btnn baxan f?aben bie IKoßfäufer aucb »bre fonDerlicbe $enn*unb $fterf$ercben, ob fte gut oDer boS fe»n, ob fte redr>C fertig mit Den ©c|eufe{n fe»n oDer nicbt. ' S)aß V. Qavittl iDte <£rr*entttm£ bee Pferbee am 2llter, unö XTCeti?seichen bavbey. CRJenn ein Dtoß ins Dritte 3abr gebet, fo fcbdubet *® es »orn Die gdbne ab, unD fefcet bteOberjdfyne. SGenn nun wieDer Das 9voß ins »ierte^abr geljer, fcbdubet es gleicbfattS Die gd^ne »orn gar ab, unb fefcet alfofort #acfen Darbe». 3enn nun ein 9vöß Diefe gcidjen bis ins »ierte 3abr gefegt i)at, bebalt Das Stoß Diefe $}erfjetdben bis ins ftebente 3abr. SÖBeiter, wenn bit fteben 3al>re »orbep fe»n, unb Das Dvoft ins acbte gebet, fanget Das $oß an Die fcbwarje »upflein auf Den »6ri>erften gdbnen weg* jufreffen. 28enn es wteber ins neunte 3abr gebet; fo frißt es wieDer »on $we»engdbnen bte fcbwarjen S)üpflein binweg. Unb wenn baß 3voß mS jebente 3abr gebet, fo frißt baß 9Coß bk fcbwarjen £>upf» lein auf ben »orberften gdbnen gar bjnweg, ba$ man es nicbt mebr erfennen fan. 2)tefeS ftnb alfo bk geicben, wobei; man ein 9ioß bit ins jebnte jabr w - 05 2 erfennen. *3 -12 .j#> «lernten fan. Äernaeb fan man nifyt weiter er* fennen, wieaftbqs $o£ ift, es fei, Denn Daß ft* einer auf ein ÜJoßgar wof>l »erftünDe, wb ft'cb ein 3f>nberiicb 9#erfjeteben erfunben bdtfe, welcbeS Dod) iuc$twc*(n%li$ift, <& baben etliche geicben nacb ben bacfen, aber bkftlbt ftnb betrüglkb, mand&tf Werb WaU fptlgige £acfcn bis in? iofte %at)X, ft m man ?)as v;. Kapitel. ' r\, . ~. JP* MM» Pf«* wad?fe, ^tnemjferbe, welkes jwe»3a&rc erreicht fat? **. ■ff«WW m ^Jine nw fanger, fonbern bleiben £er ?3a&rm gewaefo fent ftnb, mac&fet alfotys $fre au^geftanben, ¥.nbba£ £te 3a5r (na# ttwfcfe es ntAt Wber t»dcbfet)porbe» bracht, wieftbü befwben,b«ß »or* gemelbetes^aßricbtig eintreffe, unb be* Werbe* m iudM Wer 0ewa#fen> r ' -Qat VII. Capitel. Wenn unb vdt man bk Pferöe $tilafien fbff. Cftjenn bk *#ferDe in Der grubseit, als etwan um *w Oftern roffen wollen, fo foll man fte »or Dem Sfteuen 9ftonb julaffen, unD Den «Öengft mit Der fömtt ober Goppel bre»mal jufammen laffen. $£enn bk $idbre nacb Dem £cngft fcbldgt, fo ift ibr genug gefcbeben. genier, eint ©tute fo man befpringen laffen will, foü man wobl warten, bepgeit auf Die £BeiDe oDer int ©ras, in weite moftgte 3luen unD Riefen fur>^ vren ober jagen: Dieweil aber moftgter ©runD Den Jjuf febc weicb mad>et, aucb bloDe ©eftcbte, unb .Die ©tuten Söaffer ba»on in bengüffen befotnen, tatl>e icb ju Dem ftetö feucbten ©ebtrge, baß nicbt i;oljigt ift, Denn folfbe W$tibt bk befte; alles fleine unD weicbe ©ras ift beffer für bk ©tuten, Denn • Das lange barte ©ras. £>ie ©tuten folien im balbcn 9)*er$en beftiegen ober befprungen werben, bamit ber 2Öurf unb Geburt übers 3abr um folcbe geit gefcbebe/ ndmlicb wenn baß gelb grünet, unD mit jungem mitbtn ©ratf Die Sötefen bewaebfen, alfo fan Das guüen gute >ftabrung baben, unb ftarf werben, bann eine (Btutt ge&et jwotf $2onat trdebtig. Ob abet bk ©tute einen £engft begebrer, unb brunftig fe», erfebeinet Daraus, wenn ftebfeibige aufbläht, unDgröffer wirD Denn »orf>m, aucb wtrD folcbe »iel ijifciger, will nicbt wobl freffen, unb lau*. fet ibr Die mif[t geuebte aus Dem©eburt^©ltebe.-^ 5hif obbenamte geit foll er Den £engft frub ^or>- öens unb SlbenbS/ ebe man bk ©tute twnfer, *■ fpringen, ^5 14 d& fpringen laffen; unD Docb nicbt langer Den 19 $ag folng, alSDenn, wenn fte Den #engft nicbt mcbr ju# laffen will, foü man Denfclben ganj »on tf>r weg* freuen, bamit Die (gmpfdngniß mit feinem brünfto gen $:oben unb ©teigen nicbt »erbinbert werbe. SDer ©pring^engft foü nicbt jünger Denn Drei) 3al>r fe»n, mag aber wol gebraucbet werDen bis ins 2ofte 3abr« ^ie ©tuten ftnD jwar im erften 3a|>r fruchtbar, aber am beften wenn fte Dreöjdbrig ftnb, im ioten 3a|)r ift feine ^tutt jur gucbt mel;r nüfce, bcnn fte bringen ganj fcbwere, faule unb laffe ^ferbe. ©n £engft, fo »olifßmmlicft gutter befämmt, fan 19 ©tuten genug tbun, fonberlicb wenn man ibn furj »orber mit Srbfen, ©erften unb 2Öicfen füttert, benn ba»on wirb er mutbig unb brünftig, auef) ber ©aamen unb gruc&t :Defto ftdrfer. £ßenn ein #engft nicfjt fpringen Witt, oDer nicbt »ermSglicb ift jü fteigen) fo foll ein ©rallfnecbt Der ©tuten baß ©eburts*©lieb mit einem reinen unD neuen ©cbwamm wifeben, unD Dem #engft Die %fcn Damit beftreieben. $Benn aber Die ©tute ben #engft nicJbt an* nebmen will, fo foü er eine Meerzwiebel jerftoffen, unb Die ^atur.Der Mutter bamit beftreieben, Da»on 4»trD fte brünftig; begebrt man ein güüen »on Diefer aber jener garbe, fo foü man eine Söecf e »on gleid;er garbe Der ©tute jur geit Der Brunft auflegen. 5)ie ©tute, »on welcber man gute güllen ba* fjben wiü, foü unter $wc» unD über aebt 3abr nicbt jfc»n, Denn weil bit MutterpferDe fdlterer 9?atur *$D €omplcriotv alß Die 4?eng#e,. fo werDen fte ; aucb 3& If t» aucfj befto efcer fcbwacb unb blobe. ©ie foll einen fcbonen Ztib unb ©eftaft baben, mit um ben 25aucb unb ©eiten fe»n. ©ie muß jwar wobl gebalten werben, bocb alfo, Daß fit tin wenig mager bkit be, unb ben empfangenen ©aamen befto beffer be* balten fonne. ©ie muß nicbt abgearbeitet fe»n, unb foü man eine ©tute in jwe» 3abren nur ein* mal befpringen ober trdcbtig werben laffen, Damit fte ibr junges gütten Defto beffer erbalten fonne. %Btü Das Mutterpferb tragt, fo foll man eS tt>of;l balten unD fpeifen, feineSwegeS laffen arbei* ten, laufen nocb rennen: Sludjfoll man fte feinen groft nocb ßdlte leiDen laffen, fonDern wenn es entweDer fcbnepet ober regnet, falt unb froftig ift, fo foll man fte im warmen ©tau fo lang einfperren unb innen behalten, biß bit grucbt im Setbe »oll* fommen unb groß werbe. 3S3enn bk &tutt ju frübjeitige gütten, ober un* jeitige, werfen will, fo foll man ibr geftoffen as SM viil. (gapttel. t>ctn Sucterung bn Pferöe. t\9 ein $bier in ber SQBeft, bas fleißig will §H «J wartet fe»n, fo ift es eiu ^ferD; Darum foll ein £err Die£B.ar*ttng feiner 9?offe ^nccbten nicbt aüein »ertrauen, fonbern foü felbfl oft in. btn ©tau fommen, unb befeben wie feinen SKoffen gewartet werbe. £>abero baS'©pricr)wort: SDeS 4?örrn Sttu&t mac&et: bat Dftß fett.. StticbeÄnecbteibanbeln mit bem ©eft'nbe fo baS gutter ausgibt, baß fte für ein ©cbeffel anbmljalb befommen/ bamit fte nur.gute freubige Werbe fcu ben; aber bamit. ift ben ^rbcn nid)t Qtbkmt £>enn wenn fte (jernacb bet>: einem anbern Änecbt Hiebt aucb alfo befommen, ftxnebmen fte ab,: untf werben, bsger unb mager. Man foll ibntn einmal' geben wie baß anbremal, bai fte nicbt »erwobnefl werDen, welcbeSauf befagfeärfc letc&t gefegt, unb folgetbarnacbgrofiÄMü^ biefelbe wiebcw um ju retbt ju bringen. SBill man mit ggnjem Morien, füttern,, fei rauft man tf;n juoor in Gaffer queEen, fouflflerbett fte ba»pn. SDeßgleic&en- muß, man' aucb mit ber ganzen ©erften tbun. : Slbfonberlicb aber fefje ft$ tin ©eftnbe wobl; »or, bafi eS ben $ferben baS ©erftenmaffer, baß. auf©erßen-gegoffen gewefen ift/ nicbt ju trinfen gebe, benn eS »erurfaebt ben Werben ben $ob... 3nber€rnbte^eit werben biefpferbe »on grofft*: #ifce unD 5leler^rbeit am aüermagerftem barum tft fftnberiicb not^tg/ bü& man ftejur felbigen geit mifs bt$t>warte, unb ifcnen Äorn'su ejjm gebe/. unb %k ii e* (mb ft'cbeö ^acbts in ben ©tauen fein luftig utt8 fübl halte, jur felbigen geit ftnb iljnen bk liefen fejjr gur, wenn man bk £Stcfem©arben mitSEDaf* fer begeußt, uuD legt fte Den WerDen in bieSKeffe. Man foll aucb ben Werben bisweilen bürre^Ser* v muti) mit ©a!j \\x effen geben, baß ift ibnen gut, unb fte gebeiben wol)l Dar»on. Stern, wenn Die Süßere mutb im grübfing blübet> unb man fte Den Werber* mit £unbtrabe im gutter gibt, purgiert fte. ^flan muß aucb mit bem güttern, wenn bk Wer* be ftiüe fteben, eine feine gute Orbnung balten, unö ibnen nicbt balb wieber einfebütten ober »ortegen, fonbern man füttert fte ab, grüfo auf Den tiflittaa* unD SlbenöS, wenn fte geffen baben, laßt man fte fte» ben, reitet fte bisweilen ins Gaffer, bisweifen fpafe jieren ins gelb, benn es ibnen nicbt gut ift Daß fte immer ftiüe fteben; »om £eu werben fte matt, bat* um leget manS ibnen am meiften btß Waifytß »or, btß ?agS abtt, wenn fte arbeiten fotten, ifts ibnetf beffer, wenn man il>nen .£>erel mit ©trofc gibt.' Man bdlt aucb »iel Da»on, wenn man ftinfenDe giegenboef e in ben WerD*@täflen bat: 3)enn »Ott Dem ©erueb fotten ftewo(>l junebmem UnD ift wobt ju glauben, Daß eS aucb ein gutes Ovecept ift wtDer etlicbe fonDerlicbe ßranfbeiten Der WerDe. Unt> fonberlicb wenn totf^fetb mit groffer 95ef(*»er* liebfeit barnen7 ober.baS SSBaffer laffen fan. 5lber Leiber, bk if)xt geit baben, fotten bert Q3ferben nicbt ju nafc fommen. $>aS IX. aß X. gavittl Von Wartung btv Pferöe. efSaS fcoebfte unb »ornebmfte ift be» ben Wer* ^ ben bie Wartung, bau fte alfo gewartet wer* ben, bafi fit nicbt allein werDen erbalfen, fonbern aucf> amgleifcbunbMutlj waebfen unb junebmen. 2ln alten Werben ift atte Wartung umfonft unb »ergebend wenn man ibnen aucb baSaüerbefte gut* ter gebe, fo fyiiftß ibnen bocb nicbt, fte nehmen nicbt Su, werben aucb nid)t munterer unb luftiger. 5lber junge Q3ferDe nebmen ju, unb werben aucb luftig, waefer unb frifdv t»enn fte gut gutter befommen. &>ie erfte unb befte (Zur unb Wartung ber Werbe ift baß ©emütlj btß &nedj>ts, benn Ijat er btc Werbe lieb, fo gebeiben fte wofyf, unb geben ibm aucb wobl/ aucb be» fcblecbtem geringen gutter, benn ein Werb ift gar ein liftig unb f lug tykx, tß mi§ unb merf ts gar eigentlid) wennS einer lieb bat, unb wenn ibm einer feinb ift. $but ibm einer feine ©ewalt mit ©cblagen, Ueberlabung, bofer Wartung, unb ber* gleicben^fonbern tr>ut ibm »ielmebr alles Siebs unD ©uts, fo fyatß ihn wieber lieb, unD tr>ut gern was ü)tn lieb ift, unD mß er »on il>m begebret. £)arnadb fo muß er ibm aucb alles ©uteS tbun, unD muß abfcbaffen, xcaß ibm juwiber ift, als ^)un* ger, SDurft, naffe ©treu, unD Dergleieben. SÖenn ibm im ©ommer beiß ift, fo muß erS füblen, Die gliegen unD Bremen »on ibm treiben. 3nt SÖBin* ter muß erS fein warm balten, unD muß es ftrie* geln an Dem Ort ba tß il>m wobl tbut, fonberlidr) »ornen an Dcr©tirn; muß ibmpfeiffen, unDwenS jornig ift, mit guten Porten unD freunDlicben ©e* berDen, unD nicbt mit Ungeftümigf eit unb ©cblä* gen, wieDerum »erfobnen. gerner, wennS einer mit feiner freunblidjen/ fieblicben £anblung unD ©uttbaten fo weit ge* braebt, Daß tß ibn lieb bat, unD freuet ftcb/ wennS ibn ftebet unD boret, unD ift ibm lieb unD angenehm wenn er tß ftriegelt, fo muß er fleißig Dabin febe» Daß erS nicbt bart erjornet, unD il>m mit Dem ge* ringften nicbt juwiber fe»n ober tbun, fonDerlicb aber »erbreußt fte es fjarr, wenn man fte jaumeu will, unb ba er trofciglicb 5« *m 9eW' unD'&m mit ©ewalt mit bem ®fen auf bte gabne fiofet, ober auf Den gdbnen fte bart febeuret, unD tbm ber* »ach Den gaum mit ©ewalt über Den ßopf ftretebet. v dz 2)arnacl> % 29 # 5DarnadM{>e man auffujt, fo fielen junge ^ferba iiiifyt gern ftitt, fte woücn lieber fort auf Den SÖ3eg, JbnDerlicb wenn anDere Werbe mebr »orbanbeu epn, mit benen fte gern fort wdrcn, wenn man fte fca »iel fcblagen unb uberpolDern will, baß fte fhtt fte&en fotten^ fo tfyut man bem $bier groffe ©ewalt. 93orS dritte, fo tfyut man ibnen aucb mit bem Stuften mk, wenn man auf ber grDen ftel)ct, unb in ben fetegreif tritt, unDficb barnacb lang* fgm binauf wirft auf btn &atitl SSBeil ftcb nun bk Werbe fonberlicb gegen benen gdumen ftreuben, unb berfelben &tb\^ nicbt gerne in ben Munb nebmen woHen, Die ibnen nicbt ge* reebt ftnD; fo foll man fte aucb rhtt Den ©poren unD Witfcben jufrieDen laffen, unD nicbt in fte wü* ten unb toben, fonft »erberbet man fte gar, benn man muß Werbe Rieben unb regieren wk bk 5\in* Der, fo gebeipen unb geraden fte wobl* &)t man aber ein WerD f^tUlt ober jdumet, muß es ju»or wo&l gefcbrapet, gewifc(>t unD ge* fdmmet fe»n. JJber gute mutige Üvoffe foll man nicbt lt\d>t er* fdbrecfen, unD iljnen etwas plo^licb oDer un»erfe* $ens laffen »ojfommenr Das fte perturbirt unD un* luftig macbet; 3)enn Daburcb wirD mancbes 3foß 0ar toll unD wilD gemacht, Daß man tß Darnach fitcbt wobl reiten unD braueben fan. Sa ftcj)S aucb ^twan im Reiten jutrüge, Daß tin fKoß febeu wdre, unD ftcb »or ttxoaß mtfättr alß wenn ungefejjr ttwat am 28eg lieget, ober wenn Der SEßinb in einen Q3aum gebt, unb berfeibe an* fdbet ju raufeben, fo fpringet manches Oioß gdbltng lurücf, ober auf bk <&tiuf ober ftefeet balb ftitt, unb wegert *9 « # fregert ftd> fortzugeben, ^kaud)bitmikn gefcbicbt wenn ein SM)r loSgefcboffen wirb, ober wenn man anfdngt gdbling eine Trommel ju fcblagen, ober mß Dergleichen mebr fe»n fan, fo muß ftcb ein Leiter ober gubrmann Des gornS entbalten, auf Das Weib nicbt fragen, fteeben, wüten unD toben, Denn je mebr ^raurigfeir man t'bm in berfelben gurebt »orbringet, befto beftiger wirDS beftürjt, unD erfebrteft bernacb Defto mef)r, wenn ibm Der* gleicben wieDer »orfommt, »iel beffer ifiß, wenn man in Den ©tall fommt, man fpreebe ibnen fein freunblicb ju, ftreicbe fte mit Der #anD, unb gebe ibnen gute SiÖorte, fo werDen fte fein fanftmütbig; fhüeunD frorh, unD laffen gern mit ibnen banDeln. gerner, Das gutter, baß man einem Werbe gibt, muß fein faubtx unD rem fe»n/ wk Denn aucb alfer §ranf. Sbenn ein Werb ift »on $?atur tin reines tykr, unD ift aller Unfauberfeit fetnD unD gram, je reiner man Das Q3fcrD mit wifeben, fpeifen, trdn? fen unD «nDern ©acben balten fan, je lieber ifiß ibm, unD je beffer geDei'bet unD nimmt es aucb 8«- Sbarum wenn man ibm ein #abcr*gutrcr »orge* ben Witt, fo febwinge man allen ©raub, fepreu unD alle anDere ©acben ju»or fem heraus, lefe alle ieimfloffet^Mdufe* unD Övatten^SDrecf, #ünernmD ©perlingS^otb, knoten, unD anDere fdr>dDltdr>e Singe, fein rein berattS, unD faubcre Die Grippe $u»or wobl/ ebe man ibm baß gutter bmein febüttefe ©o foll man aucb baß #eu ibnen niemals alfo vorlegen, wit mans »om ^euboDen berab genohi* men bat, fonDern man foll es fein ju»or jwifeben Den #dnb«n reiben, Daß aller ©taub unD Unflatb gratis faüe, ifittxwö febünfiebt unb unrein wor* **5 21 dg* ben> fo .werfe es weg in Den Mift, ba^ fit rein gut* ter frtegen,unbmd)t bampftcbtum Die Q5ruftwer* Den, S&ürme befommen, oDer fonft franf werDen. Sßenn man Ji'etidnfen witt,fo foll man baßWÖaf* fer nicr>t Daju nebmen, Das im gaffe oDer $ranf* Sroglem eine SÖeilegeftanben, Darein £eu,©trob, £erel, ober fonft ttxoaß anbtxß unreines gefallen tft, fonbern man foll ibnen alljeit frifdjeS bolen unb »orbalten, man muß aucb 2lcf)tung aufs Gaffer geben, faß fit trinfen fotten, benn alle Werbe wol* len nicbt alle Gaffer gern trinfen, wenn fte gleicb burftig fe»n,ftc ftnb ibnen aucb nicbt alle gut unD ge* funD. £)te ©treu foll man Den Werben fein fauber unD rein galten, unD Des Morgens Den WerDfotb ! mit einer boljernen ©trcu<©abel fein berauSfcbüt* ten, unD famt Dem ©trob, wclcbeS Die ^acbt jum ndffeften gemacbt, berauS auf Den Mift bringen, unD Den ©fall Durcb unD Dura) fein fauber außt Febren, baf} tß alles im ©tall fein rein ift, Denn folcbeS ift Dem Werbe febr lieb unD angenebm, I bkmil tß ein reines §l)ier ift. ©olcbe ©auber* feit Des nen oftmafyfen fo notbig unD gut, als tin gutes gutter, fte nebmen aucb »on folcbem SOÖt* fcben unD Oveinigen gar wobl ju. 2llfo, Daß man aucb an Diefem einigen erfennen fan, ob ein 9vöß wobl oDer übel gewartet werDe, Denn wenn tin WerD mager, ftraubig, Dünn unD ausgemergelt ift, Das ibm binten bit Ruften gar beraus fteben, unb man ibm alle Üvippen in bem Ztib jefylen fan, fo if\ß tin geicben, bafi baß Dvoß nicbt wobi gewartet unb geftriegelt wirb, unb befommt fofcj) Dvoßeine folcbe ©cbwdcbe ober ftete Mübigfeit, unb wirb gar fraftlos. SDarutn baben bk eilten, wenn ftefol* djes an einem Werb gemerfet, balb baju.getljan, unb babens oft unb fleißig ftriegeln, unb mit ber $anb überftreicben laffen. (Eolumella faget, tß biene einem Werbe meljr, unb fe» ibm aucb gefünDer, wenn man ibm mit niebergebrucfter Sjanb oft über ben Dvücfen fdbret, unb ibm ben IKücf en alfo abfireicbet, aiß wenn man ifyxi überflüßig (£ffen »orfcbüttet. %Btnn man bk Dioffe ftriegeln will, fo fottmcm oben am £afs anfangen, unb »on bannen f>erfuc ftriegeln. Sßelcbe #aar einer an einem Werb lang baben will, bk muß man oft nefcen, ober naß ma* eben, alß bk ©tirm unb #alS *£aar, unb bit #aar am ©cbwanj. £)arnacb foll man baß Oioß berfür »om £alfe ftriegeln, über ben ganjen 2tib, unb im ©triegeln aüein babin fefjen, 'Daß man ibm bk Jpaax empor bringe, unb barnacb ben ©taub unter Den paaren aucb fm berauS bringe. 5lber Den barten tyeil btß £eibs als Den DvücfgraD, muß matt mit nieDergeDrwcfter £anb abftreteben, unb * *4 e» ben ©raub Ijeraus bringen. <öenn weil Diefed gleicbfam ein ©tubl ift, barauf Der Dteiter ftfcen muß, fo muß es mit Dem ©triegel nicbt wttnD oDcr »erlebt werDen. £)en5vopf muß man ibm fein fau* her mit ^Baffer wdfcben unb rein macben. 5ltte $age foll man bk Werbe jwc»mal fcbrapen/ einmal Des Morgens, Das anbremal btß 2lbenöS. $Btm\ man einem $oß einen gaum anlegen will, fo muß eS juöor wobl geftriegelt, gefdmmet unb g* pufct fe»n. 4?ernacb muß man »on ber linfen ©et> te Des Joffes ju ibm geben, baß obere $beil Des gaumS in Der redjten #anb, unb baß ©ebiß in Der linfen Sjanb baben, unD ibm alfo Den gaum an» legen: 2ßill Das Werb Das &tbi^ in Den Munb nicbt nebmen, fo reibe unb plage es nicbt auf ben gdbneri umber, bafi if)m baß galjnfleifcb blutet/ wie etliche grobe ^engel pflegen ju tbun, fonbern ftecfe ifom ben Daumen auf ben ©eiten in ben . Munb, fp tbut es Den Munb balb auf, unb nimmt baS &tbi^ ju ftcb, will es aber ben Munb nocb nicbt auftbun, fo fpricbt 3Benopbon, man foll ibm bk £ip* pe, bk »or bem #unbs*gal)ti ift, brücfen, fo wer* De es Das Maul wol)l auft'bun. .QSor allen fingen muß man ftcb aber befleißigen/ Daß man ein ERoß nid)t bartmdulicbt macbe, wel* cbeS pflegt ju gefcbeben, wenn man bat Werb mit Dem gügel bart an ftcb jeuefjt: 3lem, man muß ju* feben, Daß Der gaum »on bet;ben ©eiten weit genug »on btß Joffes bacfen flöge/ Denn wenn manS mit Dem gaum (>art an ftcb jeucfrf, fo befommt es eine f)axtt Diefe Sjaut, unb, füllet barnaeb niebf me(>r Da, unb ift baß Dvoß alSbennganj unD gar »er? borben, benn was ift einem ein fotdt) 0?oß nu^e,wenn erS m$t lenfen lan, wol;in er will? föJewf £Öenn man Den ©attef auflegen \x>i\i, fo tfiuj htan ibn Dem 3£oß »on Der linfen (^titt betju brittf gen, unD Denfelben fein gemddjlicb auflegen, und wobl jufebem Daß man ibn DemWerD wobl aufbiß ijbüfte legt, barnacb foll man Den ©urt Der »om ©attel um Den Seib gemacbt wirD,be» Den »orDerti -feinen fein »eft jo machen. SDenrf je »efter Datf SXoß gegürtet ift, je beffer fan man itittn. . (iß foü aucb ein 33duersman oft auf Den Ort bari nen, Da DaS3faß nacb 5tuflegung D*eS ©atte(s gegür* tet wirD, Daß Derfelbige nicbt befd)dDigefy Durcbriei ben, oDer fonft tfertefcet werbe. UnD Da ftd) au<# ttwaß befdnDe, Daß fcbaöbaft wdre, müßte mani&ttr' balD ju £ülfe fommen, unD es beffer balten. Damit nicr)t ein anDerer ©cr)aDe Daraus entfteljet; at XII. (Sapitel. Vom 2(ufju$ett auf bk Pfeife ünb Hettetfc enn man Die Werbe aus Dem ©tall fübret, fö foll man nicbt »or ibnen beigeben, unD am lan* gengügelfle nadjfübren, fonbertf man foll nebe« ibnen berge^en,fo fönen fte feine $ücf e gebraueben. Man foü attwege ein 3ioß gew6bnen, Daß es mit De^tn Dattel unD obne ©attel gernaufftfcerifaffe; im%ufft^en muß man .ftcb »orfeben, Daß man Den #anD*gaum an ftcb jeudjt, unD bafi man ibn fein: jugleicb ju ftcb nimmt, wenn man aufgefeffen tft, fonft werDen fte aucb -barfmdultcbt.' '$öer auf tin 3voß ftfcen will,- Der foll fein ftitt ju #m gebend unD ibm fein ffeunDlicb ju'precben, mit Denf MunDe fcbmafjen, unD es mit Der #anD fein; freunDlicb ftreieben, unD ftcb auf Das freunblicr)fte geigen, fo wirb.baS^ferb tym gunftig, unD foffet S ü)r* SB 3&> 26 rf£> iftn-aöe^oge lieber auff«?en,unb fonberlidj foü mtyhx jum äftern mit bem Werbe freunblicb re< feeu, unb eS ftreid&en, bamit folcbeS ibn fennen ler* tte; weleber aber baß Werb mit ©djldgen will gewonnen, ber tljut übel, benn fo oft baß Werb tynJMet, jittert tß, unb ftrdubet ftdb roiber ibn. S&enn-man au(pfcen will, fo foll man erft btn #anbue, ben gaum aber foü er, fo »iel moglicb/ nicbt an ftcb jieben. SSJer v»ol>l reiten will, ber foü gerab auf bem Werbe f%n' int ©teigbügel mitten ftefjen, benn alfo lüftet er, unb machet .Dem Werbe Die 2afi Icicj)* ter. Mancber liegt mebr auf Dem Dvoß, Denn er Darauf fi^et, foleber machet baß Werb fel>r raube, V«D btuef t eS geraeiniglicb/ wo er aucb nicbt gar eis nen guten weiebeu ©attel bat, fo reitet er ftcb felbfi wuno, unb befommt am ^intern ben Sfeolf (fol* djeu $u fcerleu, nebme er ben ©cbaum bes 'JJferbS, (b pc|ie»m Maul ober ber ©e&am befmbet, febinie* tefieb bmit, fo »ergefjet ibm Das SKobe) unD wo ein foleber febieebter dickt? Den ©attel niefct fefer »eft angurtet, »erDerbet er ein Dvoß, Daß man eS in einem bafben 3abr nicbt braueben fan. Man foü, fo «iel moglfcb/ tin Werb triefrt of>n* sftotb *»# ©poren ftecfceu, Denn fpnft werDen fte am ><>auanb'gaum fttyefe«/ fpriff) bem W«rb M mb fte^e im im ©tegreif, benn fonft fanft bu ©c&aben gn bem männliche« ©lieb nehmen. ' £M XIII. Kapitel. VPtnn etnKoß geritten ift, xok folcfyee tytxn&ty in «cbt ju nehmen,unt> ju lydlten tff. «nenn man ein 9voß im gelbe ftarf abgeritten t>at, <*V unb es wieber in ©tau f omt, foll man alfobalo jufeben, ob tin €ifen abgefallen, ober loS (e»n thocbte, bamit folcbe wieber gebeftet werben,- ber* nacb nimm ein #aary$udb, ober trocfenen ©frofc wifcb, unb ftreicb baß tyftxb über ben ganjen £etb> fonberlicl) am Q3aucb unb feinen, wieder ab, Da* mit Der ©cljrceiß unD Die geucbte abad)tt, barrtadb fdubere Die güffe, oDer inwenDig Den £uf aucb wie* ber ab, ben ©attel foll man feinem SXoß balb ab nebmen, Jbnbern jum wenigften ein^aar ©tuny btn baß &oß gefältelt fteben laffen, bis es ftcb rowj ber erfüblet, unb tfrdfte befommt, imgleicben foü man ibm weber <£ffen nocb trinfen geben, bis es »erfcfjnaubet, unb nicbt mebr lecfaet. ©o einer beS $ageS mit gereifet bat, fo ntmm auf ben^lbenb ©als, fcbarfen <2ßig, gwtebeln, em bart gefotten €», bacfs unter einanDer, unD fcblag* Dem müDen WerDe unten in bk £ufe oDcr ©o!>s len, jwifcben Die^)uf©fen Da eS auSgewirfet ift. barnacb lege einen frifcben ^ub.^recf Darauf, menge Den 2>recf m ©trob, unD ftecfs DanwUcbcn ein, unD laß Das WerD brauf treten, fo tritt es ibn bübfcb binein, laß es alfo barinnen, fonDerltcb wenn es neu ausgewirfet #/ morgenben SageS jcua) entweber bat ©trol) berauS, ober m eS immer biugebeiv fo fallt es »on ftcb felbft wieder ^nru*. m> 28 d& &at XIV. da\>ittl Sßon btv Pferbe Äranfbetreu, unö fcerer at, alfo V aucb ein WerD, unD muß felbigeS um unfern Willen oer ©telfeit unterworfen fe»n. 2ßenn man ein mitgroffer^ranfbeitbelaDeneS53ferD will jn Vit (lux nebmen, fo muß man ftcb recbt unD wobl jbebenfen, Duß man Die ©acbe alfo anftelle, Damit nicbt etwan in einem oDer anDern ju wenig oDer ju »iel gefebebe, angefeben Daß ein Dioß ein un»ernünf* pa %icr ift/ welcbeS feine Mangel unD ©ebrecben fliebt »on ftcb fagen fan. j"€s fallt aber Die <2ur febr febwer, wenn einem Werbe Die £unge unD £eber beginnt ju faulen. S)ocb mag folebem gebolfen werDen, wenn man palo Danu rbut. 2)ie $enn*unb Merfjeicben foleber tfranfbeit ftnb folgenDe: (Srftlicb, wenn ein folcbeS ^J3ferb ge* ritten wirD, fo fperret es Die ^afenlocber mit auf, unD lauftt ibm Das ^Baffer aus Der sftafen beraus. Sweptens, wirD ibm Die gunge gar Dürre, £)rit* ttnß, ftinfet ibm Das gutter auß Dem £alfe. QJier* tens, fyat tß auefj einen febweren unD furjenOtbem yotnn tß geritten wirD. €s fan aber befagre £ ranffjeit folgenDer maffett turtret werDen: sftitnm &berblumen,£ungcnfraur, pjtan,56nuroe es gefoffen bat, fo be* fomts wieDer eine gute £unge unD feber x^ök juoor, wofern man nur nicbt gar ju lange gewartet fyat X}om Äopfweb, fZv?altung unb bofen klugen - > öer pferDe. rtfrenn ein Werb groß Äopfweb oDer #irnmi% *w bitftit hat, welcbeS ju erfennen, wenn es Die O^ren lampen oDer bangen lafftt, unD il>m ftefS SÖaffer aus Den Obren triefet. sftimm £ppifb jwetj $anD»oll, frifcbeS ©erftenftrob fecbs £anD»olf. tiefes groblicb gebacfet, unter einanDer gemenget, unD Dem Q3ferD öfters ju freffen gegeben. 3tem, lafft ibm Das 25lut an Den ©cblafctt unD #aupt, fo »ergebet es. ©o ein WerD erfaltet ift, fo gib ibm warn; ©cbweine*35lut mit SBein ju trinfen, tß wirD balb gefunb. ■ 3fc *0 dg» Ober ftebe^aft»nb «Kauten mit£on?g,fc&ufte CS t'bm ein, es bilff, UnD ift probirt. 2lucb nimm Q3aum;Oef)f, tunfe eine (Schnitte 25röD Darein, beftreue felbige Dicf mit Weffer, unb gtbs Dem WerDe *" freffen. £äffe ein WerD einen Ueberjug, oDer gell, Der ©taar genannt, fo foü man tß mit einer fpißigen StfaDel, »on tylftnbtin gemacht, aufbeben, unD im't einem t©cf)eerfein abfcbneiben. ODer man nebtne ©runfpan unD 2lrfenicf, jeDcS gleicb mt, ftoß es ju f ieinem Wl»er, unD blas Das Dem WerD in Die 5lugen. Söiber Die glecfen in Den 5lugen wirD nacfjfof* genbes WitUl gefegt, fo öfters für gut befunDen ■worDen. Man nebme ©unDelreb*©aft, ober €p* picbbldttcr, jerftoß folcbe in einem Morfel, mit Gaffer oDer gutem SOßein ju einem ^lügenhafter gemacht, unD 2lbenDS unD Morgens baß fleef iebte Slugebamitgefcbmierct, fo »ergebet eS. ODer nimm gtfebbein, baß bk ©olDfcbmieDe braueben, ftoi eS ju fleinem tyulm, unD blas tß Durdb ein ffein £Hol;rlcin Dem WerD jn baß 5luge. Stern, tbue tbin gqnj weiften ©e'tff in baß 2luge, unbla$ btn Tanten Darinnen, biß Der glecf ftclj lauttxt, unD Das 2luge gefunD wt>b. Ober nimm 2lrmet#& ©alj ein £otb, Murrben ein £otb, ©afran ein Oumtfein, (Dsf/pia ein balb £otf), biefeS ftoß ju Wiloer, unD brauebe es, wie obgemclbet, binDe mtcb ein §ud) »or baß 2iuge. #at ein WerD tin befcblagen 2(uge, fo nebme man frifcbe 35rofameH gjreb, nefce folcbe im SBaflfirr, oDer nimm gobdf)t Sorot*, lege tß in weiffen SSöem, unD fcblage eS ?:ber oas 2luge; folte aber bat 2Juge febr bart ge* gefcbiagc]) plagen fenn, fo laffe tfjm bk Smwfö öarju. ©o ein $ferb 5lugenwebe bat, fo ncljme man £Bege* ricbfaft, geläuterten £onig, mifcbe tß burch einatu ber, unb binbe es il>m über bie Slugen unb©tirne. XVtnn tin PferD tin flec^ee 4>auptfyat, obet ibm jerftofien ift. CKjeldjeS 9*oß bit #auptfeucbe bat »om ©toffe«/ <&»> ober fonft ftecb ift; 9?imm geborrten Dvettjg, unb guten frifcben gittwer, »on jebem gletcl) »iel, ftoß es jufauimen, mifcl)' baß mit SEßein, geuß tß bem fXoß in ben #als, »erhalt ibm Die ^aßlocber, biß tß brenfet, unb tl>ue baS fo lang, bis ba^ ibm ber (Siter aus bem #aupt geronnen ift, baS gefcf)icbf fo ibm Die Sftafelocber nimmer rinnen. Von 2\ot5igr*ett Der pferbe. Mimm geborrten fettig, gittwer, unD puwertfirS, •'*- unD gibs ibm im SSßein ju trinfen. ODer nim ein ^alb $funb 25aum6l, warm Das in einer Wan* nen, unD geuß il>ms in Die ^afenlocber, es fylft. ßtlkbe nebmen- ein ^Sterling Ouecfftlber Darein, «ber eS ift mißlieb» ODer nimm Das $raut »oa wilDen ober welfcben Q5onen, Die fteDe fafi wobl im OCegenwaffer, Das gib Dem Ovoß aebt $ag nacb einanDer ju trinfen, unD (aß tß bit geit in fem fÖJaffer geben. ODer nimm eine weiffe©auS, unö, gib ihr *ner Soeben nitbtS anDerS ju freffen, Deu» ©erften unb^Bein ju trinfen, unD bau ibr Demi DaS^)aupt ab, unD tbu DemOvoß btß $Muts in Die Sftafenlocber mit einem QMaSbafg. Ober nim #ü* nermift wobl gepül»ert unb geborrr,tbueeS ibm in Die 0?aftn(ocber. Ober nimm einen SlmetSbaufen in einen ©aef, unD wafcb ibn in bre» SÖaffern, «nD a^itfi Die ££affer Mammen/jerfnirfefc bieSlmci* ■■Üh 32 rfjg* fen wofcl im ©acf, brucfe. btn ©aft aut in bat SQßuffet, biub bem Ütog ben #opf in ©acf, lafi eS alfo fteben, biß tß febr fcbwifcet, alSDenn tbue Deri ©acf »on ibm, ftreicb Den ©cbweiß ab, laßes er* falten, gieß ibm *enn baß Gaffer in Das Maul, es wirD gefunD. ODer nimm gefotten £aberftrofy, unD tbue Das in einen guber, unb fefce eine Pannen mit #aber Darauf, Daß Das Oioß Daraus freffe. 5ür Alle ^aupttnübung ober ^aupt*X>ew wirrung. Jyfcigfeit foü man nicbt ausftellen, wie Der ©cr)a* & De alicb ift/ man wolle Denn Das WerD gleier) »erfaufen: ©o nimm 2Beg4!ungenfraut, unD fteÖ Die 2Burjel unD Das $raut wol)l in Dtegenwaffer/ unD Deß »iel, unD giebs ibm ju trinfen fünftebn Stfgc an einanDer, unD fein anDer Gaffer barjwi* fcben. 3tem, nimm Meer*9vettigbldtter, gittwer, unD (Siebenbldtter, »on jcDem gleicb titl, Die fteb wobl im 2Öein, unD jerftoß tß, baxnad) fo tß lau wirb, giebs Dem Oioß ein, bernacb nimm junge #ol* Derbldfter, unD fteb Die auef) im SOßein, unD tbue ibm biß4)ti$ auf baß #aupt jwifeben Die Obren, unD balt es fafi warm, unD renn es in einer 2Öie* fen biß tß müDe wirD, unD wenn Der$ag warm ift, fo jieb ibm Den gaum ab, unb la§ tß ©ras freffen, unD tbue bat, wenn Der MonD fünf $ag alt ift/ es bilfr 2lduoig, ober vounb am <§aupt. imm 5ilantwurjel, altes ©cbmeer,ungeftoffenen ©cbwefel,unD ein wenigMe«fcbcn^arn,wo"bl unter einanDer geftoffen unD eine ©afbe Daraus ge* macbet. barnacb nimm ein leinen §ucb/ nefce Das wobl in warmer £auptlaugen/ unD wafcbc Die SÖunben dl SKBunben ober OvduDe wobl bamit bit auf bat QMuf, unb falbe tß benn mit biefer ©alben.,aud(j über Den.©cbmcrjen, unD tl>ue bat fo lang bis etf feilet; unD fo oft Du tß »erbinDen wilt/ wafefje ti »orber mit Der «öauptlaugen. Von bem Seil in Slugen, unb änbttn 2tugeföi «nenn ein tyftib ein gell über ben 5lugen, obefi *& fonft ein blob ©eftebt bat, fo nimm gfpenbolj, eines 2l«nS btcf, bobre tß biS.auf ben Jvern, uni> tl>ue bat »oü ©alj, legS ins geuer, unb in bem SSranb wirft bu einen grauen ©rein ftnben, bert ftoß gar flein in einem MSrfel, unb laß eS beffl Werb in bie5lugen, wenn eS gleicb fcbon tin Mo* nat ober fecbs btn Mangel gebabt l)ättt, tt btifftt baß gell gewiß hinweg/ unD ift öfters bewahrt >U* funben worben; nimm aucb DaS gett »on einent ©anfer, febmier eS ibm über Den Singen in bie ©ru* ben. ^t'mm ^Matter»on 3benlaub,foanaltenDtV cfealMauren wdcbft, unD feifte glatter bat/ jerftof? eS in einem Morfel, tbue fauren W$m 34 e#" ' faat eS fdjon bas gell über ben 2(ug«i, fo nimm groffe Mufdbeln, ober fogenante ©cbnecfenbdufer, brenne fte ju $ul»er, unb blafe fte bem WerD mit einem geDerfiel in Die 2lugen; wilt Du 3ngwer, ©attifcenfteiu unD Mufcbeln ,itnter einanDer neb* men, fo ifit Defto beffe;, tt Thuß aber Durdj tin totifftt $ucb gebeutelt werben, Denn tt alles fo flein alt tin ©taub werDen muß. 3fem,nimmMa»enbutter unD£onig, jerfafftas ttntereinanDer, tfjtte weiffenSngwer ba^u unD ftreicb es if)tn in Die 2lugen, fo gebet Das gell hinweg, gib tym aucb jugleicb groffe Klettenwurjel im £aber ju freffen, fo geben Die gelle aucb binweg. > @in anDerS: *ftimm Brotenwüfcbel, unD blas tt iJjm in Den Slugen, fo jerbrecben Die gelle Da»on. ■ *ttimm ^irnbdumenen Miftel, t^ue-Die dufferfte 4baut fterab, unD Das anDere macbe ju fleinem $ul»er, blafe tt Dem WerD mit einem geDerfiel in bit 2lugen* , ODer nimm Dvauten, unD jerftoß folcbe ju tyuU Der, blat felbige Dem Werb in bk 5lugen. sftimm #afelwurj, wol)l,geb6rret, in einem neuen Sopf flein geftoffen, unb burcb ein^ucb ge* feiger,, blas es iljm tin. - 3tem, nimm gecalcinirten t>itriolum Ungari* cum, oDe* Ungarifcben Vitriol, Der fein blau ift, mt ein £afurftetn, oDer $ürfis, jerreibe ibn, Daß ei wirD wie ein W^»er, ^at tt Dem WerD ins 2toae, eDer fteefS ibm mit Dem ginger binein: ©er Oft* triol wirD alfo calciniret, man brennet folcben in einem »eften, wobl »erfcbmierten ©cOmeljtiegel/ ■ fcaß er gar rotf) wirD. gerner/ nimm £onig mit £8ew wmifcbt, unb ftreicbe ftreicbe bem Werb t>te Slugen bamit. *3fem, nimm Silaun, ©äüi^enfteinunb fiafmus, »on jebem gleicb »iel, fkbt in einem $opf mit SBein, fprengS bem WerDe jwepmal btt §:ages in bk klugen, es hilft gewaltiglicb» SÖSitt einem Werb ein gell über Die Singen wacfc fen, ober ift fcbon gefcbeften, fo nimm Quappen ober Slblruppen^eber, (wtejcbe im 2lpril ober Ma» am größten ftnD) tbue fte m ein ©las, Daß Die £eber auf Der »gwbe ftebet, unD fte nicbt gar aufDemSSoben lieget, fonDern im ©las fcbwebet oDer bangt, bang es alfo an Die ©onne, fo fleußt ein Oel Da»on, unb bkibtt Die ©riefe Da. ©cbmier mit einem geber* fiel bem Werbe Das Oel in Die 5lugen, 2lbenbS unD Morgens, fo befommts reine bette Slugen; Diefe Jtranfbeit befommen Die Werbe meiftens im fecbSjebnten 3abr ibreS alters. 3rem, wenn ei* nem Werbe geü in ben 5lugen wacbfen, fo nimm ©alj unb Diatte, bk im 5?orn wdcbfet, jerftoß eS flein, menge es unter einanbef, unb fprenge, ober ftreue es in bk Slugen, fcbmier tjjnen aucb bit ©ru* ben über ben klugen mit#afenfcbmalj, aüein ftebe wol>l ju, Daß es iljm nicbt in bk klugen foinme, *£in 2lugen*tt)afier Oer Pfeift*, SOimm ein ^otjjfeutia, ber bereit ift,tin1)afb2ötlj J* QSitrtol, Ovomani ein -balb W«"b, ©almo* niacum ein balb £ortv ©ampfer, Der bereit ift, ein 2orb, ^dgelein ein Sotl), Mufcat ein £otb* weiffeit 3ngwerjef?n gerieben ein Sotf). S)kft ©tücfe aüe tempcrire unter einanber, tfyue es in ein <&lat, tbue barein ein Siebtel Mal»after, ober btt beften alten 2öeinS, bang baS ©las an Die ©onnen bre»* (ig QaQt oDer ju einem warmen Ofen, »ermacbjbas g z ©Ia$ ^5 9* dR> ®lat oben mit^barj unD28acr)s, unb brauc&s fo" fpje bu fanft* unD weift. ■„ Cm 2tugenwafler fu.r erblindete Pferde. mtmra ro,t^e2tmeiS*^per,fo »iel man berer baben *H- fan, tfrue Die in'ein ©los, »ermacbe es wobb if)ut einen wobl gefneteten $etg, baraus man 25roD. |>a£ft, barüber, fefce es, wenn man Q5roD bacft, mit temfelben jugleicb in Ofen,%nb wenn baS Q3roD $enug gebacfen ^at, fo nimm bat ©las aucb wieDer heraus, laß es falt werben, fo ift aut Den @»tru ein |ct)6neS ^Baffer worben, Deffen 3 oDer 4 tropfen ' in Die 5lugen getbgn, fo werDen fte wieDer febenD. CHobatum tftf ' ODer nimm febwarje Slmeifen, tl>ue fte in einen )©acf, Drüef fte wobl aus, bat 2öaffer fo Da»on lommet behalte, tbue Den Driften tytil brannte*. min Darunter, ftreicbe tt in bk Slugen, fo »erge* ,"• $tt tt ba»on. • '• 3tera; nimm ein ©>, unb tbue bas £Beiffe bar* #uS, (äffe ben 3)orftr im (£», fülle bk ©cbafe jum Porter »tfll mi^ ©al$, tbuealSDenn>aS @» in eine Wanne, brenn es ju Wl»er, nimm für einen Wetfc Iiig4angen Pfeffer, für einen Wennte Sngwer, tbue es Durcb einanDer in einen M&rfer, ftoffe es gar flein ju Wleer, Oreicb eS Dem ü?oß in Die klugen, tt raffet fein gell wiebfeu.- ©0 aber Dem £Roß bat gell fommen wolte, unD man t'bm DaS^)u(»er tn Die 5lugen tljatt, fo foll man es eine ©tunDe lange aufbinbtn, bafs tt ftcb n^i^t reiben möge; Das foll man einen ^ag jwe»- oDer Drenmal tbun, nacr)* . / Dem tt ^otb tjjut. §■•■ Sür fonfr franse 2lugen, ^im©cbitvden^4usiein unD 2$emftem, brenne es ** 57 d& eS ju Wifocr, unb temperier es mit 2Bein, unt treife tt bem Dvoß in bit Slugen. Ober ftebe £onigfeim mit 2$emftein, falbe btm IDvoß Die (Scfen Der äugen Damit. $uv flattern in 2lugen, SDfmm *&onig nn$ %Qan, mifcbe tt uatcr etna'n* ***- Der, unD ftreicbe Das Dem üioß atte Qttge um bk Slugen, unD bewahre es, Daß ftcbs nicbt reibe, wenn ifym Die 5lugen jucfen. Sur bloöe <|>eftcfyte, imm liefen, unb iß fte, fo bu Diel) nieber wilt legen, bes Morgens wenn bu aufftcbeft, fo fdue t'brer feebfe gar wobl/ unb fprtfje fte Dem Ofaß m Die äugen, unD wafebe fte am anbern $age aus mit Q5runnenwaffer, Da»on befommt ein WerD bette Sfugen, unb jerbreeben auch Die gelle Da»on. 3tem, ftreicbe tt;m frifcbe ungefaljene Ma»en* butter über bk Slugen, in Die ©ruben, ober nimm #onigfeim unD weiffen ©allifcenftein, fteDc be»bcS unter einanDer, unD falbe Das DCoß unter Die 2lugen. gür franfe klugen ftnD »orbergcbcnDe2lrjne»en, fo wiDer bk gelle Dienen, aucl) gut ju gebraueben. 3ft ein Stoß an einem 5luge »erwunDet, ft> men* ge'nücbtem.©peicbel unb ©alj unter einanber, unb falbe es Damit. Sür ölmdigfeft ber Pferde. efterS jiebet ein £Roß fo febr, Daß es blinb wirb? .Das ftrtD gute SXoffe, unD Darum nicbt ju »er1! werfen, benn fte jieben woJ)l, aüein jur £anD mug man fte fpannen, unb nicbt febr Damit jagen, 28cnn ein Dioß t\n Monat wdre blinD gewefen* fonimm guten frifc&en,S9Qiein,.fprü§e ibm Den in Dia äugen. 2>arnacb nimm guten guefer, unD-gutci 3»SW( dl £ ^5 38 c^ 3ngwer, ftoß btxfrtt flein, mifcbe tt Dur* etnan* Der, blas tt tl)m in Diesigen, unD lafi tt jwe» ©tunDen Darauf bereiten. SOßdreaber ein WerD cin»ierfel3abr blinD ge* wefen, fo la\i tl>m Die 2lugem2lDcr, unD nim btnn 2)arenfcbmalj, unD fcbmiere es in Die Siugcn. >ftim aucb groffe ^cffelwurj, jeucb fte ibm über bit %u* gen, aucb bmcb Die £aut, unD laß fte jebn Sage Darinnen ftecfcn. Suv triefende und rinnende 2lugen, wie flurb für öen ^403 in llu$cn. §ntmmMet)lanD,umftretcb ibm Die 2lugen, oDec ^ nimm frifcb 25runnenwaffer, unD wafcbe ibm Die 2lugen Damit. $at tin fXoß triefenbe Sftigcn, ober einen ge* fcbwollenen £opf, fo ftblage Dem D?oß Die 2IDem oben auf Den 5lugen, an be\)btn ©eiten, (aß tt wobl geben, es befommteinen Dürren ßopf Da»on. - gur Den Sjana nimm 2aub, Damit man Die mid) laber, unD füffe $äfe macbet, Dvabm ober Die gettig* fett »on Der Milcb, ßüßtg, weiften 3»gwer, DiefeS alles flein geftoffen, Durcb einanDer gemrfdjjf, unD den WerDen m Die klugen geftric&en, bilft gewiß. BÖenn tin Dvoß Den Slugftaü bat, fo foll man ibm unter bem ^afenbanb jur Slber laffen, unb ibm btn $opf nieber ju Der €rDen bmbtn, fo blu* ttt tt auß, unD Dorret Darnacb ju. - $iiv gcfc^roollenen £>ale, oder fo es nicfyt fcbh'mjen t'att. fftimm jwe» @>er, brich fte auf, unD mifcbe fte ^v mit gurem @ßia, unD fcblag Das unter einan* jDcr, unD macb *wn fcjfecbten ©tab.fo Dicf alt ein Daumen, und zitier (£llen lang, unD Daß er »prn *§&> 39 dg* »orn gefpaltet fe»> unb umwinbe ir>n mit 585erg> wirf bat Dvoß nieber, unb ftoffc ifym ben ^>tab tn ben #ais. barnacb fo geuß il>m bk »orig'e^empe* rirung in ben #ais, es genefet gewiß. tjiint edle und t6ftltcf?e VOunbfalbe für aller* ley (Bebreeben öes XHanDes unö *>alfes. imm^onig, ber rein »erfcbdumet unb geläutert ift, be»nab ein ;Quart guten SODetneßig, fe^e eS auf bat geuer unb laß tt fteben, biß Der €ßig »er* fotten ift. barnacb rür)re Drein ©rünfpan, 2l(aun/ Mufcatnüß, jeDcS ein Ouintlein, «jpecbtjebn ober Eifern, ^Rdge(ein,©algant, gimmetrinben, gebrent ©al$, jebeS ein f)alb £otr>, Diefe ©tücfe fein flein gepül»ert, unD in Den (£ßig getban, unD mit einan* Der fo lange fteDen laffen, bis eS ju rechter S)icfe * fommet. SDu müft tß aber fittß umrübren, ba^t tt nicl>t anbrenne. Q5ef)aftc es in einer fteinenen 33ücb* fen jur Sftotijburft, Du fanft aucb folcbe ©alben ju allen unreinen ©cbdben gebrauchen. X>on Specfbafft'gten Pferden, 2\eblfuct)t, vote • auch »om ^aftr-ausfalfert im &amm. «Denn ein £Roß ©petfbdlftg tft, fo frigetS am *>& jQalft ©peef unD getteS, unD fan nicbt lang jieben, fonDern wirD balD muDe; Man muß es unter Dem Sieben juweilen ruben laffen, fonft er* (liefet es, unD ift febwerlicb ju curiren, Docbcfan ibm bisweilen gebolfen werDen. SRimmcin glücnD fpifcig (gifen, fteefe es ifym an einem Ort buxd), fo fleußt Das gefcbmoljene gett berauS, Das muß man oft wieDerf)olen, bit tt gar weggetropfet ift. 2üafcb Den ©cbaDen mit febarfem £alcf, Daß bat Q3lut berauS gebet, Darnacb nimm fd>ittfarben ©cbroefel, Leinöl unb 2J?enfc&enf otfo bat ft'ebe faft wobl. dl wofjl, Damit falbe Den ©cbaDen, macbe ein fPffag* eifen glüenD, balte tß gegen Den ©cbaDen, fo giebet Die ©albe binein, DaS tbue oft, tt gencfet. ODer nimm ein Wunö ieinol, unD wobl geftoffe* nen ©cbwefel, fteDe tt unter einanDer, unD fcbmiere Den £alS oDer ©peef Damit. Söenn einem WerD Der^amm fcbeeret,fonimm -$onig, £einolunD25ocfS*Unfcbfitf, jeDeS gleicb »iel, jerlaß tt mit einanDer, unD laß tt Denn wieber erfalten, febmier Den Das WerD DeS$ags jwe»mal. ©o einem Dvoß Die $aar ausfallen, fo nim Dve* gen wurme, fteDe fte in einem ^opf, laß tt wieDer falt werben, unD falbe tt Damit, es bilft ©onft baren ftcb Die WerDe alle 3af>r im 5ln* fang DeSgrüblingS,etwan imMdrj, Da werDen fte gar unanfebnljcb, aber tt fdjaDet ibnen nicbt. ©o ein Werb wegen eines ©cbaDenS bk Sjaai tterloren, fo nimm Diegenwürme, ftebe fte wobl in einem £afen, laß tt falt werben, unb fcbmiere btn fallen Ort, fo waebfen wieber #aare. 5ur die fotb unD ©eifen flein, unD geuß Dem WerDe in Den #als, oDer gib t'bm ein SKennmagen ju freffen, Dre» Morgen in einem 23rob, fo rinnts »on ibm. 5)ie ©elbfucbt ift jweperle», eine »on Der ©afl Pder^eber, Die anDere »on Dem ftbwarjen Q^tblut fceS MrljeS, unD wirD erfannt wie folget: ©n gemein Seieben ift in bepDen, bk$fiattia.i Feit Der ©IteDer, alfo Daß tt gleicbfam mit gebogc* ueti Entert wanfelmütbtg gebet, ift unluftw jum gutter, unb wiberftebet il>m Der füffe $ra$ ^ 41 d& at grflnlicbt fe»n fan, fo ift pk ©all biefeS gibt ein SOÖaffer, folcbeS gib bem Menfcben ober Q}ieb Dre» ©runben »orm <£ffen etlicbe mal/ es bilfo nimm btt ©afranS über einbalbeSiQuinf* lein nicbt,benner DietRoffe follern maebet. ODee nimm iÜStifyxaud), ftoß ben flein, nim bat SOßeiffe »on 24 (2»ern, mifcbe tt burdr) einanber, geuß t$ bem 9?oß in ben palt, unb lege if;m einen 3frn$ »on ©trob um bit $5ruft, unb tintn an bit $eble> unb ^euefj bat ©trofy alle $ag ein ©tunb obec • jwo um, fo wirb tt gefunb. Ober gib i&m raufte ©erften unter bem Sparen ju freffert. 2Benn aber bk ©elbfucbt »erftopft ift, jwm f$en Den Q3ugen, fb. nimm Oel unb Butter/ fcbmierS aufs beiffefte,fo bueS erletben fanft/ bamif wirf t'bm aus bit auf bat Ztbtn, fcblagS ifym mit ©cbmeer unb ©alj ein. r>on laufen der Pferde, OliSweilen befommen Werbe unD anbet ^Qie§ & Uuft: *ftimm £fcuecf ftlbet/ menge es unttx g «U<6 <& 4* d& Altes ©c^meet, unb beftreicbe tin motten Q3anb öamit, tbue Das %$ax\b Dem 3*tcl> einen Sag oder «liebe um Den #als, fo fterben unb »ergeben Die Cdufe alle mit einanDer. Gattin WerD aucb #üuerfdufe, unD reibet ftcb, daß tß gar fd)äbid)t ba»on wirD, fo nimm 2ßer* mutb unD £orbcern, ftebe fte in &ter, unD wafdje eSjwepmal, barnacb nimm 2llaun, fteDS imSBaf* fer, unD wafe&e Das «PftrD gleicbfattS Damit, fo »er* gelten fte. 3tem, nimm D?ofr©djwefcl, alt ©cr)meer, l or* fceeru unD ^uecfftlber, macbs jur ©alben, unD fdjmur Das WerD bamit. £>eßgleicben mm >Quecf* fübtx unb ©picfol, reibs bureb einanber, unb fcbmiere bat Werb bamit Ober nimm btß tyftxbt eigenen ^Hfi, brenne ibn ju$uf»er, und tbue es in SBeinbefen, la^ tt ttof)l fteben, unb befdjmtere bat fftoß Damit. (tt beftnben ftcb aucb wol 2äuft oben im $amm an benDtoffn, aber wenn man fte nur wobl bereg* wen läfft ober wol>l fcbdümet, fo geften Die £dufe t»ieDer weg. X}onden3ungert*©ct>adett,und wenn einbog nidot fteffcn Hn. Qyin Dfoß bat »ielerlvt) Äranfbeiten unD ©ebrecb* ^iicbfeite'nanberg'unge. bisweilen1 ift ibm bk Sung als wenn ftcbs »erbtffen bdtte, ober fonft an Der Sunge mit bem Saum ucrleßct wdre. £>a$u fpk Du bkfi ©glbe machen, es babe Den ©cbaDen über Die Swercb oDer mtcb Der £dnge. sftimm roben #i>nig/ unb btn beften tytil »on dem ©t'brorinefletfib, bat gefallen ift, unb alfo m[ ieftoflenen Weff«**/ unb $itkfft tt alles wobl mit* einan* •«b 4$ e** einanber ju einer ©alben, unb beft^eicb ffim-bie »er* wunbef e Sunge bamit, unb tbue baS btt %ugs ;wep* mal,unb lege tbm berweilfemenSaum an, bit fte ü>m gebeilet ift. &Üdre aber bk gunge fo febr über* iwercb »erfeljrt, fo fan man t^m nicbt helfen, man fcbneiDe fte Denn ab, ba fit »erfebret ift; Denn tt jcbaDet Dem WerDe nic&t wenn es gleicb ein $bei* DerjBunge nicbt bat. xonte ein We*b nicbt freffen,fo nimm $nobfcw$ unb Weffer, ftoffe Darunter emanDer, mb reibe u)m Die gdbne Damit/ bit tt freffenb wirb. ©ö fonft em W**b nicbtfreffen will, fo fji tt ttin gut 3eicben,benn tt ift f ranf, unb mangelt ü)m xx>a& 2ln jwe» Seieben fan man merfen, ob ein Werb franf fe», unb ibm ttxcat mangelt, ndmlicb wenn ifcm bit Obren falt fe»n, unb nicbt freffen mag. $Bcnn ein 9voß bat gutter nicbt freffen mag, fd nimm ein balb Stilaafi febarfen £ßig,tbue bre» (Spes baxan, laßt tt über Wad)t fteben, baß es warm bleibe, barnacb ju Morgens rubre bit C"»er bar* ein mit Meifterwurj, flein geftoffene forderen, unQ ein balb ^flaafi 2öaffcr,geuß es btm iKoß warm an. sflimm etn balb Viertel Kiepert, tbm et in Q5rim* nenwaffer, rubre es unter einanber/ laffe bat Ofoft ungetrunfen jween Qaa*, trdnfe eS Damit. SRimm tin fxifd) robeS €», febneibe oben in btt ©ptfcen ein £6cbl:in barein, tbue ein wenig ^af an barein, rubre es wol)l unter einanber, b#' bad Werb mit bem ^fiau\ über ftcb, ftoß ibm bat &$ gan$ in ben £als, jerreib unb jerbriefr eS im .£> ifSA ba^ ibm bk ©cbalcn, famt @» unD ©afran in Den $ej& fommen, lafft tt alfo tint 28eile aufgeheftet g 2 UUD * 44 * unb ungeffen fteljen, es burcbfriecbet ibm ben gan* gen £etb, unb finbet was 33&feS barinnert ift. pon benen Pferden, fo leimen, *£xben, VOiffy tficber unb anöerc una,exx>&bnlid)e JDtngc freifc«» JDetfgletcfoenuon oenen Pferöe» fo mcbt «ngcbunoei» feyr» a>püen, unö £npper»beifler ftnD, epsie Q3fcrbe fo Seimen unb <£rbe freffen, werben —J gern mager unb unfreßig. ^Rimm beßwegen ®e»enbaum, Söegwartfraut, unD Deffen ißurjel, bacfe tt unter einanDer, gibs Dem £Koj? unter Dem gutter, unD ne^e eS mit gefaljenem 583affer. (£in WerD foll man in acbt nebmen, Daß tt feine SÖifcbtücber, ©püblbaDer ober anDer leinen ©e* rdtbe i\]tt, aber wo man tt »erfeben, unD Dergleichen (pjcbaben gegeben ift, fo nimm jebn £»er, tbue fit [n einen glüenden iopf, geuß fcbarfen (£ßig Dar* an, Daß es wobl über bk @»er gebet, Denn macbe einen £)ecfel über Den §opf, binDe ein $ucb »eft Mmber, Daß Der £>ccf el fein gebeüe auflieget, laH Den $opf an einem warmen Orte fteben, bit Die £»er* fetalen berab fallen, fo werDen fte Denn fyart. Söarnacb binbeDaS^ferD auf, gib ibm eins naelj dem anDern ein, unD Decfs Darngcb warm ju, unD laß tt alfo jwo ©tunDen fteben. Äenn fo gib ilnn ein gutrer mit rober ©erften unD mit #erel, DaS Ift ibm febr gut, unD reiniget ftcb Da»on. S33enn ein,©aul nicbt will angebunDen bkibtn, ftmbtxn alles entjwe» reiftet, fo beftreieb i&m Die gügef nur mit ©cbweinStnift, fo (äffet er tt bleiben. Jlrippenbeiffer »erberben »iel gutter, befcblage Die Stippen mit eifernen Dicfen SSlecben, baue fte mit einer fcbarfen ©ptfßrutben über bem Reiften auf fcatf $?au(, fb unferlaffen fte es. SlnDere WerDe fo «fo 4f dfr bat Maul immer in Der Grippe auf Öem gutter (ie* genD (>aben, unD Daffelbe gar fcbwerlid) fcblucfen/ ftnb gute Werbe, und fe&abet ibnen Das nichts. 4 Pon der geifel. 5ft>enn ein WerD dngftiglicb tf>ut, fcfjwt^et, ftcb *w nieDerlegt, will nicbt auffielen, freiftet, und weljet ftcb, unD weiß ftcb nicbt »or5lngftju laffen, fo batS gemetniglicb bk geifel, Das ift Den WerDen gar ein fcbdDlid) 2)ing, Denn wo man ibm nicbt balD ju Qulft fommt, unD Der Unflat^ Der folcbe Äranfbeiten am 4?alS »crurfacbet, jerfcbmeljet, ober fenfet, fo fallt tß ftracfS um unD ftirbet. ©oll Dem* nacb ^n ffteiter oDer tfnecljt jcDerjeit eine groffe ftarfe £aßflire be»vftcb tragen, Damit er Diegeifen reiffen fan; unb wenn ein Dvoß einmal btefe^ranf* beit befommt, fo mag man tt wol;l abfc&affen, benn fte fomm<| wieder. SDic geifel aber ift ein greifend) weiß £)ing, wk wciffe#anfforner,ldnglicbte Srbfen,ober ©cbwetn* ftnnen, Das ftecf t ibm jwifcben ber $aut unD gfetfcf) am Qalft, ba ber palt an ben $opf Des Joffes rüb* ret. Man fan es fein füblen wo tt ftecfet. S)a fübre man bat D?oß aus Dem ©fall, unD meffe erft* lieb mit Dem Obr DeS OioffeS: £)enn fo lang Das Obr mit welchem man berunterweffen muß, etwa jwe» -Qucer ginger unter btß Obrs Maaß, fo fm* Det man am €nbe DeSObrS Den Ort, Da Dieferftn* niebte Unflatb ftecfet. S)a nebme man Denn eine Sang, unD ergreife allDa Die Jpaut mit Dem ^ki\d) an Dem Ort, Da tß Die geifel bat, oDer fafft tt mit ber£anb unD baltS, unD eroflfae Die .Jpaut mit ei* ner Werbeffite, unD Drücfe ibm Die geifel berauS, wennS gar heraus ift/ fo fdngts an ju bluten, unb ^ 4* <«• und afebenn fiepet man ibm Darauf, ba^ nur Men* frbenfpeicbel Drauf frommt, unD reibe ibm ©ah in Den.©cbaDen, alfobalD wirft Du feben, Daß Das WerD wieDer £uff befommt. SDarnacb reiffe ibm die geifel auf Der anDern ©eite aucb alfo, unD laß ü>m eine 5lDer unter Der Sunge in Der Mitte, unD eroffne tt em wenig oben im Obertbeil Des Muni des, oDer fcbneiDe es ein wenig mit Der glite, DaßeS nur blutet, unD »ornen unter Der ©ebnauße nur •in ©tricblein ober etliche getfran, oDcr gefcbniDten mit Der gliten, unb ©alj. barein gerieben, bafi tt fein braufet. barnacb ffiftre eSefmober ttlid)t mal im «£)ofe herum, tmb brings bemacb wieber in ©fall, Decfe ibm eine £)ecfe oDer einen ©acf oDer jween über/ Daß tß fein wieDer erwärmet, fo wirb über eine äßeile bat WerD wobl wieDer anfanQtn ju freffen, man mag es aucb barn$cb balD anfpan* nen, allein man muß Slcbfung Darauf geben, bafi ftebs nicbt bald bemacb im greffen »erfange; Denn da»on befommen fte Die geifel. Man fan tt an btn 9voffen balD merfen, wenn fte ftcb »erfangen, denn wenn fte trinfen, unD laffen baS2ßaffer nicbt wieDer aut Dem Maul laufen, fonDern balten nacb t>em trinfen Das Maul »eft ju, unD behalten bat SÖaffet Drinnen, fo haben fte ftcfr »erfangen, unb befommen f>ernacr) Den geifel. €m Üioß will gar eigentlicb gefüttert unD getrdn* fet fe»n. Q}om Hftn gutter befommen fte Die gel* (tl aucb, nnD »erfange ju, bafi bu fit fein fcbarf macbeft, binbe fte an ein pbly bamit Du Defto beffer Damit banbeln fanft, man muß mit Der glite burd) bk #aut gra* ben, unD Darnach ein Idngltcbt^kblein in bk$aut reiften, etwan eines ©liebes am ginger Jang, un& darnach mit ber glite Drinnen l)erum wühlen, und das ©rießlicbe heraus pugen, unD an Die «paf£ l)aar abwifdjen. Von der (BaUm* GjliSweilen werDen Die WerDe binfend, und fflbtti *U Dod) feine ^otbe »ertreten, »erberben febr, Daß rbnen auch Die Steine beginnen ju fcbwinDen, ba greiff ihnen unten am guffe hinten auf Die ^Jacfe» da werDen fte eS balD fühlen, unD wirD ihnen welje thnn. 3>u mußt ibm aber alfo helfen: ©cbneide ibm Den ©cbenfel hinten an fc>er#acfe, Da bit lafa gen^aare Dran bangen, geraDe mitten inDer#acf ein £»cb eines halben gingers lang bindn, ba fitö Deft Du eine ©all, Die fcbneiDe ihm heraus, und ftreue @rben Drein, darnach magft Du tt woM Durch Den ©anb unD allen S>recf gehen laffen, Denn tt ift ihm gefunD. gerncr muß man es bdben und wafeben mit$$aunrtvolle,öbermeumg, £einfud)eri unD altem ©cbmeer, mit %$kx jufammen gefl*tf«v du Darfft Den ©cfjaDcn nicht Damit wafa>n, fon* dem nur Den ©cbenfel, laß tt bamacf»ein, jttfep ©Der Dre» 3:age fteben, wiewol tt beffer ift Daß D« tt tin wenig mit braucbeft, Daß ihm Die5lDernniedt erfrummen, fonDerlicb im 21« fan man tt wobl ■brauchen, dt muß if>m aber an Dem %$tint oDer an dem $uf, Daran es gefc&mbten worden, eüf fonbe^ *%k 48 d£» tid> #ufeifen aufgefcblagen werDen, erfllicb ein tid)t pfeifen, unD ein feulicbt ©fen überber gefcbmte* det, xok tin halber MonD, oDer xck tin $ing. 5lber tt fe|t 2llbred)t, in fetner 9\oß*5lrjne», »on einer glußgaljen folgenDeS Mittel: 3»ft ^ Slug*» galle anfferbfllb Des feines, fo brenne fte mit ei* nem gluenden (Eifen; Darnach lege Darauf Dvocfen* QxoD, fo btiü wie es aus Dem Ofen fommt, laß eS Dre» £age unD fachte Drauf liegen, gerner, fo nimmalteS ©cfcmeer, ©cbwefel, W<# unD Qan* nenbldtter,, mifcbe tt unter einanDer, falbe Das WerD batnit darnach fefct er noch eines »on ber ©all im Mun* be, unb fpricbt, man foll ihm jwe» 5lDem unter Der Sunge laffen, Daß ein gut $beil $>Iut hinweg gehe, unD Denn Das ^flaul mit <&ali unb 2öeinftein rci* ben, eins fo mtl alt btt anDern, mit gutem W$tin oder d$iQ unter einanDer gemifcbt. SDamacb fagt er weifer: ODer aber fcfrneibe fte heraus mit einem frummen diftn, unD reibe ihm Denn Die »orige ^emperirung hinein. 3ft ihm aber Der Ort gefd; wollen, fo fcbneiDe Die ©alle nach Der £dnge, unD. reibe ü)m Die SöunDe wohl mit ungeriebenem ©alj. SBenn fonft ein WerD ©teingatte bat, fo laffe fte iJ>m fein, autwixftn, wenn Der MonD am dnbt iftz unD nimm SanDeljucfer, einer -pafefnuß groß, lege eS Dem tyftxb auf bit ©alle, nimm einen beif* fen ©rein, unD brenne, bit tt bat Werb fühlet; das tfyit jwepmal, tt hilft. Ofttnm ad)H!otk grünen Mapldnber auS ber Slpotbef, bit ftoß gar flein, »ier £otbMa»enbut* ter, ein totl) £onig, jroep £ot& Ztxbttxn, ein Sot& $afcen> ^s 45 {* SSaßenfcbma^, Dies tbue alles unter einanber ju tU ner ^albt, ftreicbs mit einem ginger auf bit ©alle) bief xok tin Rapier ift, alle $age jwepmal, fo lang bis Die ©alle nicht mehr ausgebet, fo bift Du ftcber Daß il>m fein ©ewdcbs oDer ©all nicht meftr mdcbfet. jDeti Scfyarbocf von einem &ofj $u ernennen. C)beu am Q}orgcrüfte lauft tt auf, unD laßt ftdj ^-/ anfeben als bdtte es ein ©attel geDrücft, Da Doch fein ©attel Daraufgefommen,allDafollmanS abfcbnetDen, fo wtrD gelb Gaffer heraus taufen. 5luS Dem ©cbaDen geben £öd)er hinunter in Den Sjalß, unter Den Sahnen, alt xoärtn tt fcbwarje 9leDerlein, alSDenn mache btn ©cbaDen auf, und - ftecfe £alcf Darein, la^ es jwe» $age Darin ftecfen* Darnach nimm Menfcbenbein, brenne tt ju tyuü »er, ein Q}iertel WunD ©e»cnbaum, eine #anD»ott " geftoffen unD geDorret 35ilfenfraut, mifftn geftof* fetten £unDSfopf; Diefe ©tücfe in jwe» öuart S$ier getf)an, unD in einem neuen $opf, Denfelben »eft jugemacbt, eint ©tunDe fod)en laffen, uno in Drc» §beile getbeiiet unb Dem Dtoß Dre» Morgen nach einanDer, jeben Morgen ein $beib eingegoß fen. darnach nim tin »iertel WunD ftupferwaffer, laß es wohl foeben, unD geuß Dre» &uan SÖSaffer Darauf, wafebe Den ©cbaDen Ditmit aus. ©arnacb-nimm geftoffeuen 5llaun, SGeißenmebl* $onig, jeDeS tin WunD; Das mifcbe Durch einan* Der, Daß ein Q5röD Daraus ruoebte werDen. BiefeS ju einem ^eig gemacht, in einen Q5actV:n getbatt Da§ es gar ju 9>ul»er brenne ^bemacb froft tt ju Wil»er, unD mnn Der ©cbaDen mit Raffer rein gewafeben ift, fo fteef Das ^ul»ei in Den ©cbaDen. © $Da £>a Du aber ftebeft, bafi tt bot gleifcb wirb, unb hoch wdcbfet, fo nimm gebrannt £upferwaffer, auch 2llaun, unb wirf bat »orgemelbete Wtoet Drauf, brauch eS fo lang bis ber ©cbaDen jubeilet. Probacum ejt. Von ben &k<$)Xa$en des tftacjene. elcbeS £Xoß ftcb überfrißt, unb nicht wobl ge* betben mag, bem gib ©alj ju freffen. Ober nimm einen #afen »oll Q3runnenwaffer, unb laß es 8 $age fteben, unb nimm barnacb gebrannten Slfaun, f lopf ben aufs f leinfte, nimm fo ml ©alj, unb tbu es unter einanber, unD mach tint 5\ugel daraus, als eine ©aljfcbeiben, (aß fte hart werDen, fur>re Denn Das [Roß Darüber, unD laß tt freffen, es genefet jur £anD. Von tjedrü'cften, \vunb$eßo$enen und andern auf öem Rüdfen befehligten Pferden. uweiien wirD ein WerD febr »erDerbet jwifeben Dem Kummet oDer ©eilen unD ^attti £)enn wenn Der ©attel »eft angebunDen ift,unD tin unecht noch Daju Drauf ftfcet, unD Das 3coß mit Dem $um* met oDer ©eilen auch eine groffe £aft jeuebt, fo f lemmet ftcb Die Sjaut jwifeben Dem Kummet unD (^atttl hart jufammen, wirD unterfertig, bricht 6f* terS auf, unD befommt groffe £6cber. £)a fcbneiDe oben Die Sjaut mit einen fcbarfen ©cbeermeffer in einem ^othftall auf, Daß bat dyttx heraus laufen fan: Man muß auch bisweifen Die obere £aut mit Dem ©cbeermeffer ganj wegfcbneiDen, Daß tt mit neuem gleifcb wieDerum bcwacl)fe. darnach muß man Den ©cbaDen Jein rein answafeben, erftlicb mit reinem 2Bnffer, bemacb mit fcbarfem @ßig, unD Denn einen leinen Pumpen an ein #olj machen, unD btn 28 3 «5 fi e*S» Den ©cbaDen rein auSwifcben, mit Den^dnDen foll man es nicht anrühren, Denn fte ftnD fücbtig. _ darnach, .wenn es rein auSgewafcben ift, fo nim £einol, ©rünfpan, alt ©cbmeer unD Serpentin, Da* mit beftreicb Den ©cbaDen inwenDig mir einer oDer DrepgeDern, fo jufamen gebunDen fc»n. Man muß es attejeit be» Dem geuer wieDer warnt machen, wenn man tt beftreieben will, beftreiebe auch tin $üdjlein Damit, unD lege tt »on auffen auf. Stöenn fonft ein WerD »otn ©attel oDcr Kummet gerte* ben worDen, fo foll tt Der unecht mit feinem eige* nen Urin Des Morgens, Mittags unD 5lbenDS xoa> fcben unD beftreieben, Das feilet fte beffer alt irgend etwas anberS. Ooer nimm jerqueffebte ober jerfcblagene glie* berbldtter »om glieDerbaum, tl>ue Dvabm, fo oben auf ber Milcb febwimmet, barunter, unb beftreiebe Den ©cbaDen Dannt: $ßenn es aber beulen frigt, unD unterfertig wirD, fo faffets €».ter, unD tt>ut ib* nen webe, wenn man Daran greifet; Derowegenwo man folcbeS merfer, fo fcbneiDe man tt nur balD auf, baiß bat dottx heraus laufe, unD wafcbeeS, xok »orbin gefagt, fein rein mir Raffer, ftreue ftafcf nur einen ^ag Darein, Das beißt Das bofe gleifcb weg; bernacr) foebe Ofterlucia in 2£ein, ttem ©dnfegarbe unD5vopffraut,'wafcbe ihm btn ©cbaDen mit einem eingeneßfen Büchlein fem rein aus, unD quetfebe ©dnfegarbe unD ftopffraut jwt* fcben ©teinlein, Drücf e Den ©aft in Den ©cbaDen, unD lege Das 5vraut Daran, bmDe tt ju, bat heilet auch trefflieb wenn ein Menfcb »erwunDet tft. 3tem, foebe Tupfer waffer fn2Bein,Damit wafebe Den ©cbaDen attejeit fein rein aus, Darnach ftreue © 2 darein barein $ut»er »on £unDSf 6pfen fein mi^ gebraut, Rein geftoffen, unD Durch ein ©ieblein gefteber. ODer nimm ©rünfpan, Öfterlucta, ein halb Sotb Weffer, alles fein geftoffen, unb Durch ein ©ieblein gereutert, ftreue tt hinein. 2ßcnn nun ber©cba* den mifi gleifcb befommt, fo betlfS, man muß aber folcben Werden Su freffen geben, unD fte woljl warten, fonft beilets nicht. Q5iöweilen Drücfct tin Kummet oDer ©eil tin Werb, Daß tt beulen befommt, unD ob tt gleich anfänglich i^nen wehethut, fo »erhärtet es Dodj, unD fommt md)t jum ©chwdren, folcbe beulen fcaue nicr)t auf, fonDern fcbmiere fte nur mit altem äerlaffenen ©cbmeer; man fan es balD fühlen, wen die beulen unterfertig werDen, unb (Sotcr befomcn, unD fo fte €pter gefangen, fo muß man fte balD auf* bauen, xok porfcin gemelDef, Denn fonft frißt Das Spter um ftcb/ unD wirft anDere beulen auf. tyod) wenn Du eine bettle aufgebaucn,DaS €»fcr auSgeDrücft, unD i?en ©cbaDen gcreiniget baft, fo fcbmiere QJaumol, oder SÜermut&oI baxtin. ODcr nimm $abacf, Ofterlucia, $e>rmentilmurjel, ftoß es flein/ unD ftreue tt in Den ©cbaDen, Das heilet, überftreicb tt Denn mit SQßermutbol, fo fommen feine gliegen oDer 2Öürme in Den ©cbaDen. ©olcb wafcben.unD fcbmieren tf>ut Dem WerDe fo webe, bafi man es in einem ^ftotbftatt binDen muß. äßenn fonft ein WerD auf DerDveife »om ©attel WunD geDrucft worDen ift, fo wafcbe tt auf btn Slbenb ftin rein mit Urin, ftreue Darnach tin wenig ungelofcbtcn $alcf Drein, Das jeucbts jufammen, unD macht eine^ruft. darnach lege Des Morgens tpieber ein boppeft Rapier auf Den ©d)aben, baS ju»or «8fc n d# ju»or auch im Urin genest, unb lege bin ©attel Darauf, unD man fan ohne ©cbaben brauf reiten. $Benn man fonft einen ©attel mit jungen rau* ben Olel)fellen unten autfutttxt, fo Drücfct Der ©at* tel fem WerD. SBcnn tin ©aul mit Dem ©attel bcfchdDiget wirb, unD il)tn Der ©cbaDen offen ift, mmmOchfenjungen, fteDe fte in 35ier, wafcbe ihn Damit, Darnach brenne 3vorn ju $ul»cr, ftreue Daf* felbige Darauf, fo Ijcilet eS. 3tem, wenn ein WerD Der ©aftel geDrucft fjaf, Daß eS befcbdbiget ift, fo muß man, xok »oi'hin ge* fagt, Das ©eDrücfte mit feinem Urin wafcben, wenn es aber aufbricht, fo brenne man nur atte ©cbub' foleh, unD nehme Dürren ^aubenmift, reibe Den balb flein, unb »ermifche es unter einanber, ftreue tt il>m ein, bat tröefnet febr auß, unD heilet wof)l. ■* gerner, foein geDrücfter ©cbaDen offen ift, fo wafcbe folcben mit ©cbufterfcbwdrje rein aus, bis es blutet, brenne Ovocfen ju ^ulöer, unD ftreue tt in Den ©cfyaben, fo heilet tt unter Dem <^atttl, tt wdre Denn, Daß man Den ©cbaDen gar ju febr »on neuemDrücfte, welches man in acht nehmen muß. ©o auch ein WerD Der <^atttl geDrucft hatte, Daß eS gefcbwollen wdre, fo nimm ehe Du Den ©attel abnimmft, wenn Du merfeft Daß tt gefcbwollen ift, geroftet $3roD, wirfS in guten Slöeineßig, Daß es weich wirD, unD faß Det/©attel Darauf liegen, unD legS unter Den ©attel, auf Die ©efebwulft, tt hilft. ÖDer binDe ein Q3üfci)lein Sjm in ein sSünDIein, unb laffe Deinen Ur^ Darüber, binbt il;m auf Die ©efchwulft, fo fegt ftebs. 3tem, fo eins einen £3rucb unb ©efc&wufft um ter bem ©attel fyattt, fo nimm £ccbtjel)n, flein ge# püwert, * f4 # pfifoerf, brenne alte ©oblen unD ^minbtim, pulvere Die, tbue ©rünfpan Daju, unb menge atte Diete tyulotx Durch einanDer, ftreue Des Wi(»erS alle ^age Dreimal Darein, unD über Den anDern $ag wafcbe Den ©cbaDen mit £auge oder Urin aus, muft Du ja reiten, fo mache einen Dünnen buchen »on ©emmelmehl und Dem weiften »om dt), legtoDcr bmDe folcbeS Darüber, unD beftretcb es mit altem ©cbmeer. &£cnn ein Ovoß gefchwittef, fo nimm gebdbet 23roD, gieffe Ösßig Darauf, unD binDe tt auf Die © fcnwulft, oDer binDe gefocht ©chelfraut auf Die ©efebwulft, fo fe^t fte ftcb, oDer'fcbmicre tt mit al* fem ©cbmeer, über Dem geuer jerlaffen, oDer mit Mapenbutter, fte mag gefaljen fepn oDer nid)t, reibe es wobl em/Darnach mach£eim mit(£ßtg ein,fchmier eS auf ein £ucb, binD tt auf Die ©efebwulft. 3ft ein WerD gebrochen, fo nimm ftraurwaffer, wafcbe Die äBunDen bamit 3ft aber Die 233unDe fcol>(, fo nimm Stoßbein, brenne Das ju $)ul»er, tbv; halb fo »iel $alcf Darunter, mifcbe tt mit ein* anD.r, unD ftreue tt Dem WerDe ^ 3ft ein WerD fratt oDer rol) auf Dem Ovücfen, fo. nimm (Ebeiisoniam, oDer ©chelfraut, ©chweine* bem unD -pecbt-Streuj, unb mache fte alle ju *pul* »er, ftreue^Daftelbe^ulöcr Drauf, ©olt Du aber ja reiten, fo fchneiDe Das Wafter auf, fo mit Der 33rucb ift, unD fe£e ein Wrgament Darüber. &Benn ter ©attel ein Üvoft gefcbwellet, oder Das 3ioß fonft einen ©d>aDen am£eibe oder feinen bat, fo nimm mlbt Q3etonien, fteDe folcbe in einer Staune 3>ier, wafcbe Den ©cbaDen Damit, unD binDS fo warm auf als es Das WerD erleiDen fan, fo 'gebet Der ©cbaDe t ©cbaDe unb Die ©efebwulft jufefjenS weg. dt hilft auch Den Menfcben. ^ ODer nimm neu tytd), ft°$ es flein ju $ul»er, unD wafcbe Den ©cbaDen mit (Sßig, ftreue bat Web Darein, Drücf e ein wenig £öerg oben Drauf, fo magft Du Den Älepper woi)l reiten, wenn man Das SÖßerg heraus reißt, unD Der ©cbaDe tief ift, fo gehet »iel @»ter unD Unflat mit heraus, darnach mache eS wieDer xok ju»or, wafcbe Den ©cbaDen aus, ftreue wieDer Drein, unD Drücfe wieDer 2Berg Drauf, tt heilet fcbnell ju. Süt fonft x>enounbete Pferde, imm gtchtenrinDen/fcbele Das dufferfte ab, unb feuDe fte im $Öein, wafcbe Die SBunDen Damit. gerner, mache eine Dvoßfalbe, Die Du ju allerlei ©cbaDen Der WerDe gebrauchen magft. sftimm ein WunD ponia, ein WunD ©rünfpan, tin Wunb Sllaun, ein wenig (Sßig, Ovocfenmehb ftupferwaffer, ein Wunb ©lette, rotbe dxbtn oDer Zevva &i$ülata, weiffen %ßtit)xaud), la§ Diefe ©tücfe wohl mit einanDer fteben, wafcbe ihm Den ©cbaDen rein Damit aus, unD ftreue ihm ein xok^ im »orbergebenDen dapittl gejeigt wirD. 3tem, nimm »jpanfförner unD $autxouv$, ftoffe Die tn einem Morfcr, jwing tt Durch ein ^uef), unD nimm 4banfwera, mache ein Wafter Daraus, lege es auf Die äöunDen, Das leget Die ©efebwulft unD feilet. ODer nimm ein WunD ^annenpech, ein Wunb %Bad)ß, tin Wunb ©cbaafS4Jnfcblitt, baS ftebeal* leo unter einanDer in einem glüenben $opf, unb bat mit falbe ben ©cbaben. Ober «imm ©d&walbenwurj, unb ft'ebe bie,unb wafcbc dl mafdje Denn bem Werbe bk 2öunben bamit.« Ober nimm ein Siebtel Wunb rol)e©ilbergfdrte, bat Sßtifft »on @»em, ein M)td »on einer Maaß (pßig, auch fo »iel £onig, ein £otb ©rünfpan, bat ftebe alles unter einanber in einem groffen $opf, unb laß es nicht übergeben, lau es bernad; erfal* ttn, tt t)tikt alle S&unben, und tft eine gute be* wdbfte ©albe. Wcd) nim ein »iertel Wunb£irfcbemUnfcblitt, ein »tertel Wunb ^vinbermarf, und^ünerfcbmalj, ein Wunb ©lorie, anberbalb Wund Baumöl, fteDe biefeS alles unter einanDer, Jaß eS erfalten, falbe Die £Öunde Damit, es heilet gut. @ine troefne ©albe für Die Werbe: 9tfmm ge* brannt gifc^bein, welches Die ©olDfchmieDe haben, $5le»weiß jwe» £otb,. Sinnober jwe» £otb, ©alli* fcenftein ein £otb, mach tt alles ju tyulotx, anbtxu f>a\b tyfunb &adjfenf#malj, tin Viertel Q5aum* 61, anDerthalb Wund &öcfS4tnfcbfitr, fteds unter einander in einer fupfernen Wanne, und fo tt falt wird, fo falbt Das WerD Damit, tt f)tikt unD froef* net Die 26unDe. Perfl'caria, globef rauf, ift ein treffliches SOßunb* fraut, • fonberlicb für bit -Werbe, gefocfjt,. unb bk ^Bfiabtn bamit gewafeben. 5ür Türmer im Hlagcn oder 3aucfc, Qfrimm ßßig ober (gnerfcbalen, bit flein geftoffen ■W- ftnb, unb tfjue darnach Jammerfcblag und Q5ranntewein unb Weffer brein, lafft bat mit tn-< anDcr erwärmen, unD geuß es Dem WerD in S^alt, ift probirt. ODer gib ihm Q5vd)Sbaum im gutter ober %&txmutt) ju freffen. ODer gib Dem WerDe ßberwurjel ju freffen/ fo fterben bk 2Bürme. ODer. nimm * ^7 # nimm ^ad&tfdjatten, Dvauten, (^aH, 3toß unb Sfoi cfenbrob, wohl gebrannt, geuß @ßig baxtin, bafi cä bünn wirb/ unb geuß es bem Üfoß -in ben #alS/ unb binb es auf bk *g)6r>e mit bem $opf > eme ©tunbe lang/ fo ftirbt ber $Öurrm Ober nimm gefotten ftomwaffer, gibS bem CKog ju trinfen, ober nimm $kt>tn, mifcb tin wenig ©cbwefel barunter/ ober nimm gebrannte 2lfebert »on Ulmenftolj/ ober geftoffen W^erc»onbürrec 2öermutb/ rohe geigbonen, kaufenbgülbenfraut/ »on jebem gleier) okl, jwep Unjen Ovettigfaamen, jwe» Unjen *g>irfer>f>orn, mifcbe unb ftoffe eS unter* einanber, tbeil tt in bre»$beile, und febufte tt btnx franfen Werb in weiffem äöein ein, nach bre» $a* ge* mach ihm ein (Eliftier aus nachfolgenden Ärdu* tern: Man nefrme Die Q5rül)e, worin &Bermutlj> unD 3vauten gefotten worDen, tbue eine ÜvinDSgatte unD eine Unje 2lloe Daju/ flutte tt tym Huftier* weife ein. Sür alle XVüvme im £etb/ imm Metterfraut/ brenn bat ju Gaffer, aud> £aub »on einer ^afelftauDe/ unD ©teinpfeffer, alles gebrennt im Söaffer, ift gut für 2öürme im §tib. ODer nimm 2ÖacbbolberftauDen/ brenne bk ju SOSaffer, unD wafcbe Die 2öuuDen Damit/ Die btt $ßuxm gefreffen hat, fo ftirbt er. ODer nimm Üioß* btin »on Demfelben ©efcblecbt, brenne tt ju Wik »er, unD fde es über den£öurm, in Drepen Magert ift er tobt. Sür $cn auswerfenden XVutm, imm £infen, brenne fte ja Wifoery unb wirf eä barein, ober brenne bem Dvoß bk £5eule, unöf ffreicfje weic&en Meufcbenfotf? barein. P Obee dl dl Qh f* t» Ober nimm SSrofamen »on einem f)arteti 35rob, inrt ©alj gemifebt, unb binbe bat über *ftad)t bar* auf, Deep* oDer »iermal. ^ Oixr nimm ein Q5üfcbel Der innemücmben »on (Stcbenbolj, fteDS in einem £effel, laß es falt werDen/ unD wenn Das WerD burftig ift, fo halte es ihm . »or, unD lafi tt trinfen, erfcbricf aber nicht, es wirb tl)un alt wolle eS fterben; ber Söurm ftirbt gewiß. Ober fde ihm Maulwurfpuloer barein, ober nimm einer £afelnuß groß weiffen SBeibraucb, in €ßi£ Ju»or geftoffen, unb ihm eingegoffen, ober fünf SÖÖurmlein aus ben ©c&laffopflein jerftoffen, unter £auSwurjfaft getrau, il>m eingegoffen, |>ilft für atte £Burme. Ober nim bie©djalen »on jwepbunbert dotxn, ftebe fte eine ©tunbe lang im Gaffer, bamit wa* gbe ben ©cbaben, ftoß bit ©d&alen, fixtut bat *P»l»er barein, ber Sßurm ftirbt. Ober gib ihm Drep Blumen, Die auf benS)onnerbifteln wacbfen, im gutter ein. < ODer batfe 2tgrimoniawurjeJ unD ßraur, gib gS bem Dvoß unter bat gutter, fo lang bit bu ftebeft bafi ber &Burm tobt ift, ober nicht mehr um ftcb frißt; nimm hernach Ofterlucia, ftebe fte im 2Öaf* fer, und wafcbe ben ©cbaben bamit, ober gib ihm SÖolfswurj unb Wterliwurj ju freffen. Ober brenne bk beulen freujweife auf, Dar* nach fde ©rünfpan Darein, oder Mercurium, unD wenn tt wobl auSgebiffen hat, nimm hernach 2in* jenpul»er, ftreue es Darein, ift febr gttt. £ür öae Ungenannre. 3ft tt ber auswerfenDe 2Öurm, fo nimm Supfiv laugen, ©rünfpan urtö ^Sonwoüen gleich, unb fcbwarjen fcfjwarjen Mapfdnber aus ber 2lporl>ef/ bat aütt mach unter einanber, unb befcbmier bk beulen bamit, unb falbe barauf, ber SBurm mag nicht le* benbig werben. Ober nimm geigen mit ©auch* teil, unb binb es barüber, bit geigen ftoß jum erften. >£me ©albe für ben Xt>urm. cnimm jwe»£ou> geftoffen QSeneDifcr) ©las, jwen Jl Zoti) 2öeifcenmef)f, jwep £otb$eufelsbrecf,em £6ffel »oll £onig, für etliche fytnt Oflucb, für acht Wennig Q5ranntewein, mache es ju einer (Qalbt, unb ftreicbs bem 9voß in bie beulen wenn fte offen ftnb, was nicht offen ift, freujwetfe auf* gemacht; es ift gut. *£in Zvanl für die EDurme. c>hue eine #enne ab, nimm baoon baS (Sragewet* ^ De, Den £amm, £opf, Das £erj, Die £ung und Seber, l>acfs flein, tbuseinen £6ffel »oll £omg Dar* unter, eine£anD »oll-jpabermebl, für einengen «Keigerfcbmalj, mach alles unter einanDer,unD ftebS in (Sßig, Darnach nimm Daoon ein £offel »oll tn ein Oudrtlein Söein, geuß eS Dem Stoß em, laß tt Drep ©tunDen aufgebunDen fteben, tf)ue eS Drei; Sage nad) einanDer; tt ift febr gut. XVtnn einem ^oß der maftdarm auotj^et, ttttö öt'e ^aare im @d?u?anj ausfAÜen. ■ 6o einemOvoß Der Maftbarm ausgebet? unb ihm auffer bem Seibe erfaltet ift,.,fo nimm warm SDßaffcr unD jwep Sappen, halte einen um Den an* Dem an Den Mb, ba$ er fein wieDer erwärmet. «ftimm gemach Q5ocfS^alcb oDer Unfcblttf, faß ihn in einer Wanne über Dem geuer ergeben, ne^e Diegiuger Darein, unD Drücfe iljm Den £>arm: fein aemddMicb wieDer hinein, f>errtacJt> nimm eine gabi £ % grobes xtbtt ©am, ftebe es in altem Q3ier, unb fd&lagö em ©aul um fo warm er tt erleiben fan. ©tb auch im ©ommer Sichtung auf bit Ovoffe, den Diegliegen fefcen ftcb bduß'g unter Den ©cbwanj, imD beiffen Das WerD in Den ^intern, Die muß man mit Der panb fyxaut nehmen, toDtfcblagen, unD 2lfcben Dabin ftreucn. 2öenn Die ^ferDe ©cbuppen in Dem ©djwan$. f rigen, unD am Q)ürjel gnnDig werDen, ifnien auch die #aar ausfallen oDer fonft wegf ommen, fo xoat (che fte mit $tnDer4Irin unD warmem 2£ein, l)er* nad) fache WPPeln, mit Der Sßurjel 2lltf)ee, oder des 3bifcben, unD geuß füffen S&ein unD Oel Dar* unter, falbe Den ©cbwanj bamit, tt ift ein probirt SDWref. t>on Bewurf oder Kaudtcjf tit der Pferde. OffauDe oDer DvduDigfeit ift ein fcbdDlicb S)ing un* M* ter den hoffen, unD fafl xok tin 2luffa£, Denn es ftecfet mit ©ewalt an, nicht allein in ©fallen, fonDern aud) auf Den SBiefen unD SöeiDen, wo rdu* dige WerDe oft gangen ftnD unD gegrafet haben. SBafc&e Demnach Die 9\auDen wohl unD rein, mit warmer fdjarfer Sauge unDMenfcben^am, her* ijath nimm Slfantwurjel unD ©cbwefel, puloeri* fters, unD menge tt unter alt ©cbmeer unD Men* fcbenfotlj, unD fcbmiere tt damit; oder wenn du es gewafeben baft, und wieder troefen worden ift, fo nimm ein S^eif SSBagenft&mter, bk £dlfte ge* freffenen ©cbwefel, £einol und Menfchenf otb, fteDS jmr tinanbtx, unD fcbmiere tt warm Drauf. ODer nimm SluSfpüblmaffer, unD ©alswaffcr darein, tbue tin gut Sbeil flein geftofferienSllaun Da* ju, wafcbe es bamit, l;ernacr) fcfjmiere es mit $eer 3tem, wenn ein Otoß rduDig ift, fo foll man gröfcbe in Oel fteDen, unD ©alpeter Darunter mt* (eben, unD Die ÖvauDen Damit fchmieren. ODer fo- Die Dioffe grinDigt fepn, fo nimm £or* beern, SBacbbolDcrbeem, geftoffenen 3ngwer, alt ©cbmeer, unD ein wenig €ßig, ftoß es Durch ein* anDer, unD febmier fte bamit gür allen ©rinb unD Mangel an Den #ufen und an Dem 2tibt btt 9toffeS,nimm flein geftoffene©olD* wurjel, 2llaun, jwe» &>er,tr>ue Darunter ein ^Drittel aft©chmeer,flein geftoffenen ©cbwefel,rüf)rS wol)l v Durch einanDer, unD fcbmiere Das Ovoß Damit. ©o Das WerD rduDig ift, fanft Du Baumöl tief}*' men, ©rünfpan unD £3ücbfenpul»er, laß tt warm werDen, unD mifcbe tt wobl Durch einanDer, Du muft aber »orl>er, ehe bu bat Werb febmiereff, foldjeS . wol;l mit Saugen ober Urin wafeben. dt Dienet auch für Die üvduDtgfeit alt ©djmeer, folcbeS jerlaffen, unD auf falt 2Baffer Durcf; ein ^kb gegoffen. 3tem, nimm £einol, öueefftlbcr unD ^ießwur* jel^ mach eine ©albe daraus, unD fcbmiere Das Dvoß Damit. Wßtnn ein Werdfcbdbicbt ift/ fo toafeben ettftbe Die ©tdlle mitkam unD guter tage, unD nehmen hemacr) ©auerteig,unD binden Den 3 $age Drauf. dt nehmen aud) etliche wiDer atte DvduDen Der Wetbe, ein »iertel WunD ©lorie, ein »iertel Wunb ungefcbmeljt ©cr)maf j, einen (gperbotter, unD laffen biefeS alles in Der ©annen oDer auf einem Ofen jergehen, unD fcblagen tt wohl Durd) einanDer, rüb* ren tt um, bit tt geftefref, unD fchmieren Das WerD damit, Das ift auc§ tint gute ©albe für DietRauDen. *%, €2 ^ ©o ein Ovoß an Den güffen rdubia ift, fo nimm ein halb Wunb £etn6l, Dre» WunD %£ad)t, fteDS unter einanDer, unD falbe Das WerD Damit. gerner, nimm anDertbalb WunD att ©cbmeer, fcerflopf es wol)l mit einem Soffel, tl)ue »ier £otb jQuecfftlber Darein, töDte tt wohl in Dem alten ©cbmeer, langer Denn eine©tunDe, alSDenn gieffe . »ier £otb Leinöl unD für Dre» ©rofehen SSalfam hinein, tbue ein gut War Toffel »oll poniQ Drein, unD ntifei) tt unter einanDer, fo wirD es eine gute ©albe für Die Ovaube, aber allemal mußt Du DaS WerD ju»or mit Saugen, @ßig oder Uwn wafeben. sftimm auch für »ier Wenninge geftoffene £or* beern, ein £orb 5£elIerbalS, für einen ©rofdjen grauen ©cbwefel, ein £otb Ouecfftlber, für einen ©rofchen^3ücbfenpul»er,für einen ©rofdjenSllaun, und D\einborffd)malj, mache eine ©albe daraus. 3ft öfters bewahrt befunden worden. S)er drgfte ©eburf oder ßrdfce Der WerDe ift Daran ju erfennen, wenn es immer tbrdnet, unD gelb(icbteS Gaffer heraus lauftt, Derowegen muß man bereiten »orfommen, nimmDeßwegen gdben und grauen ©cbwefel, £orbeern unD 35ücbfeflpul* ffa*obtx ©alpeter, jedes gleich oitl, ftoß tt fcircfc* einanDer, Darnach nimm alt $orgfcbweinfcbmeer, baß febmelje, unD tl>ue Die »orig geftoffene Mate* .rien Drein,unD für einen ©rofehen Ouecf ftlber, maefj . eine ©albe Da»on, fcbmiere Den ©cbaDen Damit. ©rünfpan unD alt ©c&meer jerlaffen, unD unter einanDer gerübret, wdbret«ucb Der Rauben. pOenn ein Pferd ftcb immer reiber, oder Keulen befommt. Wrom Sßjg unb ©alj/ w#e bgs W*rb ba* mit/ mit, binDe es alfo an, Daß tt ftcb nidf>t meftr reiben fan, bis ihm Der ©cbmerjen »ergebet. ©o ein 9\oß beulen befomt, nimm eine glitte, jerbaue fte ibm wohl Damit, nimm fyernacb febr wohl jerftoffen 2>enedifcb ©las,we IcheSfo flein wieMcbl fepnmuß, ungeläfcbten $alcf, (Sperwetß, brannte* wein, mache tt xok einen 35rep, nefce panfxotxa in rein Söaffet, frreicbjDen 35fe» Drauf, unD binD eS Dem 9voß auf Die $eufe, la% eS Dre» Sage Damit geben, fo wirD tt gefunD. Sßolte es aber nid)t »er* •' geben, fo baue eS Denn mit Der glitten nicht mebr* 1 fonDern binDe tt nur noch einmal mit Dem Q5re»/ toit oben »ermclDet, fo wirD tt gewiß gefunD. Süv die 2Uibr oder den 2tusejancj, imm einen gtfdv unD werf Das Eingeweide fcmV unD trocf ne Den gifcb in Dem Ovaucb uiiD gib I if>m Den in Detrf gutter, fo »ergebet tt balb. ODer binD ihm ©dufotb für Den ^intern. 3tem, nimm fiepen, gib fte Dem Dcoß ju freffen; Das tbue Drep $age, unD gib if)me fonft nichts an* DerS ju freffen, fo »ergebets. ? Von Kröpfen oder JDrüfen der Pferde. tjsie tropfe ftnD nichts anDerS als Q5eulen an Der Z*J WerDe Seiber, wirD ein We*D gar fcbüttcriet)t/ laufet ihm Der Dvo$ aus Der 9?afe, der 5vOpf wirD ; ibmgarbtcf, unbbuftet; gib il)m£eDericbfaamen im gutter, fogebetsflugs hinweg; ODer nimm So* num (Hracum, langen Pfeffer, QSeilwurjef, ieDeS für ein 3)reper, alles fein flein geftoffen, geuß ein wenig rotben oDer anDern 2öein'Darauf, wenn er gleicb »crDorben oDer fauer ift, tbue tt mit einan* J Der in ein Stfpflein, laß tt lau licht werDen, geuß tt ihm mit einem Siegen^orn oDer durdr) eine WerDe* I fcf>rape, 1 dl ^btope ein, laßbasDvoß eine ©tunbe brailf faften/ binb ihm ben Äopf fein unter ftcb, bafi ihm bertln* fatb her»or fchieffet, unb »on ihm lauft. £aß ihm auch am £als bk £ungertaber. Sßenn bit Stoffe fropfcn ober brüfen, fo muß man fte nicht übertreiben, fonft werben fte gar roajig, nimm geuerfoblcn, in einem tag, lege Mohn* ► hülfen Drauf, laß ibneft benDlaucb in bk 9?afe ge* fcen, fo gebet tt febr »on ihnen. Ober foche nur ein wenig ©ommerforn/ unb gibs il)tn atte Sage ju freffen, einen Sag ober brep nach einanber, unter Dem £aber oder #ere(, etwan eine #anb»oll oder jwo auf einmal, und Des SageS jwepmal, man muß ihnen aber Die Grippe, Daraus fte freffen, niedrig- bangen, Daß tt mit Dem &opf nicht i)bd) ftebet, fo fchieffet il>nen ber Unflatl) jur sftafe heraus. ' ■ sflimm tin #orniffenneft, berauebere bte 9voffe unten am 35aud) bamit, baS treibet bk ©rufen febr. &ib ihntn aud) Üvettig unbOiotfof)! mit unter Dem gutter, fo »ergebet es ihnen auch» @njian, Sonum (Bväcum, und SBolfSmtldv jebeS für ein £>reper, flein geftoffen,unb Dem Werbe Drepmal im gutter »orgefebüttet. Oder gib tbnt Scmum (Bvacum, ober ©cbaDe* bäum, im£aber ju freffen ^weiffer ©enf foll u> nen auch gut fe»n^ nt 3tem, nimm unpraparirten $onum (Bvacum, legS Die ^ad)t über in rotfcem SÖBein, unD gibs Dem WerDe bit Morgens ein. . . 3tem, nimm QSenetianifcljen Sbenacf, ©man, 9vf>abarbara, (SarDobeneDictempulöer, anDertbalb £otb langen Pfeffer, geftoffene Sorbecrn unD Srebs* * augea, aujen, jedes tin 2oth, biefeS bem WerS in wdrmert SBein eingegoffen, bemacb warm jugebecfet, eine ©tunbe fteben laffen, afsbenn ein wenig herum ge* führet, unb btt anbern SagS bit £ung*2lDer gefdjla* gen. 5ö3enn Diefes gefcbeben, foll man eine Äanne »oll Q5ier ober äBeinfoefen, ein »iertel WunD ge* ftoffenen Sobtenfopf, unb jwe» Toffel »oll ©aß burcb einanber mifcben, unb bat Werb über btn ganjen Vtib bamit fchmieren, fo werben ftcb bit beulen in Sag unb %lad)t »erjteben. Einige Werbe b^bens lang, bat ift ein 66$ Sek eben, benn fte werben barnacb gar roßig/ einige ba* bens nicht lang, unD Das ftnD gute WetDe, unD ift fljnen bat tropfen gefunb, Denn fte werDen mun* ttt unD luftig Darnach; eSftecftDiefe$ranffceitun* ter Den WerDen febr an, unb fte befommen folcfje im grübjabr. (Befctywoüem Bd?enfel. Qfrimm #auSwurj, 4?olberbldtter, unb SSSolfS* J+ traut, bat alles ftoffe wobl/ ftebe tt mit (Eßtgi unb auSgelaffenemMa»enbutter/unb binb tt ibm fein warm tytx, unb wenn bu das Wtafter ab* nimmft, fo wafcbe tt mit Söaffer, barin Sannjapfett gefotten finb, tt genefet balD. ilndfo ihm bit paate abfallemfo wafcbe es mit jungen ^nabenfrarn. Obeü nimm SOBottfraut, t|)ue es m tintn neuen paftn? Dam pautxouxy bauten, und gute #»lDerbldtter/ ODer Der gelben Öiinberi, Die auch wobl geftoffen/ DaS alles fteDe in ©eiSmilcr)/ Die n\d)t abgenommen ifl, DaDurcb jeueb' ein fauber Such/ unD binbt ihm fein warm auf ben ©cbaDen, fteDe Q5irfenlaub in feigem ©püftlwaffer aus Dem 35urterfa:;, wafcbe ben Schaben Damit fauber, unD thui folcb^ c,h 3 Om ODer nimm %&ad»t, SOBerg, ponia unD gßig, »on jebem gleich ml, fitbt unter einanDer/ unD binDe eS über Den ©ä)aben. ODer nimm eine panb »oll ©alj, legs int SOöaf* fer, geuß Das Söaffer flugs da»on, Darnach nimm paffelbige ©alj, binDe es,ibm um, unD begieß tt ioon auffen an Dem Runder mit Dem abgefücbten Sßaffer, laß es eine ©tunbe oDcr drep Drauf lie* gen, fo wirD es wieDer gar trocfen, Darnach tbue noch tintpanb »oll trocfeneS ©alj unter Das »o* rige, lege eS alfo auf, unD laffe tt eine 3?acf)t bar* auf liegen. <0efct; wollene Qd)tnt elvontHüde und 2lvbeit, Oftimm einen neuen ungebrauchten paftn, tbue *J* »erbrennten Ofcnleim Darein, Der flein gerie* ben ift,nnd2Beindrufen, fteDe aber Die Brufen »or* f)tx, Darnach tf)ue rorfjen &öetn Darein, fefce tt jum geuer, laß es wallen, unD fo tt wieDer lau wirD, fo reib Dem Üvoß Die 35eine Damit, ftreicbS wobl an, unD fo es bart wirD, fo ftreicbS jum Drittenmal nach einanDer, unD laß eS Drep Sage fteben. £)ar* nach nimm ein $flaa$ SOBein, Darunter thutjin Söffet »oll Butter, unD laß tt wohl wallen über dem geuer, unD rübrS wohl, unD baf> ihm Die Q5eiue Damit, 9?imm Denn DveinbSrgcrfcbmeer oder Butter, jerlaffe es, unb geuß es ihm alfo warm in Die guffe, unD lege Ovoßmift Darauf, Das jeucbt (hm Die Müdigfett heraus, unD »ergebt ifym Die ©efebwulft an btn ©cbenfeln. Sür tjefcbwollene 25eine, imm #agdommuß, fteDe es in Mapenbutter unD äöein, unD binD tt ihm über Die £5eine. Ober nimm mifi Sannenrinden/ unb Sann japfen, fieb . dl «* *7 d& fteb Die in SDein ober SÖBaffer, wafcbe iljm bk 33etne bamit, tt hilft. Ober nimmSaubenfotl), ftebe ben in ßßig, binbe es bem 9voß alfo beiß über./S Sür tjefcfyroollene Knie, imm^anffaamen, Mangolt, #unDSwurjeff jerftoß eS, unb tbue ßßig barein, (aß tt ftepen', binbS alfo warm über bat Rnit, unb faß ihm über benjjgcbaben jur Slber. Ober «imm globfraüt, wilüen Sittich/ fteb tt im Gaffer, habe baS gefcb wol* lene ©lieb bamit, unb binbe tt barüber. Sür ©craffüßt^, imm ungel5fcbten ßalcf, £einöl,2Bagenfcbmier, \tbtt gleich »iel/ fitbt unter einanber/ binp eS bem SKoß alfo warm mit einem £dnfentud) über ben ©c&enfel. ^aucf;fcf;v»mden. erbau ihm ben 25aucb mit einer glitten nach btt Hänge,-nimm Denn ein Ovüthlein, unb haue ihm bk ^JBunben wohl bamit, unb fdjmier es ihm wof)l in Die $BunDen, Darnach nimm #ünerfotb unD alt Üveinbirgerfctjmeer, legs tftm Darauf, fo genefet es. Denn es ift bewahrt. ODer nimm alt Oveinborger* fchmtef, Ma»enbutter, #unDSfcbmalj, Stachen* fcbmalj, Doch foll man »om Mapenbutter am meü ften nehmen, jerlaß es unter einanDer, nimm Dar* nach Den ©aft »on ^effeln, Rappeln unD ©e»en* bäum, unD wenn Du Das ©cbmalj alle** »erlaffen baft, fo fcbütte Diefe Drep ©dfte darein, rübrS wof)l unter einanDer, bis tt falt wirD, Denn fo fdjmier es bep Der ©onnen, oDer fonft an einem warmen Ort, auch nimm eine panb »ott ©alj, unD eine (£»erfcb«le »oll ©enf, Daß tt wohl erbiße, fo wach* fet ihm anbtx glcifcl}. ODer nimm ©e» eftreich bem D(oß ben jauchz fübrS an bk ©on* ne, unb reib il>m Die ©albe wohl hinein, DeSSagS drep* oDer »iermal, Morgens unb SlbenDS, es hilft unb fommt Decdjßaucr) wieber; baxnad) ninmden ßeftoffenen ©e»enbaum/ fcbiagS Dem 9{of Dartmer, fo genefet es. ODer nimm Knoblauch/ je mehr je beffer/ junge £olDerbldtter, EReinborgerfcbmeer und flalj/ mifcbe tt Durch einanDer/ unD fcbiagS Dem oß Damit tin, fo fcbwinDets nicht mthx, unb btt (Sc&ade legt ftcb/ unb'dieweil bu ihm alfo tftuft mit bem ©nfcblagen, fo fdjmier ihm ben Q3aucj mit Dfrtnborgerfcbmeer unb £irfcben4Jnfcblitt un* $tx einanber jerlaffen/ ju btefem (ginfcblag tl)ite aud) 33acb»aum. Wie man wilb Slet'fct) vertreiben foll. OjDenn einem Dvoß wilb SJIeifd) in einem ©cbaben *^ wdc&fet, fo blutet es tmmer. 9?imm alsbenn ©rünfpan, 5llaun, 35ranntewein, ftoß es burcb ein* 0nDer, eins fo »iel als btt anbern, tljue tt in ein ge* glaftrtes Sopflein, fefce tt an bat geuer, rührS burcb* einanber, fo wirb ©rünftein baraus, benfelbcn jer* floß bit tt ju W^er wirb, »ermifcbe'bic 2lfd>e mit Sllaun, unb ftreue es bintin. Ober nimm @ßig unb $>ier, wafcbe btn ©cbaben fein rein, unb nim wdffen ^upferraucb (aus ber 2lpotl>cfe) für G Wen* ninge, unb ftreue ihn brein, bat beiffet baS wilbe gleifcb wea. Ofterlucia in bk offene ©cbaben ber Werbe geftreuet/ laffet fein wilb gleifa) Darinnen warfen* Ober <&? *9 d& Ober hat ein 9toß wilb gleifcb/ unb tfettt faulen bie 28unben( wirf ©rünfpan unb ungelösten £altf, ber gebeutelt ift,barein,laß tt Sag unb wa#t liegen, barnacb wafcbe ihm bie SÜBunben mit.SÖBein auß, ber mit ©chwarjwurj, ©cbufterfdr)wdrje unb langen ^effelfaamen gefotten ift, unb jerftoß bk SJBurj ju einem ©emüß, baraus mad)t tin Wlafter; unb binD ihm bat über, unb fo oft Du bat tyflafitt abnimmft, fo wafcbe tt mit DemäÖBaffer, barinnen bit SQßurj gefotten worDerr. Ober wafcbe ibm Die SBunben mit 2QBein, Dp in ^effelfaame gefotten worDen, unD tf>ue ©rün* fpan Darein. Wenn ein Pferd gebrochen tfr, imm ftrautwaffer, unD wafcbe Die SOBunben ba^ mit. 3ft aber bk SSBunbel)obbfo nimm ©cbell* fraut, unb Dorre Das ju Wloer, Darnach ftreicbe bat W(»er an einen Metfei. ODer nimm Dioßbein, unD brenne «das ju tyuU »er, nimm faft fo »iel $alcf, unD mifcbe tt unter einander, und tbue tt dem Dvoß darein. SBcnn ein Dvoß»on feb wer emUc ber laden gebro* eben wird, fo nimm ©cbtffpedv ju W^er geftoffen, 3lrmenifd)en^oluS,!©racbenblut,Olibani,Mafh>, ©alldpfel, eines fo »iel als des andern, ftoß tt ju Reinem Wiloer, mache tin Wafter baxaut, und fcbiagS bem Werb warm über; bis Wafter foli man nicht eher wegreiffen bit tt »on felbftgern weggebet, wenn man es mit ber panb anrühret* tonn biefeS ift ein Reichen bafi ber ©cbaben heil ift &9enn tin WerD ©eftbrotbrücbig ift, fo ift nad^ folgendes ein bewahrtes Mittel : $?imm 7 Unjen 2lf#en »on Weinreben, 3 Unjen Q5qum* dl * 70 * Baumöl, 7©tücf jerftoffene gfcblaucb^rciebeln, 3 Unjen £omg, i Unje frifcbcn Butter, i Unje $$ocfS4Jnfcblitf, 3 Unjen Sßegricbtfaft, alten*weif* fenS&ctn, ober ©fer*(SrbS^rüb, fo »tel bis genug ift, menge alles unter einanber, unb brauchS auf Drepmal einen Sag nach Dem anDern. Sür alle 2$viid)e, fte mögen Hamen l>aben voie fie tooüen, gmuß man^ubbrecf unD ungebeutcltOiocfenmcljl w gleich »itl nehmen, bamit einen paftn füllen, ihn mit einem 3)ecf el »eft jumad)en,*mD Den £afen auf Die Noblen fe^en bis alles glüenD wirD, Dar* nach »on felbft erlofcben unD falt werDen laffen; mit Diefem Wfoer fan man alle 35rüd>e unD flief* fenDe 2BunDen heilen. Sür &ein*voad)fen, Ofouß man ©emelmebi nehmen, einen Seig Dar* MV aus machen, über Das Q5ctn Dre» Sage binden, am »ierten Sag, fo die paut oben am Q5ein nicht offen ift, felbige offnen, ihm atöDenn ©dufotlj unD ©emmelmehl, mit nüchtern ©peicbel gemifcbf, darüber binden; über Drep oder »ier Sage ledige* fid) bat Ueberbein »on ihm felber. Sür aüe (Bewarft. gDilf Du ein 9?oß, Das Drep oDcr »ier 3af)r alt ift, **> bewahren, Daß ihm fein Lebtag fein ©ewdcbS werDe, weder ©allen, ©paten, Ueberbein, gluß* gaüen, Diappen, noch fem anDer ©cwdcbS: ©o nimm ein WunD Baumöl, »ier £otb ©laSgattcn, fimf^otb-2)racbenblut, »ier £otb Bibergeil, faft Dürr, Die ©laSgallen jerftoß, unD temperlere Diefe ©fucfe alle unter einanDer. sftimm ein ®f}aa$ S3rantUewein/ lai Den über ^ac&t Darüber fteben, nimm ** 7i d& nimm darnach fauren @ßig unD $5ruujwaffer, je* Des gleich »ieb unD feuD Diefe ©tücfe alle unter* einanDer, unD fchmier DasOvoß wohl mit Der©al* be,'fo warm Du es an Den £dnben erleiDen magft, bat tbue 8 Sage, ober langer, unb faß tt bitmil in feinSBaffer geben, fo bifi bu fid)tx, bafi bat Dvoß fein ©ewdchfe befommt. £)ie ©albe magft bu auch bermaffen brauchen, wenn bat 9foß em ©ewdcbfe befommt. Sür Ueberbeme, q(\juß man grüne ©d)itt£arb, £dmmergall, SKein* *"+ borgerfcbmeer, Dieinborqerfpecf unb ^)irfcben* Unfcblitt nehmen, unD eine ©albe Daraus machen. ODer brennS, bit Dtß ftcb b\t$aut rümpft, unb lege benn ©rünfpan auf ben £5ranb, unD tbue eS fünf Sag nach einanDer, fo »ergehet DaSUtberbein. Ober nimm ©enfmel;l unD geftoffenen W#*> » itbtt gleich »iel, mit gwiebelfaft, mifd) tt wof)l Durch einanDer, mach ein W^fter Daraus, »ottig einer Sjanb breit, darnach nimm Mercurium fublimatum in Der 5lpotf)ef, Das mache ju Wfoer auf einem tyapkx, unb bewabrS wobl, bafi niemand da»on effe, bebalte es in einer Q3ücbfe, Darin oben ein Hd)ltin ift. £)aSWl»ertl)ueaufbagWafter dreper €rbfen groß, mitten Darauf, Daß tt bat Wafter .gar bebeefe, unD lafi tt Sag unD ?Rad)t darauf, mache alle Sage ein frifcbeS Darüber, bi& Die paut abfällt, fo geltet Der 25reft $ne ©cbaDen weg. darnach nimm neu %&ad)t, ©l#rie und WilDe Q5ilfen, »on jeDem gleich oitl, jerlaß tt Durcr> einanDer ju einer ©albe, Daraus mache ein Wafter über Die 28unDen, jwep oDer Drep Sage, aber Du mußt es atte Sage erfrifeben, Darnach wafcbe Den ©d^aben 3fc 7* dfr ©cfiaben fauber aus, nimm ^Beinftein, päfoer den flein unD lauter, unD wirf bat in Die SÖBunden ober ©cbaben, tt heilet gar balb. Ober macjje ein flein £ocblein battin, nimm ©enffaamen, ungelösten ßalcf, jebeS gleich bkt, ü)ut tt in tin £dpplein, unb binbt auch Darüber, i das fxifitt fauber unD ^latt hinweg. ODer 5lbenDS/ fo Du nicht mehr effen wilf, fo iß ©djweijerfdfe, Morgens nim nüchtern ©petd)el unD ©enffaamen, mache ein Seiglein Daraus, binbt ifnn atte Sage frifcb Darüber, bis es reif wirD, hernach mache tt mit einer glitte auf, fo gebet fchwarjQ5lut heraus, nim Denn einen neuen ©cr)ufÜ »on Der #afelftaube, fcblaf unD ftreicb ihm Das 55lut Damit ab, fo getieft unD heilet es. ODer nimm ©alj unDDiinDer*Unfcb.litf, wdrmS wobl unD binDS Ihm mit einem hänfen Sücbfein warm darüber,bis es weich wirD, gemach feudSfoal* wurj in altem SDBein, legS warm auf Den ^d)abtn, laß eS »ier Sag unD »ier dachte liegen. ODer nimm ein WunD Baumöl, Das tfyue in ei* nen Reffet, auf eine ©lut, Daß tt fitbt, unD wenn eS feuD, fo nimm Knoblauch/ »erbinD Den hart in ein Süchlein, unD wenn es darin gefotten hat, fo nitft das Sücblein heraus, unD tbu tt auf Den 25teftety , unD wenn tt falt wirD, fo tbue es wieDer in Den fteffel, nimms wieDer heraus mit einer 3angc, und fegs alle Sage auf Den treffen, bit batpaax wird als wdw es mit einem di}tn gebrannt, alSDenn nimm ein fpifcig unD glüenD diftn, unb ftieb Drep | £6d>er um Den ©cbaDen, unD wenn tt anfängt ju « fdjweren, fo fchmier es mit alt 3vemborgfcbmeer und geftoffenem ©rünfpan, fo »ergebet eS. Ober *9 7$ e*S* Öder nim ein fcbarf Meffer, fpalfe fönt Die$aui auf, obäem Ueberbein, nimm einen ©techer, fttcfc ihm jwifeben bitpaut unb Ueberbein, behalt ihm die paut offen/mimm barnacb einen bünnen Mei£ fei, ber gar wol)l fchneibet/ fefce ben jwifthen Daä Ueberbein unD ©cbenfel/ fdjjlage Darauf/ fo lofet ftcb Das Ueberbein »om ©cbenfel tyerauS, jeuch her» naefe Die£aut wieder jufammen an Dem ©cbenfel; nimm Darnach fettig unD Du'inborgerfcbmeer, »Ott jeDem gleid; »iel, ftoß tt jufammen wobl unter ein* anDer,tbue es in eine Wanne, warm tt wobbftreicbö auf ein Süchlein, unD legs über bat Ueberbein fö warm Du tt an Den pänbtn erleiDen magft, lag eS Dre» Sage Drauf liegen/ fo ift tt wieDer heil* SDamacb bdfye DaS Q5ein fcübfcb mit SÖBein und Q3utter, fo g^betS ihm*»/ und ift gefurtD/ boefr fte^e, Daß ftcb Das 9voß ntdt>t leefu . ODer nimm ©enfmebl unb OdjfengaOe/ madj ein Seigiein daraus, bat weber "ju bünn noeb ju bief ift, mache einen Dving »on £anfwerg, bocb bai tt weiter benn ber ©cbabe fe», unb Das W^ftet bar«» ein gehe/ bat Wafter m«*tim* gingers dicf Dar* auf, nimm alSDenn tin (einen Such/ bat mxmal um Den ©cbenfel gebet, unD jeucbS je langer je ba| an, binDS unten unD oben, unD lafft tt alfo fünf qtage unD fachte fteben, (Doch bewahr Das Uvofr bai es nicht daju greiften möge) denn Aue Da* «Maßet wieder Da»on,und bat Dir »or überblieben ift, mifcb eS unter einander, bindS ihm aber xok wrbtn, und laß eS eine 9*ad>t unD Morgens Dar.» auf, um Den mttaa, tbue es l>erab, und tbue fol* cfics drepmal/ fo wirDS mid) wie ein gebratener Slpfel/ denn reiß tt unter ft* auf mit einer glitte« % 74 * Ireujweife, unb brücf e tt wohl aus, nimm denn tin glüenb diftn, far>r bebenb barüber, fo »etwdcbfet das £6chlein nicht, unb fleußt weg. SDarnadrnimm £irfcben*Unfdjlitt, SSBacbtelnfcbmtilj halb fo »ie& unb eim.Ouintlein gepülüerte Metfterwurj, ftebS unter einanber ju einer ©albe, unb furniere ben ©cr)aben bamit, fo beilets fauber weg. XVcnn ein Pferd die bmtere.^üfce »erftaud?t> oDer fonf} »errücft, oder offen if?. fifS fan aucbleichtlich gegeben, bafi tin 9foß, fon* ^ berlich ein junges 9voß, bk hintere #üfte »er* ftaucht, wenn man im Söinter mit ihnen fd)nell über das dit jaget, unb bit SXoffe gdbling barnieberfaf* Jen, unb fdmett wieber auffpringen, unb beginnen darnach ju binfen, fo muß man ihm einen ©trief i an daffelbige Q3cin legen, pb DaSSSein hinter ftcb Stehen laffen, fo richtet ftebS wieber -ein, Darnaa) nimm J&opfen, fiepen unb (rßig, fitbt unter ein* axibtx, wafcbe ihxn Die puftt, fo wirDS woftl ju* recht fommen. ODer fchmier tt mit altem ©c&meer, bat ift bef* ' fer Denn wenn mans jettdjf/ oDer mit Sllthee. (Stli* che fchmierenS aud) mit £o&rol; man muß tt balb \ wieDer einrichten, fo Darf manS auch nicht lange j 'müßig ftefyen laffen, gefebiebt tt aber nicht balD, fo j muß man tt l>emacb t»ol)l »ierjetyn Sage, Dre» oder 1 »ier SOBocben ftitte fteben laffen, Daß eS recht xoitf btt in Dem ©elenfe bleibet. ' 3tem, wenn ftcb ein Werb »errenfet, fo fcheere ihm bk paaxt auf ber Slber ab, binbe ü)m Mep* lung Darauf, lafft tt Drep Sage Darauf liegen, fo I »ergebet tt ihm. '■ * ; JEBmn tin Üvoß oben in Der puftt offen wirD, fo j nimm «fe 7S ^ nimm ©rünfpan, fcbütts il>m Darauf, Das trocfnejg darnach nimm Das Söeiffe »om (£», tfalcf, SXuff oDer 9vabm aus Dem Ofen, unD ©alj, mache tin Wafter baxaut, unD legs ihm auf Den ©cbaDen. ¥>om £ug oder ^uffcfytmnden der Pferde. CJtjenn einem ^ferö Der 33ug fchwinDet/eDaS ift/ *J< wenn ihm Das gleifcb oben »on Der «püfte Deä ©chenfelS garx»erfd)winDet, fo offne Dem 3voß erffc lieh btn 35ug, unb mache benn folgende ©albe: Sftimm So&rol, Baumöl, 2lloe,£)acbfenfcbmal$, Ovinbermarf, »on jebem »ier £otf>, ^irfchen* und ^ocfe*Salcb/ altes ©cbmeer, ©pecf, jebeS »iec $ot^ 3\obS »on jungen dienen, famt bem £onia, Mapenbutter, auch »ier £otf>, Serpentin kd)t 2oth, weiß Sannenf>arj acht Sotb/ unb rotbe ©ilberglatte darein, mache eine ©albe baraus. Ober nimm 2$acbl>olberbeem,$urbtS,gonuttt ©rdeum, Knoblauch, £einol unb alt ©cbmeer, aus Diefen allen mache eine ©albe unb fchmier bet/@d>aben bamit gür ben £ufftraudj ftoffe £infen,fteb fte mit altem ©cbmeer, unb binbe tt ihm alle "Sage jwepmal fjeiß auf bk £ufen. . , Ober nimm £noblaud>, \t meljr ie beffer, 25acb* birmenfraut,junge^)olberbldtter)9ieinborgfcbmeer unb ©alj, baS alles temperire unter einanber, und fcblaqe bem tyftxb bamit ein, fo bifi du^ewitodafr ibm Der Sern nic&t fchwinDet, unD Der obere ©cha* Den jerldßtftcb/ unD Dieweil Du ihm alfo emfcblagfr, fo falbe ihm auch Den bbern ©cfcaDen oft mit öimm borgfchmeer, Darunter £irfcb*Salcb ift/ bocb Dajj es jerfc&moljen fep. ^ ^ Von der 23ur$eL res find breperlep QSurjel: $)er erftc ergebet fid) V »orn an Der %fen, Den Durcbbrenn oberr tin t&enig mit einemlbeiffen ©fen, unD reibe Den ^pam grün Darein* unD gcpü(»ert Dfaßbein. ODer binbe ihm »on bemfelbigen ©efcbltfbt ein SKoßbein um ttiffenb an ben pait, fo ftirbt ber SOBurm öletdf). ä)eranbere^a$iu?m ift jwifeben bem5tnie und bem $)uf, wo nun ber 22?urm liegt, ba wirb ein Beutel jepn als xok eine^uß, fo nimm jween^3ocfS Dvie* t ineh, unb binde bat 33ein unten unb oben gar »eft ' da ber 2l3urm t^ fö Wirft &aö ^üt öen <$Qüm bon bem Q3cin, ben burebbreune freujweife mitsei* nem beiffengifen, unb reibe benn gepül»erten ©rün* fpa'n Darein, unb binbe ihm alSDenn Die SlöunDen p bis an Den Dritten Sag» S)er Dritte erbebt ftcb an Dem %a&tl, welken man erfennt wenn ftcb Das tyftxb an Der 2ßanb reibet, ftoffealSbetf ©rünfpan unD ©cbwefel fogrofj als eine Jpafe(nuß,wenn Du DeSSOBurmS innen wirft/ fo nimm 2ßermut&faft fo »iel, Daß bu ein £einlad) bamit fanft n$tn, Daffelbige Einlach fcblag um bat Werb fteben Sage nach einanDer, bod) mußt du an Dem Qxt ba Der SßBurm liegt, Das paat begfcbneiDemunD $reujlinien Darein brennen,-unb denn magft Du battyulotx, mit ©d)tneer unD tyiU fenfaamen »ermengt, Darauf firmieren, unD lege btnn bat Such Darüber. ' . . • Sür bat (Bfo'edwaffer und Krampf. ür DaS (Sliebwaffer, nimm rpeiß Sünbifcb Such/ brenne tt ju Wl»cr, tfreue eS bem.CRoß auf Den ©cbaDe«. 3tem, nimm?ÖrunfreSfraut unD fteDS/ fea,s pem Werb Des 9?ac()ts.über fo warm es folebeä erleid 8 *§& 77 dB» erleiben fan. Ober nimm 4bunbs6em, brenne es ju Wfoer/ und tfeue folcbeS barem. Ober nimm ber gelben Jöolberwurj*rinben/ alt ©cbmeer und 5vüJ)brccf, bat temperiere über einet ©lut, unb legs auf Den ©cbaDen. gür Den Krampf, nimm Baumöl, erwatte oDer erwdrme tt, unD ftoß'ein wollen Such hinein/ unb binDS Dem WerD act>t Sage übers Q5ein, alle Sage einmal. Oder fcfefage eS nur feinten an Dem £uffc|>lag Des Sßeins auf, an welchem es Den Krampf bat, unD laß es etwan einen halben Sag fteben; bemacb nimmS mit an die Arbeit, wennS gleich nicht wofet gefyen fan, wenn es nur ein wenig mitjeucfet. Sür Kappen, SOirnÄt ©cbmeer unD ©pecf,ieDeS ein halb tyfunb, J+ ©e»enbaum, 2l(batica unD £obrol, »on jeDem für 4 Pfenninge, auch ©alj, fteDS wofel unter etri* anber ju einer ©albe, fchmier Den Wappen Damit ODcr nimm geftoffen ©las unD QSulbarr, unter einanDer gemifebt unD gefotten, fixtiebt alfo warm auf Die Dvappen, nefje Die panb tu faltem frifchen SSBalfcr, ftreicbS Darüber, Darnach fchab DieÜSappen mit einem bofen Meffer ober £olj bis tt blutet, Darnach wirf barein jerftoffm ©las unb ©atti&en* ftein, unb laß es fo lang barauf bit tß wobl ertroef* net, feemach fcbmierS mit ber ©albe, bie »on25uf* barj, Baumöl unb £onig getemperiret unb gefot* ten ift. £>iefeS iß außqut für ben ©egenfeuf, Ober nim £afenflctren unb gumiß, warmS und mifcbe eS unter einanber, fchmufe ben Ovappen ba» mit, nimm ein beiß (Sifen, unb baltS bagegen ba$ t$ gemd*li* barein gefee, tfeue es etliche mal. *S& 78 dfr . Ober nimm frifdj £onig, beftreich ben Rappen bamit, unb am britten Sag wafch es fauber ab mit ^Baffer barin ©chellfraut gefotten worDen, und wenn tt trocfcn ift, fo tbu ihm wieber wie »orbin, bat tbue fo öfters bit bat Dioß heil ift. Ober nimm ©cbwefel, ©rünfpan, alt ©cbmeer, ©treifwurj unb^nabenbarn, ober ©trcifwurj unb Menfcfeenbarn jufammen, unb falbe baS Dioß bat mit an ber ©onne. Ober nimm ©rünfpan, febenbigen ©ebroefel, ^aumol, jebeS ein £otb, Dietnborgerfcbmeer jweij £otl> unb 4^uecfftlber ein ^uintlein, mache es un* tereinanber ju einer ©albe. tOber nimm ungelofcbten .ftalcf, tbue ben in tin güberlein, geuß Gaffer barüber, jwep ginger feocfe über ben Ö5oben, rüferS alle Sage jwep^oDer tfre»maf um, acht Sage nach einanber, fo geftebeteine£aut Darauf,. Diefe paut nimm unD ftreicbS Dein Dvoß auf Die Dvappen, 2lbenDS unD Morgens, es hilft. ODer nimm gefottene lohnen, idl>rigen ©pecf, macbs unter einanDer ju einer ©albe, fchmier DaS . Dvoß Damit bis Das £aar abfallt, nimm Denn rotf)e ©cbnecfen, ftece fte wohl im 3Baffer,nimm DaS ©chmalj oDer gett Da»on, unD Baumöl/ unD falb Den Dvappen Damit. ODer nimm rotfee ©cbnecfen, ftecfe fte an tin ^opittkin, Dorre fte am geuer, unD pul»erifter fte wobb Darnach nimm ^Quecfftlber unD Baumöl, lafi tt unter einanDer fteben ju einer ©albe, fchmier Den Dvappen oft bamit, tt »ergebet gewiß Da»on. Ober nimm jtflfefeicbe, mache fte warm in einer tyfannt, unD wafcbe Den Dvappen alfo warm oft bamit,. tt hilft Ober *§& 79 dg* Ober, fo ftcfe die Dvappen erft erjeigen, bafi man fte feben fan, alSbenn beftreiebe fte oft mit nücfetern ©peiefeel ober #afenblut, es »ergefeet. Ober nimm Die fcbwarje ©albe, Damit man bk rduDige©cfeaafe falbet,unD falbe DenDvappen Damit. sfttmai DesMiftS aus feinem ©efcbrote,beftreicfe den Dvappen Damit. $?imm Q}enebifcfee ©eife, mit nüdjterm ©pel* efeel jerrieben, reib Den Dtappen oft Damit. ODer nimm £onig, ^eutelmefel, ©af j, jeDeS ei* nen guten £6ffel »oll, mache ein Seiglem Daraus, * beftreiefe Den Dvappen Damit. • Ober brenne jwep oDer Drep tftüffe ju tyulotx, fde ihm Das Wl»er Darein. ODer nimm ©enfforner,.jerftoß bk in eitlem Morfel juW^er, fchütte guten <2ßig Darüber,rübrS wofel unter einanber, unD ftreicbS über Den Dvappen, unD fcbmierS unterweilen mit ©dnfefchmalj oDer guchsfcbmalj, unD binDe ifem btn ©enf Darüber mit einer Q3inDe. ODer nimm 33ücfefenp»f»er, ©cbwefel, unge* braucht SOBachS, unD ein wenig Gaffer, mach ein . ©ulj Daraus, utt> falb Den Dvdfopen oft. ODer nimm eines jungen 5mdb(einS £otb, Das noch in ben feefes SDBocben fduget/ binbe es mit ©enf Darüber. . ODer nimm ©rünfpan, alt ©cbmeer, 430mg unD weiffen 4?unDSDrecf, fteDS Durch einanDer, unD wenn es falt wirb, fo ftreicbS an bk Dtoppen. Ober nimm S)otter »on jwep @?ern, tbue baS 2Betffe Da»ojt, nimm <^aU unb gepül»ert ©las, je? Des fo »iel aß Des £>otterS ift, rüferS wohl unter* einanDer, binbt DemDvoß über Pen Dvappen, laß tt f Sag r Sag btauf ftefeen, reite es Dieweil m'cfet mSSSBaffer. i ODer nimm ^eneDiger. ©eifc, Uae fte in eine gute faltgegoffene £auptlauge, wafcb Dem Dioß Den Dvappen btß SagS jwepmal bjimit. ■»ftimm Sftußfcbclfen, Die wohl faul ftnb, jerftoß fte ju»or, aber in lauterm. Q3runjwaffer wofel ge* beißt, binbß über Den Dvappen Des SagS jweomat fünf oDer fecbs Sage lang. ODer nimm ungelösten $alcf, neugelegtes €perffar, tbue tt unter einanDer, fefeeer tfem Das * paat ab, unD binDe tt Darauf. Sür Struppcn, i §nimm ©cfewefel unD £irfa)en*Marf, maefe es **+ ju einer ©trupfalbe. • ^ Ober mm£obr6l,^(atterfalb,lebenbifleu ©efewe* ', *, fei, £orbe<*bonen, jQuecfftiber, ©alli|enftein/ rem* ' , pericrS unb fitbt unter einanber $u einer ^>albt. Ober nimm Dvei nborgerfdjmeer, jerlaß tt xoofyr nimm 2llaun,©alit£enftein, ©cbwefel, ©pangrün/ »on jebem ein £otfe; biefeS alles geftoffen/ unb ei* ne ©albe Daraus gemäht. 'Ober wafcbe Den ©efeaben mit feeiffer ßemfpültf recht wofel, ftebe'©cfewarjwurf SöalDwurj unb v #upferwaffer, wafcbe Das Q3ferD oft Damit. ODer nimm 2öeiriftein, utfd einen neuen #afetv maefee Den »ott fleiner £öcfeer, tf>ue Den SÖBeinftei» Darein, brenne ifen in einem #äfner*öfen, ^nb wenn bk päftn genug gebrannt ftnb, fo hat der SBeinftein auch genug, DaS tbue jwepmal. ODer nimm £inbenfeolj unD $5aft, unD tbue Die obere diinbc ab, in Gaffer getfeamj|ß tt »ierjebn Sag ftefeen, fo wirD es alt eine ©Inj, falbe Da* - WetD Damit, dt ift auefe gut jum Q3ranb, unb wirb ferne 9?arbe ba»om Ober *fc 8i ejg? Ober nimmllnfchlitt, ^ranntewein, ©cfewefel/ ^rünfpan unb ^oferol, mache eine ©albe da»on. Oder nimm ©pießglas, ©lorie und Dvuß, falhi oft Damit, und wafcbe tt attejeit mit Ocbfenfeicfee unb $8acbbolber*6l. 0>Der nimm jwep £otb ©rünfpan, andertbalB £otb ftupferafdjen, ©cbwefel, ©allifcenftem, jeDeS ein £otb, unb anberbalb £otfe ©alj/ biefe ©tücfe wobl gepül»ert,bamacb fo nimm fecbs Üotfe Mapen* butter, jwe» £orf) Dleinborgfcfemeer, Drep £orb #o* nig; Diefe Materien jerlaß, unD fo tt warm ift, fcbütt DaS Wiloer Darein, mache tt ju einer ©albe/ ftreicbS über Die ©truppen. £)iefe ©albe feilft aud) Den $inDem, welche grinDig ftnD. ODer nimm Des ^BajJerS, Darin Die ftirfdjner bk gell einbetten, wafcb ihm Die ^truppen Des SagS »termal bamit, unb laß es öierjebn Sage lang ntcfet ins 2$affer gefeen. SÖBill DaS nicht belfemjb mmnj ©rünfpan, 5llaun, ßupferftein, jeDeS »ier £otb/ ftofr alles ju W^er, nimm eine gute^ßfchuffel »ott£o* nig, tfeu eS in einen Steffel überS geuer/ laßeSjieDen/ liehe ju, bafi tt nicht überlauft, fchütte das Wl»ec Darein, rül>rS wobb laß alfo einen Söall oDer jweeri Darüber geben, nimm Darnach ein gut ©las »oll Söeineßig, fchütte tt auch in Den £effel, mbrS unter* einanber, laß noch tintn Sßatt ober imw bambtt aeben/ fchütts in tin ©efchirr, fo wirb eine ©albe Daraus, fcfeinier Den ©cbaDen Damit alle Sag jwep* mal wofel, unD ftreicb Das paax unterfta), retts m »ierjefen Sagen ,nicbt ins Gaffer. Ober nimm ©cheln, fteDe fte m Q5runjwaffer, unD binDS über Die ©truppen, fo warm Du es erlei* ben magft an Den fänden. Von Spaten. t'Sweilen werden DieWerde hinten am ©dfeenfel am Knöchel gar dicf, recht am ftnocfeen, Das nennen Die 5lerjte Den ^pat, ba nimm 23arbolia, (ift ein »ergiftet £)ing fo man in Der Slpotfeef be* fommt) rein ©chmalj »on einem gefcfenibtenett SSorgfcfewein/ oDer 25aum61 unD Hüttenrauch/ et* < neS fo »iel als Des anDern, menge eS unter einander/ ' daß Das ganjeDtaept nur eine halbe (Sperfcfeale »oll ; wirb/ fefemiere Das Werb bamit, tt hilft» Sfeue Die paut auf auf Dem ^pat mit einem fefearfen Meffer oDer diftn, unD nimm Denn geni, und bmDS fünf Sage Darüber, fo »ergefeets ifem* , Äanft Du aber Den geni nicht feaben, fo nimm ab* gefaift ©fen, unD binDS Darauf. ODer fefeneibe ifß bit paut über Den ©paten freujweife auf, binDe ihm geftoffene Münjen Dar* ober Dre» Sag unD ^aefete. Ober fefeeere ifem Das paax auf dem ©paf a6/ brenne Die Haut bis fte faul wirD, nimm Den ©efear* lacfefraut unD £ßegricfefraur, jebeSgleid) »iel, ftoß eS wofel unter einanber, binbe ibm ©aft unb $rauf auf ben ©pat feefes Sage, bes SageS jwepmal. Oder fpalte ifem ben <^pat entjwep mit einem guten Meffer, nimm benn ©anicfel, ftoß tt wofel/ nnirtnnbS ifem atte Sage jwepmal darüber/ wafefe es mit warmem weiffen %Btin, unb gib ifem »on dem ©anicfel ju trinfen, fo genefet eS. Ober frefefeeere ihm ben ^>pat, unb brenns mit einem diftn, bafi fid)t rümpft unb einfalle. 9tfmm benn SOBegericb unb ©eicbel gleidfe »tef, ftoß e$ faft wohl, binbe ©aft unb £raut barüber/ es genefet »on Stund an. Vom ® X?om ©rallen und ^lutharnen der Pferde. Cjnenn ein Werb nu$t wohl flauen ober feicfeen «vO Fan, welches man balb an ben gefchtoollenen #oben ober ©eburtsgliebern erfennet,fo nimm tin tylaafi 2Bein, jwan*ig £dupter Knoblauchs, unb »on jefen €pem bat Söeiffe, jerquetfcfe ben Änoh* laucfe, unb mache aus biefen breperlep einen Sranf, unb fchütte tt bem Werb ein, ober nimm em Maaß Äofelbrübe »on rotfeem Kofel, warm, jefen dwxmnj, den achten Sfeeil »on einer tylaafi 55ranntewenv diefes wofel unter einanber geflopfr unb gemcngevV unb bem WerDe auf jwe»ma! eingegoffen. Sebocfe muß man wdbrenb Dem©ebraucfe Dec 5lrjnepen dem Werb Weber pabtx noch ®erftett vorwerfen, fonbern wenn man fan ifem nur frifcf) ©ras geben, gernor, nimm jwep Sfeeil «gonig, ein Sfeeil <&aU, mache ein (Soliprium Daraus, unb fprifce mit einer ©prifce ober engen ©efchirr in bk ©dnge Daraus Die 35runj oDer ©eicfee fommen muß, DaS öffnet unD linDert balD; oDer man nehme Baumöl, mifcbe es mitsein, unD legS Den WerDe** fo warm fte eS erleiDen fonnen um Die Olafen oDer «enden. SDiefe Slrjnep ift auch gut, wenn Diesige fcfearje 55runje Den Pferden Das ©emacbte aufgefreffen unD »erwunDet.bat, oDer wenn fte bie $amwmde befomnyn haben» ^ r . r . . ,*(,„„,„ Söenn einDSoß dießr/"" tyt, unbmcfetftatten Oder feieben fan, fo nimm Sorbeem, ftoffe Dte flern, fleuß SGein Darunter, unD geuß es Dem Dvoß em* ÖDerhimm ©eife, unD ftoß fte Dem W«tD W™ in Den Ztib, einen Sag jwe»* oDer Drepmal. ODer nimm ^ißfraut, fteDe es m ,€ßig, und aeuß es ifem in btn palt, wenn eS faum eine fealbe ©tunbe ftcfeeifo fallet <* £>ber • Ober jerftoffe Krebsaugen, ftreue fte auf ein ©cfenittlein 35rob,unD gibs ifem ju frejfen, in einer diertel ©tunDe fo ftallet es. ©ie Dvfi'ter laffen einem Dvoffe, wennS nicht ftal* len fan, einefrifcbe £auS,2öanje oDer Mücfe »orn in Den ©cpnich f riecfeen, unD halten Den ©cfelaucfe JU/ Daß fte Darin herum lauft, fo ftallet tt. dt nefemen auch ttn%t für einen ©rofdjen dn> jian, unD für einen ©rofcfeen5SBolfSmi|cfe,unD geben eS ifem in warm gemachte^ Q>iereßig ein. sftimm flein geftoffenen Weffer, Baumöl, und eine SOBachSferje einer ©pannen lang, rührS unter einanDer, unD tfeue tt Dem Dtoß in Den ©cfelaucr). %Btnn tin Werb bat ©fallen übergangen bat/ fo nimm ein halb Q)ierttl ditit, ftoß tt ju W*foer, tbu es in rotten 2$ein, unD nim warmen©cbmieDe* ftein aus Der dfftn, geuß Den 2Öein mit Dem DveiS drein, unD henfe ifem eine 3)ecfe über, unD breite eS bamit Ober bringe DaS WerD in einen ©cfeaafftall, laß eS eine Stßeile Darin fteben/ fo ftallet tt balb. 3teni/ wenn ein WerD bat ©fallen »erhalten, fo brenne ^obnenftrofe ju tyulotx, fabe es, giebS dem Dvoß fein warm ein, es feifft gewiß. #ernacfe tifaun efw*aS rotben Q5olum/ etwas rotfe Kupfer/ auch Silatfn, tin Oudrrlein SOBaffer, jtubsmnter ein* anbeÄwafcfee es wohl um ben ©cblaucfe bamit Sße^n ein Werb $Mut ftallet, fo laß ihm brep Morgen nach einanber in bepben ©eiten bk ©pan* abern. ©.ber nimm Dvautenfaft, temperier btn mit SBein unb dfiiQ, unb gibs btm Werb aefet Sage ju trinfen* #ber ' Ober wenn fte s3Mut harnen (wetcfeeS ifenen ju widerfahren pflegt, wenn fte Die©tallung oDer Den Urin ubergefeen), fo fafee es »on ifenen, tfeue guten ©erften^iereßig Daju, unD nimm Unfraut, jb im ©etrepDe wachfeifoefee in Dem 4?arnunD €ßig ein Sfeeil ein, Daß tt nicht überlauft, unD geuß es Dem WerD ein fo\»arm tt erleiDen fan. S)umußt aber folcbeS auch nicht ju gefcbwinDe tfeun, fonDem ei* nen Sag oDer anDertbalbcn ju»or DaS $5lut oDer Den Unflarl) »on ifem fommen laffen, aleDenn ihm ©pecf geben unD cS warm halten, Doch <\ib jbm auch nicht ju »iel ©pecf, fo Du es merfeft, fo füfert es ntcfef übers Gaffer, dt fetlft auch Den Kuben* &ßenn Du merfeft Daß baß 3}ieb, eS fep ein WerD, Kub oDer Ochfe, am 23lut f rauf fep,fo nimm ©pecf »on einem gefcfeniDtenen Q5ocf/ fcfeneiDe ifen fein langlicbt flein, unD gib ihn Den W*rDcn oDer Kufeen unter Dem Jpabcr oder tm^5roD ju freffen. ■ * ODer nimm ©artheilfraur, oDer 2ßurjcl,wclcbeS Du haben fanft, unD reib eS, ober ftoß eS wofel Durch* einDer, Daß Der ©aft heraus fömmt, fanft Du 2)ill haben, fo nimm auchem wenig Darunter, unD menge es wobl unter einanDer, nimm bernad) Dre» &uart ober eine Kanne 25iereßig, wiewol S&ejneßig beff& wdre, geuß ihn auf bit geriebene Kräuter, tlytc eS in einen reinen Sopf, »ermaefee tfen obeu wobl/ Daß Der Snmft nicht heraus fan, unD lajp eS aü* mdblicb Den »ierten Sbeü einfteDen. # darnach nimm ungefabt auf einmal aftDerf halb Kdfendpfiein »oll, unD geuß es Dem QStefeJ urch eine ©triegel in Den palt, tbue bat jwep Sage nach einanDer, fo warm tt baß QSiel) erleiden fan, und laß eS eine fealb (Qtunbt Darauf ftefeen. 3fe 8$ dfr &at Q5(uffrauf ift auch tin f ßftlicfe feerrlicfe £mg wiber Diefe Kranffeeit btt QSitht, xok tt Denn auch deffen ©ignatur mitbringet; Denn tt hat rotfee SlDem attentfealben. $Benn ein Werb Die falte ©gicfee hat, fo nimm «in £ötfe Sorbeem, ein Löffel gut alt ©erftenbier, mache es tin wenig warm, geuß es Dem WerDe in Den palt, tt hilft* Sllbrecfet fagt, man foll *o.rbeem unD Ingwer jmlüeriftren, SGßein Drein tbun, unD Dem WerDe alfo warm in Den palt gieffen. ODer man foll eine £auS in ein pabtxhxn tbun, unD Dem WerDe ju fref* fen, oDer fpiljig Klettenwurjel ju trinfen geben. Von fprdden und b6fen 4ufen,nrie aud? %ovn* Hüft, ^ufjnjang uno öpten ^&fen. eprobe £üfe ftnb folcbe birba leicht brechen und wegfallen. 2öetw nun ein Dvoß folcbe puft iat, beftreiebe ihm nur bit ^jpüfen mitgmiebeln unb ©pecf, aber man muß fte gar feiten mit bem ©peel fchmieren, benn fte waefefen balb ba»on, aber falle» aud) gern wieber fein, fonft maefeen bk Giebel« den £uf bübfcb jefee. -* ©o ein g>ferD Jpornfluft fear, bafi ber pufvon einanber reiftet unb auffpaltet, fo mache eine gute *£)ornfalbe alfo: sftimm für fecbs Wenning Ser* pentin, ein »iertel Q3fund neu Wßad)t, ttxoat »on .gelben Sannenpecb, brep ober »ier Qxoitbtln, baefe folcbe gar flein, tfeue baju ^ocfS^Unfcblitt, ober fein ©cbmeer, laß es unter einanber jergeben, und falt werden, unb fcbmiere ben »Jmf bamir. ^flan muß aber ju»or bit puftn mit einem •Meffarfein rein maefeen/ eS waefefen Die Sjuftn Jfeiepon gewaltig. i, s 3tem, Stern, nimm Kübfotb urib a?eihö*l/ ftnb ftebe bat mit einanber/ unb fcbiagS Dem WerDe 5lbenDS und Morgens in Die puft. i' ODer nimm $£ad)t, Sannenpecb/ flar ©cfemalj unD ponia,, temperiers unter einanDer, unD fcbmiere Die tiuftn Damit. ODer nimm puflattid) (ift ein Kraut) mit ber SBurjel, ftoffe fte in einem Morfer gar wohl/ nimm aucfe alt ©cbmeer barunter, unb fcbmiere Die£ufen damit, wenn fte trocfen werben, es wdchfet ber £uf ba»on, unb wehret bem Dveifien. 3tem, lege eine gelten »on £)infelmefel barauf, mit bem Weiffen »om (£», fo wirb bk ©palte ganj/ unb gefeet wieber jufammen. 2öenn ein tyfcxb fonft gefcfewunDene #ufen hat, fo falbe ifem bk güffe mit ©d?aafSl einanDer, unD lafi tt Denn falt werbe«/ furnier bat Dfoß Damit, und fcfelags ifem mitÄüfebreef tin. SÜBill £ßilf tin* bafi einem WerDe bie^ufen wofel wacfefen fotten,fo mache er emen £cim, mit Kübbred unD 2em6f, unD fcfelagS ihm ein, laffe DaS Dvoß Darin fteben, fo wachfcn Die Jpufcn febr; wilt Du Den #uf feart feaben, fo ftreue Den puf »oll gucfcr, fo flein jerftoffen, feemacfe fanft Du Drüber einklagen. sftimm tin halb WunD alt ©cbmeer, ein bfltö WunD alte Butter, ein halb WunD ©pecf, fefemelje es auf einem 28affer, unD laffe es fo lang Drauf ftefeen bit tt falt wirb. darnach tbue tt herab in einen neuen Sopf, nim tin halb WunDSerpentm, »ier £otb SOBacbS, itinbl, ein WunD ^5ocfs*Unfcfelitt, tf>ue es unter einanDer. in Den Sopf, jcrfdwiclj es, unD laß eSfalt werDen. ODer nimm ©lorie, ©cbweinflduen, ©d)mal'< guefer, «pontg, ©eife, Dvinber*Unfcblitt, £5aumol, Leinöl, eines fo »iel als Des anDern, temperiers Durch einanDer, la^ tt wohl fteDen, unD hernach erfaltem Ober nimm ein Wund ©d#afS*Unfcblitf, ein fealb WunD weiß Sannenpecb/ ein »icrtcl Wund ÄBacbS, ein halb üiertel Wunb$3agenfcbinier,fted tt wofel, unD ftclle es Denn in falt ^Baffer, und rühre tt bit tt geftefeet. Von Ruften, $iebevRvaftloficfieit unb £r* biw*nQ öer Pfifröc. cJNie Werbe befommen D:n pufvn aus mancfcerlep —* Urfad)en: &£enn aber Der Ruften »on wegen Der Zungen oDer anDerer innerlichen ebfgi unb »or* nefemen ©liebem anfdbct, fo ift nichts beffers alt Daß man Den Pferden alfobalb*D:c *ftafenl.6d)er auf* fxbltyt; will tt aber nidtf beffer werDen, »o nimm Sonum jßväcum, Mnfaame'n, »eDcS eine pav.b »oll/ ragantgummt> mit. fuffem Vü »ermifcfet, ohne Unterlaß eingeben.o ....; ... £Benn ein Werd DaSgieber bat/ fehlte ihm Die SlDer bep Der Mitteltbiech »ier ginger:»om -fnutern: göenn Du fte aber UKfet fanft (inben, fo affne Die am Jöalfey '■•-*- ' • J- '■ £ • 2luch nmtm eine ^anb »ott Sutjelfrauf, preß den <&aft.batant, nimnt&ragantgummt, uni^beS beftm SÖBeiferaucbS barin jerlaffen, tbue ein wenig Dvofenbldtter baju, menge afeSm ein^)ontgwa||er/ mach einen Sranf, unb fcbüttS dem «Pferbe em. , S)aS gieber ber W'etde wirb unter anbernß\* efeen an bem erfannt, wenn ifenen ber paxn wider* flehet, unb ifenen bk Obren erfalten. . - gür bteKraftlofigfeit ober ^erjgefpanber Dvoffe ift nichts befferS.alS man fealte baS Werb warm, unb fchütte ifem nachgefeilte.^cufee em: 9*mm jwe» Unjen Mprrfeen, »ter Unjen Sfta* aantaummi, jwe» Auintlein flein genebenen <&>a' ^urjelfraut, jwep Sbtb SSetferauefe; fol*^nmit einander ■WfintTdbt/ ju einem *pul»er getnadfef, und im &watf> dufbefealten. #Benn es nun die^oth erfordert, nimm »on gemeldetem ^ulöer jwep$6f* fei w>uy tfeue eS in ein ^flaai SGBaffer, gieß jwei) $6ffel »ott £onig unb »ier 2fätl »ollDvofenol daju, geuß bem Werbe ben britten Sfeeil ba»on ein, und braucfee es fo lang bit bat Dto#. wieber gefunb wirb. : SOBeimwDvoßju fefer erfeüjet ift: $?efeme man dtep. Unjen Baumöl, ein fealb sSJlaafi SÖein, im ©ommeraber nicfet mefer, als jwe» Unjen Oel und ein ^aaß-?ß5einf mifcbe es untereinanber,unb fcfeüt* te es dem Wetbe'burdfe^inenSrichter in btn palt. ©olcbe;^röfee mag:man auch den.'Werden gebrauchen, weidfee »erfangen haben, ..i *, ^au.ilnreicfyen, mimm einen^afen., tfeue barein Mapenbutter, #*• laß ^peden,; nimm einen 4Dafenbalg/ -floß ifen baxtin, unb leg*, ifem über ben ©cfeaben. '■■ i; iti&bii nimm idutttt, macb "ifen- warm tn einer fyfctimtr fcfelog jn>6lf €»er barem, und tüferS wofel unter einander,laftbemDvoßgfeicb am guß jur3lber, unbfcfetag ifem Denn bie @per,fowatmDu fte erlei* beirntagft mttbat ©edber, murinem wollen Such tjetbiraden, unb tfeue ifem bat brep Sage nach ein* ander, tss.fellft. t)u magft wol damit reiten, bodj bafi bu tt allwege ju *ftaofet mif demfelben ©tficj »er6inbeft. \ Ober laß ifem bk &*Ttfeeil*2lbem flfelagen im gußgleicfe,:unb eS wofeluluf embarnaefe nimm einen #afen6atg, fkb den wofel in altem &Öein, binD es Dem Dv*oß alfo warm über, tfeue DaS Drep oder »ier Sage, Des SagS einmal. - ^oemacfefteDe^bffefewurjefeaucfeinaltemSöeitt/ bit r ■«fe 91 d& bis fte weich wirb, reibe ifem ben v^cfeenfel ober* fyilb bem Knie bit auf ben #uf gegen bem p$xn wohl mit gefottenem SOBein, benn fo nimm bie weicfe gefotfenen SSBurjeln, binbe fte bem Dvoß über ben ©cbaben, unb fcfeöne fein eine* Seitlang wenn bu reiteft, bafi bu nicht retineft ober fpringeft. Ober fcfeeer ifem baS^aarabauf bem©cfeadeit/ ifeacf es wofel mit einer glitten bafi tt blutet, nimm ein fcfewarj pun, reiß es auf, unb binde? alfo warm über ben ©cbaben, (aß tt Dre» Sag und %täd>tt braufliegen/ unb wenn bu eS aufbinbeft/io wafcj) den ©dfyaden fauber mit faltem SQBaffer ober falt •■' gegoffener pauptlauat, falbS feernacfe wofel mit Mapenfalb, (bk befommt man in ber&potbef) laß ihm an ber Dfaifer, nimm einen #afenbalg, ffeue btn in einen neuen #afen, unb fitbt,ihn wofel in fcfear* fem ©hg, bebecfe unb fchmier bcn4?äfen toobl mit itim, baß fein £)ampf baraus gebe, unb wenn eS .wofel gefotten ift, fo bäht ben ©cfeaben bamit, unb binb ifem benn ben £afenbalg, fo warm bu es erlciben magft/ darüber/ unb laß tt drep ober »ier Sag ftefeen, tt hilft* Ober uimm Rappeln, ftebS in altem SÖBein, bind es warm darüber/ tt »ergefeet ihm. Ober nimm eine ©cfenur/ »erbinb ifem btn ©cfeenfel ganj hinab bit auf die Söurjef, und reiß ihm denn bk S&urjel mit einer glitten an brepen €nbcn auf, barnacb nimm geftoffenen 2tim,poniQ, geldwerten Butter, alles unter einanber gerührt, tbue bk ©cfenur feerab/ unb ftreicbe bk Q5eine Daß Das ÖMut heraus gehe, unD binDe ifem Denn Diefe Semperirung Drep Sage Darüber. ODer nimm SBücfeenafcfeen, ©alj unb alt Sttint M 2 borger* togerfcfemeer/«jeDeS gleich »itfbftößeS unter einan* per, auch nimm ein leinen Such, binDS ihm Damit auf Die 5lDern, laß es alfo aefef Sage lang Drauf, jrcafebe tt bernaefe mit flieffeuDem göaffer ab. *Zin gut fcnittef wenn ein Pferd verbrochen/ unb öt'e -karrne btrauB dringet*. »ftlidj foll man Die SÖdrme nehmen unb dem Dvoß mit bem ginger wieDer binein fterffen. gemach nimm ODermenig, ©cfeellf rauf,Maufc ßferlein, oDer in Der Slpotfecf 3lurem mufcult ge* nannt/ Das Kraut »on Der ©cfewarjwurjel, >25e»* fuß, ©artenpappeln, Dvetticfefrauf, Kdfepappeln, JeDeS eine ifoanb »ott. ^ ©iefe Krauter alle jufammen in einem Sopf mit 85ier gefoch^ unb ben ©cbaben fein warm bamit gebabet, unb barnacb bk Krauter mit einem lein* waben W'ftetlein auf ben ©cbaben gebunben, unb gwep ©tunben baraufliegen laffen, unb hernach foll man ihm biefenSOBunbtranf machen unb eingeben, Sftitnm Ofterfucia,Sormentill,^)eiDnifcb^iBunD* fraut,$£>racbenbluf, alle« geftoffen, j'eDeSjwep£otb. BiefeS alles wobl in Drep Ouart $5ier gefoebt, und bem Dioß alle Morgen nüchtern »ier Toffel da»on eingegoffen, unD mit Dielen »orberaehenDen.unD ge* • fochten Kräutern im 33ier, DeS'WerDeS ©cbaDen wobl gebdbef.' (ßn gut tHittel wenn ein Boß ein 25ein enu $voey gebrochen i^at. imm 3bifcfewurjel,^5ibemell, Beinbruch/ kbt$ tin Wunb, einen guten Toffel »oll ungelofcfeten ^alcryein piertel Wunb Maftir geftoffen; biefeS jalies jufammen im SDBein gefoefet, bafi tt wirb n>k f m €0iuf, unb fo balb bu es »om geuer feerab tfeuft, nimru, £ dl *3fe 53 d*> nimm fechS ^per, fcbiagS darein, tuferS fein warm um, fcfelag Das warmeQ^erbanD Darüber; bemadj nimm eineeifeme©cfeiene, bk muß rund unD breit mit ©elenfen gemacht fepn, feifte über Den £5rucfe* ftfeaDen ^efcfemieret, unD attejeit über Den anDern Sag alfoaerbunbcn werDen. S)u folt ihm aber af* lejeit DaS^3u(»er unter Das gutter geben xok folgt: $?unm 3bifchwurjel, ^Mbemelle, Q3einbrucfe/ iedeS anDertfealb »iertel^pfunD. Wenn ein (feaul die £eine und fonft fid) vevt fernlagen bat. «Jimm Kübmift, £eim, gßig unb ©alj, mifefee •/•- eS Durch einanDer, unD fcbmiere Das WerD »on Junten btt puft an bis über Die 35uge, bat tfeue eituoDer »iermal nacb einanDer. . ODer nimm SOBei^en* Kiepen, €»erunD€ßig< mach eS jufammen, unD fchmier DaS WerD aufs wdrmfte bamit, fo »iel tt immer erleiDen fan, btS ganj über Die Q5ug. - 3tem, fchlag ihm Die 23ugaDer, mache ihm einen Ghnfafc mit keimen unD fefearfem ^Beineßi^, ftreicbS ibm an Die Q5eine, Des anDern SagS führe es ins ^Baffer, laß es eine ©tunöe Darin fteben. Sfffet tt aber nicht mehr, fo fcblagoibm Die geffel^pern. SOBenn aber Das tyftxb DamieDer liegt, unDftrecf f alle »iere »on ftefe, fo reiß ihm Diegüffe freujwdfe auf, nefce £anfwerg in faltemJSBaffer, tbue ©alj Drauf, je öfters je beffer. sftimm frifefe Q5runnwaffer, wirf ungefähr Drep Sianb »oll ©alj brein, unb mifch bat wofel unter einanber, nimm ein ober »ier ©cfewciß[cJ)lacfen, lege fte ins geuer, laß fte glüenb werben, wirf fte in bat ©aljwaffer, unb wafefee ifem Dje 35eme auftpdrts Dan* Ptät *S&> 54 eflB» #dtte "ein ©aul ftcb fonft »erfchlagen, fo reite tfen erfHicfe wofel bafi er warm wirb, unb jeucfe ihm die diftn fo hart alt möglich an, nimm benn 33t* bergeil, SDrepacfer, £orbeem, unb 2 £otl> ©cbmeer, mache eine Latwerge braus, unb geuß DaftelHcje btm Dvoß in rotfeem SOBein (baxin tt ju»or wofel gerüferet worben) durch eine ©friegel ein, barnacb nefse tin leinen Such in frifchem^runwaffer, leg tt über bat Dvoß, unb beefs mit einer S)ecfe warm ju. Unb fo oft bat Such trocfen wirb, fo oft nefce es wieber, beft bat Dvoß fo hoch a|s möglich an, unb laß es alfo fteben ©funben lang fteben. Ober nimm ©abenbaum unb $5ocfS*Unfcbfitf/ ia^ tt burcb einanber wohl foefeen, unb geuß t$ bem Werb ein, fo warm bu tt erleiben fanft. SCBenn ein Werb »erfchlagen, unb ftefe gdbling überfreffen ober überfoffen fjat,baßeSan ben©cfeen* fein niefet fort fan, unb bu xoilt ifem niefet jur 5lber laffen, fo nimm nur frifefeen £eim, @ßig, brannte* wein, <£per, Küfefotfe, benn er füfelet fein, mifefee eS unter einanber, unb binbS ifem um die ©efeenfef. Von bem 2lnc$efeüfe, (Hetjenfeuf und <&uf* fttaudb. enn tin D&oß bieSingefeüfe feeuV fo nimSOBacfeS, ber fein lauter ift, ftoß tt in feeiffem Wclv und fegs bem Werb um ben guß, bamaefe über brep Sage nimm es wieber ab,, unb nimm Kiepen und ©alj gleich »iel, mifcbe bat mit ftarfemSGBeineßig, unb reib ihm die guffe oft bamit ©0 ein Dioß bit ©egenfeufte hat, ober reppig ift, fo ftoffe ©las gar flein, unb »ermifebe es mit jerlaf* jenem paxy unb Drücfe Darein lauter ©cbwetne* fieifefe, jweper ginget, dicf/ binbS Dem ^ferd alfo feeiß «B «fe 9S d» Geiß ufn ben guß, unb wenn esdetin wofellrfaffef, fo brich esifem wieber ab, fcfeabe ifem benn den Ort mit einem Meffet bis ba^ es blutet, unb wirf barein btt (Staubt üon©allifcenftein unb ©las, das gar flein geftoffen fep> unb lafibat Drinnen liegend* es fdbftr heraus fallt. Obernimm£inbenfeolj und£5aft, thut bk obere Dvinbe feerab in einSÖBaffer, lafi tt »ierjebnSage ftefeen, fo. wirb tt als eine ©uf*, falbe Denn DaS Wetd damit; tt ift aucfe,gut jum 25ranfyamd • wirD fein Mafen da»on. gür Die £ufftraucfe nimm^infem ftebe fte mit altem ©cbmeer, unb binb£ ifem alle Sage -jwep* malanfbkpuf. ; > Sür l&zvnffyxpinbtn, .:■■■'■* : imm ©cbmeer, ©pecf, SÖacfes, 55aum&t,0$a# butter,93ulbärj, ^cfS41nfcbiitt, Dvtndeouurf, jebeS glerct> »iel, unb unter.einanber geraifcfef/ b& fcfenetd ifem ben.guß bit auf 5a$1cbenDtge,gfcift# unD Denn fo flutte ifem diefe ©albe alfo warm in Dein guß, Das tfeue Des SagS jwepmal, aber attweg fo erwall Diefe ©fücfe »or, und fcfeütt es ifein alfo warm barein. u Ober nimm glacfeSfaamen:giefc^Dettef, Knob* laucfegefcfeelt, unb ©auf otb* äudMt Dteinborgefc fcfemeer, alles unter einanDer geftoffen, unb Damit rtngefdfelagen, Doch juöör den pnf wofel kfefenibe ten bi$ auf das gteifa), Das macfet &em, obgleicfe feiner ba wäre. : - ; Öder befefeneibe ben guß (wit »orgefagf) nimm alt ©cbmeer, geft^eelten Knoblauch-wohl g^ffett, & gefchwetttenglacfesfaamen,©eöenbaum unb frifcbe Ärefrs, itbtt.$kid$x*kl, atteSwofeJjbefwDersgeftofi fen, dl fen; tmb damadfe unter einanber getfean, unb aberV mal geftoffen, bocfe foll btß ©cfemeers mefer fepn als des anbern, tfeu ein wenig ©alj in Den guß, und fcfelag ihn mit Diefem ein. ©o ihm Denn Der 23aucb daju fcfewinben folte, (xok eägewAfehlicfe gefcfeiebet) fo befcfeeere DenQ5auch) unb.bicfeifen recht wobt, unD reibe ©alj unD flein geftoffen ©las Darein. sftimm €feriftwurj, (heb mit einem Warnen tin Socfelein in Die 4?aut, ftoß.die-SEBurjel;'Darein, fo treibet es bit £aut.auf, unb fo balb es gefcfewillet fo tbue bit 2ßurjel heraus,« und fcbtnier tt recht wohlan ber ©pnne, ober fonft an der SÖBdrme. Ober nimm Kttpblaucb/^emiebr je baffer? junge ^olberbldtter,Dveinb6rgerfchmecr,und-©alj, alles unter einanber gcftbfpm, dem'Dioß' bamit einge* fcblagen. ■;: f: ■/..■■ : Oder nimm alt ©cfemeer, weiß$arj und Wffe/- fitbt eS unter, einanber bis tt wofel. jergdngett ift. .^mm jpanf unb ^ünermift, fcfelags dem CHoßda* mit tin, unb befcfenetbe eS bit auftaut . Ober nimm, nachbem. berguß befcfenibfen ift ©pecf, alt ©efemtfer/ $öacfeS,,»£).oriig,SSaumof, Mapbutter/ ^Matferpedj/ Q5ocf S*Unfcfelitt, DtfnberV Marl, jebeSgfetefe»iel, ftedSutfterrinanber/ geuß es Dem Dvoß warm des Sogs jwepmal in den gußt Sur Äernjiefeen, Oftimm £einfaamcn, gefottene SRubtn, Knoblauche J*- unD ©pect/ unter einanDer geftoffen/ fcfelage ifem Damit ein, fo gibt tt faft guten Kern. Ober nimm SÖBacfefeolberol, unb fefemiere den Kern bamit, naebbem bu ifen »erftfenibten feaft. 2*ern auffteeben. Sttimm gebrennten Ofenletm und ©nmfpan> eins ^ :5t? da* ej#s ffr»ief als,de$ anbtxn,, ftog es ffehl JU $uf< »er/ legS auf ben "Kern mit parifmtfr ' ./,.-. 5u viel ferne«. » fl^efc|neib bem Dioß ben guß bis aufs Sehen* &reft > *>r ©cfejpefcl brauf, tfeu aucfe gucfer btauf, macj) , ein Seiglein »on lebehbigemKalcf mit di% Mp fcbiagS ifem Drein. 3/em, nimm .^wßfaub/ unb fcfelag ifem bamft tin, fr fcfewinDt ifem der Kern/ Denn woju man t$ brauifef/ bat fd>winbe't/ unb mltt niefet. j S^c 2lgley/u SJJimm weiffen ^unbsbreef und ©rünfpan, floß */* es flein, ntifefee es unter einanber, und befprenge die 2Bunben am guß bamit, und binbt $öegri# barauf; baS tfeue oft. r cww. Bofelen ab3ief>en. OJümm Q$rofamen unb ©alj/ »on jedem gfeteft ^ »ie|/>binbS ifem dprüber/ am britten Sag thu t$ ; bavm, fde grüne ©efeilbfarb barauf, ober ©rütv ' fpan und ungebrennten Seimen/ ftebe: Dfaßmift- bind ifem ben alfo trocfen darauf/ unb .laß tt »ter Sage fkfeen/ darnach fcfelag ifem ein feofel ©fen auf/ fcfelaa, ifem alle Sage jwepmal mit DSoßmift ^ Wenn eingoß die©o$ett n*^t fioffen t*tu> aeöffe Sorbeew ju ^u(»*r, fde ^darauf/ lege «jpanfwei^ baruber, und bind .efn Sucfe barum* Sür Sußfdcl;er 2\dubc, . - . SDimm ?5ocfS*Wnfcfelitt, alt Dfcinfcorgerfcfemeef/ &* rofeen Mapbutter, ^ulbarj/ bk fleinften pöU deebldtter/ flein geftoffen, jerlaß das alles unter ein* anber/ unb falbs bamit, tt geneft. « • Ober nimm ^g>unecFotfe; tfeue tt in tin ©def l>Sn, geb* mpMWtom wafcb ifem bk gujtfcbet w 9? mit/ "<8fe 9* t*g* M§ und reibs ifem mir Veift ©dcflein darin der #ünermifM|V-'-, , Ober nimm alten ©pecf/ brenn ben auf SÜBafen, nimm-$^«taprj unb Mä^butrer, fcfeweiß tt burcfe einanöciy dräcfs burcfe ein^Sücfeleiu, unb falb baS » 8ftßÄit, eSfeilft. \ ' Ober nim alt ©cfemeer, ©cfewefel und Q5aum* 31/ jerlaß baS unter einanber, unb falb bat Dvoß. *'J ODcr* nimnx pkfflin> jedes gleich »iefe unb lebenbi* .gen ©cbwefel, yacfee eine ©albe baraus, unb falbe ifem" bit guplkber Damit. ^Ob&'nUUto ein featb Wunb £einol, Drep^fund $&ftfö fteöS unter -einander* falb Das Dvoß bamit Ober nimm ein £otfe ©rünfpan, einer gauft groß alt ©cfemeer, unb fo »iel SÖBacbS/ jerlaß bat wobl biüd) flrtäniDety Darnach ffeue einen guten ^ecfeer •doli 4ß^ und Den ©rünfpan Darunter, laß es fte* den, macfee eine ^albt Daraus, unD fchmier Die gußlocfeer damit, unD laß es trocfen fteben» i, v rm v $fc b6fe güffe, ^ttnüt^irfcben*unD©cbaafs>Unfchlitf, jerlaß tt '■/*• jufammen,-Öoife Daß es nicht ju feeiß werDe, unb wenn es erfaltcf>jb nimm alten Knoblauch/ flein geftoffen, tfeue ibnmnter baS Unfcfelitf, amb fcfymier dem Dvoß Die guffe Damit, tfeue Das oft, fte werben ifem gut. v> \ - Ober -nimm alt ©cfemeer, eines 4büncreps, und - Unfcfelitf/ eines ©ansepS groß/ hacfS unter einan*' der, und.nimm Denn foMtl %j$ad)t alt Der bepDett ift, rfeue es in eine Pfanne, jerlaß tt wobfe Darnach nimm em '©chüffelchen mit faltem SOBaffer, geuß . es Darüber, foli es falt werben/ drücfs denn ju# ir" . fammem «fat 99 dB» fammen/ tfeue es in ein ©efcfeirr/ faftfcjjbm Die güffe oDer Den #uf damit/,ftew^kmimPm WerDen gut. • : > ' :■/?•.■'•-j <;'-:« ö:::; N,üi> ODer nimm ^tift und ©cfeaafsmnfipmrMW einanDer jerlaffen, unb pje güffe oft bauö;g#H>ej* ODer befcbneiDe Den guß bis aufs gfttfcfa njtn^ Unfcblitt »on ejnemlungen ^5ocf, pm&Mulbatk unb 28idifeS, ftebS worunter emanberrjtuacfeeÄ ©albe»baraus^,geuft)feml[g1fp warmen ^SSwiff? Ober nimm Kü^#(iDW,m^eÄ/wbe es unter einanber, fchlägj ityt&Die&beSs^gS jwe»* mal fall danutein/:^;;^:-;« *Xy; f .7,.0der;mmfeacfeS>^gniKnfeaTj, f lareS ©cfemalj imb#on®, tempertre unter einanber, falbe ifem die güffe d«mts =->v'" .*> ,AMr '-,.-: Ooerfo Der guß jerfpaffen tftrobet jerfdbrun* ben, leg eine bicf* gelt,; »pn Mefel unb €oerwetß gemacht/ barauf/ fo wirb ber ©palt-ganj/ un^gef feetj wieder jufammen. ■•, - •.,,.:; . . X» " ODer fpalte es aui/jjwifobeu, bem #pm; unb ßfeifcfe, ntmm^)infelmefeluud€pecflar/ macfee tin !Seiglein daraus, unb leget es barauf. - . , ODer nnum ^appelnfaft, Poni%unbpabtx> mhlf macfee ein Küchlein baraus,-leg$ Dem Dvoß . auf Den ©palt, tbue Das oft; es.filff. ,..; , .n ■ . . Wenn an Koß fteif i\h + ~ ■ .i /«ine gute ©albe Dafür ju machen, bfets&$m V muß im Mapmonat jugerichtet werben: dxfu li# nimm »ier Kannen $Bein,rotfee$qpneJn, faml -der ^Burjel, garrenfraut* ©chellfraut/ Oftcrlu* M «ja, £Mxmtnia, ^e»fuß^auSlgub, %ment!ll.e> ^a}»*rjwurjel,. jebes^ne pa^ »ofl, diefes.fr *fe rob dS* btn SDein getfean, unD gar w61jl gefbtffeef ;ffetrtäcr) tömm brep junge«öunbe, fo$r«p ober fünf Sag alt ftnb, unb floß biefelbe lebenbtg in ben Sopf/ wenn it am beften focht, feinein, unb bit punbt drep ©der »ier©tunben foefeen laffen, ba^ tt jur©albe wirb, feernaefe nimm biefe Materien alle mit ein* anber aus bem Sopf, thut fte in einen Märfel/ jer* floß es gar wofel/ ba$ tt ju einer ©albe wirb. J$m gatt aber es niefet mürbe glnug gefoefet^ft, b'ai xnant ftoffe.n fönte, fo nimm ein SKeibetopf, jerreib tt gar wdfef; folgend* tbue eä in ein ^a'af'ftebfein, tind macfee die •Materl^n-'bioburdb» r r $emacfe nimm tywolium, &$fer6f, SIlifeÄa, jebeS ein Wund/ ^rünfpan, ^etroliümSl, SSBäcfefeolber* $1/ ©picattarbenoft t&affam&V jebes drep &rfy ^onig, Serpentin, #irfcfe*Unfcfelit> jedes tin »iertel Wund) ®radjenfcfemalj/ £5<$tenf$mal$ / jepül* fcerte Dvegeriwurme/ jtbt& ttkt £otfe; jwep Wftoö gut alt ©cfemeer »on einem Q5org. SDiefe ©tücfe alle in eine'W unb Sergefeen lafftn, barnacb-fcfelage bem Stoß/ wenn der Mond neu Ift/ die Q5ugabem, unb die-öufen •fein dünn auSgewirfef, bamaefe nimm biefe ©alfee, tämft ba#Dvoß aefet Sage lang ncfcfe einanber bie ©d&enfel bit an bit SBrnft fetttan wohl $eftfenueret/ und mit einem warmen ©fen gar wobl biftein ge* bdbef. jöa bu aber fiefeetf, -daß das Dioß gar alt 'and fteif ift, fo brauche b*e©ctfbe noefe ad)t Sage fdngcr; obfehon bie#aut und'^aare wegginget/ fo nimm Drep Kannen fotben SGBeirt/ jlPep pawk »Ott Wwpelnfnofpen; jwep pänbt »oft (£ßernfno* fpen, mit famtbeu^feipfttdben äbgeftreiffc IJBenfi * tot #oöunder ausbrtefef/fe fefeabe dieDttnben ba»on, aucb *$h 101 iefe ©albe muß im Mapmonat jugerfdEtfeü werden,, fonft ift fte niefet gut, unb je alter fte ift, je beffer. Und fan dem Dvoß mit biefem Mittel wie* der gefeolfen werben, bafi tt fo fertig auf den ©eben* fein wirb als tin junges Dioß, wie fteif tt auch war. \ {r>'£>ai ifem bat &ben im #uf fefewinbe, wenn tat Wtddünn ausgewirfet ift, im^eu*Monb:. U v ©o nimm £einfaamen,,alt©cbmeer, Serpentin, itbtt tin »iertel Wunb, »ier 2otf)paftnfd)mak; diefes alles unter einanber getfean/unD fcfelags bem 9löß über bre»Sage fein warm mit ein, febabe ihm btn puf wohl mit einem frummen Meffer, unb tbue benn daffetbe darüber um den dritten Sag, xok gemeldet, bat tbue fo lang bit tt beffer wirb. iDaß ein Koß mci>t (reif wtvbe, wenn bu toät reifeii. '-■•} • Cjljenn bu in tint Verberge fotmneft, unb bat ^° Wetb wohl gewafefeen ift, fo nimm ttxoat ^raftnfewein, ttxoat £5atfmol, jwe» jOudjtlettt gu* ten SEBeineßig, »on brep (?pern bat £öenje, 'Pier $otfe (Snjian, maefee bk einen ©aft, »iet£offe Knob* fauefefaff/ tin £otfe ©afrart;' biefe ^lattxkn a&e , mit einander ju einer ©dbe gemaefef/ dem Dloffe } bit ©cfeenfel wofel mit feinein geriebm, bas Werb -tfiixb niefet fteifc paft bu nun eine groffe Dteffege* getfean/ *$&, 102 *$& ffean, fo brauch bit alles über ben anbern Sag/ unb laß bat Dioß tin wenig feerauS geben/ lajfe aber baS Dvoß niefet okl ins SÖBaffer. geben ober reiten, benn »iel SSBaffer ift ben Werben ungefunb/ wenn fte »iel gegangen ftnb, tt fommt fonft bk gluß< unD ©teingallen Da»on. :.:pytit Diefer «jbunDsfalbe, xok fte genennet wirb) ift »ielenDloffen,. Auch anberm 3}iefe, jafogar Men* fcfeen:gebo(fen worben. Wenn du mfeftv däft ein Koß allezeit t!7ut£ haben foll. Snimm ^irfdjbcunft, (Ebriftwutjel, (Ebertpurjefe v* jebeS ein £otfe, jwe» i?otr>2ltr icfewurjel, »ier £otb geftoffen unb gepüt»ert garrenfrauf, jwep &>tfe #auSlaub, ein £otfe £afenfprung, jwep £oth £Be» berf ranffeeif, ein Üotb gepül»erteglebermdufe, jwep £otb £afelbodlein. :,: S)icfeS alles unter einander getfean/ ju einem fyulotx gemacht/ unb dem Dvoß täglich tin wenig unter bat gutter gegeben, fo fan niemanb DaS Dvoß bejauhem, unb gebet feinen 2Öeg imtn,er fort, mache bat gutter ein wenig naß, bafi tt bat Wlüer niefet wegbldfet. Wie man ernennen foll, wenn fid) ein Hoft im Sreut) webe gejhftn. r 'SDimm in ad^t wenn tt aus bem ©fall gefeet/ fo J+ gebets feinten als wolle tt auf btn gefeeu geben, unb gefeet mit dem Kreuj gar fteif; wenn man es auf bat Kreuj Drücfet,' fo beuget ftefes fefer. SDero* wegen tfeue ifem alfo; 9?imm $>einweHe, £einfaamcn/ ^bifcfewurjel/ pautxouxitl, Sanum (Btdcum, Serben tin, jeDeS * ein $funb/ aileS unter einander geftyffen. 5>ieft ©tücfe *fc 105 <%* ®tücfe alle im SEBetn gefocfeet/ und dem Dioß oben ober das Kreuj gefcfelagen, mn\einem,Sucfe »eft auf* gebunben, brep Sage brauf liegen laffen, unb bem Dvoß atte Sage ein Soffel »oll unter bat gutter ge* geben, machet bk Knochen wieber frifcb« darnach nimm Obermennig, 9}ad>tfcfeattM, Ofterlucia, 35epfuß, ©cbeüfrauf, ©fenf rauf, jebeS tintpanb »oll. £)kftt alles in einen Sopf atthan, iwep Öuart 35ier baxan gegoffen, unb wohl fochen laffen/'Darnach Dem Dvoß Die ©cferanfaDern w©bl gebdbet, Die Sdnge feeruntcr, unD DaS Dvoß alle Sag jwo ©tunden fecrum füferen laffen, bafi ifem die SIDern niefet wieDer frdmpfen. SOBen Du aber ftebeft, Daß Der ©cfeade gar alt ift, fo mußt Du ü>n oben auf Dem Kreuje aufmachen, unD Wtroliumol unD SGacfebolDcrdl Drein gieffen, bit tt wieDer »on (fem felber heilet. pcxnad) mache tint ©albe: u ... sftttnm Wpoltum, jüoferol, 2lltfeeeAKammfett, punbtfttt, jeDeS ein WunD, unD fcfernieredem fKoß die ©cferanfaDern Damit, unD ft'efee ju, bafi tt niefet angewaefefen ift, Denn Die Werde gemeiniglich an* gewaefejen find unten an Dem ©emdefete, oDer an der 3)ünnige. Wenn ein Koß teitfyet, oder einen ffyweven £ur$en öem bar. cJNiefe Kranffeett, Daß ein Dvoß einen fefeweren rr^ oDer furjen ODem hat, fommt »ermutfelicfe feer aus einer Mangelfeaftigfeit an der Zungen., wenn ndmlicfe Die £uftrofere in Der jungen mit ©cfeleim unD anDern Dergleichen ©acben »erftopft iftz unD bat Dioß Den ODem nicht gewinnen fan; diefe Kranffeeit ift i# Den, Werben ein £)ing, gleicb mie be» den Menfcfeen. Man ®lan haltet aucfr dafür,, baß den SRofifen eben btt Sirene» gut ift, welcfee DerSföenfcfe ju DiefmKranfc feeiten brauchen mag, unb ift jwifdjen Die/er Krani* feeit.unb Dem ^Wfcfeldcfefig fein UnterfcfeieD, benn bafi bat ^erjfcbfdcfetig noch heftiger ift, .und efeer ein €nbe macht SubieferKranfbeitrft nichts befferS alt bat Zuftlafftn, tt muß.aber mit ©elegenfeelt gefcfeefeen, banüMnan Der ©acfee niefet ju »iel tfeue, unb bat Dioß baburefe gefcbwdcbt roerDe. Wflan foll bem Dioß bk ©porabem: fcblagen, unb es wofel gefeen laffen, ftefeet man bafi tt braun 35lut ift/ ft> tbutxS ifem 2ftotfe, ift tt aber, rotfe, fo barf mans ifenen niefet fo fefer laffen, Darnach foll manS Dioß tm Maftbarm leeren, und Den ©cfelaucfe wo* fcben mit warmem ££affer. * Stern, man foll ein Slmeifenneft mit allem.nefe* men, unb fte in einen neuen ©acf jufammen ffeutv jt mefer man mag feaben je beffer es ift. darnach, fanlt bem ©aefe in einen S^tfftl .getfean, Stßaffer drauf aegoffen, wobl auffteben laffen, tmb wenn ein gut^feeil DeeS$BafferS eingefotten, foll man ben Keffel wieber füllen, unb bat wieDer Drep ©tunben foefeen laffen, barnacb ben ©acf, famt bem was Drinnen ift, heraus nehmen, unb m eine ©tauge über benKeffel bdngen, bafi tt wähl auttxtuft, und febdume bat SDBaffer ab, lafi tt falt werben, unb alSbenn bat Dioß ba»on trinfen, unb fonft »on fei- nem anbern Raffer, bit tt erft getrunfen bat. Äin andere für tut$en Q>bem oder TZeicfytn* SJ))«n muß erftlicfe QMtnbaummiftel, ©abebaum, M unb ©albepen nehmen, es Dorrm unD pütoern, unDeS DemDvoß 2lbenDSnnD Morgens im.guttec geben, nefce Das gutter tin weni& mit gefallenem Gaffer/ *fc IOf d& $&afftt, befealt aucfe jeDeS ©tücf befonber, oder gleich unter einanber gerufert, unb im gutter gege* btn, bat macfet einen guten Obern. *J£in gut WXittel, wenn ein 3$oß bezaubert iffy voobey folcbes ju metfen unö ja ernennen. ßfrftlicfe, ein folcfeeS Dvoß, wenns bejaubert worbert ^ ift, ftefeet es ftetig unb fedngt ben Kopf in bk Sxippt, unb fcfewtfct beftdnbig, fan auch feinen ei? nigeti©cbenfelrüprert obet fortbringen; unb find alfo bit bit brep Merfjeicben eines DloffeS, bat mit folefeer Ungelegenbeit befeaffet ift, woju man fol* genDe ©tücfe nehmen und gebrauchen foll; $tfn1 garrenfrauf, fcbwarjen Kümmel, günffingerf rauf, jedes ein £otfe, alles ju ^uloer gemaefef/ und ofen alle ©efafer ein gotfe Menfcfeenbein gebrannt, und ju Wtoer geftoffen; Das £olj; welcfeeS tm ftieffenö ' Gaffer auswirft, unD gemeiniglich am DlanDe Des Raffers gefunben wird, welches man »or ber ©onnen Aufgang holen muß, Daffelbe 4bolj gar flein mit einem Meffer gefchabet, unb biefeS ge* fefeabten £oljeS aucfe ein£otfe genommfn.v S)iefeS tyulotx und Das gefefeabte #or5 bureft einanber gemifefet, in einem $ftaa§ 28eineßig bem gemelbeten Dioß auf drepmal eingegoffen, tt fep ju welcfeer %tit tt Wolle; wenn nun das Dfoß dert Sranf genommen hat, fo foll man einen Menfcfeen* Pnochen ober Z&tin nefemen, bafielbe bem Dioß auf der rechten ©eite unter bk Mahne hangen. Wmn ein Jxoft der ©cfclag rühret, und wa* man öftja gebraacben fotT. Urftlidb, nimm gebrannt £irfd>bom, Slngelica/ ** jedes tin $otfe ja^ul»er gemacht/ tin halb £otl> Dvfeabartara, ein £otfe »&irfcfefölbenwaffer/ fteffeU 0 mffer/ 9fc ios &* fcaffet/ ©cfeenlaubwaffer/ jeDeS tin feafb Wffef; diefe ©tücfe Durch einanDer gerüferet und gemifcfeet, dem Dioß folcbe auf drepmal eingegoffen; und wenn Da£ Dioß nicht alfofdrt »on dem Sranf ge* fund wird/ fo fott man btn gemelDeteu Sranf noch einmal jurichten unb gebraueben; man barf fonft dem Dvoß nichts anDerS gebrauchen ober tfeun. PerSetctmiß, wenn man tin Kofi tno (Btae Jagen mtU Das fteifgeritten iß, wie Das muß anöfoU gehalten t»erx>en. ßprftlicg,'fott man baSDloß gar bünne auSwirfen ** bit aufS gleifcfe, Darnach foll man bem Dioß i&ufeifen maefeen bit fo dünne ftnd xok tin 33lccfe, ifem diefelbeaufbeften, bamit foll mans benn laufen laffen, baß es ftefe ben puf niefet wegtreten fan, fonbern bafi bk puftn Defto beffer unb füglicfeer die geil weil tt im @rafe gefeet wieber wacfefen rönnen. 2$enn nun bat Dfoß mit fofcbem £uf* fd&lag alfo »erfefeen, fo foll man ifem-die Q5ug* abern. fcfelagen, unb ein 5lu ff riefe barauf maefeen: 5?imm tin »ierfef otter; DiefeSin einen 6pf getfean, und wofel Dutefe einanDer foefeen faffen/ Dem Dlöß Diefen gemelDeten Slnftricfe »om S$ug herunter bit auf Den £om oDer guß anftret* eben, unD in bie #aü treiben/ fo warm DaS Dioß eSerieiDenfan,undnicfetwieDerabwafefeen. £öenn nun Das. Dioß »ierje^n'Sagf:tns®raS gegangen t)df, f'" man ifem die ftmgq'&et fcfelagen auf bep* Den Reiten, Damit bat übrige »erbrannte QMuf, Reiches* Das Dvoß-notybep fi$ hat, m&ge wegfom* men, *fc 307 dfr mtUf und Das -pfcrD wieDerum defto frif^er ®e* blüt und Gebeine, aucfe *2unge unD 2eber betlmme. SÖBenn man nun ein folcfees Dvoß nachliefern $fliU tel haben will, fo muß tt gefcfeeben »ierjcfen Sage nachOftern, unD bit auf 3ofeanneS, fonft nach fyk $tit ift tt Dem Dvoß nichts nü^e, unD hilft niefet»; Sollet weittv, wenn man ja nicht voiü eijifä* d>ea2to£ ins (Svas tbunt unöes im QtaUbebfilt$n, p.foü man es eben'irtfo mitbtm £uffcfelag.aij$* wirfen, ober fdjlageu und auftreiben, perfe* feen, wje es »or in dem Mittel befcbrie|>eb_ift/ afyjr nicht deftöw.eniger, tbue das Dioß alle ifeöge tritt biefetf t^efe^oteento Krautern unb föraS im©t«ll Jtüittxq, wie folget: $frmm Demnach ^ndldiifte, punbfyxa$t,$$ka,tkud>tt,iuna Dlofer, trübe ©er* fitn, bk itklid) gefdet ift, abgefefenidten. ©ofcfeqS alles 'durch einander getban, alle Sage frifcb ge* fchnibtenAund fo okl gegeben alt: tt freffen mag, tmb jwep Monat lang gar feinen -&aber, bawaq) bat Dvoß Des 2lbenDS wobl ins ^Gaffer reife/t, .qnjd mit $üfemift einfchlagen; folcbeS ift aucb'g'ut unj> bewahrt Den *pferDen, ob fte gleichfdjon niefet in$ ®raS:gcfeen. Wenn man einem Pferde eine klaffe vovn am &opf maar$en §uß 311 machen, oöer fonf? ein fdbrpavf Heicben. Oßtmm daS&rüne »on welfcfeen Püffen drep^ufe v * pänbt »oll, jwep Sotb ^flafiij:, Galläpfel, ®um* mi, Kupferwaffer, ©ilbergldtte, 2>intenpul»er, diefeS atteS"geftoffen, jebeS »ier Sofft; darnadb die* fe Materien alle in fefearfem Sßemeßtg wobl gefo* efeef, bis manS worauf ftreicben fan, jiwor aber denOrt mit febarfer Sauge gewafefeen, und DieftMa* teria »iermal um Den guß gcfefelagen, fo wirD Das * paax recfet fcfewarj; man fan tt aufbinDen, fo ift it Defto beffer. SÖBilt du aber einem $ferbe gefcfewinD einen fcbwarjen glecfen oDer guß machen, fo nimm jwed got ©cbeiDewaffer, etwas rein ©ilber, Das ©ilber eine ^aebt ins ©efeeibewaffer getfean, Daß DaS ©ilber »on Dem,©cbeibewaffer »erjebret werDe; fcernaefe Dem Pferde Das aufgeftrichen, fo wird tt febwarj, unD ift bewahrt befunDen worDen. . *J£in XYlittel, einem Pferd ben ©efereeif oder bie Xtlabne t»ad)fen $tt mad)en. /yrftlich, fo ftebe, ob ein Dioß im ©ebweif niefet V furje £aare hat, btti biefelben#aare find nicht gut/ **&> io& jes foll man alle aefet Sage einmal tfeun. '£tn Koß rotfe $u färben, Oftimm ein tyfunb Sllaun, foefee ben mitSOBaffef, V*- unb wafefee Den ©cfewanj unD Die Mdfene mit aus, feemaefe nimm jwe» Sotfe braun £5raftiienfeofj, »ier Sotb ©ummi, fecfes Sotb ©aüdpfel, eme gute panb »oll grüne welfcfee Sftußfcfealen; biefeS alles in jwep Ballons ^Gaffer jwep©tunden lang wobl f oefeen laffen, wofern tt aber einlochet, fo geuß ein wenig Raffer Darauf, bafi ungefähr eine ©alljon darauf bletbe. ©amach muß man brep fyfunb Surfifche garbe nehmen, unb bat gefochte. 33raft* Itenwafier darauf gteffen, in einen Keffel tbun, und gar wirf en, daß es wfe ein Seig wirb, unb bat Dvoß damit färben, wohl hinein reiben, unb bk Mahne unb ben ©cfewanj mit Suchern wohl »erbinben. S33enn man aber bat Dioß will am halben Seibe färben, fo nimm jebn tyfunb 2llaun, fechSQ>fund SSraftlienfeolj, jwolf Wunb ©aüdpfel, fecfes ^ftind ©ummi, jwep panbt »oll welfcfee 9?ußfcfeaien; wenn man Die garbe mifchef, fo muß "man »ier Ocfefengatten Darunter tfeun, unb bat Dvoß mit . 9?ußol abfdmmem Pferde ^ iro d& Pferde fo ftcfr geftoffen. Qftenn ftcb ein WerD geftoffen, an welchem £nbe «^ es auch ift, fo nimm 3}ocfs*Unfdb(ttt) der im $lugnft geftocfeen worDen/ alt ©cbmeer, ©e»en* fcautn, ©alj, mifcb tt überber .»geuer unter ein* ander, m einer ©albe, uv hoc Den Schaden da* mit dt in* aucfe eine g-.c DlduDefalbe. ', Pferde fo tjc Soften roordcn. ^ Senn ein tyftxb gefcboffcn ift, unb man ihm btn Weil nicht heraus vgewinnen mag, fo nimm einen frifd>cn Krebs, ftoß ben in #afenfcbmaij, hin* be eS alfoauf die SOBunben, eS jeuxbt ifem ben Wetf '.feerauS. Ober nimmlÖrunnfreS,jerftoß den-wofei/ tthue «^afenfefemeer darüber, rüferS w$feb>macbe tin QJftaftet baraus, binbS über ben©cfeaben,eS jeudfet :den Weil ober Spornen heraus. Oder nimm glo> traut, DaS im Korn ftebet, ftebe tt mit weiffem JUBein in einem ungebrauchten paftn,, unb binbS rtbm.alfo warm über Den treffen, eS feejfct ba»on. rObermimm @dnfefcbmaljvUnD4)afelwurj, unter 'einander getemperirt, und über gebunDeu,. tt jeucht den £)om undlpfeil heraus, i - -i--- •"Sur Pferde,.fo im KuccVn gefcroöben ftnb,. i$frimm ©enffaamen'und Dluß, bepbeS flein gerie* V* btn, mit gutem€ßig, je ftdrfer je beffer, rübcS .unter einanber ju einer <^albt, unb beftreiebe es • bamit. Ober nimm ©chweinefchwarten, brenne fte <|u ^>uf»er/; wirf bat tyuiotx barauf. Ober nimm iSÖBolfSbein gebrennt, ju $ut»et gemacht, und drauf ;geworfen, tt fräefnet faft. 3ft es aber geDrucft auf -dem SS&berreiß* baß tt gefcbwollen tft,:fo nimm et* nen-^Bafen, binb ihm ben über Die. rn 4fr mit fairem SÖBaffer unb falt gegoffener ^auprlauge, fo festes ftcfe wieber, unb geneft. Ober nimm ©alj, Dlüß unb puntxbxttt unter einanber, tfeue eS brauf, unb fo €»ter oben ausbndjf, nimm 3iegelmefel und geftoffenen Dluß/ rührS unter, einanber m einem ^ €perflar, nimm panfxotxa, unb binbe tt bamit über btn ©cfeaden xok ein ^flafter. Ober jerftoffe fpifcigen WStQxid), tbue den ©aft barein, unb binbt bat Kraut Darüber. ODer nimm paxj unD ^ÖacfeS, tfeue es unter einanDer, unD falbe DaS Dioß Daiuif, fo wirD tt balb gefunD. ODer nimm ungel&fcfeten Kalcf, wofel Durch ein Such gebeutelt, unD ponia,, durch einanDer gemifcbet, bis tt ju einem Setg" wirD, mache ein geh Daraus, bacfs wohl, und ftoß eS ju tyulotx; btt ^3ul»erS wirf Darein, tt genefK y Oder nimm ungeföfcbteu Kalcf, alt Dlcinborgcr* fcfemeer, jerlaß tt, tfeue Den Kalcf Darein, mache eine d$ ift auch gut/ fo bat IKoß aefebnibten ift. Oder nimm eine ©cfeniDfe£5roD, habe tt wofel auf einer ®lut, ftoffe tt in faltSDBaffer, unb fegs dem Dioß alfo auf Dm ©cbaDen, daß es nicht ber* ab fallt, fo geneft es. ODer nimm b^ffe 2!fcben, fo beiß Du Die haben magft, aus Dem geuer, fde fte in Den ©cfeabeti, unD Des anbern SagS wafcbe den ©cbaDen/ \mb ".imm anbere Slfcfeen, urjb^)arj darunter geftoffen,- v.nb tbue tt in ben©cfeaDen. 28enn du oder reifen mußt, fo nimm fein paxfa jbnbern nur Slfcfee/ wenn das Dioß aber ftitt ftefeet/ *> 112 j& fo nimm geftoffen £arj daju, und drücf furj $Betg darein, damit fo jeucfet man bat andere feerauS/ wenn man tt wdfcfeet. Ober nimm Küfebrecf und ungebeutelt Dlocfenmchl, jedes gleich »ieb bamit fuHe einen neuen paftn, unb »ermacbe ben oben wohl unb geheb ju, fe£e folcben in eine ©lut bis ba% er glüenb wirb, barnacb H ifen felbft abl6fcfecn unbjalt werben. Mitbiefem Q3ut»er beileft bu alle S3rucfee wie fte aucfe ftnb. Oder nimm Wegwart* wurj,.Die binbe über btn ©cbaben, obgleich €pter heraus gefeet, gib ihm bk Söurjel ju freffen, bu fanft es nicfets beftowenigcr reiten i»ofein bu wilt. Ober nimm Knobfaucfe, brenneben ju Wtl»er,unD wirf »on bem 93ul»er brein, es hilft; bocb roafcfee eSporfeer mit falt gegoffener ^uprlauge. Ober * „ nimm Dlocfenforn, Dorre tt tn einer Pfanne ju- 93ul»er, unD fät tt Darein. Oder nimm altt ©ölen, ©cfeweinbein unD ^ecfetfcfendbel, alles unter tim anbtx gepül»ert, unD in Den ©cfeaDen geworfen; mußt Du aber reiten, fo fdjncibe Den ^olfter auf, " tmb tbue Wrgament Darüber, unD reite Da»on. ODer nimm <&lättt jerrieben, unD fprengs Darein/ fogeueff tt. ODer nim Dleinborgerfcfemeer, ©cfewe* fei, ©rünfpan, unD ein wenig SSBacfeS, macfee eine ' ©albe Daraus, unD falbs bamit; bocfe wafcfee es »orfeer mit falt gegoffener £auptlauge. Ober nim £onig, 3ngwer unb SÜBacfefeolberbeern, gepüloerf, unter einanber getban, unD tn Den ©cbaDen gelegt. ODer nimm (EfeehDonien,fearf $8roD,unter einanDer gepüloerf, unD Darein getfean. Öder nimm ©cfeeliV fraut,üngefofcfef en Kalcf, ®rünfpan,atte*unter ein* ander gepülrerf/ unD in Den ©cfeaDen getfean. 35ewdftrtt •Qh "3 dÜ* ir. 95et»dhttc Slrjnei) Mittel für baS 9t t it 6*8tefc an ben sündigen gefetv ^^aß ee xnelleichter fey eine Sache ju er*) ^VJ langen, al$ bie, an ftcfe gebracfyre in ife* rer PoUcommenfreit $u evfyalten, be$eu* $et bie tägliche 'Erfahrung 3ur (genüge, ?Denit mancfeer fcat jwar viel Viel) mi Permdgen* weiß aber demfelben, wenn ee mir^ran^feelteit überfallen wird, weder $u ratt>ennoct> jtt beU fen; tan aud? nict>t alle$eir in jafeen Bufaüert bey andern teuren ^atfe und <5ttlfe erlangen; fondern muß ee mit feinem großen @cl?adeit. babin ftevben und verderben laffen. jDiefeni x>or$uromen, ift diefee X)ieb;2tr5ney*£ucl?leift aue gutem tPofelmeynen, und $u eines jeden? der mir Vkfy feine Haferung fachen ander* werben mufamev?liebem ZTui$en, mit bewafer* ten 3lr$ncy*nitttelnx)erfefeen/ iniDrucf gegebeit worden» <8 Xtortreff* ■trtfe feine Sbkhftällt mit fogenanntem SeufefSDreci unb ftinFcnDen Kräutern / xok aucfe mit gerafpeltem £ome, täglich räucfeern. ©oDann ift folgenDeS geringes Mittel öfters mit groffem ., Sftußen gebraucht worDen: ©obalD ein ©tue? #om»iefe nicht freffen will, fo muffen Demfelben free» ober »ier auf einen ^jpbfaben gezogene frifcbe ganje Q5ollen, oDer gemeine gwiebefn, um den palt gebangen werben. SDiefe gwiebeln sieben Den Q)ift aüt Dem franfen 3}ieb an fid), unD fefeen Den anDern borgen wie fealb gefoefet aus. alle borgen muffen felbige mit frifchen rofeen gwiebeln t>erwecfefelf, unD Die Dem FraUFen QSieb abgenom* tnene Qxokbtln forgfdltig begraben werDem Damit fein SeDer»iefe Da»on freffen Fan, wtDrigenfallS fol* ifeeS daoon crepiret, weil Die gwicbeln »ergiftet .find, ^acb Verlauf einiger §aat flieffet be» einem dODer Dem anDern ©tücF£om»iefeein ©cfeleim oDer baju, alles- n)it fri* fcfeem €fiig »ermifcfeet, unb bem Qfrefe eingegguttet, hernach binbe tt be» bem ^opf eine »iertel ©tunbe*" ubix ftcfe auf; tt hilft balb unb wirb $cfunb. (£tn andere bewahrtes fcTTittel für den in*' wendigen 23'ranö. Oftimm 4 ober r £6ffel.»oü ©cfeufterfcfewdrje und J+ »on blauen unb weiffen £ilren DieSSBurjel Flein gefcfentDten, unD ein wenig jerftoffen, nimm aucfe daju einen fealben Soffcl »Ott ©cfeiegpuloer, jerreibe DaS$ul»er, DiefeS mit einem ©Idstein Äufewdrnier SÖMcfe »ermtfchef, unD Dem QJiefe alfobatD einge* fcfeüttet; tt feilft »on©tunD an. . SSBenn Du aber Feine ©cfeuftcrfcfewdr$e gleicg beFommen lauft/ fo nimm $wc» £6ffel i>oll 2lfcfeen, einen fealben £ßffel »olt ©cfeiefipufoer, unb btn »icrten Sfeeil »on einer äRaafi kuhwarmer ®Ul&- fcfeütte es mit einanber ein; es feilft aucfe gewifo unb ift probirt worben. , # ©o aber ein 93ieb ben 33ranb au einem guft befommt/ fo fcbwcllet ber 3uf? auf unb jittert/ und fan nicht brauf fteben, fomuft man jufefeen und ben guft greiffen, wo eS ber 25ranb getroffen bat bldbet ftcfe bk paut ein wenig auf, rauftr>t unD i ftitfehet wenn man tt angreift, alSDenn flrctcfe eS wafterbinab gegen ben flauen, barnacb'nimm et* ne ©chnur ober Wandlern »on timm ^fcfeliacrV >p z binde •flfe ntf e* £inde eS um ben gu§ gar »eft, bafi ber 25ran& niefet weiter hinauf gefeen fan, bamad) unter bem SSanb abwärts bit aufgebldfeete paut eines Sin' gerS lanö aufgefebmbten, unb mit ^ranntewein unb gefallenem d$ia auSgewafcben, fo wirb ber 85ranD gelofchet, unD gebet niefet weiter; wenn tt WieDer auf Dem gut? fteben fan, fo tr>ut man DaS £5anD wieDer feejab »on Dem gufj; man muft aber fleiftig aefet haben, eS fonimt bisweilen an Dem an* dem §u(j auch, Daj? man tt gleid^falls alfo mache toje »orbin gefebeben üüj, fo aber Die paut nicht taufebet, oDer aufgeblabet ift, fo mad) »on Dieb* ?tfcben eine £auge, tbue ©eismilcb Darunter, Daft tt mit einanDer eine $ftlaa$ machet, fo man aber feine QaeiSmilcfe feaben fan, fo tfeue etwas Q^aumol unter bit SauQt, fchütte es Dem QSiefe ein, fo balD u merFeft oDcr gewahr wirft, Da§ tt bin £5ran& gf; eS hilft, unD wirD balD beffer. "SÜBenn aber Der 3>ranD über ftcb antxitt, fo nimm em febarf Keffer, fdmeiDe Die paut auf, pxürft den Ünratb heraus, fo nimm einen £eimcn, tnaefee ihn mit €§ig \u einem ^flafter, unb binDS baxauf, fo jeud)t es btn ©ift feerauS, unb fefeabet bem L35i< fe nichts; ober nimm ein ?af*eifen, fcfedrfe die paut bamit allenthalben/ fo weit iS ber Ö3ranb fingenommen hat, fo gebet ein blauer £)unft her* aus, bamaefe lafi tt alfo bleiben; tt muf? aber im Einfang gleich gefefeefeen, efee benn 24©tunben »ergangen ftnb, fo wirb ein Q3iefe be»m £ebcn er; fcglferj. ^3robafum. Sur den^falten 25vanb. Senil ein 93icb den Fairen ^ranb befommen . hat, fo ift es w erfennen, wenn man ibin die pm **fe H7 <$& paut auf btm Dvücfen aufjeucfet, fo fracfet tt, Die Oferen unD bat Waul finb ihm falt, fo jiefee ifem bk paut mit ben pänbtn auf Dem Dvücfen auf bis überjjaS Äceuj, Darnach fchneiDe ihm ein halb ©lieb jana/tn bepbe Obren *©pifcen,iftreicbe bat falte QMut aus bm, Obren heraus, unb am gnbe beS ©cfewanjeS fcfeucibe auch ein wenig hinein, altbtri ftreicbe unb reibe Das Sßkly mit Den pänbtn über den Dvücfen unD über Das 5\reuj fein unD wieDer, bafi bit paut wofel erwärme; Darnach nimm be» einer bafbeu ®laav faureÄrautbrübe, gie§ fte Dem ^)ieb ein, unD binDe es be» Dem 5\opf eine »iettel ©tunbe über ftcfe auf; ift gut befunden worDen. %in andere für den falten ^rand. mjmm ben »ierten ^beil »on einer sfilaafi frifcbcn ^vSlug, einen halben £6ffel »oll ©cfeiefjpiiloerz jerreibe tt, unD einen halben Söffet »oll geftoffenen Pfeffer, tbue tt jufammen in d$i$, gieß tt Dem DlinD oDer Q3ferDe ein, binDe eS bc» Dem $opf auf, unD la§ tt eine »tertel ©tunDe fteben; Diefe $}ü> tel mußman balD gebrauchen/, wenn ein Q3tefe Den falten feranD fear, benn in fünf Runden muß ein SQkh an Dtefer Äranffeeit fterben, wetm ibm niefet alfo gefeolfen wirD, aber Durch DiefeS Riffel fan man ein ÖJteb benni Zcben erbalten, dt ift aucfe ju wtffen, Daß man einem jungen 33teb nicht ft> ml eingeben foliplSemem alten, we%eS'wofel iij gefet ju nefemen'ifK :-: %in bvittceJfav den fairen 23rand. «Jimm emeS puntx>dpt groß fauren Ädfc einet* ^ halbm £6jfcl »oll ©cbießpul»cr, jerreibe eS^ fünf glatter »on £afelwurjel ju $iU»er gedachte den 5vdS unD bei;De "])ul»cr mit SSrofamen »er*. rnifefet/ . ** n8 d& mtfcfet, unb bem QSiefe eingegeben; wenn tt abtt eine trdcfetigc 5mfe ift, fo muß man ben britten Sfeeil »on einer $ftufcatnuß barunter tfeun, unb mit ein* geben, barnacb nimm bre» £orbeem unb brc»$fef* ftxtoxntx, tin wenig jufammen geftoffen, einer £5o* nen groß €0?it&riDat/- biefeS jufammen in ein SrinfgldSlein »oll halb SÖBaffer unb fealb (Sßig ge* tfean, unb bem Q}iefe eingefcfeüttet, barnacfe binbe es be» bem ^opf auf, unb laß es alfo eine »iertel ©tunbe fteben, fo wirDS balD beffer werDen. £ür den fliegenden #ranb.'* enn em Q3iefe Den fliegenben 23ranb hat, fo lieget es auf ber ©treu, unb gcfchwiüet ifem Der Äopf; nimm mifft raufee geberflaumen, (wacfe* fen in ben SOBiefen, wo fautx ©ras wdchfet, -unb feaben lange ©tdngel) gibs bem Q)iefe in $efälje* nem$3rob, unb jeuch ifem einen SÜJefelfgcf über ben £opf, Dag eS aber be»m Sttaul ein wenig 2uft hat, es hilft gewiß, unb ift probirt werben; an biefer Sranffeeit muß ein Q}fefe aucfe in 24 ©tunben fterben, wann ifem niefet alfo gefeolfen wirb. fJtin andere für den Stutr. imm tin ©IdScfeen »oll 5maben*$runjwaffer/ ein ©laschen »oH guten (£ßig, tbue geftoffene SGacfebolberbeern, 2orbeern unb Fleine ©efenidfen Änoblaucfe barunter, eines fo »iel als btt anbtxn, feernaefe fcfeütte es auf einmal ein, barauf la^ tt jwo©tunben fallen, fo ifittfcfeongut/ut]bwird ftcfe ber gfug balD »erlieren. X>on dem ^ücfen*UeberWut. Sfö eft tin, QJiefe bat Dvücf emUeberblttt bar, fo $eigt ••^eS ftcb, unb bat bat Slnfefeen als bfffens bie Stürme, fo ftreiefee unb reibe ifem bk Oferen mit bm 2ß dl <$& ii* dfr den $dnben be» bem $opf feerum, unb »on bem Äopf feerauS gegen ben Oferenfpifeen, bafi fte wofel erwärmen, unb fo tt basUeberblut hat, fo wer* ben bk Slbem auf ben Ohren »oll $5lut anlau* fen, damacfe fcfeneibe ifem bktybtxn dh benben JObren auf, gleicfe mitten an ben Oferen jwifcfeert Dem £opf und Der Oferenfpifc, f lopfe auf Die Oferen mit einem Dlütfelein, fo gefeet DaS Q5lut feerauS; mitten am ©cfewanj, einer ©pannen lang »on Dem langen paax an Der inwendigen ^titt, fcfeneiDe aucfe überjwerg feinein, fo.trifftman eineSIDer, Dar* nacfe ftreicbS tapfer hinaus, oben am Äratjj gegen Den ©cfewanj hinab, fo fommt DaS SSlut beravjS/ man muß aucfe bisweilen unter Der gunge eine ■^IDer offnen, wenn tt groß aufgelaufen.ift; fo man aber nicht ju lang xoatttt, fo ift tt genug wann auf bt\)btn Obren unD am ©cbwanj gelaffen wirD. 3fn feeiffen <$agen muß man acht feaben, Daß niefet ju »ielQMut heraus Fommt; man Fan Das Q5!ut »erfteüen, wenn man »on Den langen Q3renm*ftef* fein Die S&urjel nimmt, fte ein wenig jerfloj>fet, unD Dem Qfcefe auf Die 3nnge binbtt; man foll tfetn auch nicht nacfe SßotfeDurft ju trinfen §ebtn, 'aucfe nicht falttt SZÖaffer, fonDern ein Wenig teu* . tiefet, bis eS wieDer frißt wie »orfetn, qnb tintpanb k »btt ptu ins Raffer legen, bafi tt ftcfe niefet fefeen Fan, fo ift es ifem am beften. f Von bem jähen UeberHut. «Denn einem QStefe bat jdfeeUeberblut anfomnif, •w fo-wirdeS etlenbS franf, waefeft unb jittert; wenn ifem niefet gefeolfen wirb, fo- fallt tt nteber unb ftirbt/ DaS gefd)icfet in einer fealben viqtti ©tunbe; wenn es aber eine ftufe ift/ fo nimmt fte einen *%h tio 4fr einen $aa ju»or an ber $Wcb ab, unb wenn nuti bk$tit fommt, bafi tt anfdngt ju wacfeln unb ju jfttern, lauft auch bisweilen auf, fo hilf ihm alfo: *Rimm tin £ÖeiDenrütblcin/ bat fein \äl) un£ nicht gefpifct ift, umwiefele tt mit einem linDcn pumpen tin wenig, unD binDe es mir einem ftarfen gaDert gar »eftun, Daß es nicht herab fäür. Damit ftübr dem SQkb einer ©panntn lang in Die 9?afenlocbet feinein, fo Fommt Das Q5lut »om £opf heraus, Daß es wieDerum £uft beFonimt, unD nid)t erfticft; es wirD auch bisweilen geboffen, wenn mdn nur mit Den gingern in Die ^ftafcnlocber hinein grübelt; das iahe Ueberblut Fommt Dem Q}icb auch febr in Die £)drme, fo nimm be» einer Qftaafi frifcb £ßaf* fer, tfeu einen neuen ßüfeFotb Darein/ rühr tt Durcfe einander, fchütte tt Dem 93ieb tfa, tt purgieret/ unD Fommt Das geftocfte 33lut auß Den 25drmc« feerauS, Daß man nid)t Daju greifen Darf, ©onft ift auch gut/ wenn einrieb niefet »erbauen Fan, DaS faub »on Den weifchen $?u$bdumen, unD ein wenig ©eife in 2auat gefotten, Dem QJiel) ein ^rinfglds* lein »oll eingefdjüttet, Das purgterr auch gar febr; fold>eS muß man brauchen, fo wirD Das SSiefe bepm Gebell erfeaften. öo die Änfee toll werden. ÄiSweffen werDen Die £übe als wenn fte toll w& ^ ren, reiffen an btn ©frangen, unD baffen ftcfe ftarrV alt Wenn einer mir Der 5lrt »or ifenen ftünDe unD wolte fte tobt fcfelagen, fürchten ftcb »or bem ©fall, sittern unb beben Drinnert, wollen nicht fref* fen, geben feine $?ifcb, unb wenn fte los werben, laufen fte Da»on als wenn fte toll wdren; Diefen a^b Borgens frühe 2)iHen, ^noblaucfe/ driftet* wurj *3& 121 ^ »urj und SöBermutfe/ unter einanDer jerfetfcft, ß lecfen, fo wirDS beffer mit ihnen, dt »erfcfewelfeft ifenen bitmikn Die Slugen, Der £opfund DieOfe* reu werDen ifenen groß: £)ie erfafernen Wirten reiben ifenen Die 5lugen mit geftoffenem Pfeffer/ unD ftüferen ifenen in Die %fenlocfeer, unD ftreuen Pfeffer feinein, fonft fterben fte; wenn man aber Die Mittel balD braucht, fo fommen fte wieDer jurecfefc dt xoixb be» Den Wirten .Das fpringenbe ^lut ge* nannt Von bem beiffenben ^lur bee Vkh** ®o einem Q3iefe DaS beiffenbe Sdlut anf§mmr> reiffen fte an Den ©trdngen, unD halten ftcfe ftarf, webeln auch febr mit Dem ©cfewanje,,fo muß ihnen am ©cfewanj gelaffen werDen; nimm tin fcfearf Keffer, fchneiDe ifenen am ©cfefeanj einer Spannen lang »on btn langen paaren überjweraj feinein, anfyx inwenDigen ^titt, fo trifft man eine 5lber, baxnad) ftreicbe tapfer mit warmen £aber* ftrofe, Das in 2ÖBaffer wofel gefotten ift, über Den1 Dlücfen gegen Dem ©cfewanj hinab, binb ihm aucf> ein »aß*warmes #abcrftrob auf bat 5?reuj, ba$ ift ibnen aucfe gut. dt gefchwellen ihnen aucfe bit* weilen bk 2lugen, ber 5vopf unb bie'Obren, fo muf? ifenen aucfe an btn Oferen geldffen werben. 5)ie erfafernen Wirten reiben ifenen bie Slugen ein wenige mit geftoffenem Pfeffer, und ftübreri ihnen bk $to fenlocher, unb ftreuen geftoffenen Pfeffer feinein/ fonft fterben fte, wenn man aber biefe Mittel bald gebraucht, fo fommen fte wieber jurecht; gib ihnen auch Borgens früh Tillen, Knoblauch/ Sföeifter* wurjel unb SDBermutfe, unter einanber jerfeaeft, mit ©alj ju lecfen. O Von 3& 122 4» Von der jdfeen Olafen bte Vitfye. fi?S fdbret einem QSiefe bisweilen eine Q3lafe ^ unter der gungen auf, ift erftftcfe einer paftU nirß grofr es fdferet aucfe oben auf ber Sunge auf, bisweilen an bem ^intern unter bem ©cbwanj; unb fo einem Q>iefe bit iaht Olafen auffahret, fo aefcfewillt ihm baS $flaul, jittert, ftefeet, unb frif* fet niefet, bk Olafen nimmt immer ju, wirb in brep ©tunden eines püntx>dt)t groß, bem QSiefe ge* fchwillf bat Sftaul unb ber j^opf, bafi ifem nimmer ju feelfen ift; unbfo bu tt gewafer wirft, reiß bk fölafen auf, fealt einen leinen. £umpen entgegen, und wifefe ben Uuratfe mit einem ^ücfelein feerauS/ ba^ er ifem niefet feerab Fommt/ tt ift ein »ergifteS SÖaffer, bu mußt fleißig acht feaben, bafi tt bem Ötitb nicht hinab fommt in btn palt, fonbern mit Dem Sumpen aus bem $?aul feerauS bringeft, bar* nacfe nimm ©aU unb diufi unter einander, 4ind retbs bamit heraus, über etne ffeine SSBetle fahrt bk Olafen» wieber auf, reib eS wieber mit ©alj unb Dluß feerauS, wie »orfein gefefeefeen ift, bat wdferet einen fealben $ag, bis bat »ergiffete 2Baffer gar feerauS fommt, fo ift ihm geholfen. ©olcfeeS muft man gleicfe im Stnfang »erriefeten, in bre»en ©tun* ben »erfefewiilef einem QSicfe baS Sittaul unb ber $opf, bafi ifem barnaefe nimmer ju feelfen ift. S>ie idfee 33fafe inwenbig ift ju erfennen, wenn einem SÖäefe bat äSBaffer jaden Slugen feerauS xint, unD Der ©anfel oder ©efeaum ju Wlaul und *ftafen feerauS gefeet; nimm eine panb »oll ganzenpitft, m frifefeem Söaffcr eingefcfeüf tet, und mit Sonett* ftroh bk sftafe und Das SÖJau! gerduefeert; es feilft/ unD wirD halb beffer. «9 I23 >4fr Sür die Peft. Ofrtmm #afeljdpflein, ^ußbaumfcfewamen, 33ir* J* fenfcfewammen, £irfcfejungen, eins fo »iel als bes anbern, macfes ju ^3ul»er/%emacfe mifcfe diefc »ier $3ul»er unter einanber/ unb gib jebem gefun* ben unb franfenQSiefe einen fealben Söffet »oll bre» borgen nacfe einanber ein; tt hilft tin ganjeä- 3afer für bit *peftilenj. 3rtem/ ©alpeter bem Stofe Borgens nücfetern in frifcfeem Gaffer eingefcfeüttct, baS füfetet fefer, und feilft 24 ©tunben für bk ^eft. Sftero, Kämpfer unb ^aiptttx in frifcfe 99Baffer geleget, bem Qftefe Borgens etliche tropfen in ge* faljenem 35rob eingegeben, feilft gewiß 24 ©tun* den für bit $eft. 3tem, Änobtaucfe unb ©cfewefel bem QSiefe nüchtern in gefaljenem 25rob gegeben, fo fan in 24 ©tunben fein @.ift feaften. 3fem, ^ibenellwurjel bem QDiefe btt Borgens nüchtern in gefaljenem QSrob gegeben/ fo Fan ihm bit ^eft in 24 ©tunben niefet fefeaben. 3tem/ wenn einem Q)iefe 9}eftilenj*35eulen auf* faferen, fo laß (Sferiftwurjel in bie beulen einjie* feen, ein ©efeuß ^Juloer jerrieben, unb traf frifcfe SQBaffer bem 9Siefe eingegoffen, jb wirb es wieber gefunb; tt ift probirt unb gut befunben worben. 3tem, Q5alfam ©ulpburis, ober ©efewefethaf* fam, etliche tropfen in 2£ein ober ^ßig^orgens unb 2lbenbS bem QJieb eingefcfeüttet, tbue tt tu fiefee "Sage nacfe einanber; baS txtibt ben ®tft und die $eft aus bem QSiefe, ift auch probirt unb gereefef sjerfunben worben. . . ' .„. _c ^tem, wenn ein ©fall mit bofen giftigen S)uu* ^ . Ö 2 ften «*k 124 d» flen angeftecft ift, nimm SUerfeolj, jerbacf tt flein, in frifch SÖaffer wbbl gefotten, Darnach nimm baS SDBaffer, bafi tt wofel beiß fc», unb fpri^e tt in btn ©tall allentfealben unten unb oben, fo wirb ber ©tall »on allem bofen ©ift wieber gereimget; aber der Genfer), ber folcfeeS »erriefetet, Der muß ftcfe »er* jtefeem, Daß ifem Der b6fe £nmft niefet fcfeaDcn fan. pkx ift ju merfen, Daß Die ©efeweine unD £ü* ner niefet nafee be» Den Dvinbftdllcn fotten geliDtcn werDen, Denn.fo ein OcfeS unter Dem gutter ©du* Fotfe frißt, fo befommt er leicfetlicfe bk >J3eft, be»or* aus fo Die ©cbweine nicht recht gefunD ftnb; Deß* öfeiefeen fo er ^)ünerfotb unter Dem .&«u frißt, fo befommt er Das (trimmen, lauft auf, gefcbwiller, unD ftirbet. 4Öteju Dienet ftarfe Sauge, 9 ober 10 tropfen ©corpiomOel Darunter gemifefeet, unD warm eingefebüttet. ©0 ein Viel) (Bift tjefreffen oder gefoffen, gOimm $wo $}efferfptßen »oll QSlitbiibat, einen **\ Soffel »oll ?i)?ild)raum, einen Soffel »oll £ßig, grüne äBacbbolDerbeem, jerfloß Die wohl mit einem jjoljemen ©toffel; alSDenn ijfeue Diefe ©tücfe in ein 33fdnnlein, laß tt wofel fteDen, uuD feernaefe gib es Dem Q)iefe ein, fo warm tt txkibtn fan. ODer fteDe gelbe ©eelilien in S33ein, faß DaS QSiefe daüon trin!ew, denn es Den ©ift »on ^ftatur derjeferet; ift approbirt worDen. So einliefe rranf? wird, daft man nid)t weift hpös ihm fehlet, imm Sllaun, ftoß ifen flein, feernaefe »ermifefe ifen mit &al$, unb gibs Dem Q}iefe ein, folcfeeS ift gut für bk Wöuxmt, unb fonft* für allerlei granffeeiten. S«r $1 «9 I2f 4P Sür die Kufer. ef\ie #afeljdpflein fotten im $}drjmonaf gefamm* r-s let werDen, geDorrt unD geftoffen, »ermifcfe es mit 5tle»en unD ©alj, unD gibs Dem QSiefe etlicfee mal ju lecfen; es feilft. ©o ein Viel) »ertjallitjt ift, ÄDelcfees ju erfennen ift an feinem ©ange, wenn *& tt mit Den feintem güffen weiter feer»or tritt als wo es mit Den »orDem güffen bingetretten hat, fo hilf ibm alfo: *ftimm »on Denu€rlenfeolj bk inwenDige ©cfeelfen, geDorret/ unD ju *pu(»er ge* ftoffen, nimm auch grlenfeolj, bohr es aus, füll eS feemad) mit ©al}, unD (egS ins geuer; fo »crbrent ftcb DaS 4?ol$, unD Das ©alj bleibt im geuer liegen/ jerftoß Daffelbige ©alj, unD mifcfe eS unter DaS tyulotx, welches »on Den ©chclfen ift gemacht wor* den, unD laß Das 3)iefe Borgens unD SlbenDS Da* »on lecfen, eS wirD wieDer gefunD. ttin andere. imm SOBacfefeolDer^olj unD s25eern, unb brenne folcfeeS ju Slfcfeen, nimm fo »iel Dycb*2lfcfeen, xok aucfe ©alj, fealb fo »iel als ber $fcfeen ift, mifcfe cS burcb einanber, unb gib Da»on bem franfen Q}iefe einen Soffel »oll Borgens unb SlbenDS ein. ©o es Diefe ftranffeeit niefet hat, fo feg ifem SOBermutfe* Fraut ins trinfen, fo ift tt ftefeer für ©allenfucfer. 3u erfennen, ob ein Viel) an jungen und Äeber frifd) oöer faul ifi. ann fte rotfeeSiDem in Den 5lugen feaben, fo ift Sung unD Seber frifcfe, ftnD Die SlDern aber bleicfe xok Unfcfelitf, fo ift Sung unD £eber faul. SllSDeun brenne SÖBacfefeolDerbüfcfe, Die beeren fea* ben, unD nimm bkftlbt Slfcfeen, maefe t\nt Sauge Damit, dl SB *8fe 1x6 c^ Damit/ unD tfeu ein wenfe ©alj Darein/ feernaefe gibs bem Q3iefe bre»* ober »iermal Borgens unb SlbenbS ju trinfen; biefe Sauge purgiret, unb le* diget ihnen bie gdulung »on Sung unb Seber ab, darnach junge x&acfefeolberlümpf ober Q}orfcfeüb gedorrt, unb ju ^3ul»er geftoffen, bem QSieb etliche mal mit ©alj ju lecfen gegeben; tfeue aucfe »on tiefem t zunehmen wm. ttXünjelmurjel, ßrebswurjel famf bem ßrauf, unb ^ ©cfewalbenwurjel, legS ins Söaffer, laß bat QSiefe ba»on trinfen, über aefet $age lege wieder frifefee in ben £übel, xok »or, tbue tt fünf ober fecbs ^Bochen nach einanber, gib ihm fein anber trinfen, fo nimmt einrieb wieber jur unbfeeilet Sung unb Seber »on ©runb feerauS; tt hilft gewiß unb ift probirt worben. So ein Viel) viel unremee tDaffer und b&fen ©cbletirt bey fid> bat. elcbeS ju merfen ift, wann ein QSiefe fefer Feicfet unb fefenaubt, unb nicht frifcfe unb natürlich freffen Fan, fo gib t'bm Borgens nüchtern, bre» £9?efferfpißen »oll (£n$ian**)3ul»er in gefaljenem Q3rob, unD lafi tt eine »icrtel ©tunDe fteben, Dar* nach binD t'bm eine SCBieDe intSDlaul, binD ifem ben $opf nieber/ jeucfe ifem bk gungen ein wenig feer* ans, reib es mit ©alj, fo erlecfet unb Fehlet baS S3iefe, SB *8k 127 C^S5 ßjiefe, alSDenn Fommt Das SEBaffer feerauS; wenn aber Fem SSBaffer mehr Fommen will, fo thut ifem Die $Bkbt aut Dem $?aul wieDer feerauS, nimm ein wenig 35runjwaffer in Den recfeten ©cfeufe, fcfeutt tt ihm in bepDe ^afenlocher hinein/ fo ift ifem gefeolfen; man muß oft an einem QSiefe »ier ober fünf $age nacfe einanber biefe täitttt »erricfeten, bit bat unreine SOBaffer unb ©cfeleini feerauS Fommt, feernaefe »om ©cfeenbolj bk dum ben im SSBaffer gefotten, unb baffeibige SOBaflfcr ju trinfen gegeben, ober Dre» ©cfeene Traube in SÖBaf* fer abgelofcfeet, unD Da»on trinfen laffen, unD fo man Die Mittel nicht braucht, fo muß em Qfcefe in folefeem ©cfeleim unD Gaffer fterben, wenn ifem niefet gefeolfen wirD. Süv bk (Bülb. tJNie ©üfb ift ju erfennen, wenn einem Qftefe bk ~^ S^aut, 5lugen unD umt Wlaui gelb ift, fo. laß ifem (Eferiftwurjel einjiefeen/ Das hilft am btfitn, man muß aber bie SOBurjel ju»or ein wenig in %Qtin oDer <£ßig legen/ fo jieben fte beffer, wenn man tt abtt niefet einjiefeen faßt/ fo rauf? man Dem QSiefe »on folefeer 28urjel ein wenig eingeben, aber nicht gar eines fealben gingers lang, fo »ergebet bit ©ülb, unD nimmt bat 3)iefe wieDer ju; Die SOBur* |el foll aucfe ju»or in Wotin oDer ®ig gelegt wer* den, fo feats Die $raft. Slber einem tragenDen QDiefe foll man es niefet geben, Denn es purgirt ju fefer. Sur ba& Korfe*oder ^lutfeict>en. SOimm »on dem Dlegenwaffer, Das in Den feofefeti J* ©efeenftoefen fteben bkibtt, gieß Dem QSiefe fof* efees SÖBaffer ein, es feilft gewiß; oder nimm^iefeen* laub, DaS über hinter ftefeen bftibtt, fitbt unb gibs bem *$& T28 <$&* dem Q}iefe unter bem gutter, es feftff; man foll aucfe bem QJiefe für bat Dfotfefeicfeen. bat fdltefte Gaffer ju trinfen geben, bat man haben fan, fo »erfteüf tt ftcb balb; man fott tt aber nicht gleich im Anfang »erftellen, fonbern jwe» $age xoaxttn, wenn aber bat Dlotf) febr gebet, fo muß man anDert* fealb'^age warten; fcfeone ihrer auch im ^reiben, fonft »erDirbt ifenen Sung unD Seber, unD wenn man Das Dlotb im Slnfang gleich »erftellef, fo be* fomtnt Das QSieb Das Ueberblut. dt fommt auch Dem 93ieb bisweilen eine xoun^ berlidje^ranfbeit an, freffen nicht, Die Singen wer* den ihnen rotb, DaS SÖaffer rinnet ihnen jum sjftund unD Olafen heraus,fcbre»en immer bis an Den neun* ttn oDer jebnten $ag, alSDenn fterben fte. 2fn Diefer ^ranfbeit ift im Safer 1663 in gran* FenlanD an unterfcfeieDlicfeen Orten ml 3)iefe ge* ftorben, bit man nacbfolgenDe %fliütl erfahren und gebraucht: dtfllid) nimm dre» Dürre Eicheln, xok fte an Den ©efebdumen wacfefen, jerftoß fte flein, gibs Dem SSieb in einem Qolätd)tn »oll Gaffer ein, will eS nicht feelfen, fo jerftoß ifem feernaefe fünf, und gibs ifem aucfe in einem ©Idscfeen »ott&üaffer, und wenn Die ^ranffeeit fo fefer überfeanD genommen baffe, fo fan man juleßt fteben Sicfeeln jufammen ftoffen, unD aucfe mit SÖaffer eingteffen; mit Diefen SOatteln hat man Das Q3iefe jur ©efunDbeit ge* bracht, unD be»m Sehen erfealfen. dt feaben auch Die jungen halber im ndchften Safer hernach einen bofen SuftanD befomtnen, ba$ fit franf unD lahm worDen, haben nicht freffen tonnen, ftnd Deren aud) okl geftorben; feernaefe feat man biefe nac£folgenbe Mittel erfaferen, und für [* 1*9 <0 für bk ftranthtit gebraucfet, tf'ifenen aucfe dam« gefeolfen worben: Dlimm,gelbe Sitten, famf btt tSSBurjel, unb neünerle»£ofj, als 93Bacfefeblberfeolj/ tfeffeolj, unb »on anbern 33üfcfeeny bit man Feine dume.nennef, bat hat man fri Gaffer gefotten/ bte halber bre» $age nacfe einanber Darinnen ge* wafcfeen;ebaS ^Baffer fott ftieffenD Raffer fe»n, unb abxoaxtt gefcfeopfet werben/ unb feernaefe wie* ber an btn Ort getragen, wo man eS ausgefefeopfet bat; baxnad) ftnb Sie halber wteber ju btx ©e* funbfeeit femniem Sür bie &ävnitt,id)ii <3ft enn einem <2)tefe bit Starmgicfet arifornrnf, fd Wäatn, wacfefen Idnger alt eines #rms lang auf Der^rben Dafein, fitbt im haftet, Undda*$Baß fer bem Qftefe eingefcfeüttef/ fo warni tt erleiden! ran, barnaefe nimm5£Bolfswtcfetv^raut/ bürrge* ftoffen, unb mit einer #attb»oa©al$ eingegeben; eS hilft gewiß. ^Stem, bat ©aljmaffcr »Sn Dvinbffeifcfr .einem SJiefe ein$rinfa.ldsiein »oll eiagefcfeüt^f, feilft für bit £>armgf cht. Ober ein $runf ßübwdrmer^ifcfe eingefcfeüttef/ bat hilft aud) für bk Starmgicbt. ' Wenigem Viel) perfangen oder Derftopfc ift, bafi es m'cöc verbauen tan, fo fint> tym bk <£>b*en unz> bas maul talt. .,• Ober nimm einSÄaaß frifcfeeS SDBaffer/ tfet?ei* nen neuen 5£üfe*$otfe barein, rüfer tt burcb eiöan* der, unb fchütteS bem ^iefe ein, purgirt unb hilft. 3teni ©corpiomOel neun ober jefen tropfen in ein ©IdSieih »oll frifcfeeS Gaffer getfean, und Dem Q}iefe eingefcfeüttef, bat purgiret unb macfet ein QJiefe wieDer gefunb, aber einem jungen Q3iefe c gibaaicfet mefer alt fünf tropfen, benn tt purgiret fefer, unb macfet daSQ5tefe matt. 3tem, wenn ein SBiefe an bit ®HH gefcfelagen ober geworfen wirb, fo fallt tt nieber unb ftirbt, fo man ihm aber balb einen put an bat $Jaul fteef t, unb erfeebt ibm bk Sftafen unb bat flflaul ein wenig/ fo fommt eS halb wieber jureefet, unb ftefeetauf. $üv ben ©cfeelmen, ober jafeen Umfall de© Vkb*' (gütTtupbli oder ©cfewarj^olj ju Äofelen »er* ^ branntund geftoffen, bem Siefe nüchtern in einem gefaljencn 25rod gegeben, feilft für btn jdfeen Umfatt. ©o ein Viel) nid)t freffen fan, ba% ihm daa XUaul rörffttoffcn oöer aerfperrt if?. Cjöeiffen Slnborn an ben £alsgefeenfet, unb ein *® mxti% ins $}aul aefteeft, baS feilft gewiß. ©o man aber Fein2fnborn haben Fan, fo nimm das gutter, bat überblieben ift/ ba»on baß Q5iefe gefreffen hat, reibe ibm bat-tylaut unb die Sdfene bamit aus, barnacb wirfs ins geuef, daß es »erbrenne, bamaefe gieß ifem ein wlnig in die Ohren. £ ©o bem X>tefe öle Safene warf ein. eo wefee fte ifenen mit einem SÖ3e|ftein, und ni> bt fit auffen und innen mit ©alj/ unb gfefc es eS ifenen ju lecfen, ober reibe fte bisweilen mit fau* rem Sät, fo wirb es balb beffer mit ifenen werben. J5ür die XDurm auf der Suritjeu. &s(iti$ btm Q5iefe ju ^acfefS ein wenig poni% v-/ auf bit gjunge, tu Borgens ftreue ein wenia ©alj auf ein raufecSQ3rett, laß Das QSiefe ba»bti lecfen, J6 fommenffte feerauS, unb nimmt bat Qjiefe wieber ju; ober nimm ein ©tücf »on einem neuen Siegel, unb ftretcfe tt ihm feerauS. S&r die Ueberbein. Sftimm ein gebratenes do, unb fcfeneib tt »oh Ul einanber, binbt warm über, es »erfcfewtnbef, obet Flopfs mit einem Dengelhammer, Borgens unb SlbenbS, tfeue tt etlicfee $age nacfe einanber im abnefemenben SDZonb, tt »ergefef. @o einem Viel) ein (Blieb fcfewinder. SDimnt »on einem ^ornacfer einen frifchen ©aa# J+ men," fcfeneib ifen flein, unb nimm Butter, bk in fein SÖBaffer fommen ift, falje fte wofef/ ftebe ben Äornfaamen unb gutter unter einanber, bar* nacfe burcfe ein^ücfelein gebrücft, btt $agS jwe»* mal wamtüberjwercfe bamit gefcfemierf, tbueS etliche $age nacfe einanber im juncfemenben 9)}onb, es hilft SOlenfcfeen unb QSiefe, eS ift gewrß. 3ftem, nimm geborrten ©ewnbaum, ^Bacfeol* der^-Oel, gewärmte Q5utter, tfeue Darui ein wenig ©alj/ rüfers unter einanDer, fcfemiere Das ©lieb jwe»mal Des $ageS, es feilft aucfe. ©o eintrieb oerfeert oder »ergiftet wird. OJimm rofeeS ©am, unD fteDS in Slfcfecn, feernaefe v*- binDS DemQSiefe Darüber, fo btifi alt tt erjei* den tan, fo »ergefet bk ©efefewulft über Macfet Dl 2 $ü\v ««^ 132 dfr Sür die Ärotejt. gfäann Broten tm ©tall fe»n, fo bisweilen bai *v 23iefe ausfaugen, fo gefcfewellen ifenen Die guter febr,, tmb gej>en ntcfet%ilcfe, fonbern 35lut, dann fcfemiere man Die guter'nur.mit Butter, fo vergebet tt ifenen wieDer, tfeue feernaefe SÖBagen* fefemier in ein ©cberblein, uuD fcfc tt in Den ©fall, fo fommt Feine j?rote feinernT'ift aber eine Darm, fo wanDcrt fte wteDer feerauS/ Denn fte Fonnen tt niefet rreefeen. ypaf btn 2lüfeen nünltcfe ift, vov der Zeit, ebeöftß fie falben. an nehme Dre» pänbt »oll Sem unb jwe» Wflaafi SOBaffer, laß tt unter einanber fteben, gebe der $ub »ierj^fen §age »or ber Seit ejn wenig warm d'a»on ju taufen, das tfeue bre» Sibenb nach einan* ptx, ftargufaberJoll man beraub bitfelbt'^lafyt nicfetS mefer ju freffen ober ju faufen geben. SÖBann ein $alb angewaefefen wäre, fo kbiat tt ftcb ab, tmb bcfomtnt btn 5tüfeea fefer wofel/ wenn fte Fal* den wollen. Wenn bk Seit ift, daft eine Äufe f albern will/ eo fefeneibe ein ©tücfletn »ön j)er obern Dvinde w aus einem taib £5robjTftebS meinem ©cfeinaljs 9)fdnnlein, barnacb gibs ber STu.fe ein, unb das SÖaffer aucfe eingefcfeüttef/. wen ns niefet mefer ju Wß !ft< fp fommt bat $alb »ou< ifer. ": Wenn e\ne Äujfe falben, eo greif es niefet mit bltfftxpanb an, atttfe ba$ Äalb nicht/ fonbern mit einem ©teofe^baber fb nimmt bat Sftel) gern ju, unb frißt aucfe aM. ©o eine Äufe htebte r»eirtesten tan, . $ocfee Semfamen mit Gaffer/ unb gibs ber #ub W * J33 etf» ju trinfen, fo gefets balb fort. Ober uetfcfeneibe nur jwe» #cringsj*©cbwdnje fein flein, ftecfs ber &ufe< in ben palt, fit muß es »ollenbs feinunter fefelucfen, unb fo gefeets aucfe fort. Wtnn eme&ufe nidfet«bern fan, eo nimm einen guten ^bitR^afterfraut unb $Ourjel, macfes toofef borr, ftoß es ju $ul»er, unb tbu baS ^ulücr unter (£»erflar, hernach gib* ber Äufe.mit <5ali ju lecfen; baS hilft in einer halben ©tunbe. Ober man gebe ihr geborrfj? £laro«*2Burjel unb&raut ju freffen, fo freibts Das falb. fort. Ober nimm Swiebelfcfealen, ein gut feeil $ole»,: unb ganjen ©afran, faß tt mit fealb SSBaffer w\b Süßein fteben/ thut barein ein gut Sfeeil gutter, gibs ber #ub warm ju faufen, fo fommt baS $alb »on ifer, es fe» tobt ober lebenbia> !pOann ft# bisweilen ein Unraefe unter dem Senn einer $ub* nachdem fte.gefalbef hat, eine Mißgeburt »orfommf, sjftonfdlber genannt, ift Dotter Knochen, unb wann baffelbige b^auS Fommt, fo muß es »on ber $ufe abgelebiget wer* ben,.. binde bit albern mit einem feiDenen gaDen/ Daran Die SDft§geb#rt fedngr, Darnach fcfeneiDe tt be» Dem gaben ab,.wdrme unb wafefee ben Ort, Der mit bem-feibe^fn ,-gaben gebunben ift, mit Äüfe* warmer $?ilcfe,.if$id drücfe tt wieber feinein, fteDe tintn rotfeen ©trang ©am, unD binD ifen »or Den ^intern, fo warm fte eS*rleiben fan, unD gib ifen »on Dem SSBaffer ju trinfen, Darin Das ©arnge* fotten bat, mit ^üfewarmer Sföilcfe »ermißt ft warm fte tt leiDen fan, fo ift ibr am heften gefeol ftfy • €s ift aucfe ju wiffen, wenn eine fcfrfee ©Jißge* hurt »ötfommf, baf man herrufe die Sfugen bald derbinbe, bafi fit tt niefet fefeen Fan, biS tt abge* lebiget unb aus bem ©tall gebracfet wirb, dann wann fte bk Unraffe fefeen, fo fterben fte;.man muf aber folefee $üfee$»ofel 'warfen, benn fte werben fefer gering unb matt bamaefe. Sür den ©cfylter an Eutern, uß man warm 5vnabemQ5runjwaffer nehmen, ©alj baxtin tbun, unter einanber machen, unb dem (Euter nacfe unter ftcb ftreieben. Wenn eine Äufe die £TCiId> Verlierer, 6o nimm »on einer #afelftauben bit gäpfletn, borr fte in einem $3acfofen, wann bat QSfop ift ausgenommen, machs ju 93ul»er, gibs ber Äüfe auf gefaljenem ^rob Borgens unb SlbenbS etlicfee» mafju freffen; ober nimm ©cfeeUfrauf, famt ber USurjel, unb ©unbelreben, gibs ber $ufe ju freffen, fo gibt fte wjeber SOWcfe. ©o eine 2Uife be3aubert wird, und ifer bit XYliicb genommen if?/ Cyr gebe man Sttilcfe ein, bit ifer gewefen ift, fo x^ fommt bk Sfilild) wieber. Wenn eint 2^ufe nidae »iel tttilcr; $ibt, i eo nimm ein 5lcfetel #anffaamett, unb fo »iel Dlocf en, laß tt unter einanDer fteDen, bit Der {Mnfjfeamen auffpringt, wenn tt im ^Baffer gefof* ten bat» fo laß tt ein wenig ftefeen, gib Der £ufe bre»mal ba»on ju freffen, unb fein lauliefet ju fau* fen, fo wirb fte an ber Mifcfe balb julegen. 3tem, Siebftocfel ift ben Äüfeen attejeit febr gut jur $alcl>, wenn man tt ifenen im ©ras wofel ge* brnfeet mit eingibt, ober ins £5rob feaeft. $ttm, Knoblauch unb^eifterwurjel benftüfeen nücfetem m % W dfr nüchtern in gefaljenem 55roD gegeben/ ift gut für ' Die Beraubung Der .^ilcfe. JDaft eine »ufc nidfer verwerfen foll. CJDann ftcb eine £ufe belaufen hat,fo nimm^uif* <&ttn, gencfeelfaamen unb gelb*£ümmei, tbue eS in ein ©pftein, geuß SOBaflfer Daran, unD Drep Soffel »oll^onig, mache aucfe ju $ul»er Die ©cfeale »on einem dt), ba junge #ünlein auSfommen, tbue tt barunter, gib ber Äufe bre» borgen ba»on ju trinfen, fo »erwirft fte niefet. 60 dae Viel) oder die falber dae anlaufen baben, eo foll man geräuchert Dlinbfleifch gar flein jer* ftoffen ober reiben, unb ben $dlbern ober Dem DlinD»iebemitHöeineßig ju trinfen geben, man foll auch gcpül»erte Guitten Drein ftreuen, bat muft- man tintn $ag ober etlicfee nacfe einanDer tfeun, bis tt wieDer »ergebet. So ein XHefe x>on einem tjifcitjen Cfeier Der* leget witb.. gftjann ein QSiefe »on ©»innen, ©corpionen, <*& ©cfelangen,unD Dergleicfeen ^feiere, geftoefeen oDer »ergiftet, oder fefer gefcfettollen wdre, fo nimm Sföenfcfeenfeam, £unbSfotfe unD Knoblauch, mifcfe eS Durch einanDer, macfeS warm, unD binbtf Dem LX$kb auf Den gehaben; tt nimmt Den ©ift und die©efcfewulft über Macfet fein weg, unD feilft gewiß. Sür die Garnwinde. SJJimm €ppiCt), ber an ©efebdumen aufwacht J* fteb ifen in SOBaffer/'unb fcfeütte bat SOBaffer bemQh'efe ein; es feilft gewiß. Ober flopf aus bre» äftefferftfeeiben bat %$&$$ feerauS/ unb gibs bem S3icfe in gefaljenem SSrob. Sür ' 4b i3(J e* *>■' . :Sür bit *£aeV* Spimm euj rofe ©am, dfcfeewTcin und fitbt, wen« ^1-eS abgefotfen ift, fo ninfnV1>icfelbiaeJnuge, falj eS, unb gibs bemDlinbütefe ober den ^feaafen jU, faufen, gib tt ihnen offers; cS'ift fcewdfert »e* « funben.worberi.'J,... * • - ,v." ' "" ■••* ©o ein Vie§ btn ^ntrucf verlieret. §J>imm ®flaft$, ber auf einem alten gaunftecN *** wdi§Zift, 0o muß man ^etpsDretf nefemen, in-warme Butter tbun, unD Das Dl/nd damit falben, r Wann tin t>tefe feuftet, 6o nimm SSBermutb, bßrre Den ju *)3ul»er, unb gibs Dom Q}iefe im gutter; oder hutt©cferde* fei unD Sorbeerm maefee es ju ^Jhilftetv gibs Dem SStefe auf einer panb »oll gutter, in Der fSBocfee etliche-mal; tt hilft- ,r ; Stern, nimm #irfcfejungen und totfeen tiftan* golD, ftebe Den in-^ÖBaffer, und gibSdem^ie^^a trinfen; gib ihm feernaefe m Dren^aaenfotiftfem Gaffer ju trinfen. ..-. >£ut i 4fcs J37 3fr * *Zin andere. Ältsweifen ftefeet einen*93iefe bit Sunge auf, uxtö ter) in tintni ^uft oder (Slteä vertontet bat' eo nimm Seim, .©auerteig, €ßig und QSrunp waffer, warni übefgeburiben; tt hilft* ©o ein t>ie& felnfo , £\tefee. * Senn ein^efe^opfw4 i>at, fo nim ^prrfeen/ fo groß als eine18öj>ne fenn mag, laß es in igiitem sSein-jerirfeen, fcfeütte tt dem Sötefe in die ^afen, fowtrds.bald beffer. - tv Wann einliefe i»tff1töfe2fufje& üfcerEommen/ ober fhoi^hat«/ *» ao nimm aus der Slpötfeef guten ©allifeenftetn ein Sptfe, und leasiin ein ©las alten SDBeiU/ lag es über Macfet ftebenf bafi,tt darinnen erweis cfeet unb jerg'ebef, feernaefe" fteetefe eS dem QSiefe in die Slugen, ober fprifce es ifem in bk klugen Durcfe elne^crfDe'rfprifee, fo fommt tt in i4$agen xokt der Jurccfet, v , • .*.r , _- Sür die Seil«in'dm 2fuj5e%A>-; Sfljuß man ©ampfer unb ?Saum?Cn'edmen, ein rott HDa&aftg tmb Sütterung btß t?ief)S, föt ifi oben gefagt worDen, wie man die $fer_De ^ warten foH; ein gfeicfeeS »erDienef das.Dvihd* öiefe, ja mit mefererm Dlec^f, indem tt Dem:£aru> mann»onungretdjgräffcrm Stoßenift. Ranmuß dafeer daffelbe tfeigig warfen, und ju recfercr geilt fein gutter geben, und ifem Daffelbe aufs hefte :man immer Fan, juriefeten, baß e* gern und tajtjSttft freffe. 2llfein man müj jufefecn, daß fiefes mcftt »erfange weber im greßen noefe ©aufen, fohberlicfe foll man tragenben ftufeen wofel warfen. <ßtltcfje fleißige MdgDe fealten baS Q3iefe fo rejn, ba$ fit tt alle borgen feferapen, wie bit jtneefete bit Pferde tu feferapen pflegen, bafi fit fein glatt/ fcfeon und fcfeeinlicfet werden. 3m grüfefing, fobalb man merfet bafi eSiwarm wirb, unb ftcfe baS Ungeziefer, bit groffen Bremen und anDere 3>nfecten ftnden, Die mit ihrem Reiften unD ©teefeen befcfewerlicfe find, foll man fte halb "nacfe Mitternacht, efwan um i ober 2 Ufer auStrei* ben, unb fte wofel weiDentaffen/.unD um Den $}if* taa Defto efeer, fobalD man merfet Daß ftcfe Das iln* gejtefer in Dem gelbe ober auf ben Söicfen ftnbet, wieber nacfe £aufe in bie ©tdtte briuaett laffen* Nachmittag treibe man fte wieder um jnx» oder drenUfer in den Q$ufcb, und hüte fte wieDer bittt ftnfter wtrtv bann treibe fte wieDer ehr, 2Öenn man mit £öafferpfeffet unb ^aufenbaulöetvfrauf, oder mit erfterm allem, Die Äüfee »eflretcfet, fo forot iein.UngejUefer auf ifenen. ;£>te Äüfee werDeH Den ganzen ©ommer über v-»6r g'acobiQ^ormtffagS auf bk ptibtn unD auft frepe-geld/ ba ©rafung ift, getrieben, und.baf Ibft © 2 ge!;ütet> 3&s 140 d& gefeütef, SlacfemittagS aber in £oljiftdffcafburig, fjor $3alpurgiS laßt man fte aucfe auf die äBteftn gefeen. ©obalb nun 3acobi »orüber ift, fo freffen bit £üfee bat ©ras in #ofjungen niefet mefer gern, fonbern werben feernaefe in bk Sttarf, unb folgenbS in bie Dioden* unb ©erften*ftoppeln gefrjeben. SEBo man ftüfee feüfen will, unb fte ifere %ßtibt im ©om« mer feaben, Da foll man bit ©efeaafe niefet feinfrei* den, Denn fte beiffen Das ©ras gar genau ab> Dar* nacfe fonnens Die^üfee niefet erreiefeen, unD werben darüber gering und fefewaefe, $?an muß fonberlicfee $lcfetung aufs QJiefe fea* ben, Damit Daffelbe mitgenugfamer %Qtibt »erfefeen fc», unb wo man bit niefet feaben fan, fo foll an tu liehen Orten gerdumet ober geflart werben, ba% $t gemigfame %£tibt befomme. SÖBeil das sSiefe ju gelbe ift, fo foli bat ©eftnbe ©ras einfcfeaffen, bafi fit ifenen, wenn fte wieder flach #aufe fommen, »orjulegen feaben. $)an SEfticfeaeliS bit auf Martini, weil fte $u gelbe gefeen, gibt man ihnen attejeit in Den &äU Un, efee fte auSgefeen/ ein gutter Dlocfenftrofe; wenn fte aber niefet mefer in Die SBeiDe auSgefeen/ wird ifenen »on der Ztit an bis auf SÖBeifenacfeten Dtotf en* unD SÖBinter*©etften*ftrofe, aucfe ju Reiten ein gut* tttptu um DaS anbere gegeben, ait ndtnlicb btt Borgens jwe» gutter »or Otog nacfe einanber, um 8 Ufa ein gutter, um 9 ober 10 ein gutter, und um 11 Ufer wieber ein gutter; bann laßt man fte in ben ©fallen ftefeen, oder, naefebetn bat Wotttet „ ' jft, auf dem #ofe, ftreuet ifenei* etwan tin gutter ©trofe auf bit Dleffen, unb läfit fit freffen bit poti) Ufer/ bann txtibt man fte jur Qxäntt, ober Qt\$t geugt ifenen SßBaffec in den guber feinein, daß fte .trinfen; und wenn fte wieDer angebunDen fe»n, werDen ifenen jwe» gutter nare» SSBocfeen »or £icfetmeß fahtt man an Die Äüfee mit ©ommergerftenftrofe unD £aberftrofe ju - füttern; Da gibt man ifenen Des Borgens, ®litta$t unb SlbenDS 7 gutter, allweg wenig auf einmal. 3m hinter laßt man ihnen aucfe Dlocfenftroh oder grbfenftrofe, unD ©erften *oDer £aberftrofe unter einanDer fcfeneiDen. ©olefe gemengt £eref tft :. den Äüfeen unb Ocfefen Den SOBinter Durcfe em gut gutter, fonDerlicfe, wenn man ifenen niefet £cu mit *u geben feat. 3*1 - 3& 14* e*^ $fn ©cfeleffen gibt man ifenen bat ©rummet nacfe SÖBeifenacferteu erft, ba9 fit befto beffer aut bem geirrter fommen. 3m October unb $?o»emb*r ift ben £üljen »iet beffer unb gefüuber, wenn fte bermalen noefe jtt gelbe aefeen fonnen, bafi man fte ins gelb txtibt, als bafi fit ju^aufe bleiben, obgleicfe bajumalcn das ©ras unfrdftig worden; benn DerfBinter ift •ein bofer »erjeferenber tfflanti, der »iel gutter in üurjer $tit wegnehmen fan: £)arum muß ein paut* tmrtfe1-fleißig auf.ben hinter bebacht fe»n/ unb fein Q}icfe mit gutt^ fo »erfefeen, Daß ers den 28in* ter durcfebrtUgen Fan,. unD benSeib unb £eben in der 5tMlte\Ut$t »erfeungetn Joffe. dt »erfaufen. aöcfe etlicfee fleißige Hausmütter ifere 9Md), 5?dfe unb Butter gewaltig tfeeuef unb geben den Rofeen die Araber oder ©e»fee, Das ging auch fein, aber etlicfee geben ihnen auch ©cfeYof, daS reift in D'erf $eutel, obS gleicfe den ^Ifeen niefet ungefunD ift. £>ocfe ift ifenen Die Araber bef* fer, Denn bk Araber fcfeldgf ifertert jur flflild), bat ©ehret aber jum gleifcfe; wenn man fte mdften mb fetyaefeten will/ fo moefete man ifenen ©eferot geben. diu paüibakx »er laffe fteb niefet auf das ©eftn* de, fondern demütfeige ftcfe fo ml unD gifee bit* weilen felber tn bk Stallt, unD jwat nicht bitptit jkn, fonbern SfterS, unb fefee wie feittQJiefe »erforgt ift, unD lege ihnen bisweilen einen Q5unD ®erffems jrrob »or, Drift fte felbige auffreffcn, bitmiltn pa> - fcerftrofe, bisweilen aud) Dlocfenftrofe, fonDerlicfe -Ott SlbenDS, fo lefen fte Das hefte feefaus, das an* £ere fcfearren fte unter fi#, fo liegen fte fem warm Mxin. ®lan w> *45 eJ8^ $tan muft den ßü^en ju SÖBinterSjeit roarmeS unb gebrubetes geben, ba denn tin 4?a.MSwir*fe einen feinen groffen Äeffel eingemauret feaben folknjorm er btn £üfeen ^>erel und. griffen*, ober ©erften? ftrofe focfeet unb bem QJiefe gibt, welches es gern frißt unb da»on wohl gebeifee.t; wenn man em wenig Araber ober ©e»fee barunter mifcfet, ift tt demfelben befto l*ffcr, nur bafrtt tin wenig Sföüfee unb £olj foftet. SBenn falte SDBinfer ftnb, fo gefettiiel auf bie gütterung, benn baS58iefe friffct in ber Ädlte rne^r als jur andern &\t, ba ift tt am btfkn batpabttp . unD b »or Stöeifenacfetea mefeeentfeeii* ju »erfütternf £öenn man das SSieb nacfe Dem hinter wie* der auttxtibt, fo foll man ifenen alle borgen, efe* es auSgefeet/ ein gutter «Qaberftrob ober ptu geben/ Damit fte ftcfe erquicfen und ju Gräften fommen; denn tt ift niefet gut/ Daf bit^üht, wenn fte ju gelbe gefeen/ ofene'gufter ausgetrieben wetbem SÖBenn man das Söiefe Das erftemal* bald nacfe ßftern wieder jugeid gehen lä% und maefeen will, bafcbat Q}iefe fein &ift in Der SÖBeid.e.befommtf fo nefeme man den heften $feeriac> Den man befom* men ,fan/ unb gebe tt allem QGtiefe/ es fen jung ober alt, einer 25orien.gr0jj/ mit tintm Riffen tyxob ju fxtfftn, und Joffe, tt dre* ©tundeu. drauf fafitiu $Ran jbll aber bis den $ag *u»or tfeun/ efee man eS ju gelde gehen iaft, und wenn maus aucfe aus* gefeeniaft, ftll man Qkod ttyfttn, und^utter drauf fchmieren, genefeel, Knoblauch, Ritten, hinter* ©. Sttimm Öuitten, gencfeelfamen und gefbFüramef, ^•-unb thnt tt in ein Sopftein, geuß SÖBafferbran, und etn^offel ober dre» »ott£onig daju, und btn tfufeen ju trinfen gegeben, dre» ^age-nacfe einan* ber, unb allemal bit ©cfeale »on'einem dt), ba junge #untein ft'nb ausfommen, bk foU man jerftoffen, unb bat $ul»er barein tfeun, unb bat $reuj (ober den ©atteO »on einer welfcfeen 9?uß baju, unb btn tfufeen, wie »orgemelbet, ju trinfen geben. Nl$ $?an foll ifenen bat $uf»er »on €»erfcfea* len ntcfet mefer alt einmal geben. Wa* man btn ^üfeen Qtbm foll, wenn fte talben »ollen. Sn5anfott3wiebelfchalennefemen,ein^:feetT5h>ier/ s \HnD 9«njen ^afxan, und mit SSier fteben, und Den flufeen n>arm ju trinfen geben. SOBilf tt ein* ™i ntcfet feelfen, fo foll mans ifenen jwe»* ober Pwjmaf geben, fo fommt bat flafb »on ifenenv SMan *afe Hf c$fr $)lan foll es ifenen aber niefet efeer tina,tbtn, eS fej) dann die geit mit ifenen. ' 5lucfe-fan mans einer £ufe anfefeen/ wenn ft* fefeier falben will, an dem (Swter und ©tricfeen> wenn fte »ier, fünf ober fecbs $age ju»o» entlaßt. Waeman denÄufeen geben foll, weÜfleQtfaU bei/ damit ftebernadj »iel gwie Xtlildo geben^ SOimm gelbe ^Butterblumen, Quitten, genefeel* J+ famen obet jfraut, fefewarjen Äümmel ober SDillfamen, £iebftocfelfamen, £orbeern, QMbenellen, SLÖiDerffeon, ganjen ©afran/ Die »paut »om 2lbk Dis foll man alles jerftoffen, unb eines fo »iel als btt anbern nefemen, wofel Durcfe einanDer mengen/ unD es Dem 33iefe Dre» $age nacfe einanDer in war* mer ©peife ju trinfen geben« $DaS ift bem ^tefe febr gut, unb gibt barnaefe gtite biefe S&ilcfe; man fott es ihnen auch geben, wenn bat $alb abgefegt ift, ein* jwe»* ober brenraal; man foll aucfe jung ©petfebier nefemen, es warm maefeen/ und der ^ufe/ wenn fte das £alb »ier $age gejwbf, bat guter mit bem warmen 25ter und ^ledert mit ei* nem wollenen ^udKwafcfeen und ztikgxi, etwan bren$age efee man baS$alb abfegen will/ fr be* fommen fte feine groffe (guter; fonberltcb fott matt das den jungen gerfen tfeun, ju»or efee fte falben/ unb feernaefe' wenn fte fcfeon gefalbt habtn. Von Surterting und Wartung der (Dc^fem ßftlicfee geben ifenen nur troefene ©erften*#ere( ^ und ptu, abtt bat ift ifeneri ju gering, fonder* liefe wenn fte feart arbeiten fotten, man rmnj ihnen ein n>enig©e»beoder<$rdber,#le»en oderx©cferot mit untermengen, ©anje ©erfte, bit niefet gefefero* fen ift, fotten fu>&enM>e niefet freffen, btnn fobald- *$&> -M* 4» fte brauf trinfen, quillet es ifenen im£eibe, ober jer* berftet ifenen ber 9ttagen, unb muffen fterben; 'Wenn.fte aber ganjen EKocfen ober ganje ©erften I ,gefreffen haben, fo treibt man fte feerum, unb faßt fte niefet .(Wie ftefeen, bafi fit ja nicfefS trinfen, fo rfcfeabets ifenen nichts. €tliefee ftnb gefreßige öefefen, bk füttern ftcfe wofel. 2$er gut Diinbüiefeiaben will, muß fein ©alj fparen, fonbern ifenen ju gtittn daffefbige ■aufs gutter ftreuen, ober ifenen ©teinfafj auf btn pof legen, bafi fte bisweilen baran lecfen, fo fref* fen unb gebeiben fte wohl. • SDie ©efeweiue unb #üner fotten in ifere ©falle niefet fommen, bamit fte ifenen ifer gutter niefet' befchmeiffen. $tan foll bieOcfefen jum 35rob gewofenen, ba$ . man ifenen ju geilen, wennS bk ^ftotfe erforbert, ' einen §feeriac mit einbringe. Wßtnn fit niefet fefewer axbtittn, laßt man ifenen des 2BinterS ©erften* und Dvocfen*ftrofe burefe ein* anber fefeneibeu. tiefes ptytl gibt man ifenen nur tin wenig mit SOBaffer gefprengt, SlbenbS unb Borgens einen $übel »oll; ben wennS »iel ©uppe hat, fo frigen ftegroffe ^duefee, unb werben fefewer* faltig, bes sßlittaat gibt man ihnen ptu unb DvO* efenftrofe, btt SlbenbS wieberum £erel, unb »or ?#itternacfef, etwan um 9 ober 10, wieder ©frofe, fo bebelfen fte ftcb btt SOBinterS durch 9«r wofel. £)ie Mauren laffen fte im©ommer nur #ebridj unb ©ras freffen, wenn fte jaefern, unb fte jiefeen wofel ba»on. 1 3m ©ommer läfit man fte ganj allein unb »on btn ftüfeen abgefonbert im gelbe gefeen. Wit "«9 H7 * . Wit man (Dcr)fen mafreit foll. ill man einen öcfefen in »ier SÜBocfeen fo fett maefeen, Daß man ifen für gettigfeit faum ef* fen fan, fo nimm SOBicfenforner eine fealbe panb »oll, und gelbe Drüben, flein geftoffen, eine panb »oll; Diefe ©tücfe mit etwas#erel gemifefet, und dem Öcfefen des SagS unD DeSSRacfetS über/ es fe» ^©ommer oDcr SÖBinter, jwe»mal Deffert £u freffen gegeben, unD Darauf trinfen laffen. ©olefees tfeue aucfe mit Mbern unD gammeln. man pflegt aucfe Dieöcfefen mit£eref, ber fein flein gefefenibten ift, unb gut£eu unb ©eferot Dar* unter gemengt, ju mdften. sftlan fchneibet ifenen aucfe gelbrüben fein ffein, unb gibt fte ihnen, Doch auch nicht ju »iel. Daß'fte ftcfe niefet »erfangen, unD aucfe nicht ju wenig, Daß fte auch junebmen unD maften. SCftan muß aber die ©tunDe, Borgens, Mittags, unD^lbenDS, gar eigentlicfe-fealten tritt Dem guttergeben. - (Etliche geben ihnen flein gcfcfeniDtenen 35er* txam, oDer rotfee Diüben mit famt Dem £räut, ba* »on mdften fte aucfe wobl. ^ ' (ginige mdften fte mit Äofef blättern unD Arabern oDcr ©c»fee unter Dem troefenen £erel gemengt; doefe muß man ifenen einerle» cjeben,Denn mancher* le» Haftung Dienet niefet. (gtlicfee geben ifenen Des Borgens gefeaeffe ober geftampfte £ofelbldtter, barunter pabtx gemengt ift, ober ptxtl mit Plenen gemengt, bamaefe auf Den mttaa. unD SlbenD geben fte ifenen reife (Sicheln oDer gefern, Die fein gelb unD füffe ftnD, auf einen Ccfefen ju einemmal ein halb »iertel. ©ie Dorfcn Darauf nicht trinfen, frnft »erfangen fte aucfe. m % 2 2iur SB 3!äb HS d@* 5luf den Slbend wirft man ifenen tin Q5üfcfelein ptu »or, unD Den Wlittaa um ioUfer gibt man ifenen rein Raffer ju trinfen, unD fonft am Sage ntcfet mefer. ÖJan muß fonDerliefe 2{cfefung Drguf geben, Daß fte ftcfe niefet »erfangen, wefefees man Daran mer* fen fan, wenn fte niefet freffen wotten; Da muß man ifenen bit ^afenlocfeer mit ©alj reiben. SÖBer £)cfefen unb $üfee mdften will, ber nefeme efroan Dre»£dnDe »oll£le»en, gieffe falt Raffer darauf, unb flopfe es fein unter einanber, Daß es gar gifefet, unD gieffe Darnacfe warm SCBaffec Dar* an, Daß es fein lauliefet w}rD, urib la^e fte alfo fau* fen, da»on werDen fte balD fett. ^ dt feaben auch bk Ccfefen ifere gettjeif, xok an* der Q3iefe, befonDerS Das SBilD; Denn wenn Die ©efeaafe oDer #dmmel, ©efeweine unD ©dnfe Die ^toppeln btlauftn, fo ftnD fte am heften/ alfrauefe die öefefen. Mtt Öcfefen unD ftüfee fiiad gut ju mdften/ wenn fte nur nicht gar ju alt ftnd, Denn fte laden wofel §a(cb, unD befommen gut gleifcfe. ©nen Öcfefen, wenn man ifen mdften will/ muß man ifen fein furj binDen, Daß er ftcfe niefet lecfen Fan, denn er feat eine fefearfe Sunge, leef t Die paaxt weg/ unD wirD D#rr, man muß ifem aucfe nichts imterftreuen, aucfe niefet ju pkl ju faufen geben, eDer. ja niefet oft, fonDerliefe wenn man ifen mit ©eöfeeoDer weiffemÄofet mdftef, und wenn er fte* feet, DaS ift ifem gut, Darum maefeen ifem etlicfee an feeoDen ©eiten £5dume, Daß er ftcfe niefet legen fan. $ftan maebt auch jwe» Bretter an be»Den ©eiten t>es palftt. Daß er ftcfe nid;t lecfen fan, * * 35cr»dferfe *&3 149 «$£ III. 25etüdl)rte 9ltjnet)^ittet ftuc t>ie © cfe g g f e. • ■ ■' ■■ ■' ■■■■ -—■■■»■- 1 > 1 1 «■■ 1 -_«~—^^, 33 0 r r e t> e. tr muffen nun »om gr offen SSieb jum flefnerrt fom* inen, unD »on Dem febr genierlichen unD nufcuctyen ©0)aafoteh fcbreiben, Daüon man pflegt ju fagen * * 2ßenn 0d)a»fe n>o$l fchwdrmen, Da Darf ftcf) nichts härmen.,/ 3>enn eS ift getoifjhcb. toa&r, wer mit Dem et; nigcn , Hl alleS mit einan* Der fbnOerlich gut/ unD tan aütnthalbea toobl gebraucht merDen. &ahnuß fdjreibt, wenn einen? SßunDen oDer ©triemen gefdjlagen »jorDen, fo foli er nur bit neuge* fct)lact)tefe Jpäutt Der ©c&aafe Darauf fegen, (tt>ie Dann Die Surfen pflegen ju thun) fo follen fit balb voitbtt heilen, ©0 fan man mit ©c&aafSgatte ben SBoJf unD>$rebS cu* riren. ©arum man auch ju fagen pflegt: „ <£in ©chaaf bat aiUjeit einen güldenen gufj ;„ Denn too eS feinen gufl auflegt, ba ift eitel ©Ofteö £egen. UnD tt>o&I DemfflBirth Dem bie ©cfeaafe »afjl benfte&en, Denn fte fleiDen unD er* »alten ibn, unD machen i&n freplich jum £errn, tt>ie man Denn einen bauten in fleißigfte warten, Denn tß ift ein jart fubtil Qjiefe, Das leicfet anftefh'g wird, unD ftirbt. Sftre befte 2ßeiDe ift auf Den Rofeen unb bergen; Denn in nieDrigen £anDen ift bit Stßtibt ju fett; fte frefr fen ftcb Daran alljufatf, unD faulen ifenen alSDenn tye Gebern, Daft fte leicfetlicfe fterben. tfflan foll um Der (gdjarife fealben ml dxbftn . UnD liefen fätn, Denn fte freffen Die SMätter Da* »on. 9)taicber, Der niefet ptu l)at, erfealt feine cfeleften befleißigen ftcfe die Mauren ■ fefer der feo* den Rappeln, Die befeauen fte unb binden fte in £3ünDer, unD laffen fte Dörr werDen, im SDinter legen fte fte Den (feefeaafen »or, unD lafftn fit Die QMätter Da»on freffen, unD Das #ofj »erbrennen 'fte Darnacfe. %Btx ©efeaafe fealfen will, Der muft ftcfe »ieleS guten, fleinen, lieblicfeen ptutt befleißigen, bafi tt - v deffelben Den SBinfer Durcb, wenn man fte »or Dem (gefenee niefet austreiben fan, ein gut SluSfom* men feabe.. * £$enn man Den #opfen abgenommen "feaf, fo lege man Die Dvanfen mit Den • flattern an bk (gönne, unD laffe fte fein abtroefnen unD Dorren, darnaefe Drifcfet man bit glatter ab; DaS ift Den &haaftn aucb ein gut gutter. £)ie befte SBeiDe für ^efeaafe ifl, wo feine fearfe $nger fe»n, Da Die'glutfe, wenn groffe Sßaffer fommen, niefet Darüber gefeet; Deftgleicfeen wo »iel S\kt an grünen Seiten unD 4?of$ern, Da junge ^ugfcfeoßlinge unD £aub ftefeet/ ba geDeifeen Die (gcfeaafe wofel; unD alSbalD nacfe DerfenDt follen fte nacfe Den kaufen unD<§cfeweinen auf Die®top* peln getrieben werDen. 2öo eS febr regnet, und Der ©cfenee abgebet oder tfeauet, follen Die ©cfeaafe niefet auf bk $Bie* fen oDer Q5racfee getrieben werDen; Denn Der SRt* gen »erfcfeldmmct Das ©ras, unD wenn fte »on demfelben freffen/ befommen fte im ttibt SJDBaffer* blafen, werDen franf unD fterben; Qtem, an welcfeem Ort »iel £eiDricfe*$£eiDe oDer rotfe ©ras ift, Da foll man fte Da»on laffen. 3tem, in welcfeen gelbem »iel sjftdufe fe»n, Da follen aucfe bk ©efeuafe niefet bingetrieben werDen. S)ie SBdlDer unD Dornicfete ftaubiebte öerter ftnd den ©efeaafen aucfe niefet gut, um Der SCÖolle xoil* len, Die Daran fedngen bltibt, unb um Der 2)6rner willen/ die ibren 2tib »erwunDen. Qat befte gutter Der ©cfeaafc/ Da»on fte fett werDen und guten Unfcfelitt laden/ aucfe bk SßMe Defto feiner xoixb, ift bat lieblicbe junge ©rdseben, Das feerauS wdefefet/ wenn Die $3racfe*unD SßSenD* fafere gefefeefeen ift. £)arum jünDen aucfe Die ©efed* fer bisweilen Das «£eiDef raut unD bk Durren Riefen* ctpfel in Den 5ö3dlbcrn an/ Dag feetnaef) folefe ®xä& efeen feerauS waefefe; es mug aber gefefeefeen/ wanns geregnet h^t, Damit Der £$alD tnefet angejunDet werDe. S)er reidje 95auer in ©cfelefien, Deffen in Der Q&rrede erwdfent worDen, ,daft er ftcb auf Die ©efeaafjucfet wofel »erftanDen,feat jemanDen ein fon* DerliefeeS gutter geleferf, Das der ^efeaafen febr m fei;n foll; £r (ieffe ndmiicfe btib im gräfelmg etlicfee % lf2 tjg* etlicfee $8efte 5lcfers mit einem $flug umreiffetf, unD Darnacfe bitftlbt wobl egen; nacfe etlicfeen %Bo* cfeen, wenn Der 2lcfer wofel gefctolet, lieg er ifen wieDer jacfern unD egen, unD fdcte $?ofer*oDef ©elbrübemfaamen baxtin, bafi er etttdbe SBifpef §0?oferrüben befdme. 2)iefe litfi er im hinter mit einen7@tofM£ifenfem flein ftoffen, wie £rauroDer $ofel, unD fcfeutfefe fte Den ©cbaafeft »or, fo bedo'rfe man niefet fo »iel $Q?cnfal »on$rdf>ern oDer ©e»be unD $aber. 5lucfe befdmen bit ©cfeaäfe feie»ou eineaute SBoüe. 2Ö0 ein flaefe getd ift, ba foll man ejrofie ©dfeaaf« feintreiben, wo es feügelicfet tft, rmrtelmdfige, und wo es walDigt und feoefe ift, und wo tt feine fruefetbare leiten bat an Den bergen; Da foll man Die fleinern auftreiben. #utjf je Keiner imD fubtiler Das ©rdsefeen ift, Defto beffer und ;gefunDer ifts Den ©efeaafen. S)oefe tft feine SBefde dem ©cbaaf* »iefe fo fteb unD angenefem, tt wird enDlicfe Deffel* , ben uberDrüftig, wo man ifenen niefet ©alj in lan* gen Dvennen Den ganjen (Sommer ftreuet, unD fte Daffeibige, fobalD fte nacfe paut fommen, lecfen laffet; Denn Das ift ifenen gleicfe einer SSÖürje in ife* rer ©£eife, unD DaDurcfe b'efommen fte Suff junt greffen unD ©aufen; Durcfe DaS>4Saufen werden Die ©efeaafe fett, darum foH man alle fünf $age einem jeDen ioo ein fealb S&ufcfeel ©al^eben; eä erfedlt fte be» guter ©efunDfeeit, fte werden fett, unD geben Defto-mefer ?0?ilcfe. 5lucfe foll man Die ©efeaafe, uaefedem das %t* tre»De abgemdfeet unD eingefüfert worDen, auf Die ©toppein treiben, daft fk Die feittferffellige lieferen auflefen, bk ©toppein nteDertreterv unD Den Slcfer bemiften/ ** in dS* knüfltn, daft er ünfünftiger Seif defto fruefetbätef fe». Von der Watmn$ und Sürreruntj der Scbaaffe im Winter* cjyn cjattsen Sinter über, fo fang tt für groffer <**- 5\dlte unD ©efenee gefefeefeen fan, werDen Die ©efeaafe ju gelDe getrieuen, bit pämmtl und ©efeopfe in Den #6ljungen und Seiten/ wo gute SBeiDe ift/ Des $ages gefefaef/ unD Des ^aefets im Den $of getrieben* £>ie tragamit aud) bit jungen Defto beffern ©og fea* fcen, unD bk ©efeaafe be» Seibe bleiben mögen, gibt man btn faugenDen ©efeaafen DeS SageS j^eomal; ÖbenDS und Borgens/ eine Socfe ptitx. ^, W ©15 *& fH 4& . ©ie tracfettgen ©efeaafe aber*ft> noefe niefet ge* lammet, befommen nur einmal £aber mit ptftl gemtfebt, trocfen, Borgens um 8 Ubr. ©ie wer* den aucfe aUe $age jwenmal- getrdnfet, um Der sflWcfe willen. Den jdferigen Sdümern aber gibt man, efee Die barten grofte anfommen, btt $ageS Wtb mtttt 9focf enftrofe unD ptu,tint ums anDere. Sßöenn es aber falt wird, fo gibt man ibnen des Soges jwe» gutter ptu, Borgens unD %btnbt, unD .werDen aucb, nacfeDem Das SÖßetter ift, alle Sage etlicfee ©tunDen ju gelDe getrwben. :. ^letrdcfetigen©efeaafe, Die mülfftnD und Sdm* mer faugen, werDen gegen gaften auf Die ern; fo lange das geld bereift ift, muß man die ©efeaafe niefet darauf treiben. Pon den ,Scfeaafjftdlten. (J\ie ©efeaafftdlle fpUen-in groffer SJcfet genom* «^ men werden, daft man fte an recfet gebuferlicfee öerter bauet, bamit fit den ©efeaafen jutrdglicfe und gefund fe»n. ©ie foljen aber niefet auf feofee £>erter gebaut werden, Daju Die SQßinDe fommen fonnen/ fpnDern an folcben, bk »or Dem SBtnDe fiefeep fepn, ober fpllen roenigftens fo bebauet und »ewafeM «9 IJ7 dg* derwoferet werden, Daft fte Die SEßinbe ni*t fre» bcftreicfeen fonnen, und follen mefer gegen borgen als gegen Mittag ftefeen. ©ie follen nieDrig und niefet weif, fondern lang fe»n, damit fte im hinter fein warm fe»rM unD die jungen oDer tragenDen niefet ju fefer gedrücft werDen; denn obwofel DaS ©cfeaaf»iefe mit ^eljen wofel »erfefeen ift> fo fanS doefe niefet wofel £dlte und pi%t »ertragen. $flan muft ftcfe aucfe befleißigen, Däft batdxb* reiefe/ auf Dem Die ©falle ftefeen, fein dbfeangtg fe», damit Die ©falle ausgefefert unD rein gefealfen werDen, unD Der Urin ablaufen mSge, Denn Dadurcfe werDen ifenen be»DeS Die flauen an Denguffen und die SBolle »erDorben; damit tt abtt im ©falle niefet naft fe», fo muß man aüejeit bit &taUt mit ©trofe oder anDern Dürrem ©treu belegen, daft die tragende ©efeaafe defto reiner unD weiefeer lie< gen, als wornaefe fte Defto beffer junefemen. Sttan muft aucfe bk franfen unD gebaferenden ©efeaafe befonDerS in ein ^efedltnift tfeun. Wie man bie ©ct;aafe mdften foll. «Denn man Die ©efeaafe mdften will, fo gebe 3£ö man ifenen £aber unD Q5rob, oDer laffe fte auf Die ©toppein laufen, gerner gebe man ibnen Aerel, ©enfee oDer Araber, ©eferot unD 4?aber, ■hin flein gefcfeniDten ©erftenfeerel, worunter |ra< btxfinb, fö ju»or jwifefeen Den panbm fem Rem gerieben roorDen, Damit Der £erel feuefet werDe; das if? ifenen gut/ unD werDen Da»on fett. Wie man viele und cjefunde &d)aafe haben ttnö erhalten fan. rtDtft Du »iel gute unD gcfunDe ©efeaafe feaben ' W und behalten/ fo bacfe£olDcrbecren, mmi fte reif «8k if8 4fr reif ftnd, und feefeafte fte Durcfes ganje Safer, $er* reibe fte Dann in ©alj, unD gib fte Den ©efeaafen ju freffen unD tu lecfen. Qat ©alj ift aucfe Den ©efeaafen ein foftltdj unD gut Üvecept unD ^räferdaii» für fcfedDlicfee Äranffeeiten, wenn mans ifenen bitmiltn ju fref* fen unD ju lecfen gibt. dt foll aucfe ein#auswittfe, der »iel ©efeaafe featten will, »iel 2öermutfe Des ©ommers eintrat gen, und mit gleift auftrocfnen laffen, Daft mans Den ©efeaafen aucfe bisweilen *bu lecfen gebe, DaS befedlt fte be» geftmdem Seibe, und bewafert fte »or dielen Äranffeeiten. Wtnn ein Bcbaaf mifftoftitj wird,.. ($±ib ihm nur bald" ©alj, mit grüner SBermutfe ^ tfermifefet, ju lecfen oder ju freffen, unD fefeneide ifem in Die Oferen. Wenn ein Bc^aaf plot$lid) t*vanl wivb, ecfelage ifem unter Den -klugen tint 2lDer, und troefne fte mit Dem Keffer auf. t)om (Befc^wellen der Beträfe. SJDenn ein ©efeaaf QtföxoiUtt, iftt eine Slnjetge/ "^ Daft es Qdift be» ftefe hat, welcbeS tt (etefet »on Der SBeiDe oDer Dem gutter befommen fan. ©tb ifem nur $feeriaf auf efher ©efenidte SSrod gefebmiert ein, fo wird tt fogleicfe beffer mit ihm werDen. diu guter pautvoixth foll «Uejeit $fee* tiaf be» ftcfe habtn, tt nüfcet impaut für ifen und fein Q)iefe. sDafj einem bie Bd?aafe alfjeir frifd> und tj# funb bleiben, imm Ovübretficfe, mifft glacfeSafcfeen, #üfener* mift und ©al3/ mengs unter einanDer, und 21 *®3 IS 9 dg* gibs Den ©efeaafen ju freffen.. WillS ein ©d>aaf niefet nefemen, fo lag niefet nacfe, bit tt da»on igt. ODer, nimm 2öacfeolDerbcern, jerftoffe fte flein unD ff reue fte auf #aber, febütte Darnacfe ©alj Dar* auf, mifcfe es wofel Durcfe einanDer, und gibs ifem alfo im Safer dre»* oder »iermal; denn ob fte gleicfe die Wacfeolderbeern niefet gern effen, fo macfet Doefe Das ©alj unD der £aber, Daft fte tt enDlicfe ju ftcfe nefemen. $£ine gute Balbe für die Kaude oder Bewurf. Sjjimm Wintergrün/ Dvomifcfeen €ibifcfe, und Jl- Sllantwurjel, feud tt alles mit Gaffer in tu- nem befiel, tfeue 4i)ünermift daju, und laft eS alfo be» Dre» $agen unD ^Mcfeten ftthtn, fepfee es Durcfe ein §ucfe. SDarnacfe nimm Öuecfftlber, unD todfe eS mit gutem ©cfemeer und tytd), nacfe 5lnjafel dertScfeaafe, grauen ©efewefefe weiffe Slfefeen und kupferwaffer, ita,liä)tt fo »iel du wilft, oDer tin halb $fund, unD jufammen flein geffoffen, in einen Äeffel getfean, wofel durcfe einanDer gerüfert; laft es auffteden, Reffes Darnacfe in, ein gaft, unD wo das ©efeaaf räudig ift, da tfeeile Die Wolle fein »on einanDer, unD fefemier tt Darauf. dt befommen aber bk ©efeaafe Den ©efeurf »on fcfeleunigen talttn *}Mafcregen unD froftigem Wet* ter, oDer wenn man ifenen den ©ommcrfefeweüj niefet abfpüfelet, oder man ihntn bit Wolle abge* nommen, und fte balddarauf in den Wald oder unter dorniefet @5effrducfe txtibt, und fte »on dem* fclben geriet und »erlebt werden/ oder wenn man fit in tintn ©tall bringt/ darin Pferde, SMaulefel, oder andere gfef geftanden find, fonderfiefe aber/ wenn fie juroenig $u effen feaben; denn da»on wer* 3& 160 4fr den fte mager, unD wenn fte mager find, werden fic aucfe leicfet rduDig. £)aft fte aber rduDig werden unD Den ©efeurf feaben, fan man leicfet an ifenen merfen, wenn fte ftcfe mit Dem#orn oDer denguffen fragen, oDer an , Den Daumen unD WdnDen reiben, unD ftcb an Demfeiben Ort mit Dem.Sftaufe natfefeen unD Die Wolle auSpflücfen, fo feaben fte geftyrg Die SRäubt, oder werDen fte Doefe balD befommen. £)ie Wolle ift aucb an Demfeiben ört.gtgen Die anDere rofblicfe. ©o balD man DaS btmtxft, foll man Die Wolle »on einanDer tbun, fo wirD man balD fefeen, bafi ifem bit paut fefeurf ift/ unD bafi tt bitftlbt jücfet/ wenn man ,t>alD Darauf greifet. Wahn Dir ein ©efeaaf oDer jwenunbreefeen oDer rduDig werDen, fo »erfaufe fte fogfeiefe; Denn Das ©priefewort ift wafer: din rduDig ©efeaaf fteeft oft eine ganje #eerDean. ©efemiere fte, wie£u xoilfi, fo fferbetf fte Doefe im Ausgang DeSgröfelingS, nacfe Dem Win* fer gewig. Wenn Die Ovdttdigfeit in einen ©tall fommt, fo muß man alle gefunDe ©efeaafe abfon* Dein, DaS ift Das £5efte. SeDocfe gefefeiefet tt aucfe, Daft fte in naffen ©om* mern und-»g)erbften »on Der naffen WeiDe unrein am Seibe werDen, unD tm#erbft franf werDen und fterben; man gebe ibnen aber alSDenn nur »iel ©alj ju lecfen, Das bringet fte bald wieder jureebff denn ©alj ift ibre befte 2frjene$. Wtnn die Bcfcaafe ftyneU niederfallen. Q&isweilen erftiefen Die ^)d)aaft in iferem eigenen ^ QMute, fallen plofelicfe nicDer unD fferben, wenn fte gleicfe fein leibig, fttt, unb fonft. gar niefet franf ftnb. £>a nefeme man nur ©cfeellfraut/ das an* den *$&> 1S1 4fr btn gduncn wdcfefcf, und wenn manS abbricfef, f& fears gelbe $ftilcfe, Das Dorre man, jerftampfe es, unD gtbS ifenen im ©alj ju lecfen, fo ift ifenen wofef raffe;.es mug aber balD in der erffe gefcfeefeen. Wtnn bie Bd?afctfe sirtern und M6r*en. CjDenn Die ©efeaafe im (Stall ftefeen, jitteru und '^ blofen, umfeer laufen, und niefet freffen woU fen, fo ift ifenen eine Rubere» gefcfeefeen; denn »6fe ^}ubcn pflegen einen WolfSfcfewanj, oder fonff etwas »om Wolfe, den £otfe oder £irecf, oder tu xoat anDerS, im ©tall ju »ergraben, Darüber wer* Den Die ^efeaafe fo erfedroefen, Daft fte weder fref* »fen noefe rufeen fonnen, fonDern fte laufen im &ta$ hin unD wieDer, als wenn fte foll waren, fcfereoeny unDDenfen nicbt anders, Denn ifer fttinb feDöor* feanden, unD feore-n niefet auf, bit tt wieder feinwea; genommen wirD. Pon ben Äropfen oder Ladern der Befyaafe,. CfDann fte fropfen, fo befommen fte eine gar dicf« «^ Q)efcfewulff unter Dem .{paffe, bisweilen eines ©anSe»S groß, unD ift »oller Waffer, fonfmt »on der Sunge unD Seber, wenn Die »iel Waffer feaben/ fo »erfaulen fte, unD werDen »erfcfeleimt. S)at txi* gen fte wennS »iel fcfelacfet unD regnet, unD fte in Die naffe WeiDe fommen; man mufj ifenen fbtc^jQ5e^ febwulft mit Dem Pfriemen auffteefeen unD auS* troef tum; etlicfeen bilfe ettiefeen aber niefet. Vom Tlnbtud). Qjftacfee £ucfeen »on Seinßl, altem ©cfemeer, 93edy <ß+ neuem WacfeS unD Q3aumol; Diefe ©fücfe \\\9 fammen gemaefet, ftnD gut Dafür. "WennmanDie ©efeaafe in tintn ©fall t^ut, Darin »iel <£ftl und «$& -ifo 4& Sötaultferete geftanDen, werDen fte gern anbrüchig . unD räudig. Vom Hots oder Bcfynobigr" eit der Bcfyaafe. Ofimm Sllantwurjel, fcfeneiDe fte in ©cfeeiben, ■^ Dorre fte in einem Q3acfofen, macfee tt ju *))ul* »er, fteDS unD fitbt, thut aucfe ©alj Daju, eins fo diel alt btt anDern, unD laft fte lecfen; es feilft. Ober nimm OcfefenjungemWurjel, oDcr DaS $taut, fcfeneiDe es fle(n/ dorre es in einem 23acf* "Ofen, ftoffe tt ju ^ulü'er,' und ftebe es, gibs den ©efeaafen mit ©aljfu freffen. Wenn Bcfyaafe ^lut piffen, o ftoffe Kümmel ju $ul»er, und menge es un* . ter bat ©alj, gibs ifenen ju lecfen und ju freffen, fo »ergefet tt ifenen balD wieDer. Obtt Iraucfe 25lutfrauf. $ür bat fluten der ©efeaafe foll man den &aa* men nefemen »on Den jungen und rotfeen £>cfefen« jungen, und folis allen ©efeaafen unter das ©alj geben, fte fe»n jung ober alt. Wenn bk Bdfeaafe im fyrbft an der Heber faulen, unb viel buffe», Syjimmdren oder »ier Sorbeern, naefedem der **+ ©ebaafe »iel fe»n, und Dorre fte in einem 35dcf* ofen, ftoft fte flein unD ft'ebe fte, nimm Darnacfe ti* nen fealben ©cfeeffel $?alj, mefer oDer weniger/ lag das fein flein mafelen/ unD nimm aucfe fooklpoh Derbeern/ Drücfe Den ©aft feerauS Ins 3ttalj, fnete Das xok einen $eicfe/ unD macfee Äücfelein dasott/ ftoftftedannju^uloer/und gib Daffelbe Den ©efeaa* fen in ©alj ju freffen/ oDer ju lecfen. $Jan fan gemeldete ivuefeen ein ganj 3fafer aufbcfealten/ und find aucfe gut für btn Ruften Der ©efeaafe. Wann e Wann bie Beträfe die tEgeln feaben/ SDimm Sttofenfedupter,brenne fte ju *}3uf»er, ftebe J+ fit Durcfe ein flein ©ieb, unD menge eS ifenen unter Das ©alj/ unD gibs ifenen $u freffen oDer ju lecfen; tt ift probat. ODer gib ifenen Otfeemfarren, ©cfeeiftbeerufeofj, unter bat ©alj geftoffen unD gemengt. S)ie Sgeln oDer 3len feaben die ©efeaafe in Der Seber, oDer in Den Carmen. Wenn man fte im «Jperbft fcbladfeter, unD fte in der Seber friebeln und wiebeln, fo fefeaffe fte nur bald ab, lag fte fcfelacfeten, unD fednge fte in den Ütaucfe, denn man bringt fte niefet den Winter durcfe; oder aber »erfaufe fte. dt ftnd breite Wurme, und feaben eine Seber* färbe, und fan man|, wenn die ©efeaafe cjtftfelaefe' tet ftnd, fefeen, xok fit in der Seber friebeln und ibiebetn. XV<*nn ft<$ die-Bcfeaafe oder £ammer nad? <£f?em »onöer neuen tt?et$e»erttpretni<$en, obet fie bie&pulwürmer beiffen, gnimm junge @rlen*©r6ftfinge, Die »on einem JU ^afer fe»n, Dorre Die in einem 33acfofen, ftoffe fte ju $)ul»er, unD ft'ebe fte; nimm Denn-daS ftinftt ÜJuloer und Sungwurjel, ju $uj»er geDorrt und geftebt, ftebe tt und gibs Den ©efeaafen mit ©alj ju freffen. €s ift aucfe bewdfer^ unD feilft. X>on tollen ^djaefien. ß:s pflegen etlicfee ©efeaafe gar toll ju werde«/ ■' und diefe ßranffetit wird erfannt, wenn fte im fKina feerum gefeen unddarnaefe niederfallen; Denen tft fein Ovatfe ju fefeaffen. Wenn ifenen Die Sopfe au&ubrecfeen und #1 fefewaren anfangen, fo werden $ 2 !'•• 3& 164 dB» jte wieder gefund; wo aber niefet, folr man ffrden Runden »orwerfen. X>on den Betrafen, die man^vdbev nennt.. ep\ie taugen niefets, weder jur «ÖWcfe, noeb jum ~ Sdmmer^iefeen, rtoefe ju fcfelacfeten, unD fön* nen alfo erfannt werDen: ©ie gefeen für unD für, unD reiben ftcfe an ©feine, ©toef unD 4?6ljer, und ift ifenen niefet ju feelfen, #aut unD paax ift bot, unD fo man fte umbringt, erbt diefe ©eücfee alfo* jbalD an ein anDer ©efeaaf: . $ytan lagt Die ©ebdfer eine Seitlang jufefeen ob' jeS beffer werDen will», wo niefet, fo wirft man fte in ein flieffenD Waffer, Damit bit ©euefee niefet unter Die anbern ©efeaafe fomme. VonBd?abiejr>it und Bcfeurf der Bd?aafe. «Den ©efeaafe unrein nnD rduDig werDen,fo fednge <+® einen iteffel mit Waffer übers geuer, Dann etwan eine $onne Waffer gefeet, tfeue aJSDenn Den Seffel »Oll Des Krauts, welcfeeS Äini% genannt wirD, fo »iel man Deffen Ins Waffer bringen fan, lag tt alfo imt) ©tunDen lang auffieDen. £)ar* nacfe nimm einen ©tengel aus Dem 5\effel, unD jftretf ifen Durcfe Die ginger: Wenns nun gar recfet gefotten ift,' fo tfeut man Das Äraut aus Dem Jvef* fei unb wirfts feinweg, Denn Die 5traft fcfeon alle daraus ift, unD lagt DaS gefoefete @>otb im $effel> unD tfeut alSDenn jwe» Sotfe ©cfewefel in Das ©offe im Steffel, unD lagt tt eine gute ©tunDe mit einan* der fteDen, biß tt wol)l gar ift, fo wird DaS ©otfe fein gelb, als wenn ©afran Dann wdre; man mug aucfe fittt Dabe» fteben, unD mit einem ©teef en webren, Dag tt niefet überlauft. 2i(SDenn*füüct pws in eine $onnc, Die nur einen 35oDen hat, ba$ *§& i6f 4fr man oben feeraus fcfeopfen fan. Wenn man etwas feerauS nefemen xoiU, foll mans erft mit einem ©te* cfen feerum rubren, Dag Der ©cfewefel nid)t auf Dem 25oDen liegen bltibt; Darnacb neferae man fleinc ©cfenau^fdnncfeen oDer Sagrannlcin, und fcfeopfe Darin btt gefocfefen ©otfes, unD an wct* cfeem Ort bit ©efeaafe rduDigt oder grinDigt ftnD, geugt man^alSDenn Deffelben ©otfes, fo mit bie fXauDe ift, ein wenig Darauf, Das feeilet fefer. ODcr nimm Sungcnwurjel, Das ftraut £inig, unD Wermutfe/ Dorre es unter einanDer, unD ftoffe es flein, tfeue es Den ©efeaafen unter Das ©alj, menge eS wofel unter einanDer; Das ift gut. Stern, man nefeme groffe Slmeifen, Die man fonft Dvog*5l,raeifen nennt, mit famt iferem ^efte, und fcfeütfe fte in einen naffen ©acf, unD tfeue fte in ei* nen feeiffen ^aefofen,'Darnacfe jerftoffe fte, unD gib fte Den ©efeaafen in ©alj ju freffen. • Stern, 4?irfcfewurjel, #oljwur$el unD 2llauf* wurjel, geDorrt,/geftoffen. unD gefiebet, unD bat 5>ul»er Den ©efeaafen gegeben. Stent jur SSerbütung, nimm Oefefenjungen* würget, ofene Das £rauf> fcfeneiDe fte flein, Dorre fte jm S&acfofen, ffog fteju ^)ul»er,'unD fteDe fte, gib barnad) Das^ufoer Den ©efeaafen in©als ju lecfen. Sür Pocken und Rlattevn der Bd?aafe. C>n Den £unDStagen pflegen aucfe bit ©efeaafe ju «J poefen, xotldbtt anftecfenD ift, unD oft macfet, Dag man die <^)d)aaft aus -einem ganzen S)orf wegbringen mug; bit ift Das b^fte Wlitttl gegen Die 5lnfteefung : sßlan nehmt tintn ©acf »oll groffer ^Imeifen, dorre Die in einem 25acfofen, pül»er fte, unD gebg ptn ©efeaafen ju freffen. Sü? 3fc> itf 4fr Sür die Säule der Ber)imm Sorbeern unD gnjian, Stebftocf/ Sffant* *>* wurjel/ WacfefeolDerbeem, gfcfeenlaub, alles wofel unter einanDer geftampft;da»on foll man den ©efeaafen, Daran man ftcfe der gdule befaferef, nacfe (^elcgenfeeit etlicfee #anD »oll unter bat ©alj mengen, unD allwege über Den jwe»tcn unD Drittel $äg, Den ©cbaafen auf Den SlbenD, wenn man fte eintreibt, in Die ©aljtroge geben; welcfees aber bereits faul ift, Das frigt niefets fonberlicfees, und gefeet »om ©aljtroge feinweg. €inem fofefeen fau* len ©efeaaf muf? man folefe gemengt ©alj mit ti* ner4?ofder*9vofere in Dentals fefeutten, unD feal* fen, Dag tt mit ©ewalt freffen mug. $ftan baxft aber nicbt efeer trinfen laffen, Dann auf Den SOtfor* gen, fonft hilft tt ihm niefets, unD auf Den 5lbend mug man gleicfeer geftalf mit ifem »erfaferen. $üv bie (Ballen der Bd?aafe, Sttimm garrenfraut, Des feofeen, brenne tt ju tyuii J+ »er, Darnacfe nimm ©efeenmoog, fteDe tt fleht, unD lange grlenfnoten, laffe tt Dürre werden. Dag du tt fanft $tt SDJefel maefeen, folcfeeS fcfeütte in tv nen SSacf ofen, Der gar feeig ift, unD ftog tt Darnacfe ju *Pul»er, unD menge eS mit ©alj unter einander^ und gibs Den ©cbaafen. Sür die JLungempär-nier der Beträfe, imm paftlftau}*, ©ommerlaben unD geld* fümmel, maefee es Dürr, reibs feerna# fein flein, unD gibs ifenen unter DaS ©alj. Sür bat movifd), imm #ttorfinge, #olDerbeern, ©erftenmefel., ^oppeling »on Den 35irfen, SÖJeifterwurj, feei* üQtn ®eift*wurj. §)iefe ©inge ft'nD alle gut für pm Sjtioxifd)* $ür dl m *fc 1*7 d^ Sür ba& jDrabcn. ormenfillen unD WacfefeolDerbeem ftnd gut für das Kraben, wenn man fte mit ©alj braucfet. Sür die JDarmgicfyt, enn Die ©efeaafe Das Oieiffen in den Carmen, oDer Die Söarmgicfet feaben, fo lag fte nur ge* dorrete gwiebeln unD £afclwurj mit ©alj freffen. Sür den Ruften der Bcfyaafe, SOimm'SriebfanD unD WolfSwurjet; ittmWlan* ***- belfern jerftoffen, mit Wein »ermijcbf, unD in bit sftafenlocfeer gegoffen, foll ifenen aucfe Den £u* ften »ertjejben. Sür den Unftart) der &d)aaft', imm rotfeen Wein, gieg Den über Das Stteng* fal, menge es alfo unter einanDer, unD Dorre das ©alj in emer ©tube auf Dem Ofen, unD gtbs den ©efeaafen alfo In ©aljtrogen. ODer nimm SMutfraut, dorre und jerreibe tt, und menge es unter das ©alj, oDer flog tt Dem ©efeaaf mit Qbtwalt in Den #a(0. - ODer ntmm gelben ©enf, fobald Du Den Unffaffe an Den ©efeaafen fpüreft, unD ftoffe denfelben ih* nen tns fflaul, dag fte ifen freffen; oder Drucfe den gelben ©enf ins Sßrod, dag ifen^daS ©efeaaf mit dem Q3rod feinein frtffet, und fcfeüfte ifem alSdenn noefe eine panb doli nacfe in den palt. Wenn ein Bcfyaaf Seile an ben TiüQtn fyat, eo nimm 25enedicten*wurjef, oder das *pul»er »on einem Maulwurf gebrannt, ftreue tt den ©efeaafen in dieSlugen/ darüber fte ein gell habtn. Wenn ein Betraf Haufe oder^okböefe fear. allein man mug ftcfe »orfeben, Dag fein $feier Da»on foftet, Denn tt ift eiri ©ift Vom Siebet der Bcfextafe. Cjbenn fte das gieber baben, fo folf man ibnen <*& unten jwifeben ben beulen eine 2lDer (äffen. Wenn ein Betraf Wurme im fleibe bat, eo nimm Slfcfee aus Dem $afcfofen, Die wofel gebrannt ift, tfeue fte in einen guten Weinegig, unD lag es bit ©efeaafe einnefemen. gür Die Wurme in Der Seber gib ifenen Wcrmutfe mit ©alj.: Wenn ein &d)aaf fid) rofe gerieben feat, eo foll man wYtcfe ^eefe, Platin, ©cfewefel und £gig unter einanDer mengen, unD es Damit fefemieren, oDer man foll Den Ovbft »on Tupfer Dar* ein ftreuen. pabtn fit abtt ihnen eine $5cule-ge* rieben, fo foll mans gar befcfeeidentlicfe eröffnen.' Verlegung der Bct)aafe in der Bonenfeit$e. Sftjann Die ©cbaafe in Den h^ifftn JpunDSfagcn **& »on Der ©onne ju f?fer erfeifcet werDen, und »on Den anDern ©efeaafen abtreten, allein fteben, unD nid)t freffen wollen, fo gib ibnen Den ©äff, fo im grüfeling,aus Den Q5irfen Iduff, wenn Darin gefcfeniDfcn oDer gefeauen wirD; unD lag fte 33ir* fenlaub freffen. X?on *%2h l<>9 4fr Von fct;n>eren, #rfeem der Bcfyaafe. |tt}enn die.©efeaafe.fefeweren Sltfeem feilen, fö **> fcfeneiDe ifenen mit einem Keffer in bepDeöo* ren/ fo.wirDS balD beffer. * , Von der JUmcjehfucfyt $er Bcfyaafe* 0Denn Die ©efeaafe Mangel an Der Sunge bti **> fommen, fo foll man ifenen Durcfe* Das Ofef gferiftwurjel, oDer Sungenfräut, oDer fettig fteefem .S>iefe^ranffeeit befommt DaS Q)iefe gemeiniglich aus Mangel des WafferS j Denn wennS fefer Dur* ftig'Wird »onde|©onnenfeifce, fo überfduftund »erfdngt ftefes fetcfetlicfe; Wenn die ©efeaafe Würmer in btt Sunge fea* ben, fb nimm Wurmmefel aus einem Birnbaum; menge es mit ©alj, und gibs Den ©efeaafen* Wenn ein Bcfyaaf ein 25än &ricf?r, (Äß mug mans feeilert xok einem sjftenfcfeen, den .S^ein 35ein gebroefeen bat; bat ift, man mug mt SSein auSDebnen, in feine natürliche Sage brin*j gen, und wofel beoeftigen, unD feilende Stiftet unifefelagen, alt j. d. Wolle, Die mit Oel und Wein genest ift, Darüber winden. Von bbfen Sttdfien an tTCattlern. AliSweilen befommen Die ©efeaafe grindiefefe *^ Sftäultx, wenn fte »on Den Krautern freffen/ darauf der 9)iefeltbau gefallen ift; Da nimmSfop unD ©alj, g(eicr> fefewer; jerftoffe und menge tt un* ter einander,, unD reibe^fenen Das SOtaufe Die Sip* pen und Den Daumen-im palft Damit, fo »erge< Wenn bie Bd)aafe (Btfcbw&te fyabtn, eo maefee eine<©albe üon,€gig, weiefeem *)5ecf) . und ©aufefemeer, und fcfemiere fte Damit. 3) XOtnn *k r?o Jfr Wem btn Brufen der üeib auflauft, , (Ko eröffne ifenen die Slder über dem $nmde v-/ oder UpptUf oeggfeicfeen Die Sldern, die fte un* ter dem, ©cfewanj becm Slrfcfelo* feaben, und geug ifenen $feufcfeen41rrtf darein. £>en ©efeaafen rft das Sfptum daninum oder wilder (Sppicfe tin gar fcfeddlicfe Stxaut Wenn ein ®d>aaf einen £ge! t>erfcfyucft tyxt, fWb ifem fefearfen Wetnegig oder Oel ju trinfen; ^ wiewol mans ifem mit ©ewalt eingießen mug, denn »on fetbft wollen es bk ©efegafe ntcfet trinfen. (£me 2lr$et*ey, btn Betrafen bitnlid) für «Uerlejr Türantbeiten. SJtoan mug gedarrte gefeferof ene ©erften nefemen, vf+ abgepflücffe gedorrte Wermutb, reine auSge* fduberf e panffpttu, und geftoffene Sorbeern, darun* fix ©alj mifcfeen, es den ©efeaafen. geben/ und fte niefet Darauf trinfen laffen. Wermut fe ift fefeier eine Uni»erfaf*3)*edteut, odfc allgemeine Slrjene», für Das QSiefe; Denn es mafifet den 'Sftjagen bäutn, erwärmet Den Selb/ ftillet Die? ©efemerjen/ txtibtt aus ©Ift unD ©aEe, tt. und fan Deffelben Tugend mefet genug befeferieben roerben. • Werfer SM'e ©efeaafe habtn alle fteben $afer einen Mitflog; darum magft du deine ©faafe fufenlicfe im £erfeft otxfauftu, in dem Safer wenn der @feriftfag an einem ©onnabend ift, denn bu fcringft fte den ©ommer mefet durcfe. S)i* ift eine €rfaferung der ©efedfer. • ^Seroaferte ■«fo i7r e^ IV. 23e»dl)tte 3[t)ite^9Rittel für die ©* cfe td e i n e. X3om <0tft entledigen. OfltVnn die ©cfeweine mit gefrümmten Dvücfen zJj§ ftefeen/ fefcen bit güffe {ufammeu, und jtt* ^^ fern/ fo fcfeneide" ifenen ein Soefelein in ein Ofer, und ftecfe in daffelbige <£feriftr»ur#/ fo jeucfet die SÖurjel allen ©ift aus dem ^tibt in bat Ofer, und fo das Ofer gefefewillf, fb fommen die ©cfeweine wieder jurecfet, und daffelbe Ofer fällt ganj weg *, diefeS Üvecepf foll man fleigig merfen, denn die ©cfeweine freffen gar oft ©cfelangen, ©onft ift aucfe gut Sabacf, S^ermutfe, Änoblaucfe, folcfeeS ifenen in das greffen gemacfer. braune an ben &d)weinen, Buweilen befommen die ©cfeweine einen bofen palt, ift eine (gntjündung des SapfleinS am palt, dadurcfe werden die Suffroferen »erfeinderfr dag es endlicfe erfticfen mug, es wird ihnen die Sunge braun oder fcfewarj, unb ift eine gemein* Kranffeeit det©cfeweme, fo fcfelage oder reiffe ü> nen unter der gunge tint Slder; tt mug aber bald in ber erfte gefcfeefeen. # Oder nimm einen Soffel »ott Sifcfeen, emen fealben 3) 2 iml ?offel »oll geftoffenen'©cfewefei, und'einen halbtn iofftl »oll ©cfeiegpulöer, jerreibe es, nimm Dre» oDer »ier ©IdScfeen ftüfewarme Üflild), mifcfe alles unter einanDer, foftfeeS ju faufen gegeben, oDer ein* gefcfeüttet, wenjfte niefet faufen.wollen, fcfeneiDe tfenen »om ©efeftanj ein wenig feerab, unD ein we* tilg in bk Oferen, fo fterben fte niefet. €s mug aber bald gefcfeefeen, wann fiefranf werdfu^ jba% bit ®d)weine den 2*>vanb nict^: bei ornen, mimm Drep pänbt »oH ©alj unD .dre» p&nbt ■^ »oll Seinfaamen, tfeue es in eine ©efeüffel, und jnifefee eS unter einanDer, fe^e eSin einen 33acfofen, wann man einfifeieffet, fo brennt es ju $ul»er, darnacfe ffeue tt jufammen reiben, unD in ein ©dcflein getfeam feernaefe in DaS ©autrinfen ge* legt, lege alt roftig gifen aucfe Daju feinein, aucfe '2ftugbaum*©cfewammen und 5l(antwurjel, fo blei* $tn fte gefunD, unD feilft gewig. ' '. Qie &d)wtint 311 bewaferen, dag fte nid)t fterben. obald tin ©ferben unter Die ©cfeweine fomt, ft> gib ifenen*$lorgenS gefebabten ©cbwefel auf einem Q5roD, fo- wieDerfdbret ifenen unter Den andern franfen ©efewemen nicfetS. Stern, nimm Siebftocfel/ 5llantwurjel unD groffe älettenwurjel, lege fte in Das ©efpültg, unD gib Den ©efeweintn da»on ju trinfen, efee fte franf werDen. ODer nimm Sorbeern, ©cfewefel und ^reiben, eines fo »iel als des anDern, flog tt flein dywfe einanDer, feaft Du »iel ©cfeweine, fo nimm Defto jnefer, Dag ieDcS ein Söffe werDe, gibs ifenen ein im ©aufen oDcr greffen, ift fefer gut;anan follS ifenen alle »iertel Safer eingeben, fo bkibtn fit itfunb. e *§& 173 4fr ' Sür bae 2\anr*feorn. ■lfm Die(Srndte*3eü befommen Die ©cfeweinetn* M1 wenDig im tylaut, »ornen am obern Üvüffel em &>mg wie eine mifft dxbft, bat wdcbft au$ dem gleifcb, unD fo es Die ©cfeweine 24 ©tunDen feaben, muffen fte niefet allein-fterben, fonDern fte* tfen fefer an, unD »erDerben ganje #cerDen, man merft tt balb, wann fte tt baben, Denn fte wollen auf Dem gelDe nicbt freffen, fte firren, unD wollen ftcfe nur eingraben; fobalD bu folcbeS genwfer wirft, wirf Das ©efewein nieber, fteef ifem einen $niftel uberjwerg ins Sföaul, Dag es Das SOtaul niefet ju* tfeun fan, nimm ein Keffer, fo »orn fein fefearf kift, unD fcfeneiDe ringsum Dieweiffe(£r6fen feerum, unD grabe fte aus Dem gleifcfe feerauS, Drucfe alt* balb flein geftoffenen Sngmer, mit ^ammerfefefag oDer gunDer aus Dergffen »ermengef, in DaSSocfe, unD tfeue Das ©efewein in einen ©tall allein, über eine ©tunDe gib ifem tin Quttt ©efduf, unD leg taube Steffeln in Das ©efrdnf, fo fommt es bald wieDer jureefet. Sür bie Pftnnen. Sttjann Die ©cfeweine ^ftnnen feaben/ fo fefeuffe **&■ ibnen nur bisweifen dxbftn oDer panfforner in Den $w>g, unD lag fte Diefelben freffen, oDer rufere ifenen bat griffen mit einem dictum $3rand um, efee man ibneft ju freffen gibt. Oder man gebe ifenen ©eifen*S8uge, "bDer Das #anD*Waffer, darin man Die #dnDe gewafefeen hat, ju faufen. Stern, nimm einen alten fauren $dg, unD ein we* nia geftoffene Sorbeern, in Waffer unD $?ilcfe un* fer einanDer gefotten, unD Den ©ducn ju faufen gegeben, fo werden fte gefunD. 3& 174 4P Wilt du deine ©cfeweine »or Unreinigfeif der Spftnnen btxoahttn, fo nagle nur eimbleßern s25leefe in Den ©au*$rog/ Daraus fte freffen; fte befom* men feine ^fmnen. ©cfelieglicfe, fo erfennef man bie*J)fuuien an btn ©cfeweioett, wenn fte eine feeifcfeere ©timme feaben, unD »ornen dicf, feinten aber fpifcig fe»n, welcfeeS man an den ^aftfcfeweinen bald ftefeet, und fo man bit ^orften jwifeben den Oferen aut* rupfet, fo ft'nD fte unten rotfefolbig. Beweinen bae 25ved)tn su \>ertretbeit. tttisweilen brecfeen ftcfe Die ©cfeweine tmgrüfeftrtg . & fefeiv Das mugt Du ifenen be»jeiten »ertreiben; gib ifenen nur ganjen SÄocfcn oder ©erften. ^ttm^ nimm reine Slfcfee/ geug Waffer darauf/ und lafr fte Da»on faufen. " Bdbiveineu den Bp^t ju »ertreiben. geiiswetlen fommts Den ©cfeweinen in die55eine, ^ Dag fte niefet gefeen fonnen/ fonDern jtttern wenn fte gefeen wollen; fcfeneiDe ifenen alsbald bk ©cfewdnje ab, unD gib ifenen $feeriac ein. Wk man gefunde und franfe &d)wtint ernennen fftit. «Dann fte einett*feinen geDYefeeten ©cfewanj fea* "W btn, fo ftnD fte gcfund. hinwiederum fan man bk aud) erfennen, welcfee franf ftnD, denn _ wenn man einem ©efewein Die 25orften aus dem ^ücfen raufet, und unten am gnde der 25orften ein wenig $ölut oder geucbtigfeit bangen bltibtt, fo ift daffefbige <^d)min niefet gefund* Bcfeweme fo verfangen. e «Dann ftcfe ein ©efewein überfoffen oder über* <**> freffen fedtte, alfo dag ifem bk Oferen falt wu^ $fr»V <8k I7f tffr den, und niefet freffen mocfetr; dem fcfeneide nur in ein Ofer, gib ibm das SSiut auf Butter und 95rod in einem Wiefelfell ein; es wird bald betfen. Wtnn tin &d)wein von einem tollen <$und gebiffen wito, e>reib.eS nur alsbald ins frifefee Waffer, und lag ^ eS etlicfee maldadurcfefcfewimmen; darnaefegib ifem Butter und 25rod, und den ©ecfesjefentct »on einem ©panifcfeen Sfealer mitten im 33roD; denn das ©ilber foll ifenen das ©ift »om pttJen treiben. Wtnn bit Bd?n>eine drüfen, und fid) reinigen, eo nimm »ier $J>eil ©cfewefel und Dre» $feetf Sorbeern, ftoffe DiefeS flein ju $ul»er, gtbS den ©cfeweinen ju,freffen, und fealtefte Drauf jwe* $age innen, feernaefe gib ifenen ^fiegwurjel im ©e* fpfllig ju trinfen; da»on Drüfen und reinigen fte * t>on der &ungenfucfc£er Bct;t»eme. eo die ©cfeweine. im ©ommer niefet genug ju trinfen feaben, werDen fteSimgenfücfettg; man foU ifenen gferiftwurjel oder Sungenfraut durcfe em Oferftoffen. ^ ^ » (£in foftlicb beroafertee mittel für Äranr* beiten bet &JPfcnmnge, J+ kupferwaffer und $fecriae einer 35enen grofe, diefeS ajfes in etwa einem «Peint £>ier wofel gefot* ten, dem ©efewein eingegoffen/ und daffelbe na ©tall eingefperret fealten/. damit es ntcfet in der bift feerum laufen fan. £)en andern $ag aber, wenn manS wieder autläfit, foll man Sorbeern, Sllantwurjel und grünen ©cfewefel unter einander ftoffen, und folcfeeS Dem ©efetwem in «eeeg oder sftefelju freffen geben. «*» *5& 176 4P .. (Ein öndere. Üfuf ein ©efewein, wenn tt fxanf wirD, foll mar* ^ nefemen wie folget: (Sin ©dcflein ^egwurj/ ein Ouintlein Sorbeern, ein fealböuint'lein treffen* faamen, ein balb Öuintlein ^eneDifcfee ©eife, Die* feS foll man flein ftoffen, unD tt Den ©cfeweine« mit füffer $ttilcfe ju trinfen ^eben, ausgenommen den tragenDen unD fdugenden ©auen; wenn fte aber*geworfen, und feine gerfel ju faugen feaben, fo mag manS einem xok Dem anDern geben. Wenn man einem jeDen ©efewein ulle borgen auf Butter unD 35roD ein wenig QScneDifcfeen $;|>criac gibt, Das ift ein trefflicfeü93rdfer»ati» xoi* Der alles ©ift. . •■* c#. ,Sür die Haufe, > gfljug man grbfen und griene ©cfealen nefemen, <"* in einem $opf unter einanDer fteden, und bk ©cfeweine Damit wafefeen. ODer nimm Q3efrTraut, lag tt im Waffer wofel foefeen, unD wafcbe fte Damit, (ginige legen tt aucfe in Die.©falle, Da Das QSiefe inrien ftefeet; wenn fte Darauf liegen, fo follen Die Saufe da»on fterben. ■ Wenn bie Baue Wolfe$dfene haben, ♦ eo Dorre man ein*»entg ©erftert auf Dem Ofen, oDer fonft im 23am ISuiio fterben die jungen ©dnfe am erften/ /%> entweder fo groffe Sftdffe einfallt, oder wegen der fleinen Sföücfen odergliegen, die jur felbigert Ztit anfangen ju fliegen, welcfee den jungen ©ans* lein feduflg in die Oferen fliegen, fte alfo beiffen, daft fte fterben mufien: 9?imm Seinol oder Q5aumof/ und fcfemiere den ©dnfen die Oferen damit, fe fommt feine ÜflMt darein, fcdufe von ben (Bdnftn wegzubringen, eo bit ©dnfe Sdufe feaben, dafür fte niefet w deifeen fonnen, fo nimm das Straut ßunroft (ftefeet in bttptx>bt, und ftefeet xok OvöSmarin), oder garrenfrauf, und feas den ©dnfen in Den ©taUff fo »erlaffen fte bit Sdufe. *§& 178 4P Wie man junge (Banfe warten und auffrrin* Qen foll. einanDer, unD laffen fte ftcb groffe tropfe freffen; feernaefe treiben fte fte auf Die Weide. We*nn1te des SlbelibS wieDer feeimfomen, fo geben fte*tfenen wieDer jerfeaefte ^effeln und £le»en, bis fte fielen. \ „ ^ r , ., Wenn fte »ier Wocfeen alt ftnd, fo geben ibnen einige ©erftenmalj ju freffen, da»on gedetben fte wofel, und werden grog; feernaefe gibt man ifenett «fe 180 4P tin wenig ©erften oder Weißem dag fte ju fträften fommen. Wenn fie anfangen ju fielen, oder in den glügeln gedern ju befommen, fo foll man ifenen Sföalj oder #äber »orftreuen; das tft tbnen gut. £)amit man fte aucfe bereiten »orm gteg be* safere, fo nimm fterben fte, welcfees ntgn täofel in 5lcfet ju nefemen hat Wie man die (Banfe füttern foll. r ß?\en alte» ©dnfen darf man weder im ©ommer **<, noefe im ptxbft ttxoat ju freffen geben, denn fobald eS im.grüfeling ein wenig grün wird, er* ^Iten fte ftcfe »on der W3tü>t. 3m Winter gibt man ifenen allerlei grobe ©preu »on #irfen, pfbtt und Weißen, bk feuefe* itt man ein wenig mtt Wafiet an, und mengets ifenen mit fiepen und ©eferot; unter die pabtt* fpreu menget man ein wertig pabtt, fo freffen fte ftcfe Borgens und abends groffe Kröpfe; man mug afeer jufeben, dag man ibnen niefet ju »iel «öaber gibt/ fpnft werben die £>drmer füefetig, fett und polier Öoer, die erfticfen fte aucfe endlicfe, dag fte rnufferi fterben. 3n ©efeleften geben einige Rauten iferen (San* fen Dfogmift, mit tin wenig &le»en*>der ©eferot gngemenget. •■•*«. Sm ^o»e.mfeer foll man alten ©dnfen gütlich tfeun; und genug ju freffen geben, denn Da wacfefen ifenen Die Üoer, unD legen alSDenn defto beffer; man a.tbt ibnen Üvüoen, oder Araber'; bk Araber fi'nj* ifenen aber beffer gls fte Üvüben. $?ie *fc i8i dp Wie man bie (Banfe mäfttn foü*. C*unge ©dnfe ftnd leicfetev und »effer ju mdften *j denn alte, fte nefemen aucfe beffer ju, und wer* den fetter; feerum laufende ©dnfe fan man niefet mdften, fte muffen in einem warmen fünftem Ort ft|en bleiben. Wenn man aber ©dnfe in die Haftung fefcen will, fo foll man folcbeS im junefemenden ^onfe tfeun; man mug ifenen juerft die fetten gederlein, bie feinten auf dem$$irjel ftefeen,,ausraufen, denn wo das niefet gefefeiebf, fo wird dir feine ©ans fett, Du magft tt aucfe maefeen, xok du wilt. . 3)ie gemeinfte Haftung ift mit gutem pabtl, den etlicfee dorren, und den ©dnfen alfo trocfen ;»orfcfeütten, und fte feernaefe drauf trinfen laffen; andere aber ftreuen btnpabtx int Waffer, dag fte jugleicfe frefferr und faufen. $tian mug ifenen des §:ags dre»mat ju freffen $eben, als Borgens, $3littaa,t und 3ifeenDS; gegen 5tf*enD mag man ibnen defto mebr pabtt und Waffer geben, weil fte bit ganje Macfet durcfe freffen unb faufen. du nige tfeun aucfe groben ©and mit unter bat gut* ter,.der reiniget ifenen den§Äac;en, dag fte defto beffer junefemen. Wilt du eine ©ans in »ier $agen gar fett ma* efeen, fo gib ihr £5ucfeweisen ju freffen, und fefce ifer Waffer bcu>e»; oder gieffe bat Waffer über den .^uefewe^en. dt ift ju merfen, dag man die ©dnfe »iel befl fer mdften fan, wenn etlicfee be»fammen ftnb alt wenn eine allein ift. Von btm tupfen der (Banfe. ®lan pfleget bk ©dnfe fo öfters ju rupfen, af$ (k ■*fc 182 4P fte wieder wofel bewacfefen ftnD; efmae rupfen fte drepmaf, andere aber »iermal des SaferS, eS-mug aber allejeit jwe» oder Drep Sage nacfe Dem Wtu* Slftond gefcfeefeen: $?an mug fte im grüfeling, weil tt noefe falt ift, unD im £erbft, wenn tt falt xoixb, niefet allju fafei rupfen, foriDern ftcfe nacfe Dem Wetter riefeten. Und wer bat thut, Der fan fte Des SaferS wofel »iermal rupfen, bamit fte balb wieDer bewacfefen, fonft fter* ben fte leicfetlicfe, oDer fegen fangfam. y £>ie jungen ©dnfe, Die man über Winter wtl *' geben lafftn, mag man wofel rupfen, wenns nur tin wenig bereiten gefefeiefeef, Dag ftebör DerMte wieDer bewacfefen fonnen; Die man aber über Wim ter nicbt will geben laffen, fonDern mdften, Die fott man nicbt rupfen. Sür den $ipp der !<§üner, gmug man Quendel unD xoilbtn tyftfftx, oder *~v gelDfümmel, nefemen, und DaS in tfer ©au* fen tfeun, fo werDen fte wieder gefunD. Stern, nimm eine panb' »ott £ammerfcfelag, thut tt Den £ünern in bat ©aufen, fo bleiben fte gefunD; man fan DiefeS, nebft Dem gelDfümmel, Safer unD Sag in Das ©aufen legen, unD alfo btm gipp ju»or fommen. Stern, fo eine pennt Den gipp feat, fo fteefe ifer eine geDer durcfe die >ftafe, bxtfc t>der jeucfe die Seder alle Sage m Der Waft hin unD wieDer, Damit Die £uner Suft befommen; gib ibnen aucb tin wenig dufter, mit Pfeffer »ermengef, fo »ergefeet tbnen Der gipp. Wer mm nicfef will, Dag feine ^üner'den Ziop befommen follen, der fealfe ifenen daS^ünerfeaus fein Safe 183 4P fein rein, und gebe ifenen reines Waffer ju faufen, fo bleibende gefund. «£ünern die fcaufe $u vertreiben. UeS lauftgeQftefe begeug nur mttßubfeicfee, alfo aucfe bk puntx, fo njerDen fte Des ÜngejieferS (öS, Denn eSc tfeut Den Tunern fcfeaDen, fonDerliefe wenn fte brüten. ODer nimm Sdufefaamen, Bio* mifcfeen Slümmel, ftoffe tt flein, unD mifcfee ^tin darunter. vSür bae durchlaufen der ^üner. Qfrenn man den ^ünern das Söurcfelaufert »er* *>® treiben will, fo nefeme man eine Sjanb »oll ©erftenmefel, und tfeue Daju »iel Wein unD WacfeS/ unD mifcfee tt be» Dem geuer Durcb einanDer/ und gib es ibnen alfo ju freffen. ODer gib ibnen ge* focfefe oDer gebratene ;Quitten ju freffen. Von dem Beerben der -^ünev. C%m ©ommer fommt bisweilen ein Unglücf unter «O die puntx, Dag fte fefer fterben, Da feole man ife* nen nur einen ©acf »oll 9vog*2lmeifen, fcfeütte Die ifenen »or, Die purgiren fte, unD werDen Da»on ge* funD. 3[em, wenn bit puntx fefewarje $dmme be* fommen, ftiHe ft|en, ftcfe jufammen büfern, und niefet freffen wollen, Denen gib nur grünen 5vofel ju" freffen, xok aucfe ^noblaucfe unD Butter, fo wer* Den fte wieder gefunD. Von ben bofen 2fugen der £>unev. on bittern geigbonen befommen Die^üner-bofe klugen, Denn wenn fte Diefelbe freffen, fo waefe* fen ibnen 23fdtterlein Da»on in Den Slugen; wenn man Denn Diefelbige mit einer 9?aDel aufftiefet und reiniget, fo werDen fte balb gefunD; man ,mug ibnen aber Die 2lugen auswendig mit $3urjelfaft und grauenmilcfe beftreiefeen. Wtnn 51 33 «Sfe '184 <# VOenn öte ^ünex bk *£yer Hoffen, ober VOinbeydr le^en. Cfttenn bit Sjüntv bit <£t>er ftofftn, fo ftnD fte ju feff* **** gib ibnen nur £anfforner ju freffen, fo werDen fte Wieber moger. 2Benn fte t>iel S3rod ober 9cocfen freffen, fo fegen fte SBincener, Darum muf* man i&nen feinen SXotfen me&t geben, fonDern ©erfien ooer #aber. 2>a# bie y$nner viel ifyer lesen, ib t^nen £afenlorbeern, ooer £afen&recF, fein flein jerrieben, in nafft ftlenm gefiretfet, unb unter ge> menget, ju freffen. ©ohft aber wenn man ©eijrauten nimmt/ und Daffelbe Den Jfpünew ju freffen gibt, fo werden fte fe&r fruchtbar, und legen »iel (E»er, bit jur SiuSbrütung Der £uner b'itn* lieb und gut ftnd. SBenn man ibnen eingequeHefe ©erffen gibt, fo legen fie Diel groffe €»er. (Eben fofdjeS wirfet auO) der treffen* faamen, mit Plenen und SBein »ermenget, und den Tunern ju freffen gegeben. . ©o aber fonft bie #üner ntc^e legm wollen, fo gib ib* nen fcbwarjen woblnec&enben Koriander, fo beben fte an ju fegen. ©peifet man fie mit £anffornern unbSReffelfaamen, fu legen fte den ganjen hinter. Wie man bie ^üner unb Bappaunen matten foU. r$tlicf)e mäßen fte mit SBeifcenf Jenen, unb mit 3öaffec ^" angefprenget; onoere aber mit ©erfren*@preu ooer 6cfyrot; man foü i()nen aud) ein wenig fleinen ©anö barneben fcf)ütten, Daß fte bisweilen ein tfornlein ©anö mit ?uflefen, Der reiniget ibnen Den SRagety bafi fit bar* naef) "befto beffer junefcmen. SJJaftfjüner muffen in eintrn Warmen Dunfeln Ott fielen. « n iD «, ® *%h4fr .1 SU*" MED fflST ~*. .% >*.- W, '„* r. •• • *, 4. r.iV-"' 1 .'.« • f /"*. J